Zeus hat geschrieben:Erstaunlich wie immer wieder versucht wird die aggressive Haltung gewisser Fans herunterzuspielen. Rauchbomben und Leuchtraketen haben in einem Fussballstadion nichts verloren. Wohin das ganze führt haben zur Genüge die Vorfälle in Essen gezeigt. Interessant auch immer wieder zu lesen, dass dieser und jener das eine oder andere beobachtet haben will. Nur keiner will immer wieder die Auslössung der Krawalle gesehen haben. Keiner will in der Nähe solcher Randalierer gestanden haben. Keiner will gesehen haben wer die Eskalation der Gewalt ausgelösst hat. Und wenn einmal eine Video auftaucht, dann nur mit Szenen die die Reaktion der Odrner und der Polizei bruchstückhaft dokumentieren sollen. Wo bleiben die Videoaufnahmen der Rädelsführer und der Szenen die die späteren Reaktionen hervorgerufen haben?
Ein überzogenes Vorgehen der Polizei muss genauso verurteilt werden. Aber seit den Vorgänge bei der Weltmeisterschaft in Lens habe ich auch Verständnis für die Ängste der sich im Einsatz befindlinchen Ordnungskräfte. Dass Fussballspiele auch fantastische Erlebnisse ohne
den Kick von Rauchbombe und Leuchtraketen sein können, haben die Spiele bei der Weltmeisterschaft gezeigt.
Wenn ein RedPumarius - nach eigenen Angaben Studienrat in Rheinland- Pfalz - fordert rechtliche Schritte gegen die Ordnungskräfte einzuleiten, so ist dies sein gutes Recht. Stellt sich aber die Frage wieso dieser Pädagoge nicht zugleich ein massives Vorgehen gegen die Auslöser dieser Situationen fordert. Und es stellt sich die Frage wie lange er es dulden würde, wenn Schüler im Pausenhof oder im Unterricht mit Leuchtraketen, Rauch- oder Stinkbomben herumhandeln würden.
HALLO ZEUS!!!
Gewalt hat es in der Menschheitsgeschichte immer gegeben und viele Evolutionsforscher sagen sogar, dass jeder Mensch gewaltsame Strömungen/Triebe hat, jedoch besser von dem einen oder anderen kontrolliert werden können. Gewalt ist eine Konstante der Menschheit, was nicht wegzudiskutieren ist.
Ich weiß auch , dass der Staat dies nicht erlauben darf, jedoch habe ich ja auch im Konjunktiv gesprochen. Meiner Meinung nach sollte man versuchen diese bisher unkalkulierbare und oftmals unkontrollierbare Gewalt etwas mehr unter Kontrolle zu kriegen, indem man als Staatsgewalt nun mal bestimmte Rahmenbedingungen schafft, somit wäre mehr Kontrolle gegeben. Kosten kommen sowieso auf die Allgemeinheit zu, die müssen bei jedem Polizeieinsatz gezahlt werden.
Die von dir vorgeschlagene Variante mit dem Kampfsportclub ist natürlich sehr zu begrüßen, da stimme ich dir voll zu. Ich selbst praktiziere seit 20 Jahren Kampfsport (auch Vollkontakt) und biete in der Schule den Schülern in einer AG die Möglichkeit Kampfsport auszuüben (dafür habe ich selbst einen Lehrplan erstellt, der vom Lande angenommen worden ist). Somit kann ein gewisses Aggressionspotential in geordnetere Bahnen gelenkt werden und die meisten bekommen ein ganz anderes Verhältnis zu Gewalt und den Mitmenschen. Kampfsport erzieht! Natürlich würde ich Schülern verbieten im Schulhof Rauchbomben oder Bengalos zu zünden weil ich diese jungen Menschen auch noch pädagogisch/psychologisch formen kann, aber erwachsene Menschen eben nahezu nicht mehr, da die Entwicklung abgeschlossen ist. Sollen die auf die Schulbank geschickt werden? Natürlich hast du auch recht, dass vor allem Bengalos lebensbedrohlich sein können, aber toll siehts wirklich aus oder findest du nicht? Früher waren diese auf dem betze Standard und der FCK selbst hat mit dieser stimmung Werbung gemacht. Damals waren diese Fanaktionen gern gesehen, positiv besetzt. Vielleicht sollte man auch hier Zugeständnisse machen, indem man RAUCHBOMBEN ERLAUBT, jedoch keine Bengalos, weil die einfach wegen der starken Hitzeentwicklung zu gefährlich sind.
Es gibt kein Patentrezept, aber eventuell sollte man wirklich mal über ungewöhnliche Alternativen/Varianten nachdenken und neue, andere Wege beschreiten.
Übrigens habe ich eine Anzeige auch für die Staatsdiener, die ohne Grund auf Unbeteilgte losgehen, und sogenannnte Fans gefordert, die sich ähnlich verhalten. Ich glaube, da hast du mich ein wenig zu kurz verstanden.
Gruß
