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Sforza: Verdeckte Zahlung eingeräumt (SWR-Text)

Neuigkeiten und Pressemeldungen zum 1. FC Kaiserslautern.
playball
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Beitrag von playball »

Altmeister hat geschrieben:Playball, ich kann Dir in weiten Teilen folgen. Nur: Was passiert jetzt?
Passiert da überhaupt nochmal was? Gibt es denn dann mal auf der nächsten Mitgliederversammlung zumindest entsprechende, unangenehme Nachfragen? Und selbst wenn: Kommt dabei was rum?
Ich bin bei Göbel, wie schon öfters erwähnt, seit längerem skeptisch.
Aber dann müsste man ihn auch mal in die Mangel nehmen, Teile des Aufsichtsrates ebenfalls, sonst geht logischerweise alles so weiter wie bisher. Liegen entsprechende Unterlagen vor, die ggfs. gerichtsverwertbar wären? Und geht in diese Richtung überhaupt noch was, wenn die Beteiligten längst entlastet wurden auf früheren Jahreshauptversammlungen? Fragen über Fragen, die ich nicht beantworten kann, da ich kein Jurist bin. Bin aber trotzdem mal sehr gespannt, wie das ganze Thema sich entwickelt.
Dass der FCK von Briegel, Ulmer oder Sforza noch was bekommt im laufenden Gerichtsverfahren glaube ich auch nicht.

Altmeister,

das geht fast nur mit einer geschlossenen Gruppe. Einzelne Redner werden gezielt fertigemacht. Die Leute, die immer unter Friedrich oder auch Jaeggi den Mund aufgemacht haben koennen ja ein Lied davon singen.

Das Prozedere ist einfach. Man gibt eine Wortmeldung ab, dann wird man aufgerufen wie in der Schule. Jetzt haben die oben den Vorteil, alles lenken zu koennen. Die wissen sofort, wer Kritiker ist und wer nicht. Die haben gezielt ihre eigenen Redner in den Reihen, die rhetorisch weltklasse Kontra geben oder das ganze ganz schnell wieder unter den Tisch kehren koennen. Konkrete Rueckfragen werden im Keim erstickt. Dazu kommt das Problem der Poebler im Raum. Es ist zwar ne Portion Arroganz in der Aussage jetzt drin, aber das Problem besteht. Fuer viele da oben ist es nur wichtig, den Vorstand zu sehen, ein Bier zu trinken und zu jubeln. Da sind sie etwas beschraenkt. Kritische Fragen gelten als Nestbeschmutzung, dann fliegt schnell mal ein Becher Bier. Unkoordiniert hat man da keine Chance, sich Gehoer zu verschaffen.
Ueberleg mal bei Atze. Da hatten X Leute gesagt, dass Schmuh gemacht wird, niemand wurde erhoert. Haette Deubig in der Barbarossahalle nicht diese boesen Aussagen gemacht, nix waere passiert.

Man muesste die Leute vorher mal in die Mangel nehmen.

Beweise gibt es zu Hauf. Es gibt schwere belastende Unterlagen gegen Jaeggi. Allerdings sind die derzeit noch unter Verschluss, da sie ggf als entlastendes Beweismaterial in anderen Prozessen auftauchen koennen. Diese Karte spielt der FCK vermutlich auch aus. Das ist ein Grund, warum Prozesse kuenstlich am Leben gehalten werden.

Es gibt aber mittlerweile konkrete Bestrebungen von Fachleuten in Kaiserslautern (ohne Eigeninteressen!!! Bei denen zaehlt wirklich nur der FCK), die anfangen, sich konkret zusammenzusetzen.
Wenn man das Thema hier oeffentlich machen wuerde, koennte man mit Sicherheit was erreichen. Beispielsweise ueber Unterschriftensammlung fuer eine ausserordentliche Mitgliederversammlung, auf der es nur um die Aera Jaeggi geht. Die Unterschriften wuerden schon als Druckmittel reichen!

Das Problem ist wieder, dass alles im Sand verlaeuft, wenn es sportlich laeuft. Es ist die Krux beim FCK. Will man Aufarbeitung, muss man fast auf einen sportlichen Fehlstart hoffen, was aber keiner tut. Laeuft es sportlich, wird alles unter den Teppich gekehrt, in der Hoffnung, die zarte sportliche Pflanze, die gedeiht, nicht zu gefaehrden.

Schoen waere beides. Ein guter Saisonstart und Aufarbeitung
Altmeister
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Beitrag von Altmeister »

Playball, da stimme ich Dir zu. Wenn es sportlich wieder läuft, wird das andere sowieso nur als Nestbeschmutzung angesehen. Und auf welche Art und Weise Kritiker auf der Mitgliederversammlung behandelt werden, habe ich auch mehrfach erlebt. Trotzdem habe ich von sportlichen Talfahrten die Schnauze voll und will auf dem Spielfeld mal wieder was sehen.
Tja, ich bin gespannt, wie die Sache weiterläuft. Auf Göbel zu hoffen, dass er da was in die Wege leitet, kann man aus naheliegenden Gründen vergessen. Aber Jäggi müsste man wirklich noch mal in die Mangel nehmen, auch wenn ich momentan skeptisch bin, dass es dazu kommen wird.
Thomas
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Beitrag von Thomas »

Hier in diesem Zusammenhang noch mal die beiden heutigen Rheinpfalz-Artikel von der Verhandlung gestern. Ist vielleicht auch für den einen oder anderen interessant:
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Heiße Debatten um Sforzas Werbeverträge
Zivilprozess des FCK gegen Hans-Peter Briegel und Axel Ulmer - Der Schweizer fehlt mit Attest


KAISERSLAUTERN (dür). Haben der frühere FCK-Vizepräsident Axel Ulmer und der frühere Sportmanager Hans-Peter Briegel an der Vertragsgestaltung von Ciriaco Sforza beim Transfer 1997 zum FCK mitgewirkt und ist dem Verein dadurch ein Schaden entstanden? Um diese Fragen geht es im Zivilprozess vor dem Landgericht, den der FCK gegen Ulmer und Briegel angestrengt hat. Dabei sind prominente Zeugen geladen.

