@Mac41 und andere
Im Zusammenhang mit der Stadionfinanzierung bzw. der Stadiongesellschaft möchte ich auf ein paar "Kleinigkeiten" hinweisen, die mir - gelinde gesagt - auch von höchst offizieller Stelle immer wieder auf den "Senkel" gehen.
Aber vorweg zunächst das obligatorische und wichtige - OWL-Teufel
So, nun zum Thema:
Der FCK ist nicht
Mieter im Stadion sondern
Pächter. Man beachte den kleinen aber feinen Unterschied. Oftmals wird eben bei Pachtverträgen die gesamte Kostenlast für Instandhaltung und sonstiges auf den Pächter abgewälzt.
Als nächstes ist folgender Passus aus dem Beteiligungsbericht der Stadiongesellschaft für das Jahr 2009 (derzeit aktuell -
http://www.kaiserslautern.de/rathaus/be ... load=00817 ) höchst interessant:
Der Pacht- und Betreibervertrag aus dem Jahr 2003 wurde mit dem 1. FC Kaiserslautern neu verhandelt und im November 2008 abgeschlossen. Inhaltlich verbessert er die Position der Stadiongesellschaft und ist insgesamt zwischen den Vertragsparteien ausgewogener. Gleichzeitig besteht für die Gesellschaft die Möglichkeit, mehr Einnahmen zu generieren (z. B. „Erfolgspacht“). Hierzu zählt auch die Zahlung eines Nutzungsentgeltes für den Logenturm i. H. v. 150.000 Euro p. a. seit 01.07.2008.
Wenn sich also unser Vorstand immer beschwert, dass er es mit "Altlasten" zu tun hat, dann hätte er hier doch die Möglichkeit gehabt, bessere Bedingungen, gerade für die Zweitligajahre, herauszuarbeiten. Auch wenn die Situation im November 2008 sicherlich nicht sehr rosig war, so braucht man sich seitens unseres Vorstandes jetzt aber nicht über die Verträge zu beschweren.
Und zu guter Letzt - der aktuelle Schuldenstand der Stadiongesellschaft gegenüber Kreditunternehmen betrug zum Geschäftsjahresende 2009 73 Mio. Ach ja, eine Landesbürgschaft für das Darlehen ist nicht. Die Stadt Kaiserslautern bürgt. Genau das war einer der Gründe für die Umschuldung im Jahr 2006. Beleg habe ich auch noch in irgendeinem Parlamentsprotokoll (seit Brüderle ja richtig in Mode).
Wie das Ganze umgeschichtet werden kann und mit welchen Aktivitäten, da gibt es sicherlich ein paar recht interessante Ansätze. Aber das geht sicherlich nicht mehr, seit gestern die Grinsekatze denkt, sie habe die Wahl gewonnen.
Ach ja, nur am Rande bemerkt - in dem Beteiligungsbericht der Stadiongesellschaft stehen Dinge drin, die auf der letzten JHV als "noch nicht geklärt" durch den Herrn Grünewalt beschrieben wurden. Der Beteiligungsbericht ist aber älter (14. Juni 2010). Da freue ich mich dann immer so und meine Nachbarn bei der JHV wundern sich, wenn ich böse Wörter in den Munden nehme und mich aufrege.
So, jetzt dürft ihr wieder für die hohen Zugriffszahlen sorgen und weiter über MILF lamentieren
