salamander hat geschrieben:Was das mit Lakic zu tun hat?
Natürlich hat der Junge eine Ausstiegsklausel.Ob diese, wie von der Presse berichtet, bei 4 Mio liegt oder nur bei 0,5 Mio, ist dabei aber völlig unerheblich. Er beschert seinem Verein, der ihn dort hin gebracht hat, eine Ablösesumme, obwohl er es nicht muss. Obwohl er nach den angeblichen Marktgesetzen, die hier so oft zitiert werden, ja dafür auf Handgeld verzichtet hat.
Das finde ich bemerkenswert. Was hätte Lakic daran gehindert, gleiches zu tun?
Und das Alter ist dabei gar kein Argument. Auch für den Cottbusser kann die Karriere morgen vorbei sein, auch für ihn zählt jeder Euro.
Ich denke aber schon, dass die Herangehensweise bei Vertragsverhandlungen mit einem offensichtlich begehrten Talent, der für sein Alter einen ordentlichen Leistungsnachweis erbracht hat, anders ist, als bei einem 28jährigen, der erstmals in seiner Karriere halbwegs auf sich aufmerksam gemacht hat. Kuntz konnte vom Gehalt her schon nicht mit Wolfsburg mithalten. Die wahrscheinlich wichtigste Tatsache. Und vielleicht hat sich Lakic auch die Fragen gestellt, ob er an solche Leistungen wie in der Hinrunde jemals wieder anknüpfen können, und ob er jemals wieder so ein Angebot erhalten wird. Ich glaube kaum, dass es sich für den FCK finanziell rentiert hätte, Lakics Gage erheblich anzupassen, und darauf zu hoffen, dass die zukünftigen Leistungen des Spielers dazu führen, dass irgendwann die Ausstiegsklausel für Summe X greift. Da sehe ich einen ziemlichen Unterschied zum Cottbusser Spieler.
Sagen wir, Lakic hätte für 1,5 Mio. €/anno beim FCK für drei Jahre verlängert. Diese Kosten hat man an der Backe. Brächte Lakic im nächsten Jahr, oder gar in dieser Rückrunde nicht annäherend die Leistung, und der FCK steigt vermutlich ab, der Spieler ist nicht mehr so gefragt. Wie sollte der FCK dieses Paket im Unterhaus stemmen? Klar, mit diversen Klauseln, z.B Vertragsgültigkeit nur für die 1. Liga, kann man da evtl. etwas gegensteuern. Aber ob ein Spieler das so auch akzeptiert? In meinen Augen macht man es sich zu einfach, wenn man stets Vertragsverlängerungen fordert.
Und, wurde ja auch schon erwähnt, es gibt halt gute und weniger gute Spielerberater. Das alles ist viel zu undurchsichtig, als dass man von außen beurteilen kann, wie es ablaufen soll.