Wie berichtet, hat der FCK Briegel und Ulmer auf die Zahlung von zusammen 544.817 Euro verklagt. Der FCK argumentiert, 1997 seien bei der Verpflichtung von Sforza Gelder an dessen Berater Martin Wiesner gezahlt worden, die verschleierte Gehaltszahlungen an den Schweizer Nationalspieler gewesen seien. Der Verein habe hierfür Steuern nachzahlen müssen. Briegel war 1997 Sportmanager des FCK und soll im Mai und Juni 1997 Vertragsverhandlungen mit Wiesner geführt haben, Ulmer habe als Vizepräsident die Verträge ausgearbeitet.

Gestern trat Wiesner in den Zeugenstand. Er hatte auch vor zwei Jahren im Strafprozess gegen die frühere FCK-Führung ausgesagt. Nach seinen Worten wurde im Juli 1997 vereinbart, dass über vier Werbeverträge eine Million Mark netto an Sforza fließen solle. Ihm sei das damals vom FCK vorgeschlagen und mitgeteilt worden, Ulmer habe die Verträge ausgearbeitet.

Der frühere Aufsichtsratsvorsitzende Robert Wieschemann und der frühere Vorstandsvorsitzende Jürgen Friedrich traten gestern ebenfalls in den Zeugenstand und erklärten unter Eid, die Werbeverträge seien von Wiesner vorgelegt und nicht von Ulmer aufgesetzt worden. Wieschemann sagte, Wiesner habe lediglich den DFB-Vertrag und den Prämienvertrag für Sforza aufgesetzt, die Werbeverträge seien aus Wiesners Büro gefaxt worden. Wiesners Ausführungen seien gelogen, es habe sich nicht um Scheinverträge gehandelt, im ganzen Aufsichtsrat des FCK „hätte niemand mitgemacht, wenn so etwas an uns herangetragen worden wäre". Auch Friedrich sagte, die Werbeverträge seien keine Scheinverträge gewesen, sondern mit Leben erfüllt worden; dass Wiesner das Geld an Sforza weiterleitete, „habe ich erst im Strafverfahren gegen mich erfahren".

Sforza, der auch als Zeuge geladen gewesen war, kam gestern nicht. Ein Attest einer Klinik in Luzern bescheinigte ihm, nicht reisefähig zu sein. Auch der frühere FCK-Trainer Karl-Heinz Feldkamp fehlte entschuldigt.

MUELLEJ

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.177
Datum: Donnerstag, den 02. August 2007
Seite: Nr.12
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Zwei Unschuldsengel im Zeugenstand
Im Zivilprozess des FCK gegen Briegel und Ulmer sagen Robert Wieschemann und Jürgen Friedrich aus

Von unserem Redakteur Gerhard Dürnberger

Es war so, als habe jemand die Zeit zwei Jahre zurückgedreht. Die Zuschauer, die schon den Strafprozess gegen die frühere FCK-Führung verfolgt hatten, wähnten sich in den Sommer 2005 zurückversetzt. Prominente Zeugen waren geladen, teils sagten sie ab, teils kamen sie, und manche die kamen, boten im Zeugenstuhl die abenteuerlichsten Geschichten feil. Nach einem langen Prozesstag drängte sich gestern Abend der Eindruck auf: Es wird lange dauern, bis der Zivilprozess des FCK gegen seinen ehemaligen Sportmanager Hans-Peter Briegel und seinen ehemaligen Vizepräsidenten Axel Ulmer zu Ende ist.

Die dritte Zivilkammer des Landgerichts verhandelt die Klage des FCK gegen Briegel und Ulmer, die wie berichtet zusammen 544.817 Euro zahlen sollen, weil 1997 bei der Verpflichtung von Sforza Gelder an dessen Berater Martin Wiesner gezahlt wurden, die verschleierte Gehaltszahlungen für Sforza gewesen sein sollen und für die der FCK Steuern nachzahlen musste. Briegel soll im Mai und Juni 1997 Vertragsverhandlungen mit Wiesner geführt haben, Ulmer die Verträge ausgearbeitet haben.

Wiesners Auftritt im Zeugenstand geriet gestern zum Wiederholungsspiel. Wie vor zwei Jahren präsentierte sich der Spielervermittler im edlen Zwirn, trug dunklen Anzug und braune Lederschuhe, wie vor zwei Jahren war er eher wortkarg als gesprächig, und wie vor zwei Jahren führte er aus, dass über vier Werbeverträge Sforza eine Million Mark netto zugeflossen sei. Am 21. Juli 1997 sei mit der FCK-Führung vereinbart worden, dass die Million über die Agentur Wiesner an Sforza gehen solle, damals habe ihm der FCK mitgeteilt, dass Ulmer mit Ausnahme des Trikotwerbevertrages die Verträge ausgearbeitet habe. Zur Rolle Briegels sagte Wiesner, der habe aus sportlichen Gründen Sforza zum FCK holen wollen, habe das Finanzielle nie angesprochen. Die Frage des Vorsitzenden Richters, ob über Steuerpflicht gesprochen worden sei, quittierte der Spielervermittler, der seinen Beruf gegenüber der Kammer als „Fifa-Players-Agent" angab, wortlos mit einem Achselzucken.

Wiesners Schützling war gestern nicht erschienen. Aber nicht unentschuldigt. In einem Attest bescheinigte die orthopädische Klinik St. Anna in Luzern, dass Sforza derzeit nicht reisefähig ist. Es seien auch Gründe angegeben, die er aus Datenschutzgründen aber nicht nennen könne, bemerkte der Vorsitzende Richter, der betonte: „Es ist kein Attest, in dem nichts drinsteht". Hans-Peter Briegel als Beklagter war ebenfalls nicht erschienen, er ist derzeit in der Türkei tätig.

Zwar in Urlaub weilt der frühere Aufsichtsratsvorsitzende Robert Wieschemann, er unterbrach jedoch seine Ferien und kam ebenso wie der ehemalige Vorstandschef Jürgen Friedrich. Die beiden ehemaligen FCK-Bosse, wegen Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit Spielerverpflichtungen rechtskräftig verurteilt, gaben im Zeugenstand die Unschuldsengel. Wiesners Ausführungen fegte Wieschemann mit den Worten weg, in all dem „Kladderadatsch von Papieren und Verträgen" seien auch die Werbeverträge gewesen, die jedoch von Wiesner stammten. Wieschemann holte weit aus, warf die Frage auf, warum der FCK die Forderungen der Finanzbehörden überhaupt erfüllt hat und lieferte die Antwort gleich mit: „So konnte Meister Jäggi den Verein kaputt machen." Mit einer weiteren Frage, nämlich der, wo er den Zettel bekomme, um seine „erheblichen Kosten" geltend zu machen, entschwand er aus dem Gerichtssaal.

