nach dem nach diesen beiden Partien der Kreisel extrem lange für die Heimfans gesperrt wurde, habe ich mal eine Stellungnahme bei der Polizei angefordert. Heute habe ich eine Antwort erhalten.
Eingabe zum Polizeieinsatz am 27. November 2010 anlässlich der Fußballbundes-ligabegegnung 1. FCK – Schalke 04
Sehr geehrter Herr Beck,
für Ihre E-Mail bedanke ich mich. Für die verzögerte Beantwortung bitte ich um Nach-sicht. Gerne möchte ich zu Ihren Einwänden betreffend des Polizeieinsatzes Stellung nehmen:
Bei Bundesligabegegnungen, bei denen kein freundschaftliches, sondern gar ein rivali-sierendes oder feindschaftliches Fanverhältnis besteht, gilt es für die Polizei die Fanlager zu trennen, um Gewalttätigkeiten beim Aufeinandertreffen gar nicht erst ent-stehen zu lassen. Die Situation in Kaiserslautern bringt es leider mit sich, dass der Weg der Gästefans, die mit der Bahn anreisen und vom Bahnhof aus zum Ostbereich des Stadions gehen müssen, sich mit dem Weg der Kaiserslauterer Fans im Bereich des Kreisels „Elf Freunde“ kreuzt. Sowohl vor, als auch nach dem Spiel kommt es somit zu kurzfristigen Sperrungen, die sowohl für den Fahrzeug- als auch für den übrigen Fuß-gängerverkehr notwendig werden. Eine „Vorfahrt“ für Gästefans gibt es nicht. So wer-den eintreffende Gästefans auch zurück gehalten oder auch mit weiteren Gästefans in später eintreffenden Zügen zusammengeführt, bevor eine Begleitung zum Stadion erfolgt.
Beim im Betreff genannten Spiel war entsprechend der Dokumentation bei der Anreise eine Sperrung des Kreisels von 13.18 Uhr bis 13.31 Uhr, also 13 Minuten, erfolgt.
Nach dem Spiel war die Sperrung tatsächlich länger als sonst üblich erforderlich. Dies hing damit zusammen, dass die Gästefans nicht unmittelbar in den Bahnhof eingelas-sen werden konnten. Die Heimfans konnten somit die Zollamtsstraße länger als üblich nicht passieren, was sich leider auch auf die Sperrzeiten am Kreisel ausgewirkt hatte.
Die Sperrkonzepte werden diesbezüglich nochmals überprüft. Ziel ist hierbei neben der erforderlichen Fantrennung auch die Auswirkungen auf die Verkehrslage noch intensi-ver zu minimieren.
Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne auch persönlich zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
gez.
Thomas Kossurok
(Polizeirat)

