Sport: 1. FCK
Der zweite Anlauf
Sturm und Drang: Ilian Micanski. FOTO: KUNZ-Moray
Elf Tage sind es noch bis zum ersten Pflichtspiel der Saison für den Fußball-Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern. Bevor am 30. Juli (15.30 Uhr) die Pokalaufgabe beim Berliner FC Dynamo wartet, geht es um den taktischen Feinschliff im Lauterer Spiel.
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Rechts vorne setzte Kurz zuletzt auf Richard Sukuta-Pasu oder auf Ilian Micanski, der sich wie im vergangenen Sommer auch in dieser Vorbereitung bisher in guter Form präsentierte. Für Micanski, den in der vergangenen Saison so glücklosen bulgarischen Nationalstürmer, eröffnet sich durch die leicht modifizierte Ausrichtung in der Offensive eine neue Chance. "Er ist kein klassischer Außenbahnspieler", sagt Kurz, "aber er kann einer von drei Stürmern sein."
Egal wie - Micanski, der zuvor in Polen gespielt hat und dort ein gefeierter Held war, möchte nach dem für ihn schlecht gelaufenen ersten Jahr in Deutschland (10 Kurzeinsätze/1 Tor) vor allem eines: "Mehr Spielzeit. Ich möchte jedem zeigen, dass ich Fußball spielen und Tore schießen kann." Interviews führt der aufgeweckte, höfliche 25-Jährige lieber noch auf Englisch, obwohl sein Deutsch schon gut ist. Mit seiner aus Polen stammenden Freundin lebt er in Kaiserslautern und fühlt sich sehr wohl. Seine Familie hat ihn häufiger besucht, was in neuer Umgebung oft hilft. "Ich kenne jetzt alles hier beim FCK, die Atmosphäre, die Trainingsbelastung; das ist ein Vorteil", sagt Micanski. Er kämpft um ein glücklicheres zweites Jahr in der Pfalz.
VON OLIVER SPERK
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