Auch Friedrich lieferte eine glanzvolle Vorstellung. Auf die Bemerkung des FCK-Anwalts, es sei ja früher beim FCK „nicht ganz unüblich" gewesen, dass Geld über Dritte an Spieler floss, meinte ein erstaunter Friedrich: „Das ist mir eigentlich neu." Den Verweis des Anwalts auf den Strafprozess quittierte Friedrich mit der Weisheit, im Leben hätten Menschen unterschiedliche Auffassungen, das läge in der Natur der Sache. „Es hört sich vielleicht ein bisschen komisch an, aber in meinen 15 Jahren beim FCK gab es überhaupt keine Scheinverträge", meinte der frühere Vorstandsboss, der nur einmal kurz aus der Ruhe zu bringen war: als von Persönlichkeitsrechten die Rede war. Da quengelte Friedrich: „Das Wort kann ich fast nicht mehr hören." Südwest

GIESM

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.177
Datum: Donnerstag, den 02. August 2007
Seite: Nr.13
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)
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Beitrag von Dieter Trunk »

Es gibt auf alle Fälle belastendes Material, das auch durchaus "in Umlauf" ist. Ich kenne zum Beispiel einen Lauterer Unternehmer, der über sämtliche Unterlagen verfügt, aufgrund derer damals der aufrüttelnde Artikel aus dem Trierischen Volksfreund gegen Jäggi gestrickt wurde. Um in KL nicht komplett zu "verbrennen", hält er die brisanten Dokumente mal noch unter Verschluss. Aber, lieber playball ich arbeite dran... :wink:
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Beitrag von Rossobianco »

Es gibt tatsächlich mehr als nur einen, der belastendes Material gegen Jäggi und auch Göbel hat und bereitstellen könnte.

Jedoch bietet sich die Frage, ob ein derartiger Moloch tatsächlich aufgedeckt werden kann. Es wird immer wieder Lügen und Intrigen, Klagen und einstw. Verfügungen geben. Jäggi wird niemals verurteilt werden, weil dann Göbel mitginge und Atze und Wischemann sich die Krone aufsetzen würden. Das darf halt auch nicht passieren.

Wir müssen aufpassen, dass am Ende nicht das Wort "Insolvenzbetrug" die Runde macht. dann geht Jäggi dennoch nicht in den Bau, weil Schweizer, der zahlt allerhöchstens ne Geldstrafe. Und der FCK ist endlich da wo er seit 6 Jahren hin will. Im Amateurfussball! Dann wird kein Beck mehr die Stange halten.....

Das wissen eben alle, die über solche Unterlagen verfügen auch. Ich hab selbst schon welche "eingesehen". Das ist sooooooooo heiß, da lass ich die Finger weg!

Nichts dest trotz müssen wir bei der JHV diese Fragen stellen, insbesondere an Koll und Ruda, und die müssen endlich weg vom Fenster, dass ist ja nicht auszuhalten, wie lange schon gelogen wird! Aufräumen heißt, dass mindestens die Mehrheit im AR "neu" sein muss. Mit Buchholz (mit Abstrichen) und Schappert alleine wird das nix!

Die Entlastung des Vorstandes kann so überhaupt nicht erfolgen, das ist ja wohl lächerlich! Wer das macht ist ein Verräter am Verein! Als Mitglied fordere ich völlige Offenlegung der Zahlen, und zwar nicht nur zum "Gucken" sondern das muss fremdgeprüft werden, im Auftrag der JHV! Und zwar von einem Gutachter den sich NICHT der FCK aussucht! Wieder Price-Waterhouse oder was????? Ich lach mich scheckig! Wenn die auspacken geht nicht nur der FCK-Vorstand, sondern die Sparkassenvorstände und Stadtverordneten gleich mit hinterher!

Deshalb: Nix überstürzen mit privaten Einzelaktionen. Hilft ja doch nix! Die JHV muss das regeln, und wenn sich da wieder 70% veräppeln lassen, kann man halt an diesem Sumpf nix ändern. So ist Demokratie!

Pffffffffffffffff, kotz!

Rosso
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Beitrag von Mörserknecht »

FockeWulf hat geschrieben:@Mörser

ich kenn zwar auch nicht die ganzen Detaills, aber Sforza muss jetzt nicht mit Konsequenzen rechnen, da die Steuerhinterziehung jetzt (nach 10 Jahren) verjährt ist. Deshalb rückt man auch erst jetzt mit der Wahrheit raus.
Strafrechtlich dürfen wir wohl von Verjährung ausgehen, ja.

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Daß Atze und Wieschi unter Realitätsverlust leiden, wenn sie immer noch behaupten, es habe keine "Scheinverträge" gegeben, ist eine Sache. Ebenso, daß katastrophal viel Geld unter dieser Führung rausgeblasen wurde. Daß Wieschi auch mal eine berechtigte Frage gestellt hat, ist eine andere: "Wieschemann holte weit aus, warf die Frage auf, warum der FCK die Forderungen der Finanzbehörden überhaupt erfüllt hat ..."

Na ja, wohl deswegen, weil nach Selbstanzeige und tatsächlicher Verständigung plötzlich eine Steuernachforderung bestand. Was mich in dem Zusammenhang interessiert:

Wie kommt man im Fall Sforza auf 544.817 Euro? Ist die tatsächliche Verständigung letztlich nur die Summe einzelner (geschätzter) Posten und läßt sie sich danach aufgliedern?

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Rossobianco hat geschrieben:Das wissen eben alle, die über solche Unterlagen verfügen auch. Ich hab selbst schon welche "eingesehen". Das ist sooooooooo heiß, da lass ich die Finger weg!
Wenn das den Punkt betrifft, über den wir mal gesprochen haben, dann ist zumindest die Frage des Rückgriffs wegen Steuernachforderungen eine ganz andere Baustelle.

playball hat geschrieben:Rene C. Jaeggi hat eine Vereinbarung mit den Spielern getroffen, dass der Verein 1.FCK die Steuerschuld der Spieler uebernimmt, sofern die Spieler gegen die Herrn Friedrich und Co. aussagen!

