Westkurvenveteran hat geschrieben:
Es ist einfach, über Leute zu urteilen, die das nicht können, und deswegen einen üblen Spagat machen müssen, um Kinder zu bekommen, und sie auch ernähren zu können. Da muss man, vermute ich, einfach von Fall zu Fall schauen, und nicht generell sagen, die Mutter muss daheim bleiben.
Ich weiß.
Aber im Grunde gehören wir zu den Leuten, die genau diesen Spagat GERADE machen.
Wir bauen, Oma und Opa wohnen nicht neben an. Die Freunde hier haben ähnliche Lebenssituationen...
Wir müssen das alles mit Kind auch irgendwie finanziell packen.
Ich hab ein festes Gehalt. Ich könnte sogar meine Arbeitszeit etwas verkürzen, dann fehlt aber Geld. Meine Frau ist zum Glück selbständig tätig und relativ frei in der Terminsetzung. Deshalb könnte es bei uns einigermaßen hinhauen. Aber es ist nicht einfach. Ich will um Himmels Willen niemandem damit sagen, dass die Frau zu hause bleiben soll. Ich finde es sogar wichtig, wenn sie auch weiterhin unter Leute kommt, ihren Beruf gerne ausübt und damit auch uptodate bleibt.
Aber wer sein Kind auch sehen und erleben möchte, gleichermaßen auch groß ziehen will, der muss Kompromisse machen in Sachen Beruf. Ein Hausbau ist dann schlicht noch eine Dimension komplizierter.
Dass meine Mama eben Hausfrau war, hat vieles sehr erleichtert. Erwarten möchte ich es von niemandem, schon gar nicht voraussetzen. Dennoch: ich könnte meine Frau als Mama nie und nimmer ersetzen.
Der Spruch mit "so hat es die Natur angelegt" ist heutzutage fast schon ein Kündigungsgrund - im Kern sollte man hier aber mal innehalten.