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UEFA beschließt Schuldenbremse (sportschau.de)

Fußballthemen, welche den FCK nicht oder nicht direkt betreffen.
emWaltersoiFritz
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Beitrag von emWaltersoiFritz »

Vereine müssen zukünftig ausgeglichene Haushalte vorlegen

UEFA beschließt die Schuldenbremse
http://www.sportschau.de/sp/fussball/ne ... bremse.jsp

Ab diesem Jahr dürfen die Vereine nur noch 45 Millionen Euro Schulden pro Jahr machen, in den nächsten Jahren verringert sich diese Summe schrittweise, 2017 müssen die Haushalte dann ausgeglichen sein

Hier noch ein interessanter Link zum Thema:

http://www.theoffside.com/leagues/every ... rplay.html

Fazit: Schuldenbremse kann nicht funktionieren solange die finanziellen Anreize so immens sind.

Interessant ist, daß in dem Artikel vor allem die UEFA-Regeln mit den deutschen Regeln zur Verteilung der Fernsehgelder verglichen wird

hier noch einige Zusatzinfos vom user mabo auf transfermarkt.de
mabo hat geschrieben: Saison 2013/2014: max. 45 Mio. Verlust in den vergangenen zwei Jahren (also 2011/2012 und 2012/2013), wobei u.a. die Aufwendungen für das Nachwuchsleistungszentrum nicht mit einberechnet werden

- Saison 2014/2015: max. 45 Mio. Verlust in den vergangenen drei Jahren (also 2011/2013, 2012/2013 und 2014/2015, wobei u.a. die Aufwendungen für das Nachwuchsleistungszentrum wiederum nicht mit einberechnet werden)

- Ab der Saison 2015/2016: max. 30 Mio. Verlust in den vergangenen drei Jahren (wobei u.a. die Aufwendungen für das Nachwuchsleistungszentrum nicht mit einberechnet werden)

Allerdings sind einige Bestimmungen des "UEFA Financial Fairplay" noch unklar. Zum Beispiel heißt es, dass Sponsorenzahlungen von Investoren nur in Höhe des Verkehrswerts berücksichtigt werden. So soll verhindert werden, dass der Investor einfach als Sponsor auftritt und für eine Bandenfläche einen irrwitzigen Betrag zahlt. Wie das gerade im Fall Wolfsburg gehandhabt werden soll, wo Wolfsburg als Sponsor weit über 50 Mio. Euro im Jahr (keiner kann mir erzählen, dass die Trikotwerbung und der Stadionname in Wolfsburg so werthaltig sind) zusteuern dürfte, ist mir unklar.
Zuletzt geändert von Thomas am 11.01.2011, 18:35, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Textauszug eingefügt.
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Mathias
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Beitrag von Mathias »

arrivederci, Hoffenheim ;)
Weil Depressionen echt scheiße sind, schau Dir das Video an. (Quelle: br.de)
Kümmert Euch um Eure Freunde!
Thomas
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Beitrag von Thomas »

Laut Zeitung wären in dieser Saison elf Vereine vom Europacup ausgeschlossen worden, wenn das Financial Fair Play schon gelten würde. Gibts irgendwo eine Auflistung, welche Vereine das sind?

Auch interessant: Die Begrenzung der Kadergröße auf 25 Spieler! Das kann ich nur befürworten, denn warum selbst der FCK OHNE Europacup zurzeit über 30 Spieler im Kader hat, kann ich irgendwie nicht verstehen. Da würde sich doch locker eine große (siebenstellige?) Summe sparen lassen, die so unnütz zum Fenster rausgeworfen wird...
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)
Altmeister
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Beitrag von Altmeister »

Da sind ein paar ganz gute Ansätze dabei, die in die richtige Richtung gehen. Ganz ausgegoren oder gar ausgewogen ist das aber noch nicht.
Muss man mal in Ruhe beobachten. Auch wenn findige Menschen ganz sicher wieder Wege finden werden, wie man das zumindest in Teilen wieder umgehen kann.
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Beitrag von FCK58 »

Ich glaube, daß da schon im Vorfeld ein paar findige Menschen findige Wege eingebaut haben, die findige Finanzjongleure dann problemlos finden werden. :wink:
Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.
Hermann Hesse
Mac41
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Beitrag von Mac41 »

