Marco Kurz: "Der Ilicevic-Transfer war richtig"
Nach schwachem Saisonstart und dem Verkauf des besten Spielers würden bei vielen Vereinen die Alarmglocken schrillen. Nicht beim 1. FC Kaiserslautern. Trainer Marco Kurz ist vor dem Auftritt bei Borussia Mönchengladbach weiter von der Stärke seiner Mannschaft überzeugt.
Im SPOX-Interview spricht der 42-Jährige über die kurz- und langfristigen Ziele des FCK, die Folgen des Ilicevic-Transfers sowie die Israelis Itay Shechter und Gil Vermouth. Außerdem gibt Kurz Einblicke in seine Philosophie und Arbeit als Trainer.
SPOX: Herr Kurz, der FCK hat kurz vor dem Schließen des Transferfensters Ivo Ilicevic verkauft. Was waren die Beweggründe, ihn jetzt gehen zu lassen?
Marco Kurz: Nachdem Ivo im Winter der Wechsel verweigert wurde, hat er nun seinen Wunsch ausdrücklich erneuert: Er wollte nur weg aus Kaiserslautern! Wir haben dies intensiv besprochen und sind zu dem Schluss gekommen, dass es die richtige Entscheidung für den Verein ist und wir seinen Verlust sportlich kompensieren können.
SPOX: Über Ilicevic' Ausraster gegen die Bayern sagte Stefan Kuntz: "Im Vergleich zu 2009 ist der Entwicklungsschritt bei null!" Inwiefern spielte der Frust über diese Situation und die daraus folgende Sperre eine Rolle?
Kurz: Natürlich muss sich der Spieler in dieser Situation besser im Griff haben. Wenn Sie die Motivation für das Foul meinen, müssen Sie den Spieler selbst fragen. Für unsere Entscheidung bezüglich des Wechsels war die Rote Karte völlig egal.
SPOX: Von außen betrachtet haben Sie Ihren besten Spieler verloren, einen, der den Unterschied ausmachen kann.
Kurz: Wir haben sicher eine Qualität verloren, sind aber von unserem Kader und dessen Potential absolut überzeugt. Wir können und werden das kompensieren! Die gesamte Mannschaft ist gefordert, den Weggang aufzufangen.
SPOX: Immerhin spülte der Transfer vier Millionen Euro in die Kassen, was dem Verein sicherlich enorm weiterhelfen sollte.
Kurz: Dazu kann ich nichts sagen. Ich bin als Trainer für die sportlichen Belange zuständig, nicht für die finanziellen. Richtig ist, dass wir daran arbeiten, irgendwann mal solchen Begehrlichkeiten etwas entgegenwirken zu können. Das geht aktuell nicht nur bei uns, sondern bei vielen Vereinen nicht.
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Quelle: Spox.com