Thomas hat geschrieben:Kummt Senf druff
Der deutsche Fußball auf dem Vormarsch
von Altmeister
Internationale Top-Transfers wie etwa Franck Ribéry, Arjen Robben, Ruud van Nistelrooy oder im Sommer 2011 die spanische Real-Legende Raúl, Weltmeister Mauro Camoranesi oder Klaas-Jan Huntelaar, um nur einige zu nennen, zeigen seit einiger Zeit eine Trendwende im internationalen Fußball auf: Die deutsche Bundesliga ist in den letzten Jahren offenbar attraktiver geworden.
Noch vor nicht allzu langer Zeit wäre es kaum vorstellbar gewesen, dass solche Topspieler nach Deutschland wechseln würden. Oder wenn doch, dann höchstens sehr vereinzelt und nur zum FC Bayern. Ein gutes Abschneiden der Nationalmannschaft bei den vergangenen Großturnieren tat ihr Übriges in dieser Entwicklung hin zu einer größeren internationalen Beachtung der deutschen Top-Liga. Der deutsche Vereinsfußball feiert also gerade gar nicht mehr heimlich, still und leise sein internationales Comeback, sondern mit Macht.
Gutes Thema, aber der Argumentation kann ich mich nicht anschließen. Bobic war wegen der Petric-Lachnummer unter Druck geraten und stattete, um nicht komplett leer auszugehen, Senior Camoranesi mit einem stattlichen Rentenvertrag aus.
Den hat Magath auch Raul gegeben. In Schalke wird bereits gemunkelt, dass der Ex-Star in der Winterpause die Zelte abbricht. Ein Millionen-Missverständnis?!
Nicht wegen dieser Namen guckt Europa aber nach Deutschland. Sondern wegen der Müllers, Schweinsteigers, Schürrles, Götzes, Sahins und Breitkreutz'. Und wegen dieses unnachahmlichen Spielstils, mit dem schon die Nationalmannschaft den Kontinent begeistert hat. Stichwort Vorwärtsverteidigung, schnelles Spiel in die Spitze und Tore, Tore, Tore....
Mit Dortmund und dem Depp stehen zwei (auch vom Ausland beachtete) Mannschaften vorne, deren Trainer eben gerade nicht auf Stars setzen. Welcher erfolgsverwöhnte Fußballer würde sich denn von Frischling Tuchel auf die Tribüne setzen lassen; der Taktik, des Matchplans wegen. Klopp hat in Dortmund die Haynals und Freis aussortiert und - im Vergleich zur gelbschwarzen Vergangenheit - einen schlappen Mio-Betrag in neue Spieler investiert.
Dazu die Spannung in der Liga. Mein Gott ist die Premier League dagegen langweilig. Man gucke sich mal die Statistiken der letzen zehn Jahre an. Meister wie Stuttgart, Wolfsburg und auch mal Lautern, dazu die phänomenale Vorrunde der Hoppis im vorigen Jahr - in England undenkbar. Manchester, Chelsea, Arsenal, Liverpool - wer will nochmal, wer hat noch nicht - gähn.
Dass die Bundesliga mit Khedira und Özil zwei der besten Spieler verlor, tut weniger weh, wenn man bedenkt, wo sie gelandet sind: Bei Real und einem der besten Trainer der Welt. Wer Khedira und Özil gegen die Türken gesehen hat, weiß, dass es der richtige Schritt war.
Wann wir wieder die internationale Bühne betreten, vermag keiner zu sagen. Aber einige gewinnbringende Rezepte wurden hier im Thread schon genannt.
"Ich verliebte mich in den Fußball, wie ich mich später in Frauen verlieben sollte: plötzlich, unerklärlich, unkritisch und ohne einen Gedanken an den Schmerz und die Zerrissenheit zu verschwenden, die damit verbunden sein würden." (Nick Hornby, "Fever Pitch") #Unzerstörbar