Gute Nachricht:
"Eines verkündete Kurz aber schon gestern: „Pierre De Wit wird spielen.” Der 24 Jahre alte Mittelfeldmann durfte am Samstag erstmals wieder von Beginn an ran. Nach dem 0:2 am ersten Spieltag in Bremen flog der fleißige und umtriebige „Piero” aus der Startelf. Aber De Wit ist ein Kämpfer. Und so imponierend, wie er in jungen Jahren schon drei Kreuzbandrisse überwunden hat, so kämpfte er sich - wie sein Mittelfeldkollege Olcay Sahan - übers Training zurück ins Team.
„Ich denke, dass ich vom Kopf her ein stabiler Mensch bin”, sagt der gebürtige Kölner, „daher kann ich mich auf schwierige Situationen einstellen.” Typisch für den eloquenten Rheinländer, dass er im Nachhinein ganz locker über die von den Kreuzbandrissen 2007, 2009 und 2010 betroffenen Knie redet wie über eine Tanzschrittfolge: „Links, rechts, rechts.” So ähnlich kombinierte De Wit „auf Schalke” die Finten, mit denen er die Königsblauen vor dem 2:1-Siegtreffer narrte.
Eigentlich habe er direkt aufs Tor schießen wollen - aber er wurde stets geblockt und kurvte dann eben ein bisschen durch den Strafraum. Um schließlich Vollstrecker Dorge Kouemaha mit einer Maßflanke zu bedienen. De Wit harmonierte im zentralen Mittelfeld mit Oliver Kirch. „Oli kümmert sich mehr um die Defensive, deshalb passt die Rollenverteilung ganz gut”, sagt der 1,72-Meter-Mann.
Er ist ein Mister Zuverlässig, der alltägliche Extraschichten zur Stabilisierung seiner Knie gern in Kauf nimmt für den Traum von der Bundesliga, in der er bisher 21 Mal gespielt hat. „Auch wenn er - in Anführungszeichen - kein einfaches Leben hat”, lobt Kurz, „Pierre macht das im Training vorbildlich.” Der Coach honorierte das nun. Und „Piero” will dieses Vertrauen auch morgen wieder zurückzahlen. Am liebsten mit einem Heimsieg."