Ich habe diesen alten Thread mal wieder ausgegraben und etwas "entstaubt".
Gestern abend kam in Sport Inside ein Bericht, der sich auch an dieser Fan-Demo in Berlin orientierte und das Phänomen der Fankultur ein wenig beleuchtete.
Leider gibt es den Beitrag nicht als vollen Videobeitrag, deshalb müssen sich vielleicht die einen oder anderen ein wenig anstrengen und tatsächlich Buchstaben zu Wörtern formen und dann "lesen".
Aber letztlich ist es ein recht interessanter Bericht, dessen Manuskript sich
hier nachlesen lässt.
"Schleichender Prozess"
So strahlt die Bundesliga, offiziell zumindest. Mit Umsatzrekorden, gut 30 Prozent Steigerung in den letzen vier Jahren auf mehr als zwei Milliarden Euro, getrieben von astronomisch hohen Spielergehältern. 750 Millionen Euro, allein für die rund 500 Elitekicker der ersten Liga. Und bei der Deutschen Fußballliga DFL in Frankfurt ist man stolz auf gut gefüllte Stadien.
Thomas Schneider, DFL Fan-Koordinator:
"Das ist ja sozusagen der Charme des wirtschaftlichen Erfolgs von Bundesliga, dass wir die Plätze verkaufen, die teurer sind. 35 Euro, 45 Euro, dass diese Bereiche so ausverkauft sind. Das hat zu tun mit dem Charme der Veranstaltung, dass es picke-packe voll ist, dass die in der Kurve nicht mehr wild durcheinander schreien, sondern geschlossen singen. All das spielt ja mit eine Rolle."
Doch in Deutschlands Fußballstadien artikuliert sich zunehmend Unmut über die kommerziellen Auswüchse, die die jahrzehntelang gewachsene Fankultur gefährden. Vor allem gegen fanfeindliche Anstoßzeiten, die Konsequenz aus dem Auseinanderreißen der Spieltage und gegen wuchernde Eintrittspreise demonstrieren 5000 Fans verschiedener Clubs einträchtig bei einer Fan-Demo im letzten Oktober in Berlin.
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