Thomas hat geschrieben: Auch interessant: Die Begrenzung der Kadergröße auf 25 Spieler! Das kann ich nur befürworten, denn warum selbst der FCK OHNE Europacup zurzeit über 30 Spieler im Kader hat, kann ich irgendwie nicht verstehen. Da würde sich doch locker eine große (siebenstellige?) Summe sparen lassen, die so unnütz zum Fenster rausgeworfen wird...
Na diese Zahl lässt sich leicht mit der Eigenspielerquote (5+1-Regel) und der unterschiedlichen Vertragsarten der Spieler, Amateure, Vertragsspieler und Lizenzspieler, erklären.
Nimm die aussortierten Spieler, sowie "Ergänzungsspieler" die aus dem einen oder anderen nur SK bekannten Grund einen Vertrag haben :D , dann ist der FCK von den 25 nicht soweit entfernt.
Oder sagen wir's mal anders, die Einkaufs- und Transferpolitik des Vereins ist nicht immer optimal, aber Masse kann ja auch Klasse ersetzen.
Hasta la Victoria - siempre!
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Beitrag von emWaltersoiFritz »

Wenger geht auf Chelsea los

"Chelsea hat die Financial Fair Play unterstützt. Aber am Morgen verkünden sie 70 Mio. Pfund Verlust and am Nachmittag geben sie 75 Mio. für neue Spieler aus. Wo ist da die Logik?"

Adriano Galliano (AC Milan): " Jeder spricht vom Financial Fair Play, die Wahrheit ist, dass alle wie die Wahnsinnigen ausgeben - wir auch"

Quelle: videotext sport 1 S 211
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emWaltersoiFritz
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Beitrag von emWaltersoiFritz »

„Financial-Fairplay“ Der kalkulierte Wahnsinn

Es ist nicht ganz einfach, in einem sinnvollen Satz die folgenden drei Begriffe zusammenzubringen: Fußball, Finanzen, Logik

http://m.faz.net/;s=_N9VM6lPjFX4LfL4ik7 ... ontent.xml
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Beitrag von Block8.1-Fan »

http://www.spiegel.de/sport/fussball/0, ... 72,00.html

Auch intressant ist das 124 der Vereine welche bei den UEFA-Wettbewerben dabei sind.. 11 hätten eigentlich nicht starten dürfen wäre das Gesetz schon in Kraft. Unter anderem Real Madrid und Chelsea!

Wenn die diesen Schnitt machen würden, wäre in Spanien und Italien nur noch Gähn angesagt... bei denen sind mehr als die Hälfte von Liga1 und 2 nur wenige mehr als einem Zwangsabstieg wegen der Finanzen entfernt.
Eigentlich bin ich ein Supertyp. Aber ich kann wohl auch ein richtiger Arsch sein. (Mario Basler)
c
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Beitrag von c »

FCK58 hat geschrieben:Ich glaube, daß da schon im Vorfeld ein paar findige Menschen findige Wege eingebaut haben, die findige Finanzjongleure dann problemlos finden werden. :wink:
...finden sollen
FCK58
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Beitrag von FCK58 »

Hast du etwa den Glauben an das Gute im Menschen verloren? :wink:
Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.
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Beitrag von emWaltersoiFritz »

Financial Fairplay bedeutet für Bayer Leverkusens Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser auch, die Zuwendungen der öffentlichen Hand unter die Lupe zu nehmen.

Denn innerhalb der Deutschen Fußball Liga (DFL) wird in der kommenden Woche die neue Financial Fairplay-Regelung der Europäischen Fußball-Union (UEFA) diskutiert. Dazu gehört speziell die Frage, wie die Zahlungen der Konzerne Bayer und Volkswagen an die Clubs aus Leverkusen und Wolfsburg zu bewerten sind

http://www.weltfussball.de/news/bundesl ... erksclubs/

PS: wurde bereits im anderen Thread gepostet, ich denke hier passt es besser hin
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paulgeht
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Beitrag von paulgeht »

Ist »Financial Fairplay« gerecht, Stefan Szymanski?
»Betrüger werden belohnt«

Stefan Szymanski, englischer Wirtschaftexperte, kritisiert die UEFA. Statt um Gerechtigkeit gehe es beium neuen »Financial Fairplay« darum, die Premier League anzugreifen. Für die aktuelle Ausgabe von 11FREUNDE sprachen wir mit ihm.




