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Rene Adler zu Enke-Tod: „Es hat sich nichts geändert“ (koelnische-rundschau.de)

Fußballthemen, welche den FCK nicht oder nicht direkt betreffen.
Mathias
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Beitrag von Mathias »

Ich poste das hier, da ich ungerne den Thread zu Robert Enke herausholen möchte. Aber in irgend einem der Sammelthreads, wird überlesen. Und das möchte ich dann auch wieder nicht. Also ein eigener Thread.
Ich hoffe, daß das okay ist.

Gruß Mattes


Adler zu Enke-Tod
„Es hat sich nichts geändert“

Erstellt 04.11.10, 17:56h

Ein Jahr nach dem Tod von Robert Enke hat sich nach Ansicht von René Adler nichts an den Sitten und dem Umgang im Profifußball geändert. Für Schwäche sein auf dem Platz einfach kein Platz. Auch zu seiner Rolle im Nationalteam äußerte sich Adler.


LEVERKUSEN - "Nach dem tragischen Tod von Robert ist zwar viel heiße Luft fabriziert worden, geändert hat sich aber nichts. Aber so ist wohl dieses Geschäft", sagte René Adler, Torwart von Bayer Leverkusen, am Donnerstag dem Internetportal "ran.de". Man bezeichne Fußballer schon einmal als moderne Gladiatoren, "und ich denke, dass da etwas dran ist".

Die Leute kämen Woche für Woche ins Stadion, würden dafür sehr viel Geld bezahlen und wollten Kampf und Leidenschaft sehen. "Für Schwäche ist aber kein Platz, das wollen die Zuschauer nicht, das will die Gesellschaft nicht sehen. Ich bedauere das sehr", meinte der Nachfolger von Enke im deutschen Nationalteam. Letztlich sei das wohl auch der Schnelllebigkeit des Fußballs geschuldet. "Wer heute noch der Messias ist, kann drei Tage später schon der Versager sein. Es gibt nur schwarz und weiß, keine Grautöne", sagte Adler.

(...)

Weiterlesen: http://www.koelnische-rundschau.de/html ... 5568.shtml
Weil Depressionen echt scheiße sind, schau Dir das Video an. (Quelle: br.de)
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antikochteufel
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Beitrag von antikochteufel »

@Matthias. Finde gut, dass du den Artikel hier reinstelltst, auch bei 11 Freunde wurde Adler schon mal zitiert in den letzten Tagen. Hab gerade selbst die Biografie über R. Enke gelesen "Ein allzu kurzes Leben". Wirklich sehr empfehlenswert, weil es über eine einfühlsame Beschreibung und Betrachtung des Lebensweges dieses Menschen auch viel Interessantes über Fußball zu lesen gibt. In dem Buch wurde auch deutlich, dass es zwischen Enke und Adler trotz der Konkurrenz doch zu einem persönlicheren Verhältnis gekommen ist.
Ansonsten hat der NDR den bevorstehenden Todestag von Enke zum Anlaß genommen, eine (wie ich finde) sehr gute Reportage über das "Volksleiden Depression" zu senden. Wurde ebenfalls über 11 Freunde darauf aufmerksam gemacht. (den link zur NDR Mediathek findet man auch dort).
Ich denke, etwas für die, die auch mal über den Tellerrand gucken wollen und für uns alle, die bei all den hohen Leistungs- und Erfolgserwartungen an die eigene Mannschaft den einzelnen Spieler als Menschen oftmals übersehen.
"Nicht irgendein Verein" :teufel2:
Lestat
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Beitrag von Lestat »

Stimmt, es hat sich nichts geändert. Mir sind noch immer die auch so tollen Worte von Zwanziger im Ohr. War wohl alles heiße Luft. Aber mal ehrlich hat wirklich jemand damit gerechnet das sich was ändert? War irgendwie zu erwarten das man so schnell wie möglich zur Tagesordnung übergeht.
Ja hier stand mal eine Signatur.
Diese wurde nach über 3,5 Jahren von den Moderatoren gelöscht (aufgrund einer Beschwerde) weil sie nicht den Forumsregeln entsprechen soll. Das zu sage ich jetzt besser nichts.
Biguardo
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Beitrag von Biguardo »

Errinnert ihr euch noch an Lehmanns Brillen-Klau Aktion?

Das war nur ein paar Wochen später - und ich hab davon durch einen "lustigen" DSF-Bericht erfahren, in dem sie Lehmann aber mal noch richtig schön verhöhnt haben bei. Und das war ne Aktion, die find ich ganz klar durch Stress und angestautet Aggressionen ausgelöst wurde - so kurz ist eben die nationale Aufmerksamkeitsspanne.

