
Die schwarzen Sheriffs vom bayrischen USK haben nach unserem Spiel letzte Woche in Augsburg diesmal in Burghausen zugeschlagen. Der betroffene FC Carl Zeiss Jena aber nicht lange gefackelt und sich ganz klar vor seine Fans gestellt.
Hier erstmal die Darstellung der Polizei, die natürlich wie immer die Schuld bei den Fans sucht und von der Presse meist ohne eigene Recherche übernommen wird:
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Jena-Fans randalierten: 13 Verletzte in Burghausen
Bei Krawallen von Anhängern des Fußball- Zweitligisten FC Carl Zeiss Jena sind beim Gastspiel bei Wacker Burghausen vier Polizeibeamte, ein Ordner und acht Fans aus Jena verletzt worden.
Zu den Ausschreitungen sei es unmittelbar nach dem 1:1-Gegentreffer der Oberbayern in der letzten Spielminute gekommen, teilte das Polizeipräsidium Oberbayern mit. Die Anhänger aus Jena hätten daraufhin Polizisten unter anderem mit Steinen und beschwerten Plastikflaschen beworfen. Auch ein Einsatzfahrzeug der Polizei wurde beschädigt.
Quelle: http://www.ftd.de/sport/fussball/2bunde ... 96402.html
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(Anmerkung von mir: Alleine wenn man bei solchen Meldungen mal auf die Anzahl der angeblichen Täter und auf die Anzahl der jeweiligen "Opfer" achtet, kann man oft den Wahrheitsgehalt erkennen...)
Und hier die Reaktion von offizieller Seite des FC Carl Zeiss Jena:
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Stellungnahme des FC Carl Zeiss Jena zum Polizeieinsatz in Burghausen
Der FC Carl Zeiss Jena und das Fan-Projekt Jena widersprechen Berichten, wonach der Polizeieinsatz nach dem Zweitligaspiel zwischen Wacker Burghausen und dem FC Carl Zeiss Jena durch Jenaer Fußballfans, die einen Ordner bedrängt hätten, ausgelöst worden sei. Vielmehr bestätigen mehrere Augenzeugen sowie auch der Leiter des Fan-Projektes, dass der gewaltsame Übergriff eines gewerblichen Ordners gegen einen Fan Auslöser der Vorfälle war.
Das daraufhin erfolgende Eingreifen der Polizeibeamten war aus unserer Sicht völlig überzogen und das rücksichtslose Vorgehen einiger Polizeibeamter selbst gegen Personen, die bereits - teils bewusstlos - am Boden lagen, bzw. Personen, die diesen erste Hilfe zu leisten versuchten, ist absolut nicht nachvollziehbar. Der willkürliche und rücksichtslose Einsatz sowohl des Schlagstocks als auch von Pfefferspray widersprach eklatant dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit wie auch den rechtlichen Vorschriften über die Anwendung unmittelbaren Zwangs. Über 20 Verletzte, darunter auch Frauen und Kinder, von denen 8 im örtlichen Krankenhaus von Burghausen behandelt werden mussten, und von denen 2 erst am Montagmittag entlassen werden konnten, sprechen eine deutliche Sprache.
Der FC Carl Zeiss Jena und das Fan-Projekt Jena wünschen in erster Linie allen betroffenen Fans gute Besserung. Wir danken den eingesetzten Notärzten und Rettungssanitätern für die Versorgung der Verletzten. Ein besonderer Dank geht an den Burghausener Fanbeauftragten Michael Wirnsberger für die Versorgung der vor dem Krankenhaus auf ihre verletzten Freunde wartenden Fans sowie für die Unterstützung beim Rücktransport der beiden erst am Montag aus der Klinik entlassenen Zeiss-Anhänger.
„Der FC Carl Zeiss Jena und das Fan-Projekt Jena stehen auch weiterhin an der Seite der Jenaer Fußballfans und werden das in ihren Kräften stehende tun, einer Stigmatisierung und Kriminalisierung von Fußballfans entgegenzuwirken. Fußballfans sind keine Verbrecher und auch kein Freiwild! Es muss auch erlaubt sein, sich vor seine Fans zu stellen, die sonst in erster Linie nur eines im Sinn haben – hinter Ihrer Mannschaft zu stehen!“, so FCC-Präsident Rainer Zipfel und der Vorsitzende des bundesweit anerkannten Jenaer Fan-Projektes Matthias Stein in einer gemeinsamen Stellungnahme.
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