Zum Link: http://www.11freunde.de/international/139229
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emWaltersoiFritz
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Beitrag von emWaltersoiFritz »

Also der Artikel ist ziemlich daneben! Das Financial Fair Play als Angriff gg die Premier League, ok, kann man so sehen, aber als Ursache für zukünftige Betrügereien geht aber doch ganz daneben. Ursache ist m.E der ernorme wirtschaftliche Anreiz in der CL zu spielen, der viele Vereine dazu animiert weit über das vernünftige Maß zu investieren. Würde man die Einnahmen etwas besser zwischen EL u CL besser verteilen, hätten auch die kleinen Clubs etwas davon. Auch wenn die Mehrheit wohl lieber Barca und Manu sieht, dürfte der Reiz bei der 100 Wiederholung etwas verloren gehen. Der Reiz besteht ja auch darin das manchmal ein kleiner dem grossen ein Bein stellt. Das Spanien, Italien und Deutschland irgenwann lediglich Vasallen der PL werden, oh mann, das ist Wunschdenken, auch wenn in Spanien eine gewisse Tendenz besteht und in Italien die fiinanziellen Zustände alamierend sind. Aber der Fussball und die Nationalmannschaft hat in diesen Ländern eine so grosse Bedeutung dass man dies nicht zulassen wird. Vielleicht trifft ja eher das Gegenteil zu und die Premier Leaque folgt dem Beispiel der britischen Wirtschaft und spielt zukuenftig lediglich die Rolle eines Satelittenstaates
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paulgeht
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Beitrag von paulgeht »

Da stimme ich dir zu. Ich find die Antworten phasenweise fast etwas arrogant. Anderseits kann man da sehr gut die Angst rauslesen, die in der Premier League umgehen muss.

Die Engländer wissen eben auch, dass ihre Premier League momentan (noch) die beste Liga der Welt ist. Eben weil sich doch auf hohem Niveau mehr als nur zwei Mannschaften um den Titel streiten (vgl. Spanien).

Anderseits hat ihr Nationalteam schon länger nichts mehr gerissen und die Zukunft ist auch nicht sehr vielversprechend. Kann mir einer einen guten englischen Spieler unter 25 nennen (außer vll. Theo Walcott)? Hinzu kommt, dass die Glamourspieler wie einst Beckham ausgedient haben, gleichzeitig so echte "Haudrauf"-Typen wie Gascoigne oder Cantona schon länger fehlen. Die haben allen Grund zur Sorge, wenn es um die Attraktivität ihres Fußballs geht.

Denen wird höchstens die ewige Romantik des "Football's home" bleiben, vll. sogar noch verstärkt, wenn Investoren, die ja langfrisitg nicht nur national sondern vorallem international Erfolg sehen wollen, nicht mehr ihr Geld verprassen können wie es ihnen passt. Man frage nur mal bei Manchster United oder Chelsea London nach.
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emWaltersoiFritz
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Beitrag von emWaltersoiFritz »

Während in anderen Ländern die Insolvenz eines Vereins zum Zwangsabstieg führt, stellt die Insolvenz in Spanien eine Art Schutzschild vor dem Zwangsabstieg (nähere Erläuterungen siehe Quelle):

Zitat: Der Konkurs hat nämlich einen großen Vorteil: Er schützt vor einem Zwangsabstieg.

Spanische Pleite-Liga: Hälfte der Vereine zahlungsunfähig

http://www.transfermarkt.de/de/spanisch ... 65514.html
Spaniens Primera División bezeichnet sich gerne als «die stärkste Fußball-Liga» der Welt. Der Zweikampf zwischen den Erzrivalen Real Madrid und FC Barcelona zieht die Fußballwelt in seinen Bann. Aber der Glanz täuscht. Unterhalb der Spitzenclubs Real und Barça tun sich wahre Abgründe auf. 21 Vereine der 1. und 2. spanischen Liga mussten in den vergangenen Jahren Konkurs anmelden oder sie stehen kurz davor, dies zu tun.
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emWaltersoiFritz
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Beitrag von emWaltersoiFritz »

emWaltersoiFritz hat geschrieben: Spanische Pleite-Liga: Hälfte der Vereine zahlungsunfähig

http://www.transfermarkt.de/de/spanisch ... 65514.html
update (aus kicker print):

Ausstehende Gehälter in Höhe von 42 Mio. EUR (für Liga 1 +2). 300 Klagen von Spielern wegen ausstehender Gehälter.