Der Selbstmord Enkes wird den Sport genau so verändern, wie der Bankencrash die Regularien der Finanzwelt verändert hat.
scheiss fc köln

Beitrag von scheiss fc köln »

Lestat hat geschrieben:Stimmt, es hat sich nichts geändert. Mir sind noch immer die auch so tollen Worte von Zwanziger im Ohr. War wohl alles heiße Luft. Aber mal ehrlich hat wirklich jemand damit gerechnet das sich was ändert? War irgendwie zu erwarten das man so schnell wie möglich zur Tagesordnung übergeht.

Dem Zwanni würde ich die Worte auch heute sogar noch abnehmen. Ich glaube, die waren durchaus so gemeint, wie sie vorgetragen wurden. Jedoch auch mit dem Bewusstsein im Hinterkopf, dass sich wenig bis garnichts ändern wird. Was hätte er denn auch anderes sagen sollen? An der Umsetzung hapert es doch, und dafür sind andere Menschen, auch gerade wir Fans, zuständig. Mal ganz davon abgesehen, dass die Aufregung groß war, weil es sich bei Robert Enke um eine Person der Öffentlichkeit handelt. Druck, und ein "nicht Klarkommen" findet ja nicht ausschliesslich im Profisport statt. Tagtäglich suchen Menschen diesen scheinbaren Ausweg. Warum, kann niemand von uns nachvollziehen. Wer kann sich da schon hineindenken? Nichtmal die ganzen "schlauen Köpfe", die sich damals veranlasst sahen, ihre schlauen Sprüche zum Besten zu geben. Mir selbst hat das wirklich zu denken gegeben, aber eigentlich habe ich mich nur gefragt, wie kann man so drauf sein, und einfach seine Frau und sein Kind für immer verlassen. Ist wahrscheinlich garnicht zu erklären, und ich werde es nie verstehen. Auf der anderen Seite denke ich aber, es ist nicht mein Recht, Robert Enkes Entscheidung zu bewerten/beurteilen. Auch wenn das jetzt zu locker klingt; aber er wird sich etwas dabei gedacht haben.

Es täte uns allen gut, wenn jeder mal öfter in seinem Umfeld nach links und rechts schauen würde, seine Mitmenschen vielleicht nicht direkt versteht, aber versucht zu akzeptieren, und auch mal häufiger ´nen Gang zurückschaltet. Leider vergisst man allzu oft, während man die Ellenbogen ausgepackt, durch den Tag stolziert, dass man nicht allein unterwegs ist. Man ist sich nämlich nicht selbst der Nächste.
OWL-Teufel

Beitrag von OWL-Teufel »

Biguardo hat geschrieben:Errinnert ihr euch noch an Lehmanns Brillen-Klau Aktion?

Das war nur ein paar Wochen später - und ich hab davon durch einen "lustigen" DSF-Bericht erfahren, in dem sie Lehmann aber mal noch richtig schön verhöhnt haben bei. Und das war ne Aktion, die find ich ganz klar durch Stress und angestautet Aggressionen ausgelöst wurde - so kurz ist eben die nationale Aufmerksamkeitsspanne.

Der Selbstmord Enkes wird den Sport genau so verändern, wie der Bankencrash die Regularien der Finanzwelt verändert hat.
Sehr wahre Worte!

Am Beispiel Enke konnte man wieder einmal sehen,wie heuchlerisch doch in den Medien der Umgang mit solchen Dinge ist.
Tagelang dominierte dieses Thema die Schlagzeilen,und alle gelobten Besserung.

Bestes Beispiel einmal mehr die BILD: Forderte sie unmittelbar nach dem "Fall Enke" ein menschlicheres Miteinander in der Löwengrube Fußball,drosch sie kurze Zeit später in gewohnter Hetz-Manier auf alles und jeden (jüngst gegen Bayern,Schalke,Stuttgart...).

Leider lernt man nicht aus solchen Ereignissen.Und reflektierend muss man sagen,dass sogar die ganze Geschichte nur der Auflagensteigerung dienlich war.Konsequenzen hatte sie nicht.

Es ist nur eine Frage der Zeit,bis es den nächsten erwischt.
Lestat
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Beitrag von Lestat »

scheiss fc köln hat geschrieben:
Lestat hat geschrieben:Stimmt, es hat sich nichts geändert. Mir sind noch immer die auch so tollen Worte von Zwanziger im Ohr. War wohl alles heiße Luft. Aber mal ehrlich hat wirklich jemand damit gerechnet das sich was ändert? War irgendwie zu erwarten das man so schnell wie möglich zur Tagesordnung übergeht.

