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UEFA beschließt Schuldenbremse (sportschau.de)

Fußballthemen, welche den FCK nicht oder nicht direkt betreffen.
paulgeht
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Beitrag von paulgeht »

jaaaaaaaaa, den Artikel hab ich heute in der Zeitung auch gelesen und dachte, den müsste man hier eig. reinstellen. Vielen Dank.

Es ist zum Kotzen!! Das ganze einfach als Sponsoring laufen lassen und gut ist?! RedBull lässt grüßen. In diesem Punkt muss man Martin Kind recht geben. Die 50+1 - Regel macht so keinen Sinn, wenn es Wege gibt, sie einfach zu umgehen. Seine Schlussfolgerung sie dann gleich ganz abzuschaffen vertrete ich allerdings nicht.

Dass in dem ganzen Rotz auch noch einiges offenbar illegal läuft setzt dem ganzen noch die Krone auf.
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Alex76
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Beitrag von Alex76 »

BurrOnkel hat geschrieben:Auch eine sog. "Schuldenbremse" wird die Entwicklung nicht aufhalten. Es werden immer Möglichkeiten gesucht und gefunden, diese zu umgehen:


Fußball: VW und der VfL Wolfsburg
30.07.2011, 11:33 2011-07-30 11:33:15
Ein Einblick in das Wolfsburger System von Claudio Catuogno und Klaus Ott
Quelle: http://www.sueddeutsche.de

1. Das fragwürdige VW-System

...

2. Wirklichkeit auf dem Kopf

62,5 Millionen Euro zahlte VW als Hauptsponsor in der Meistersaison 2008/2009 für Trikotwerbung und andere PR-Maßnahmen an den VfL. In der Spielzeit darauf waren es, internen Zahlenwerken des VfL zufolge, noch fünf Millionen mehr. Der VfL wäre demnach fast dreimal so werbewirksam wie Deutschlands Top-Klub Bayern München, der von seinem Hauptsponsor Telekom geschätzte 25 Millionen Euro pro Saison kassiert.

....

Der Uefa-Plan besagt, dass die Profiklubs nur noch das ausgeben dürfen, was sie durch ihren Spielbetrieb unmittelbar einnehmen. Das soll Zustände wie beim FC Chelsea aus London verhindern, wo der russische Oligarch Roman Abramowitsch Hunderte Millionen draufzahlt. Abramowitsch müsste das einfach nur Sponsoring nennen, seinen Konzernnamen auf die Trikots schreiben, und schon wäre es eine reguläre Einnahme.

Wie in Wolfsburg beim VfL, der zusätzlich zum Sponsor-Geld auch noch viel Kredit bekommt von VW; und von der VW-Bank. 51 Millionen Euro betrug einem internen Prüfbericht aus dem Jahr 2010 zufolge der Darlehensrahmen bis Mitte 2011. Meist wurden 30 Millionen Euro und mehr in Anspruch genommen. Für einen schnellen Einkauf auf dem Transfermarkt war immer noch genug da. An den Zahlen dürfte sich wenig geändert haben.

VW und VfL äußern sich nicht dazu. Etwa zwei Drittel des Gesamtetats beim VfL in Höhe von rund 150 Millionen Euro bestreitet alleine der Mutterkonzern VW. Ohne das Geld von Volkswagen und die Millionen von VW-Lieferanten, die den Werksklub angeblich nicht ganz freiwillig sponsern, wären die Wölfe ein vergleichsweise armer Klub. Ein kleiner Verein wie der SC Freiburg, der keinen Konzern hinter sich hat und der froh ist, wenn er nicht absteigt.

3. Wolfsburg überall

...