Dies wurde mir von einem Aufsichtsratsmitglied der damaligen Zeit schwarz auf weiss bestaetigt! Und dieses Aufsichtsratsmitglied wurde von Jaeggi regelrecht fertiggemacht (es handelt sich hierbei nicht um die Person Briegel, sondern von einem Wirtschaftsfachmann).
Daher müßte auf einer JHV wie folgt gefragt werden:

1. Hat der ehemalige Vorstandsvorsitzende Jäggi gegenüber damaligen FCK-Spielern eine Zusage gegeben, wonach die Steuerschuld vom Verein getragen wird?

Diese Frage läßt sich mit ja oder nein beantworten.

2. Wenn Frage 1 ja, beurteilt der Vorstand dies als Pflichtverletzung des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden gegenüber dem Verein?

3. Wenn Frage 2 ja, wurden mögliche Schadensersatzforderungen geprüft?

4. Wenn 3. nein, kann sich jeder denken, wie es weitergeht ...

5. Wenn Frage 1 nein, wurden seitens des Vereins Rückgriffsansprüche gegen Spieler geprüft?

6. Wenn Frage 5 ja, mit welchem Ergebnis?

7. Wenn Frage 5 nein, beurteilt der Vorstand dies als Pflichtverletzung des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden gegenüber dem Verein?

8. Wenn Frage 7 ja, siehe Frage 3.

9. Wenn Frage 8 nein, siehe 4.
Gislason, wink emol!
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Beitrag von playball »

Rossobianco,

klar wuerden sich Friedrich und Co. die, oder zumindest eine, Krone aufsetzen, wenn Jaeggi am Allerwertesten geholt wuerde. Du weisst auch, dass mir das komplett gegen den Strich gehen wuerde. Atze und ich waren ja auch keine dicken Kumpels, um es mal vorsichtig auszudruecken.
Aber ganz ehrlich: Waere diese Krone denn fuer uns so schlimm?
Wie gesagt, ich kann Atze und Co auch nicht riechen. Aber was gegen ihn an Hetze und Vorverurteilung gelaufen ist, war ja absurd. Jaeggi hat Atze als schlimmen Betrueger hingestellt. Egal was Atze und Co sagten, keiner wollte es hoeren. Wieschemann bot an, bei der Klaerung der Vertragsfragen zu helfen. Man lehnte ab. Hab ich nie verstanden. Wenn dem FCK Schaden zu vermeiden gewesen waere, gerne! Aber es war ja eine Hetzjagd. Atze und Co zaehlen heute noch als Steuersuender, obwohl der Steuersuender Jaeggi heisst. Heute wissen wir, dass z.B. das Djorkaeffmodell ein cleveres Modell war, das kein anderer Bundesligist hatte. Und legal. Vergleiche zum Yeboah Transfer unter Hoelzenbein sind nicht zu ziehen, wurden aber getaetigt.

Atze und Co waren aus meiner Sicht groessenwahnsinning, naiv und betriebsblind. Aber im Gegensatz zu Jaeggi handelten sie nicht vorsaetzlich.

Vielleicht waere es - so schwer mir diese Zeilen jetzt fallen - eine Grundschuld, die der FCK gegenueber der Person Friedrich hat.

Genauso wie der FCK diese Schuld gegenueber den Herren Landry oder Albrecht hat. In Vorverurteilungen sind wir schnell. Im Entschuldigen nicht.

Und nochmal. Jeder kennte meine Privatfehden mit Atze Friedrich oder insbesondere Herzog. Aber gegen Jaeggi waren das Weisenknaben und vielleicht sollte man das mal wieder geraderuecken, von mir aus auch mit einer Krone.

Jaeggi muss vor den Kadi! Fertig!
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Beitrag von Rossobianco »

@ Playball

tach auch, warst ja gegen Stuttgart da, hab ich gehört, doch dein Schreibstil lässt darauf schließen, dass du nicht mehr in Deutschland weilst.... (Umlaute!!!)

Schade, Grüße an Süße!

Ich geb dir ununwunden recht bei deiner Persönlichketsanalyse der Beteiligten. Beachte jedoch bitte die Profilneurose von Herrn J. Wenn wir den vor den Kadi ziehen, und der auspackt, ist Sense, aus die Maus, Schicht im Schacht! Der geht nicht ohne das Schiff endgültig zu versenken. Außerdem wird die ganze sache nach wie vor von Herrn B. protegiert. Bevor der jedoch seine Kanzlerkandidatur in den Wind schießt, schießt er G. ab! B. und J. wissen genau, wo die Leichen liegen, G. ist dazu verdammt zu beten oder alles auspacken und sich ganz schnell abzusetzen! was würdest du da wohl tun?

Richtig, ich auch,.... beten! Wenn diese ganzen Akten wirklich irgendwann einer in die Finger kriegt, der den FCK NICHt leiden kann.....

Wir sind erpressbar! Fertig. Wenn wir einem die Schmike wegkratzen wollen, pustet er uns vielleicht die Lichter aus! das weiß J. und das weiß B., daher keine Gefahr von G., der hält still! Unsicherheitsfaktoren sind auch nicht Friedrich oder Winselmann, die haben keine Ahnung was da überhaupt abgeht, die sind wirklich so blöde, raffen nicht mal, wie sie gefickt worden sind. Gleiches gilt für Briegel, Landry, Albrecht.... alles Baueropfer. Nur bei Ulmer könnte evtl. was dahinter sein. Zumindest weiß der Mann was!

Und der große Unbekannte? Der sitzt in Istanbul und wartet, ob ihm einer ans bein pissen will. Deswegen auch kein Engagament in Deutschland, .... zu heiß! Er weiß ALLES!

Prognose: Es wird rauskommen,.... wenn alles verjährt ist, also .... 2014 so etwa. vorher passiert nichts und die Richter am Landgericht tun mir leid. Das ist schlimmer als in Italien! Die werden gnadenlos verarscht! Wundert mich nur, dass noch keiner vom Finanzamt auf den Putz gehauen hat.... die hamm doch nix zu verlieren, haben J. ja mehrfach daraufhin gewisen, dass er NICHT zahlen muss!!! Der hat ja drauf bestanden um die Schulden hochzutreiben, damit er das Stadion verkaufen konnte!