Dem Zwanni würde ich die Worte auch heute sogar noch abnehmen. Ich glaube, die waren durchaus so gemeint, wie sie vorgetragen wurden. Jedoch auch mit dem Bewusstsein im Hinterkopf, dass sich wenig bis garnichts ändern wird. Was hätte er denn auch anderes sagen sollen?
.........
Nun also wenn ich schon genau weiß es wird sich nichts ändern bzw. das man es selbst allein nicht ändern kann da spucke ich nicht solche Töne. Durchaus möglich das Zwanziger das wirklich so gemeint hat aber letztlich muss er sich jetzt, nach etwas über einem Jahr, an seinen Worten messen lassen da steht er ziemlich blöd da. Aber es war ja nicht nur Zwanziger der damals mit großen Worten um sich geworfen hat. Da waren noch ganz andere die Stand heute ebenfalls nichts verändert haben.
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Mathias
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Beitrag von Mathias »

Bundesliga will Anti-Stress-Netzwerk ins Leben rufen.

Anti-Stress-Netzwerk soll Fußballern helfen
Hilfe bei Rückschlägen

Die Versprechen nach dem Tod von Robert Enke waren zahlreich und groß. Tabus sollte es keine mehr geben. Zwölf Monate später hat sich im Spitzensport wenig verändert, sagt der Sportpsychologe Jens Kleinert. Nun soll ein Netzwerk im Fußball vorsorgen.


(...)
"Da wir alle mehr Rückschritte als Lösungen haben, ist es ebenso wichtig mit Niederlagen umzugehen wie Erfolge zu genießen. Manchen fällt das schwerer, denen wollen wir helfen", sagte Kleinert.

(...)

Kompletter Artikel: http://www.sportschau.de/sp/fussball/ne ... tzwerk.jsp
Weil Depressionen echt scheiße sind, schau Dir das Video an. (Quelle: br.de)
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Beitrag von Lestat »

Passt auch irgendwie hier rein.
Andreas Biermann (früher St. Pauli) hat sich ja auch zu seinen Depressionen bekannt.
Fanden damals ja viele toll. Einen neuen Vertrag gab es weder vom FC St. Pauli noch von irgendeinem anderem Verein.
Der Junge ist jetzt vereinslos und sagt selbst: "Das outing hat mich den Job gekostet."
Ja hier stand mal eine Signatur.
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Beitrag von Demir_Hotic_Fußballgott »

Lestat hat geschrieben:Passt auch irgendwie hier rein.
Andreas Biermann (früher St. Pauli) hat sich ja auch zu seinen Depressionen bekannt.
Fanden damals ja viele toll. Einen neuen Vertrag gab es weder vom FC St. Pauli noch von irgendeinem anderem Verein.
Der Junge ist jetzt vereinslos und sagt selbst: "Das outing hat mich den Job gekostet."

Ja das ist die bittere Realität. Der Mensch wird beglückwünscht zum Schritt in die Öffentlichkeit, der Spieler aber ist zu riskant für den Betrieb.
Es wird sich daran auch garnichts ändern lassen, da der Zirkus Profifußball nunmal die pure Essenz einer Leistungsgesellschaft ist.

Das wird ähnlich gehandhabt wie ein dreifacher Kreubandriss. Ob der wieder kommt? Ob der wieder durchhält?

Komme irgendwie auch auf die Art und Weise, wie Spieler in Foren gebasht werden über ein normales Maß hinaus, das nichts mehr mit Kritik zu tun.
Man stelle sich vor Biermann hätte bei uns gespielt und sich geäußert bezüglich seiner Krankheit, weil es seine Leistung hemmt. Das wäre hier abgegangen ...

Wenn ich Oliver Kirch wäre und würde mir diese ganze Gülle geben, die man hier über ihn menschlich im Forum ausschüttet, würde ich auch gehemmt sein.Bei was auch immer.

Die Trennlinie zwischen Kritik am Spieler (Stelleungsfehler³) und dem Menschen (Arschloch verpiss dich) wird oft überschritten.
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Beitrag von Lautern-Fahne »

scheiss fc köln
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Ein sehr schöner Beitrag, den ich auch gerne so unterschreiben würde-würde. Leider ist es wohl ein Teufelskreis- wenn jemand wirklich mal den ersten Schritt macht, nicht mit der Menge schwimmt und nicht versucht sich auf biegen und brechen gegenüber den anderen durchzusetzen, ist er als Schwächling gebrandmarkt und wird fertiggemacht- es leidet also genau an dem, was er nicht machen wollte. Wenn er dann nicht zurückschlagen kann, dann naja. Siehst düster aus :wink:

@Demir hotic Fussballgott

Volle Zustimmung.
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"Wir wollen keinen Schönheitspreis, sondern einfach nur punkten" Torsten Lieberknecht
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Beitrag von LauternFan85 »

fest zu halten bleibt das NIX passiert ist.