"Das Image der laut Eigenwerbung "weltbesten Liga" ist beschädigt, die maßlos wirtschaftenden Klubs wurden nie wirklich kontrollier. Staatssekretär Soler: "Das Konkursrecht wurde pervers missbraucht. viele Klubs vermieden so den Zwangsabstieg".

Nun will die Liga das "Financial Fair Play" der UEFA bereits für die neue Spielzeit einführen: Alle Klubs sollen dann mit Punktabzug, Geldbußen oder gar Lizenzentzug bestraft werden, die Spielern, anderen Vereinen oder dem Finanzamt Geld schulden"
Zuletzt geändert von emWaltersoiFritz am 24.06.2011, 11:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Schobbe
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Beitrag von Schobbe »

Und bei uns ist es Schlimm, wenn wir mit 2 Millionen im Minus sind. Da versteh ich die DFL garnicht, wie in so vielen Dingen.
Paul
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Beitrag von Paul »

Schobbe hat geschrieben:Und bei uns ist es Schlimm, wenn wir mit 2 Millionen im Minus sind. Da versteh ich die DFL garnicht, wie in so vielen Dingen.
Andersrum wird ein Schuh draus.
Hier macht unser Ligaverband vieles richtig, wenn er strenge Lizenzregeln aufstellt und diese auch umsetzt. Alles andere wird irgendwann wie eine riesen Seifenblase platzen - offensichtlich ist Spanien kurz davor. Italien ist - außer für Herrn Klose - inzwischen fast schon ein Niemandsland in Sachen Fußballattraktivität.
Man mag bei Mailand oder vielleicht Turin/Rom noch ordentliche Gehälter kassieren, das war's dann aber auch.

Die Bundesliga wird, so sie weiter vernünftig wirtschaftet, immer attraktiver werden. Was bisher für Altstars wie Raul schon verlockend war, wird bald auch für Stars im besten Fußballalter interessant.
Nur im Pälzer Bode hänn moi Haxe richdich Halt!
unzerstörbar - NUR der F C K
OWL-Teufel

Beitrag von OWL-Teufel »

@ Paul

Genau so sehe ich das auch.Hier muss man ausnahmsweise das Gebahren der DFL mal positiv hervorheben.

Allerdings wirkt es im Hinblick auf die jüngere Vergangenheit schon eigenartig,dass Dortmund und auch Schalke bei deren mehr als fragwürdigen Finanzgebahren stets ohne nenneswerte Konsequenzen geblieben sind.
emWaltersoiFritz
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Beitrag von emWaltersoiFritz »

OWL-Teufel hat geschrieben:@ Paul

Allerdings wirkt es im Hinblick auf die jüngere Vergangenheit schon eigenartig,dass Dortmund und auch Schalke bei deren mehr als fragwürdigen Finanzgebahren stets ohne nenneswerte Konsequenzen geblieben sind.
Meines Erachtens darf man Schalke und Dortmund nicht in die gleiche Schublade stecken. Das Finanzgebahren beider war auch schon früher sehr unterschiedlich. Das Schuldmachen von Schalke fand ja schon immer außerhalb der eigenen Bilanz statt. Die Konzernstruktur von Schalke ist die komplizierteste der ganzen Liga. Die Struktur vom BVB ist deutlich einfacher. Die Schulden sind ja auch mittlerweile wieder in der eigenen Bilanz und der Schuldenabbau ist ja auch schon deutlich vorangeschritten.

Die Gemeinsamkeit die früher bei beiden herrschte und auch noch heute bei S04 zu finden ist: die überproportional hohen Gehälter für vergleichsweise gute Durchschnittsspieler
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Studebaker
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Beitrag von Studebaker »

Die Hoffnung auf eine "finanzielle Gerechtigkeit" kann sich bei mir nicht einstellen.
Wenn man sieht das der gesamte Nachwuchsbereich, die U23 zählt ja auch dazu, davon ausgenommen ist, wird den finanzkräftigen Konzernen schon jetzt Möglichkeiten aufgezeigt, Spieler noch zeitiger zu binden und in der Reserve mit dicken Schecks zu parken.
Infrastruktur (Stadien, NLZ, Trainingsgelände usw.) sind ebenfalls ohne belang.
Und wer hat z.B. das letzte Wort bei der Wertermittlung des Stadionnamens, Bande oder der Brust des (fast) grössten Autobauers der Welt?