Was man J. aber nicht nachsagen kann ist immerhin, er hat Sforza wohl deswegen nicht "befördert", weil er wusste, dass da was gelaufen ist, unddas es früher oder später auffliegt. So wäscht er seine Hände in Unschuld. Kleiner Clevermeier!

Rosso
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Mörserknecht
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Beitrag von Mörserknecht »

playball hat geschrieben: Atze und Co waren aus meiner Sicht groessenwahnsinning, naiv und betriebsblind. Aber im Gegensatz zu Jaeggi handelten sie nicht vorsaetzlich.

Vielleicht waere es - so schwer mir diese Zeilen jetzt fallen - eine Grundschuld, die der FCK gegenueber der Person Friedrich hat.

Genauso wie der FCK diese Schuld gegenueber den Herren Landry oder Albrecht hat. In Vorverurteilungen sind wir schnell. Im Entschuldigen nicht.
Na ja, also Atze & Co. haben noch immer die Ursache für den ganzen Schlamassel gesetzt. Wenn man mal bedenkt, daß Millionen Handgelder gezahlt wurden z.B. für Taribo West, da ist Sforza ja noch eine kleine Nummer. Und das war durchaus Steuerhinterziehung. Man hätte schlicht auf dem Teppich bleiben müssen und trotz Meisterschaft 98 die Finger weglassen von spektakulären Transfers wie Djorkaeff. Was der uns Geld gekostet hat, ist der blanke Hohn.

Hinzu kommen die wahnsinnigen Zusagen im Rahmen des WM-Ausbaus.
Größenwahn eben, wie Du sagst.

Andererseits wollte Atze mit Sicherheit nicht dem FCK schaden, sondern das beste rausholen. Er hat´s halt nur komplett verkehrt gemacht.

Eine andere Sache ist eben, wie diese Ära aufgearbeitet wurde. Das schlimme ist ja, daß den meisten nicht einleuchtet, daß die Frage nicht heißt entweder Atze oder Jäggi haben ihre Sache gut oder schlecht gemacht, sondern daß in beiden Fällen vieles schief gelaufen ist.

Letztlich kann man sich nur wundern, daß es uns noch gibt. Thines hat finanziell daneben gelegen mit der Finanzierung der Nordtribüne und den Vertragsverlängerungen von Friedel Rausch und Ignaz Good, Atze hat immens Kohle verschleudert mit verdeckten Lohnausschüttungen und bei Jäggi wird´s ziemlich komplex, was letzteren Fall auch so ärgerlich macht. Der gilt noch immer als Retter ...

Wenn bei einem Verein mit weniger Anhängern so gewirtschaftet worden wäre, wären die Lichter schon lange aus. Ähnliches Beispiel Dortmund, die leben meines Erachtens auch nur noch, weil sie mit einem 80.000er-Schnitt arbeiten können.
Gislason, wink emol!
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Beitrag von Marky »

...Leute, dass ist wieder spannender als ein Hitchcock. Da verpasst man glatt nach Hause zu fahren...
"Ich verliebte mich in den Fußball, wie ich mich später in Frauen verlieben sollte: plötzlich, unerklärlich, unkritisch und ohne einen Gedanken an den Schmerz und die Zerrissenheit zu verschwenden, die damit verbunden sein würden." (Nick Hornby, "Fever Pitch") #Unzerstörbar
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Beitrag von FCK-Ralle »

Marky hat geschrieben:...Leute, dass ist wieder spannender als ein Hitchcock. Da verpasst man glatt nach Hause zu fahren...
Wem sagst du das? Wahnsinn. Auf der anderen Seite ist es fantastisch, wenn sich leute mit Hintergrundwissen hier einschalten und uns (zumindest die, die es interessiert) nicht dumm sterben lässt.

@Rosso, playball und Mörser

Leuts (vor allem Rosso), eure Argumente erschrecken mich doch ein wenig.

Heißt das,

a) dass praktisch ein gewisse "Handlungsohnmacht" herrscht in der Hinsicht, dass es i.M. besser wäre weiter über die Schandtaten des Herrn J. zu schweigen und somit, bei gleichzeitigem Stillhalten anderer "Wissender", den FCK vor dem entgültigen Supergau, welcher möglicherweise der Todestoß wäre, zu bewahren,

und b) dass somit nur die Hoffnung bleibt, dass der FCK seinen Kopf selbst aus der Schlinge zieht indem er nun auf sportlicher und wirtschaftlicher Ebene einen Neuaufbau beginnt, dessen Entwicklung irgendwann in die 1. Liga mündet?

:?:
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"Sieger zweifeln nicht und Zweifler siegen nicht!" (Gerry Ehrmann)
teufl
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Beitrag von teufl »

Sorry, aber so langsam kann ich das für mich doch manchmal etwas oberschlau Klingende, auf Halbwissen und "Quellen" basierende Gefasel nicht mehr hören.
playball
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Beitrag von playball »

Rosso,

Danke fuer die Gruesse. Ich dachte, ich koenne Dich im Stadion ueberraschen, leider warst Du nicht da. Es war irgendwie leer ohne Dich.

Ich geb Dir recht, Jaeggi wuerde zum Rundumschlag ausholen. Aber mittlerweile ist das Umfeld ein wenig gekippt. Jaeggi hat nicht mehr den unbedingten Heiligenschein und wenn man es schaffen wuerde, einige seiner getreuen Helfer gegen ihn zu bringen, kann man ihn isolieren. Dabei meine ich insbesondere Goebel, der natuerlich mit ihm im selben Boot sitzt. Ich kann mir vorstellen, dass hier gewisse ehemalige Aufsichtsratsmitglieder durchaus was beisteuern koennten.


Zwischenanmerkung: Mir geht es hier nicht um Profilneurose, oder eine private Fehde oder womoeglich um einen Job. Mir geht es hier rein um den FCK! Ich moechte hier auch von keinem Hilfe in Anspruch nehmen, der selbst fuer sich in Aussicht stellt, hier irgendwie Profit schlagen zu koennen. Ich will einzigst und alleine dem FCK helfen. Ich sehe es als Hilfe an, weil erstens der Ruf wieder hergestellt werden muss und zweitens, weil eine theoretische Chance besteht, die richtigen Leute in Regress zu nehmen, sprich, Geld fuer den FCK herauszuholen.