Fußball ist kommerz kristalisiert und es zählt einzig und ALLEIN der Profit.
In manchen Vereinen mehr in anderen "weniger" aber ein Grundmaß ist nicht abzusprechen unter dem es wohl auch nicht ginge.

Mal im ernst.....bei Heimspiel gegen H96 wär hat auch nur Ansatzweise bei dem zum schluß aufkeimenden Sprechchören beim Abstoß von Florian Frommlowitz einen einzigen und "kleinen" Gedanken an Robert Enke verschwendet?

Wir ALLE sind Teil dieser "Lügengesellschaft" weil wir uns zu sehr und zu rasch vereinnahmen lassen - oftmals unbewusst aber nicht wenige mal auch bewusst und (fast) gerne um dem unbequemen aus dem Wege zu gehen.

Ein Spiegelbild einer auf den Kopf gestellten Gesellschaft in der die "ich" Mentalität Vorrang hat.
Was zählt ist das Ergebnis....was und wer dabei auf der Strecke bleibt ist "unwesentlich".

Der Weg ist das Ziel.....drum herum zählt nicht....sei es phsychisch krank, homosexualität oder sonstige. Ich wage zu bezweifeln das selbst die meine (mitt-achtziger) Generation noch eine große Änderungen im positiven Sinne diesbezüglich miterleben wird.

R.I.P. - Robert
Zuletzt geändert von LauternFan85 am 10.11.2010, 17:59, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von Mathias »

Früher gab es keine psychisch kranken und auch keine Alkoholiker. Da gibt's zwar keinen zwingenden Zusammenhang, das zeigt aber, daß sich heute wenigstens doch schon ansatzweise damit beschäftigt wird.
Die meisten Krankmeldungen gibt es, auch wenn nicht alle wirklich so ausgefüllt sind, wegen Depressionen.
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Beitrag von Mathias »

Robert Enke wollte sich in Köln umbringen

Am 10. November 2009, heute vor genau einem Jahr, hat Robert Enke Selbstmord begangen. "Robert Enke - ein allzu kurzes Leben" ist der Titel eines kürzlich erschienenden Buches über das Leben des Fußball-Nationalspielers. koeln.de zeigt exklusiv in Auszügen aus der Biografie, welche erstaunlich vielen (tragischen) Momente den Torwart mit Köln verbinden. Enkes Freund, der Journalist Ronald Reng, schildert in dem Buch auf 427 Seiten eindrucksvoll, wie Enke zwergengleich den Kampf gegen die riesenhaften Ängste, die Krankheit Depression verliert. So drückte es Enke Gedichte schreibend selbst aus.


Von Sebastian A. Reichert

Im Sommer 1997 wird Robert Enke zur Bundeswehr eingezogen. Zusammen mit seinem Mannschaftskollegen Marco Villa von Borussia Mönchengladbach tritt er seinen Dienst in der Kaserne in Köln-Longerich an. "Na, Sie Supersportler", wird er vom Ausbilder begrüßt. Funker Enke muss wegen Verstößen gegen die Kleiderordnung einen vierseitigen Aufsatz schreiben, später Strafrunden laufen. "Die drei Monate in Köln-Longerich waren ein Schatz", schreibt Enke-Biograf Reng. "Dort fand er (mit Marco Villa) einen Freund, der ihm für immer bleiben würde.

(...)

Täglich besucht Enke Doktor Markser, der ihm versucht zu zeigen, dass er nur glücklich sein könne, wenn er mit seinen Fehlern zurechtkommt. Nachmittags darf Enke beim 1. FC Köln unter FC-Torwarttrainer Peter Greiber mittrainieren. Beim Joggen entlang der alten Kölner Eishalle wird er von türkischen Kindern beleidigt: "Ey, Enke, schlechter Torwart."

(...)

Kompletter Text: http://www.internetcologne.de/cms/artik ... tikel.html
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Beitrag von Mathias »

Also entweder es interessiert jemanden, oder nicht. Aber mich interessiert es.
Ich geb auch nur noch diesen Link hier preis. Wie auch immer.
Macht, was ihr wollt.
http://www.sueddeutsche.de/sport/vor-de ... -1.1021120
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Beitrag von Lautern-Fahne »

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"Für mich ist Schönheit, dem Gegner nicht zu geben was er will." José Mourinho

"Wir wollen keinen Schönheitspreis, sondern einfach nur punkten" Torsten Lieberknecht
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