Oder gibt einem das Financial Fairplay doch Hoffnung etwas zu bewirken, wenn man liest, wie sich ein Holzhäuser von den Pillendrehern jetzt über Zuwendungen der öffentlicher Hand an bestimmte Vereine ereifert?
Hell ain`t a bad place to be
emWaltersoiFritz
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Beitrag von emWaltersoiFritz »

passt zwar nicht ganz genau, geht aber jedenfalls in eine ähnliche Richtung:

Creditreform stellt Bonitätsranking der Bundesliga vor:
http://www.creditreform.de/Deutsch/Cred ... sligal.jsp

1. Depp 103 (die Tabelle geht nur bis 100 Punkte - also 1+)
2. Bazzis 113 (interessant, daß der Depp vor den Bayern steht)
3. Bremen 118 (nicht überraschend, wird sich aber ändern)
4. VfB 135
-------------------------- ab hier wird es interessant: davor (< 150 eher Traumquoten
5. Bochum 151
6. HSV 157
7. Freiburg 160
8. 96 174
9. SGE 180
10. bvb 187
11. Energie 192
12. BMG 195
13. Club 196
14. vw 207
15. pauli 211
16. ksc 212
17. fck 213
18 lev 216
19. aachen 218
20 . aue 224
21. fsv ffm 227
22. paderborn 228
23. d-dorf 229
24. rwo 242
25. msv 245
-------------------------- ab 250 wirds schlecht
26. augsburg 253
27. köln 254
28 s04 258
29. osna 259
30. hertha 267
31. sap 284
Interessant ist der Vergleich mit 2008. Bei meist allen Vereinen deutliche Verbesserung, mit Ausnahme:
- VW / SGE (gleich)

bzw. deutlich schlechter: Lev / Köln / S04 / SAP / Hertha
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BurrOnkel
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Registriert: 10.03.2011, 17:02

Beitrag von BurrOnkel »

Auch eine sog. "Schuldenbremse" wird die Entwicklung nicht aufhalten. Es werden immer Möglichkeiten gesucht und gefunden, diese zu umgehen:


Fußball: VW und der VfL Wolfsburg
30.07.2011, 11:33 2011-07-30 11:33:15
Ein Einblick in das Wolfsburger System von Claudio Catuogno und Klaus Ott
Quelle: www.sueddeutsche.de

1. Das fragwürdige VW-System

Volkswagen hat es, und der VfL Wolfsburg bekommt es: Der Autokonzern unterstützt den Fußball-Bundesligisten mit jährlich rund 100 Millionen Euro. Die Art und Weise ist höchst fragwürdig - vielleicht sogar strafbar. Das prüft nun auch die Justiz.

Sie haben Felix Magath zurückgeholt, mit dem der VfL Wolfsburg vor zwei Jahren erstmals deutscher Meister wurde und sich für die Champions League qualifizieren konnte. Magath ist einer der teuersten Trainer in der Bundesliga. Sie haben kurz vor Saisonbeginn schnell noch Christian Träsch gekauft und ihm einen Vier-Jahres-Vertrag gegeben. Rund zehn Millionen Euro soll der Nationalspieler gekostet haben; und er soll beim VfL deutlich mehr verdienen als zuvor beim VfB Stuttgart. Sie wollen, dass der VfL wieder oben mitspielt anstatt wie vergangene Spielzeit gegen den Abstieg, den der Rückkehrer Magath gerade noch verhindern half.

Sie - das sind die Herren von Volkswagen (VW), der bald der größte Autokonzern der Welt sein will, und der neben Marken wie Porsche, Audi und Seat auch einen eigenen Fußballklub besitzt. Die Wölfe, wie die werkseigenen Kicker genannt werden, sollen international auftreten. Als globale PR-Plattform für den Konzern, der mit Hilfe des Fußballs den Autoabsatz steigern will. Geld spielt dabei keine Rolle. VW hat es, und der VfL Wolfsburg bekommt es.

