Was Roger dazu bewogen hat seine Meinung zu ändern wissen wir nicht.
Ob es falsch war dies zu tun werden wir auch nicht erfahren.
Dass er Rekdal und Sasic "überlebt" hat kann man Ihm nicht vorwerfen, das hat Gerry Ehrmann auch.
Was mir zu denken gibt ist, dass die teilweise recht unbedachten Äußerungen von HPB schon mal für unnötige Unruhe sorgen.
Schalke ist Religion. Aber der FCK bedeutet uns Lautrer weitaus mehr!
briegel bringt nicht einfach aus spass an der freud unruhe in den verein, dazu liebt er den fck viel zu sehr. vielmehr äußert er berechtigte kritik. ein hpb darf und sollte das tun. selbst wenn er sich mal irrt, was er aber bei sippel nicht tut!!
wenn sippel durch kritische aussagen 'unruhig' wird, dann soll er auf busfahrer umschulen!
Das Denken in Schwarz-Weiß hat den großen Vorteil eines klaren Weltbildes. Gut und Böse, Freund und Feind, liebe Verwandte und schwarze Schafe sind unzweifelhaft. Mir gefällt das welch Wunder nicht, wie auch nicht der Artikel in der AZ.
Es ist kein Wunder, dass gerade die Mainzer AZ Roger Lutz hofiert. Das hat nicht zwingend etwas mit den 05ern zu tun in dem Sinne, uns zu desavouieren. Die Rheinpfalz hätte und hat sich hier eher in Zurückhaltung geübt, wohl wissend, dass der Name Roger Lutz auch alte Narben wieder sichtbar macht. Darum muss sich die AZ natürlich nicht scheren.
Was die Verdienste angeht und die Geschichte mit Hans-Peter Briegel: Ja und Jein.
Die Verdienste von Roger Lutz sind unumstritten - da verweise ich zur Vermeidung von Wiederholungen auf die AZ und meine Vorschreiber.
Zur Dissonanz mit Hans-Peter Briegel kennen wir nur seine Version der Geschichte. Die hört sich plausibel an, und da unbestritten, als nachvollziehbarer Ausgangspunkt. Was soll daraus aber die Konsequenz sein?
- Aufarbeitung? Bitte nein.
- Distanzierung gegenüber Roger Lutz? Völlig überzogen?
Ich meine, dass wir einfach damit leben sollten, dass es in der FCK-Familie eine personelle Konstellation Lutz - Briegel gibt, die eine gewisse Schräglage hat. So etwas gibt es in jeder Familie. Wir sollten das aushalten können. Ich kann Roger Lutz seiner Verdienste für den FCK wegen gut leiden, Hans-Peter Briegel ebenfalls. Bei Lutz ist halt auch dabei, dass da gegenüber Briegel wohl etwas nicht o.k. war. Das ist alles.
Ich sehe die Sache "Lutz/Briegel" nicht so schlimm und versuche mal objektiv zu beurteilen.
Beide sind FCK-Persönlichkeiten die ihren Verein lieben und beide wollen für/mit dem Verein Erfolg haben! Jedoch haben beide sicher ihre eigene Vorstellung, wie man den Erfolg erreicht.
Wenn ein Roger Lutz seine Meinung damals im Fall Briegel/Jäggi geändert hat, dann sicher, weil er das Beste für den Verein wollte und nicht, weil er Briegel schaden wollte! Das er damit natürlich ein FCK-Idol wie H.P. Briegel vergrault, ist klar. Aber dieser würde/wird sicher seine Entscheidungen im Sinne des FCK treffen und dabei zur Not auch mal anderen auf die Füsse treten! So ein Verhalten ist bei zwei Persönlichkeiten die mit Herzblut für eine Sache eintreten ganz normal! Schade finde ich nur, dass sich die beiden (bis jetzt wohl) nicht wieder versöhnt haben!
Aber jetzt zurück zu Roger Lutz. Seine Aussagen gefallen mir und mit der Einstellung (und dem Erfolg) ist er hoffentlich noch lange im Verein tätig!
Sagen wir es mal anders, Roger Lutz hat viele und vieles im Verein überlebt. Ob er dabei immer alles für den Verein gegeben hat, müssen andere beurteilen, jedenfalls hat er es nicht unendgeltlich gemacht, er war Angestellter des Vereins.
Er hat sich nie etwas zuschulden kommen lassen, aber auch nicht mehr.
Lutz hat meiner Meinung nach eine weiche Stelle und die liegt irgendwo am Rücken, und das hat HP Briegel ihm nicht verziehen.
Das hat übrigens nichts mit Unruhe in den Verein bringen zu tun, sondern ist im Gegensatz zu dem Interview bei Sky mit seiner Äußerung über Sippel schon eine Zeitlang her.
Und zwei Dinge kann man übrigens HP Briegel nie vorwerfen:
ER würde sich am FCK vergehen.
ER hätte keine Ahnung von Fußball.
Gegen den Roger hab ich nichts auszusetzen. Als Co-Trainer hat man nicht die Möglichkeit sich groß auszuzeichnen ...
Und die beschriebenen Werte finde ich nicht schlecht: Geradlinigkeit, Loyalität und eben Bodenständigkeit.
Vielleicht fehlt da ja auch noch was? Halt Pfälzer Tugenden.
Im Doppelpass fände ich den HPB gut und würdig platziert. Anstelle des Struuuuuuntz. Ist halt eine unkonventionelle (Sportler-)persönlichkeit mit sportlichem Vorbildcharakter.
Bei mir ist eigentlich nur eine Person mit Pfälzer Herkunft und Trainerauftrag verbrannt. Mittlerweile auch bei einem anderen Verein unter Vertrag.