Zurueck zum Eigentlichen. Jaeggi schaffte es sich, sein Umfeld ueber Medien und alle aufzubauen. Er hat eine Region in Angst und Schrecken versetzt mit der Aussage, der FCK gehe bankrott, wenn er ihn nicht saniere und nicht die Leute nicht so vernuenftig seien, diesen Weg mitzugehen. Dadurch wurden Uraengste in der Pfalz geweckt und alle folgten ihm blind. Presse, Mitglieder, ein Grossteil der Fans. Die Buchhalter und Controller, die hinterfragten, wurden galant ueberhoert. Es hat nur noch gefehlt, dass eine Zeitung wie einst „der Stuermer“ vom Berg berichtet haette.

Derzeit schweigen zwar alle Fronten, aber die blinde Gefolgschaft Jaeggis ist in weiten Teilen vorbei. Journalisten schreiben wieder kritisch und wenn sich dann evtl sogar ein Oliver Trust oder ein Udo Muras wieder aus dem Loch trauen, kippt einiges. Auch ein Peter Doerr gehoert ja nicht zu den blinden... Die koennten alle auf einen eventuellen Zug aufspringen. Und ich KL selbst sind auch viele Leute, die sofort mitziehen wuerden, wenn denn mal einer die Richtung vorgibt.

Und was sollte Jaeggi gross auspacken? Jaeggi hat alles als Skandal aufgebaut, was er finden konnte. Viele Leichen koennen wir ja nicht mehr haben. Haette es vorher Leichen gegeben, Jaeggi haette sie schonungslos aufgedeckt, sofern er es denn verstanden haette (Basler Transfer oder Midas Affaere hat er ja seltsamerweise nie angesprochen). Und seine eigenen Leichen wird er ja sicher nicht auspacken. So doof ist er nicht.


Ein weiteres Problem gibt es. Jaeggi verfolgt privat alle Leute, die ihn anpissen wollen. Und das ist gefaehrlich. „Mit rechts breche ich ihnen den Arm, mit links helfe ich ihnen wieder auf“. Da ist Jaeggi brandgefaehrlich. Da kippen viele um. Er spielt auch seine Macht als Judoka aus. Man ist sich bei ihm nicht sicher, ob er nicht wirklich eine vermeintliche koerperliche Ueberlegenheit ausspielt.
Aber da hab ich mich bisher nicht – und werde auch nicht – zurueckweichen. Nicht nur, weil ich im Judo auch im Schwergewicht gekaempft, sowie Kampferfahrung in asiatischen Laendern, habe, sondern einfach, weil mich Jaeggi mit seiner verbalen Strategie Mann gegen Mann nicht ueberrumpeln kann. Er kann zwar doofe Nuesse vom SWR besaeuseln oder Rheinpfalz Reporter, aber ansonsten ist er auch kein Herrgott. Bei weitem nicht.



Der Herr in Istanbul. Ich glaube eher, dass dieser Mann mit Schrecken auf den FCK sieht und sich sorgt. Ich weiss auch, dass er einen Job annehmen wuerde beim FCK. Von mir aus koennte man ihm den auch bezahlen. Dies ist die einzige Person beim FCK, die es verdient haette, richtig Geld zu kassieren, denn keiner hat mehr fuer den FCK geleistet, zumindest nicht nach dem Ende der Walter Mannschaft.
Rossobianco
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Beitrag von Rossobianco »

"Der Herr in Istanbul. Ich glaube eher, dass dieser Mann mit Schrecken auf den FCK sieht und sich sorgt. Ich weiss auch, dass er einen Job annehmen wuerde beim FCK. Von mir aus koennte man ihm den auch bezahlen. Dies ist die einzige Person beim FCK, die es verdient haette, richtig Geld zu kassieren, denn keiner hat mehr fuer den FCK geleistet, zumindest nicht nach dem Ende der Walter Mannschaft."

Da hast du recht, Playball, ich meinte nicht, dass er mit drin steckt, sorry, wenn das so rüber kam. Ich denke aber, dass er viel zu erzählen hätte! Und mit Jäggis "fernöstlichen" Drohgebärden zu spielen ist ihm einfach zu unlaunig, dafür hat er einen viel zu guten Ruf. das er keinen Job in Lauternhat liegt natürlich auch an der "Zusammensetzung" und Bauertreue des Vorstandes zu seinem Vorgänger im Amt. Aber nicht nur.........

Derzeit schweigen zwar alle Fronten, aber die blinde Gefolgschaft Jaeggis ist in weiten Teilen vorbei. Journalisten schreiben wieder kritisch und wenn sich dann evtl sogar ein Oliver Trust oder ein Udo Muras wieder aus dem Loch trauen, kippt einiges. Auch ein Peter Doerr gehoert ja nicht zu den blinden... Die koennten alle auf einen eventuellen Zug aufspringen. Und ich KL selbst sind auch viele Leute, die sofort mitziehen wuerden, wenn denn mal einer die Richtung vorgibt.


Das erschüttert mich ja so.... da warten doch einige nur auf das gefundene Fressen. Die loyalen Medien haben genauso Schiß was aufzulegen, was dem FCK schaden könnte, aber was ist mit einem Meuren oder Gehrke, die warten doch nur drauf, was in die Finger zu kriegen! Dieses Zeitspiel kann gewaltig nach hinten losgehen.

Es war irgendwie leer ohne Dich.

Ich habs ein Jahr ohne dich ausgehalten, da musste jetzt halt durch du Vietcong! Nee, im Ernst, ich war schon angepisst, als ichs erfahren habe. Und vom Rapolder hört man auch nix mehr! Ich trink einen auf Euch! Schaden kanns ja eh net!
Mach dass du ein Gästezimmer hast, wenn Stubbi, Gav und ich 2010 zum weltpokalfinale kommen!
:D

Rosso
"Ich weiß, wie die Deutschen ticken,... ich war in Kaiserslautern"
(Pep Guardiola, 1991 als Spieler des FC Barcelona in der Champions League am Betzenberg zu Gast, vor seinem Engagement in München.)
rossobianco | fidei defensor
:teufel2:
Rückkorb
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Beitrag von Rückkorb »

Literaturtip: Jean Paul Sartre, Im Räderwerk
Auch das kann ein Rückkorb noch aufladen.
Alex76
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Beitrag von Alex76 »

Wenn es nicht um den FCK ginge, dann könnte man das ganze ja als spannenden Wirtschaftskrimi von John Grisham betrachten.