Was der Konzern sich seinen Werksklub kosten lässt und wie der VfL sonst noch hochgepäppelt wird, daraus haben sie in Wolfsburg immer ein Geheimnis gemacht. Offenbar aus gutem Grund. Manche Vorgänge sind ziemlich fragwürdig, vielleicht sogar strafbar. Interne Dokumente des Konzerns und seines Klubs, Justizakten und Schilderungen von Beteiligten ermöglichen erstmals genaue Einblicke in das Wolfsburger Kicker-Geschäft.

Gut 100 Millionen Euro stellt VW inzwischen jährlich für den VfL bereit. Wie das verrechnet wird, lässt vermuten, dass die derzeit national wie international diskutierten Maßnahmen gegen eine Wettbewerbsverzerrung im Profifußball von vornherein Makulatur sind.

Zudem kommt in Wolfsburg - zu den Werks-Millionen - noch einiges an Geld von Sponsoren hinzu, die Lieferanten des Autokonzerns sind und von diesem offenbar teils heftig gedrängt werden, den VfL zu unterstützen. In einem Fall ermittelt sogar die Staatsanwaltschaft in Stuttgart, wo ein Verdächtiger wohnt. Die Strafverfolger wollen zwei VW-Manager und drei frühere Mitarbeiter der Telekom-Tochter T-Systems wegen Korruption vor Gericht bringen.

VW soll ein Millionengeschäft mit T-Systems erst dann fortgeführt haben, als die Telekom-Tochter die Verlängerung eines angeblich überteuerten Sponsorvertrages beim VfL angekündigt hatte. Die Beschuldigten bestreiten die Vorwürfe.

Was sich nicht bestreiten lässt, sind die Gefahren für den Fußball. In der ersten Runde des DFB-Pokals hat der VfL an diesem Freitag beim Viertligisten RB Leipzig gespielt - und ist auch gleich wieder ausgeschieden: Wolfsburg blamierte sich mit einer 2:3-Niederlage. Gleichzeitig hätte die neue Saison kaum symbolträchtiger beginnen können. RB heißt offiziell Rasenballverein. Gemeint ist aber Red Bull, der milliardenschwere Energie-Getränke-Konzern aus Österreich, der den RB Leipzig geschaffen hat und in die Bundesliga hieven will.

DFB-Pokal
Viertligist blamiert den VfL Wolfsburg Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) verbietet, Vereinsnamen zu Werbezwecken zu benutzen, deshalb der Kunstbegriff Rasenballverein. Bestrebungen von Sponsoren und Konzernen, die strengen Auflagen für Investoren zu lockern, könnten solche Vorschriften eines Tages hinfällig machen. Red Bull gegen Volkswagen, Konzern-Klubs unter sich, sieht so die Zukunft aus?

2. Wirklichkeit auf dem Kopf

62,5 Millionen Euro zahlte VW als Hauptsponsor in der Meistersaison 2008/2009 für Trikotwerbung und andere PR-Maßnahmen an den VfL. In der Spielzeit darauf waren es, internen Zahlenwerken des VfL zufolge, noch fünf Millionen mehr. Der VfL wäre demnach fast dreimal so werbewirksam wie Deutschlands Top-Klub Bayern München, der von seinem Hauptsponsor Telekom geschätzte 25 Millionen Euro pro Saison kassiert.

Der VfL in dieser Rangliste weit vor dem Rekordmeister FC Bayern, der fast jedes Jahr in der Champions League auftritt - das stellt die Wirklichkeit auf den Kopf. Und es belegt, wie leicht sich die vom europäischen Fußballverband Uefa als "finanzielles Fairplay" angekündigten Auflagen umgehen lassen.

Der Uefa-Plan besagt, dass die Profiklubs nur noch das ausgeben dürfen, was sie durch ihren Spielbetrieb unmittelbar einnehmen. Das soll Zustände wie beim FC Chelsea aus London verhindern, wo der russische Oligarch Roman Abramowitsch Hunderte Millionen draufzahlt. Abramowitsch müsste das einfach nur Sponsoring nennen, seinen Konzernnamen auf die Trikots schreiben, und schon wäre es eine reguläre Einnahme.

Wie in Wolfsburg beim VfL, der zusätzlich zum Sponsor-Geld auch noch viel Kredit bekommt von VW; und von der VW-Bank. 51 Millionen Euro betrug einem internen Prüfbericht aus dem Jahr 2010 zufolge der Darlehensrahmen bis Mitte 2011. Meist wurden 30 Millionen Euro und mehr in Anspruch genommen. Für einen schnellen Einkauf auf dem Transfermarkt war immer noch genug da. An den Zahlen dürfte sich wenig geändert haben.