Lauter wunderbare Weltfußballer Siege und Titel müssen her. Im VHH werden Trainer und Geschäftsführer ausgewählt und wieder gefeuert. Hier werden die wichtigsten Transfers abgenickt. Die vielbeschäftigten Auto-Manager bevorzugen schnelle, kostspielige Lösungen statt innovativer, preisgünstiger Ansätze, für die man Zeit und Tiefenkenntnis der Fußballbranche benötigen würde, wie neuerdings in Dortmund. Zeit haben sie bei VW im Grunde nie, aber Geld ist immer da.
"Wer Autos sät, wird Schrott ernten" (© Prof. Dr. Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger)

Sorry. Mir fehlt für die Geschäfts- und Konzernpolitik von VW jegliches Verständnis. Statt vom Sport zu lernen und diesen zu respektieren, versucht man seine niederen Geschäftspraktiken auf diese zu wälzen.
paulgeht
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Beitrag von paulgeht »

Ich erlaube mir, diesen Post auch nochmal in diesen Thread zu setzen, denn gehört ja auch irgendwie hier rein:


200 Profis warten auf Gehalt
Spaniens Profis drohen mit Streik

Madrid (RPO). Die spanischen Profis drohen zum Saisonstart mit einem Generalstreik, sollte die spanische Fußball-Liga (LFP) keinen neuen Tarifvertrag unterzeichnen. Das gab der Vorsitzende der spansichen Fußballspieler-Vereinigung (AFE), Luis Rubiales, am Donnerstag bekannt. "Die Liga wird nicht starten, bis der Vertrag zwischen uns und der Liga unterzeichnet wurde", sagte Rubiales.
[...]
In Spanien sind derzeit sechs der 20 Erstliga-Klubs zahlungsunfähig, sie werden aber weder mit Punktabzug noch mit Zwangsabstieg bestraft. Der Start der Primera Division ist derzeit für den 20. August angesetzt.
[...]
Zum Link: http://www.rp-online.de/sport/fussball/ ... 18060.html
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herzdrigger

Beitrag von herzdrigger »

Geld regiert die Welt. Wieder ein Beweis.
emWaltersoiFritz
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Beitrag von emWaltersoiFritz »

wie schon auf der 1. Seite gepostet: Klubs die insolvent sind, können nicht absteigen. Daher möchte man in Spanien ja auch das Financial Fair Play bereits in der kommenden Saison einführen um das Konkursrisiko wegen Überschuldung bereits vorab etwas einzugrenzen. Obs klappt?
Wer jetzt den Weg zum Teufel wagt, wird gnadenlos vom Berg gejagt..!
paulgeht
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Beitrag von paulgeht »

Um diesen Thread mal rauszuholen:

Man kann über die Bayern und Rummenigge denken was man will, aber hier haben sie Recht:
„Wenn ich Ibrahimovics Gehalt sehe, wird mir fast schlecht!“


Im Champions-League-Finale 2012 war der FC Bayern dem FC Chelsea im Elfmeterschießen zuletzt unterlegen. Jetzt kritisiert Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge die Geschäftsmethoden der Engländer so wie des heranwachsenden französischen Fußball-Riesen Paris St. Germain – und fordert von der Uefa Konsequenzen. „Manchester City machte vergangenes Jahr 200 Millionen Euro Verlust, der FC Chelsea 80 Millionen Euro. Dabei sieht das Financial-Fairplay maximal einen Verlust von 15 Millionen Euro vor“, prangert Rummenigge bei einer Veranstaltung von Audi in Gaungzhou an. „Auch was gerade bei Paris St. Germain passiert, finde ich unverständlich. Wenn ich das Gehalt von Ibrahimovic mit 14,5 Millionen Euro netto sehe, der gerade aus Mailand verpflichtet wurde, wird mir fast schlecht.“

Bayerns Vorstandsvorsitzender mahnt an, dass in Europa offenbar mit verschiedenen Maß gemessen würde. „Ich lese nur, dass türkische Klubs ausgeschlossen werden sollen. Bei anderen drückt man offenbar ein Auge zu“, so Rummenigge und fordert: „Die Uefa sollte Verstöße seriös prüfen und Warnschüsse abgegeben.“

