Europas Club-Fußball
Uefa will "Financial Fair Play"
Von Steffen Guthardt
Europas Fußball-Funktionäre planen eine Neuerung: Sie wollen das wirtschaftliche Gleichgewicht in Champions League und Europa League verbessern. Es geht um Verpflichtungen, Gehaltsobergrenzen und Transferausgaben. Das Magazin "SPONSORS" skizziert das "Financial Fair Play". (...)
Das Verfahren soll mittelfristig bei den Verbandswettbewerben Champions League und Europa League zur Anwendung kommen. "Das Hauptanliegen von Financial Fair Play ist es, das wirtschaftliche Gleichgewicht in den europäischen Wettbewerben zu verbessern und eine langfristige Stabilität im Clubfußball über ganz Europa hinweg sicherzustellen", hieß es in einer dazu von der Uefa veröffentlichten Mitteilung. Mit vier wesentlichen Schritten wollen die Protagonisten zu ihrem Ziel kommen, wie ein Blick auf den Entwurf verrät:
1. Die Verpflichtung der Vereine, über einen gewissen Zyklus hinweg pro Saison nicht mehr auszugeben als sie einnehmen.
2. Die Festlegung von Regeln zu Gehaltsobergrenzen und Transferausgaben.
3. Die Bestimmung von Indikatoren zur nachhaltigen Eingrenzung von Schulden.
4. Die Verpflichtung der Clubs, ihre Zusagen zu jeder Zeit einzuhalten. Alle Vorschriften sollen sich dabei mit dem Uefa-Clublizensierungsverfahren vereinbaren lassen.
Einführung vorerst ins Jahr 2015 verschoben
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Unstrittig ist, dass die Ablöseforderungen auch teils horrenden Provisionen für Spielerberater geschuldet sind, die insbesondere die europäische Clubvereinigung im Rahmen von Financial Fair Play eingrenzen will. Ein Problem, das auch DFL-Präsident Reinhard Rauball kennt und mit Zahlen belegen kann. So seien allein in der Bundesliga-Saison 2008/09 bei Spielertransfers 58 Millionen Euro an Berater geflossen - rund ein Drittel der 171 Millionen Euro, die bei den 36 Clubs des Liga-Verbandes in dieser Spielzeit insgesamt an Ablösesummen gezahlt wurden.
Quelle und kompletter Text: http://www.spiegel.de/sport/fussball/0, ... 57,00.html