Dabei ist das Thema hochbrisant, spiegelt es doch ein gesamtgesellschaftliches Phänomen. Die Taxi-, Finanzbranche und die Aldi-Filialen sind voll von Personal, das das akademische Gnadenbrot mitleidiger Professoren gegessen hat und nun in Jobs dringt, die früher Hausfrauen und Schulabbrecher nebenbei und von der Bettkante aus ausübten. Auch wenn´s nicht mehr Geld dafür gibt, so lassen wenigstens die anglizistischen Jobbezeichnungen aufhorchen.
Jetzt hat dieser Trend also auch das Trainergewerbe erreicht. Jetzt dringen sportwissenschaftlliche Randseiter ins Hilfstrainergewerbe ein, das früher Rentner, die in ihrer Jugend leidliche Fußballer waren, in ihrer Freizeit unentgeltlich ausfüllten. Und niemand denkt an die Gefahren für die Hackordnung neben dem Fußballplatz. Jedenfalls ist da eine Menge Zündstoff drin, wenn der Headcoach nur mit einem Kölner Trainerschnellkurs qualifiziert ist und der Coachsupporter sich sportwissenschaftlich ausgebildet fühlen darf. Da dürfte bald einiges auf uns zukommen.
Gibt es übrigens sportwissenschaftliche Untersuchungen, die belegen, daß mehr "Qualität" neben dem Platz zwangsläufig zu mehr "Qualität" auf dem Platz führt?