Vor allem Uefa-Boss Michel Platini sieht Rummenigge dafür in der Pflicht. „Das ist jetzt die Nagelprobe für Platini. Das Financial-Fairplay ist sein Baby. Jetzt ist es an ihm, es umzusetzen. Die deutschen Klubs werden sonst die Frage stellen müssen: Was soll das?“

[...]
http://sportbild.bild.de/SPORT/bundesli ... lecht.html

Es ist schon krass, was da an Verlusten rumfährt und auch, was in Paris passiert. Nicht verwunderlich ist, dass Platini scheinbar kein Eile mehr mit dem "financial fair play" hat. Schließlich ist Paris Frankfreichs Hauptstadt und ein bisschen Ruhm für sein Land ist sicher nicht schlecht. Hat ja bei der Vergabe der EM 2016 auch schon funktioniert.

Der Mann tut jetzt schon alles, um sich als legitimer Nachfolger des großen Seppls zu empfehlen.
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Schlossberg
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Beitrag von Schlossberg »

paulgeht hat geschrieben:... Nicht verwunderlich ist, dass Platini scheinbar kein Eile mehr mit dem "financial fair play" hat. Schließlich ist Paris Frankreichs Hauptstadt und ein bisschen Ruhm für sein Land ist sicher nicht schlecht. Hat ja bei der Vergabe der EM 2016 auch schon funktioniert.

Der Mann tut jetzt schon alles, um sich als legitimer Nachfolger des großen Seppls zu empfehlen.
Das Wort legitim im Zusammenhang mit den Oberkorrupten ?
Da passt es nicht hin.
An ihren Früchten sollt Ihr sie erkennen.
daachdieb
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Beitrag von daachdieb »

Financial-Fairplay im Fußball: Der nächste Erdrutsch droht
Jean-Louis Dupont ist es gewohnt, seine Klagen gegen die europäischen Fußballmächte gleich auf das große Ganze zu richten. Und es ist schon eine Weile her, dass der belgische Anwalt das letzte Mal belächelt wurde für seine fulminanten Volten: Damals war er für seinen Mandanten Marc Bosman vor den Kadi gezogen gegen die Europäische Fußball-Union (Uefa).
...
Diesmal vertritt Dupont den belgischen Spielervermittler Daniel Striani, ... Im Kern attackiert er Artikel 57 des FFP-Reglements, dieser regelt die Kostendeckung von Einnahmen und Ausgaben in den Klub-Etats.
...
Dabei zieht das Herzensprojekt von Uefa-Chef Michel Platini ohnehin wachsende Skepsis auf sich. Zumal, seit sein Sohn als Spitzenmanager beim katarischen Sportinvestmentfond QSI eingestiegen ist, der Frankreichs Vorzeigeklub Paris St. Germain erworben hat und dort Finanz-Kunststücke vorführt, die den Verdacht nähren, dass unter dem Deckmantel abstrus hoher Sponsoringzahlungen eine diskrete Klubfinanzierung betrieben wird. Die Uefa hielt konkreten Fragen bisher nur vage Appelle an die Sittsamkeit der Klubs entgegen. Was Duponts Attacke anbelangt, verweist sie darauf, dass die EU-Kommission das FFP abgesegnet habe. Mag sein, sagt Dupont - aber die Richter in Luxemburg könnten das jetzt ganz anders sehen.
Oderint, dum metuant
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daachdieb
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Beitrag von daachdieb »

In der SZ (print) ist heute ein weiterer Artikel zu FFP:
Dupon bemängelt, die FFP-Regeln installieren eine "Oligopol-Liga", die wenige reiche Klubs umfasse, während der große Rest "für immer" in Nebenrollen gezwungen werde.
Hier kann man ihn lesen.
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wkv
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Beitrag von wkv »

Mich wundert, dass noch keiner in der Angelegenheit einmal RB begutachtet hat.
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