Zutaten wären ein schreckhaftes unwissendes - um ihren Verein besorgtes Volk, diverse korrupte Politiker(?), schweigende Vereinsvertreter mit Dreck am Stecken (?), schweigende Vereinsvertreter ohne Dreck am Stecken (?), Aufsichtsräte mit Dreck am Stecken (?), Aufsichtsräte ohne Dreck am Stecken (?), eine wortkarge Hofberichterstattung, launisch berichtende Medienvertreter, Oppositionsführer, überfordert uninformierte Vereinsmitglieder, zum teilinformierte - konsequenzenfürchtende Vereinsmitglieder, verzweifelte Vertretreter der Gerichtsbarkeit, dubiose Spieler und deren Vermittler und ein Sanierer mit absolut unklarer Motivstruktur.

Über allen schwebt eine Luzifergestalt, deren Verkleidung bis zum jetztigen Tag mit Ängsten, Halbwahrheiten, Verleumdungen und Androhung existentieller Vernichtung im Halbdunkel gehalten wird.

Wie Rosso schon sagte, wird das Geflecht wohl noch bis 2014 halten. Erst dann können den Schauspielern die einzelnen Rollen zugeordnet werden. Bis dahin befinde ich mich im Zwiespalt den Ausführungen von Moerserknecht und playball Glauben zu schenken oder in der personifizierten "Retterfigur" RC Jäggi doch noch einen über allen Vorwürfen erhabenes edles übergeordnetes Motiv zu finden.
redcity
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Beitrag von redcity »

playball hat geschrieben:Rosso,

Ein weiteres Problem gibt es. Jaeggi verfolgt privat alle Leute, die ihn anpissen wollen. Und das ist gefaehrlich. „Mit rechts breche ich ihnen den Arm, mit links helfe ich ihnen wieder auf“. Da ist Jaeggi brandgefaehrlich. Da kippen viele um. Er spielt auch seine Macht als Judoka aus. Man ist sich bei ihm nicht sicher, ob er nicht wirklich eine vermeintliche koerperliche Ueberlegenheit ausspielt.
Aber da hab ich mich bisher nicht – und werde auch nicht – zurueckweichen. Nicht nur, weil ich im Judo auch im Schwergewicht gekaempft....
ist ja alles schön und gut was du hier schreibst aber irgendwo kommt dann doch die populistische Schiene durch oder?!
Der blutrünstige Schweizer Judo-Meister im Schwergewicht, der nicht davor zurückschreckt ihm unliebsame Personen mit körperlicher Überlegenheit zu besiegen?
Wenn du Judo betrieben hast, aktiv und gut, auf einem hohen Level, dann wirst du wissen, wie 99% aller Leistungssportler in der Sportart Judo zum Einsatz von Gewalt stehen, egal in welcher Hinsicht.
Die meisten halten sich an den sanften Weg, er wird es auch!

Wie gesagt, mag ja alles stimmig sein, was du da von dir gibst aber solche Unterstellungen sind einfach kontraproduktiv! Wie gesagt, ich wundere mich auch wie manche Leute hier die Witzfiguren Wieschemann, Herzog und Friedrich noch in den Himmel heben, eigentlich beängstigend (geht jetzt nicht an dich)
playball
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Beitrag von playball »

redcity hat geschrieben:
playball hat geschrieben:Rosso,

Ein weiteres Problem gibt es. Jaeggi verfolgt privat alle Leute, die ihn anpissen wollen. Und das ist gefaehrlich. „Mit rechts breche ich ihnen den Arm, mit links helfe ich ihnen wieder auf“. Da ist Jaeggi brandgefaehrlich. Da kippen viele um. Er spielt auch seine Macht als Judoka aus. Man ist sich bei ihm nicht sicher, ob er nicht wirklich eine vermeintliche koerperliche Ueberlegenheit ausspielt.
Aber da hab ich mich bisher nicht – und werde auch nicht – zurueckweichen. Nicht nur, weil ich im Judo auch im Schwergewicht gekaempft....
ist ja alles schön und gut was du hier schreibst aber irgendwo kommt dann doch die populistische Schiene durch oder?!
Der blutrünstige Schweizer Judo-Meister im Schwergewicht, der nicht davor zurückschreckt ihm unliebsame Personen mit körperlicher Überlegenheit zu besiegen?
Wenn du Judo betrieben hast, aktiv und gut, auf einem hohen Level, dann wirst du wissen, wie 99% aller Leistungssportler in der Sportart Judo zum Einsatz von Gewalt stehen, egal in welcher Hinsicht.
Die meisten halten sich an den sanften Weg, er wird es auch!

Wie gesagt, mag ja alles stimmig sein, was du da von dir gibst aber solche Unterstellungen sind einfach kontraproduktiv! Wie gesagt, ich wundere mich auch wie manche Leute hier die Witzfiguren Wieschemann, Herzog und Friedrich noch in den Himmel heben, eigentlich beängstigend (geht jetzt nicht an dich)


Das ist leider kein Populismus, sondern Realitaet. Jaeggi hat in seinem Leben solche Saetze losgelassen. Und Jaeggi ist bekannt dafuer, Leute grundlos irgendwo zu Schaden zu bringen. Das Beispiel Briegel ist uns ja vor Augen gefuehrt. Briegel kroch ihm nicht in den Arsch, sondern stellte sich gegen ihn. Da hat Jaeggi alles um sich herumgescharrt und versucht, ihn vor den Kadi zu ziehen.

Mit der koerperlichen Gewalt sagte ich ja nicht, dass er es immer so macht. Aber diesen Trumpf in der Hinterhand spielt er aus. Man traut Jaeggi nicht. Jaeggi hatte bereits in der Zeit bei Adidas durchaus mit seinem Koerperbau gewirkt, um es mal so auszudruecken. Als Jaeggi Gegner dem grossen Meister persoenlich nachts irgendwo am Basler St. Jakob alleine begegnen? Mitnichten.


