Die "Torfabrik" sorgt für Diskussionen Gleicher Ball für alle
Von Chaled Nahar
Die Bundesliga wird in ihrer 48. Saison erstmals in allen Stadien der ersten und zweiten Liga mit den gleichen Bällen spielen. "Torfabrik" ist der vielversprechende Name des rot-weißen Spielgeräts von Adidas. Damit folgt die Deutsche Fußball Liga einer immer wiederkehrenden Forderung vieler Trainer und Spieler. Doch jetzt, wo der eine Ball für alle da ist, gibt es trotzdem großen Unmut.
Thomas Tuchel, Trainer des 1. FSV Mainz 05, ist einer der größten Kritiker von "Torfabrik": "Der Ball hat völlig unberechenbare Flugeigenschaften, nimmt keinen Effet auf und erschwert selbst den weltbesten Fußballern das Spiel. Ich kenne keinen Spieler, der sich positiv über diesen Ball äußert." Sein Kollege Louis van Gaal von Bayern München führt dagegen eine Fraktion von Befürwortern des Balles an: "Meine Spieler und auch ich finden ihn gut."
In einer Umfrage von sportschau.de, an der sich zwölf der 18 Bundesliga-Trainer beteiligt haben, gehen die Meinungen zu dem Ball also deutlich auseinander. Nur ein einstimmiges Urteil gibt es: Den Einheitsball an sich befürworten alle Trainer. In England, Italien und Frankreich sowie in der Champions League und der Europa League gibt es längst einheitliche Bälle in allen Stadien. Die Bundesliga ist in dieser Frage alles andere als ein Vorreiter. Werder Bremens Trainer Thomas Schaaf sagt, was alle Trainer so oder so ähnlich formulieren: "Der Einheitsball schafft gleiche Bedingungen für alle."
finde ich an sich gut, dass es einen Einheitsball gibt. Auch wenn ich aus eigener Erfahrung weiß, dass ich es als nicht ganz so krassen Unterschied finde ob ich mit meinem oder einem fremden Ball spiele, naja....
Aber finde Tuchels Aussage interssant...da sieht man wie klein seine Welt is...
für immer FCK
"Fussball ist ganz einfach, es spielen 22 Mann mit einem Ball und am Ende gewinnt Deutschland" Gary Lineker
Marco Kurz, 1. FC Kaiserslautern
"Der Ball wird sicherlich für einige überraschende Tore sorgen, da er eine schwer einzuschätzende Flugbahn hat. Das ist gut für die Zuschauer und schwer für die Torhüter. Außerdem nimmt er gut Tempo auf, was ebenfalls die Geschwindigkeit im Spiel erhöhen wird und damit einen weiteren positiven Effekt für die Zuschauer hat."
Zusammenfassend also ist Kurz der Meinung. Gut für die Zuschauer, schlecht für die Tohüter.
Ich als Amateurspieler finde die Unterschiede zwischen Bällen eigentlich nicht so enorm groß. Nach einigen Minuten Spielzeit komm ich meistens mit dem jeweiligen Spielball oder Platz zurecht.
Warum regt man sich als Trainer darüber auf? Beim alten System hätten die Adidas-Teams trotzdem mit dem Ball "Torfabrik" gespielt. Dann wär der Vorteil für diese Teams bei einem Heimspiel gegen Nike- oder Puma-Teams noch größer gewesen.
Jetzt haben alle über eineinhalb Monate Zeit, sich vor dem ersten Pflichtspiel auf das Gerät einzustellen. Man sollte von Profis und deren Trainern erwarten können, dass sie in der Zeit lernen den Ball zu verstehen anstatt rumzuheulen, wie schrecklich die Welt ist.
...und wieder siegt die Geschäftemacherei im Fußball. Puma ist raus, aus dem Geschäft, Nike ist raus, aus dem Geschäft und Adidas macht es wieder, das Geschäft. Der DFB hat zwar schon seit Herbergers Zeiten - und früher- beste Beziehungen zu Adidas, trotzdem würde es mich aber mal interessieren, ob und welche "Geschenke" diese Entscheidung beeinflusst haben. Zutrauen tue ich "unseren" Fußballfunktionären schon lange alles. Der Obermafiosi Blatter zeigt ihnen ja täglich wie´s geht
Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.
Hermann Hesse
Bei "... wissentschaftliche Studien darüber, dass runde Kugeln ..." hab ich dann mal wieder zu gemacht.
Für die Präsentation des Balles am Montag, war Mats Hummels am Sonntag übrigens mit angezogener Bremse unterwegs und hat bei Dortmunds Meisterfeier nix gesoffen. Wichtiger Termin - kein Alkohol also. Ahja.