Schön zu sehen dass es auch hier einige "Gleichgesinnte" gibt. Noch vor nicht allzu langer Zeit hatte ich zumindest subjektiv das Gefühl, dass man, sobald man die ausufernde Sicherheitspolitik ansprach, im besten Fall belächelt und nicht ernst genommen wurde. Das hat sich aber massiv gewandelt, ein Schritt in die meiner Meinung nach richtige Richtung.
@ kepptn: Es gibt keinerlei objektive Gründe gegen eine Kennzeichnungspflicht z.B. per Nummer, auch wenn sich die Polizei dagegen mit hanebüchenen "Argumenten" sperrt. Aktuell hat übrigens Amnesty International hierzulande eine Kampagne gestartet zu dem Thema "Polizeigewalt", welche eine Forderung nach Kennzeichnungspflicht mit einschließt.
Bin selbst auch zu jung um Erfahrungen mit der Stasi gemacht zu haben, daher maße ich mir ebenfalls keinen direkten Vergleich an. Die Tendenz der Politik ist allerdings sehr bedenklich und wenn ich nur an die Vorratsdatenspeicherung denke oder die "Online-Durchsuchung" fällt es mir schwer keine Parallelen zu ziehen zur damaligen Überwachung. Im Gegenteil, heute ist es eigentlich noch viel einfacher möglich sämtliche Schritte eines Menschen nachzuvollziehen und die Missbrauchsmöglichkeiten sind ebenfall enorm hoch. Hierzulande wird gerade eine Infrastruktur errichtet die die der Stasi weit in den Schatten stellt. Keine beruhigenden Zukunftsaussichten...
@ Steini: Stadionverbot ist auch so ein Thema, genau wie die "Gewalttäter Sport"-Datei. Mit Rechtsstaat hat das nichts mehr zu tun, wenn man ohne Verurteilung vom Stadionbesuch ausgeschlossen wird und im schlimmsten Fall weiteren Einschränkungen (z.B. Ausreise bei Länderspielen, etc.) unterliegt. Und leider hast du vollkommen Recht was die Angst angeht mal zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein - geht mir genauso und ist meiner Meinung nach auch nicht abwegig.
Dieser Mann ekelt mich fast noch mehr an als Schäuble und Schily. Ein absoluter Schmierlappen. Wieder mal ein dreister Versuch unter dem Deckmantel der "Terrorbekämpfung" Freiheitsrechte und Meinungsfreiheit zu beschneiden.
Das "Lustige" an diesen Forderungen ist, dass jeder mit ein wenig Interesse (was Terroristen zwangsläufig einschließt) alle Maßnahmen problemlos aushebeln kann. Die einzigen die betroffen sein werden sind die normalen Bürger.
Apropos Terroristen - wann war nochmal der letzte große Terroranschlag in Deutschland, wegen dem wir jetzt alle unsere Freiheiten über Bord werfen sollen? Ich kann mich partout nicht daran erinnern, muss an meinem schlechten Gedächtnis liegen.
P.S.: Was Gewaltanwendung angeht: Gewalt ist natürlich keine Lösung. Aber uns Deutschen (da schließe ich mich durchaus mit ein) fehlt ein wenig die französische Herangehensweise was das Anprangern von Missständen angeht. Selbst der Protest gegen Stuttgart 21 ist nichts im Vergleich zu dem, was regelmäßig in Frankreich los ist. Es wäre längst überfällig der Politik zu zeigen, von wem die Macht in diesem Land ausgeht - vom Volk. Und zwar nicht nur alle vier Jahre mal in der Wahlkabine, da hat man eh nur die Wahl zwischen Pest und Cholera. Nein, da Politiker offenbar ein sehr kurzes Gedächtnis haben muss man sie regelmäßig darauf aufmerksam machen.