Wer hebt eigentlich Friedrich, Wieschemann & Co. in den Himmel? Ich sehe keinen, der nur annaehernd positives ueber diese Leute berichtet...
Zeus
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Registriert: 10.08.2006, 12:35

Beitrag von Zeus »

Ich hatte vor einiger Zeit die Gelegenheit die Fotokopie eines Aktenvermerks zu lesen. Dabei bin ich mir sehr sicher, dass es sich nicht um eine Fälschung handelte. Dieser Aktenvermerk hielt die wesentliche Punkte einer Besprechung fest die Anfang Dezember 2002 in den Räumen des Finanzamtes stattgefunden haben soll und an der neben den Vertretern dieser Behörde auch zwei Vertreter von PricewaterhouseCoopers (u. a. ein Herr Bettenburg, wenn ich mich richtig entsinne) teilgenommen hätten. Hierzu meine konkreten Fragen:
1) Trifft es zu, dass bei dieser Gelegenheit die Vertreter von PWC erklärt haben, dass man alle Unterlagen die sie zusammengetragen haben, nicht nur der Staatsanwaltschaft, sondern auch dem Finanzamt übergeben werde?
2) Trifft es zu, dass die Vertreter von PWC bei diesem Gespräch erklärt haben, dass der 1.FCK die anfallenden Lohnsteuerbeträge für die betroffenen Spieler übernehmen würde?
3) Trifft es zu, dass sie zugleich erklärt haben, dass durch Übernahme der hohen Steuernachzahlungen der Verein in Insolvenz geraten könnte?
4) Trifft es zu, dass Herr Göbel als Vertreter des Vereins an diesem Gespräch teilgenommen hat?
Wenn diesen 4 Fragen nicht widersprochen wird, dann muss ich mich fragen wer noch glaubt Herr Göbel würde das Geringste tun um Jäggi in Regress zu nehmen.
playball
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Registriert: 04.11.2006, 02:38

Beitrag von playball »

Zeus hat geschrieben:Ich hatte vor einiger Zeit die Gelegenheit die Fotokopie eines Aktenvermerks zu lesen. Dabei bin ich mir sehr sicher, dass es sich nicht um eine Fälschung handelte. Dieser Aktenvermerk hielt die wesentliche Punkte einer Besprechung fest die Anfang Dezember 2002 in den Räumen des Finanzamtes stattgefunden haben soll und an der neben den Vertretern dieser Behörde auch zwei Vertreter von PricewaterhouseCoopers (u. a. ein Herr Bettenburg, wenn ich mich richtig entsinne) teilgenommen hätten. Hierzu meine konkreten Fragen:
1) Trifft es zu, dass bei dieser Gelegenheit die Vertreter von PWC erklärt haben, dass man alle Unterlagen die sie zusammengetragen haben, nicht nur der Staatsanwaltschaft, sondern auch dem Finanzamt übergeben werde?
2) Trifft es zu, dass die Vertreter von PWC bei diesem Gespräch erklärt haben, dass der 1.FCK die anfallenden Lohnsteuerbeträge für die betroffenen Spieler übernehmen würde?
3) Trifft es zu, dass sie zugleich erklärt haben, dass durch Übernahme der hohen Steuernachzahlungen der Verein in Insolvenz geraten könnte?
4) Trifft es zu, dass Herr Göbel als Vertreter des Vereins an diesem Gespräch teilgenommen hat?
Wenn diesen 4 Fragen nicht widersprochen wird, dann muss ich mich fragen wer noch glaubt Herr Göbel würde das Geringste tun um Jäggi in Regress zu nehmen.

Du meinst den Aktenvermerk des Finanzamtes Kaiserslautern vom Dezember 2002?
Der Aktenvermerk ist echt und kommt vom Finanzamt Kaiserslautern, wenn wir vom selben reden. Ist es der, in dem das Finanzamt den FCK davor warnt, das Geld zu zahlen? Von PWC war neben Herrn Bettenburg auch Herr Demmer dabei.


1) kann ich mir nicht vorstellen. PWC machte ein Gutachten fuer den FCK. Nur der FCK ist Kunde, sonst niemand. PWC waere gezwungen gewesen, alles weiterzuleiten, wenn sie eine Straftat entdeckt haetten, aber PWC hat nichts gross verwerfliches gefunden. PWC verwies in dem Papier, das ich zu Teilen einsehen konnte, auf die Moeglichkeit einer eventuellen Steuerhinterziehung. Schlag mich tot wegen der genauen Bezeichnung, auf alle Faelle war kein konkreter Hinweis auf etwas unrechtes, nur eine vage Darstellung von Eventualitaeten.
Und da hat PWC garantiert nicht gedroht, dieses Papier weiterzugeben. Das wuerde Joachim Demmer, obwohl er heute noch der einzige ist, der sagt, Jaeggi haette richtig gehandelt (ist ja auch sein Kunde gewesen, er muss ihn ja schuetzen. Wobei die breite Masse von PWC Saarbruecken, die auch FCK Dauerkarten haben, mit Bestimmtheit sagen, der FCK koenne das Geld zurueckfordern, da Jaeggi einen Fehler gemacht hat), nicht tun.

2) Nein, diese Vertraege kann nur der FCK vorlegen. PWC hat vielleicht - auf Auftrag des FCK hin - diese Vertraege formuliert, aber der Rest ging von Jaeggi aus.

3) Ich weiss es nicht. Aber durch diese Nachzahlung ging dem FCK Eigenkapital sowie Liquiditaet floeten. Dadurch kam der FCK in enorme Schwierigkeiten. Nur hierdurch! Es bestand vorher keinerlei Gefahr fuer den FCK. Und PWC muss sich "rein waschen", in dem sie diesen Vermerk machen. Spaetestens im Jahresabschluss gibt es einen Hinweis darauf.

4) Ja, wenn die Aktennotiz echt ist, hat Goebel an dem Gespraech teilgenommen


Alleine, dass Punkt 4 mit Ja beantwortet wurde, ist Grund fuer Goebel, nichts auszupacken. Er haftet als Vorstandsmitglied voll mit, scheissegal ob er nur der Handlanger von Jaeggi war oder nicht. Er haftet!
Wenn ein Finanzamt hingeht und den FCK warnt, das Geld nicht zu zahlen (wo gibt es denn sowas?????????? Bei mir hat ein Finanzamt noch nie gesagt, ich solle nicht zahlen) und auch PWC auf eine Fehleinschaetzung aufmerksam macht, dann ist es doch aus meiner Sicht schon vorsaetzliche Vereinsschaedigung, dieses Geld in dieser Form der tatsaechlichen Verstaendigung zu zahlen.

Wer glaubt, Goebel raeume auf, der glaubt auch daran, dass am Heiligabend ein Herr mit Roten Mantel und Weissem Bart durch den Kamin kommt.
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