VW und VfL äußern sich nicht dazu. Etwa zwei Drittel des Gesamtetats beim VfL in Höhe von rund 150 Millionen Euro bestreitet alleine der Mutterkonzern VW. Ohne das Geld von Volkswagen und die Millionen von VW-Lieferanten, die den Werksklub angeblich nicht ganz freiwillig sponsern, wären die Wölfe ein vergleichsweise armer Klub. Ein kleiner Verein wie der SC Freiburg, der keinen Konzern hinter sich hat und der froh ist, wenn er nicht absteigt.

3. Wolfsburg überall

Doch das ist nicht der Anspruch in Wolfsburg. Binnen fünf Jahren, von 2005 bis 2010, hat der VfL den Etat für seinen Spielerkader und das Trainerteam mehr als verdoppelt, von 30 auf 71 Millionen Euro. Nur so gelingt es, Nationalspieler und einen Trainer wie Magath in das abgelegene Wolfsburg zu locken und Meister zu werden.

Nach dem Gewinn des Titels 2009 waren Magath und seine Kicker in Cabrios geklettert und gemeinsam mit VW-Patriarch Ferdinand Piëch und Vorstandschef Martin Winterkorn im Autokorso durch die Stadt gefahren. Anschließend feierten VW und VfL in einem Hotel auf dem Unternehmensgelände, gleich dahinter ragten, grün angestrahlt, die Kamine des VW-Kraftwerks in den Himmel. Grün ist die Farbe der Wölfe.

Das System VW könnte Schule machen. Einflussreiche Akteure in der Kicker-Szene versuchen, aus den Ausnahmefällen der beiden einzigen großen Werksklubs, Bayer Leverkusen und VW Wolfsburg, eine Regel zu machen und Deutschlands Profiklubs nach und nach komplett für Investoren zu öffnen. Bis hin zur kompletten Übernahme von Vereinen, wie in England und anderswo.

Dann wäre Wolfsburg bald überall. Die wichtigsten Entscheidungen werden ja beim VfL nicht in der Klub-Geschäftsstelle in der VW-Arena getroffen. Sondern gut einen Kilometer entfernt, im zwölften und 13. Stock des VHH, des VW-Verwaltungshochhauses.

Hier residieren die VW-Vorstände, von denen zwei auch im VfL-Aufsichtsrat sitzen: Francisco Javier Garcia Sanz und Hans Dieter Pötsch. Hinzu kommen Stephan Grühsem, Leiter der Konzern-Kommunikation, und Bernd Osterloh, VW-Betriebsratschef. Diese vier bilden das Präsidium des VfL-Aufsichtsrats. Sie sind Kontrolleure und wichtigste Geldgeber der Fußballer zugleich. Sobald der Ball rollt, geht es Kommunikations-Chef Grühsem auch um eine Assoziationskette beim Zuschauer: "Fußball - Menschen - Emotionen - Auto."

Lauter wunderbare Weltfußballer Siege und Titel müssen her. Im VHH werden Trainer und Geschäftsführer ausgewählt und wieder gefeuert. Hier werden die wichtigsten Transfers abgenickt. Die vielbeschäftigten Auto-Manager bevorzugen schnelle, kostspielige Lösungen statt innovativer, preisgünstiger Ansätze, für die man Zeit und Tiefenkenntnis der Fußballbranche benötigen würde, wie neuerdings in Dortmund. Zeit haben sie bei VW im Grunde nie, aber Geld ist immer da.
...go to where the FCK is
Betzepower1973
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Beitrag von Betzepower1973 »

Diesen Bericht sollte man vor jedem Spiel gegen Wolfsburg in den jeweiligen
Stadien an die Zuschauer verteilen und zum Vergleich den Etat des eigenen
Vereins mit angeben. Dieser Dreck muss weg aus unserem Fußballsport. :kotz: :kotz: :kotz:
"Das Grauen hat einen Namen: Betzenberg. Dort ist der 1.FC Kaiserslautern zu Hause, jenes Team, das die Ästhetik der Kneipenschlägerei zur sogenannten Fußballkultur erhob." (Wiglaf Droste)
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