Der FCK und seine Fans, ein vielfältiges Thema oder besser ein ganzes Bündel von Themen, das immer wieder uns, die wir uns als Fans bezeichnen, betrifft, aber immer so gerade haarscharf an uns vorbeigeht.
Genauso wage wie das Thema Fan zu sein scheint, ist auch diese Mitteilung des FCK, Genaues weis man noch nicht, es soll was vorgestellt werden, aber schon gibt Einige, die anfangen über Einzelheiten zu diskutieren, als auch andere, die es wieder gut, andere schlecht finden, aber über was, ist noch nicht bekannt oder es ist eigentlich auch scheissegal.
Nochmal von vorn! Bisher gibt es einen sogenannten Fanbeirat, der in Regionen gegliedert ist, in denen sich Fanclubs organisieren. Offizielle Fanclubs werden durch den Verein anerkannt. Die Vertreter der in den Regionen organisierten Fanclubs wählen einen Fanbeirat und der hat dann eine gewisse Vertretungsfunktion.
Demokratisch ist das ganze nur scheinbar, sondern es funktioniert wie im demokratischen Zentralismus. Nur wenige sind in offiziellen Fanclubs organisiert und die Wahl ist nur wenig transparent. Frage: Kennt ihr Alfred Wünschel?
Der Fanbeirat hat sich in der Vergangenheit auch weniger um die Masse der Fans gekümmert, sondern war in den letzten Jahren (mehr als 10) eher der Vertreter der Schnittchenfraktion im Vorstandsumfeld auf der Nordtribüne. Unrühmlicher Kulminationspunkt war wohl auch die Wahlempfehlung auf offiziellem Briefpapier einiger Fanbeiräte zur Wahl des Aufsichtsrates, in der einer Buchholtzlinie gefolgt wurde.
Daher ist die Initiative des Vereins sicher gut zu verstehen, denn die Fanbeauftragten haben in den Fanbeiräten eigentlich keine Ansprechpartner für die aktuellen Themen (siehe Gewaltbereitschaft, Pyrodiskussion, Polizei- und Ordnerwillkür, Stadionverbote, aber auch Stimmung der Kurve, Lieder, Mikrofonanlage....)
Ich will kein Öl ins Feuer gießen, aber das Thema, obwohl es
das Thema sein sollte, denn es geht um die Fans und ihre Probleme, Wünsche und Anliegen, interessiert eigentlich nicht, das zeigt die Anzahl der Posts hier und die Anzahl der Teilnehmer an den Treffen, die zudem fast konspirativ kommuniziert werden.
Es geht hier auch um die Frage der Definition, wer ist Fan und inwieweit muss ich organisiert sein, um überhaupt diesen Status zu erreichen. Vereinsmitglied, Fanclubmitglied, Mitglied in einer Gruppierung, Dauerkarteninhaber, Westkurvensteher, Tragen von Symbolen und Farben, oder reicht auch ein Autoaufkleber oder ein öffentliches Bekenntnis zum Recht der demokratischen Teilhabe.
Neben dem Wer geht es auch um das Was und Wie, d.h. um den Umfang der Teilhabe am Leben des FCK. Dann sind wir aber ganz schnell in einer Satzungsdiskussion und hier ist das Ganze wohl auch aufzuhängen.
Eigentlich hätten die unabhängigen Supporter diese Diskussion schon lange führen müssen, denn neben den Wünschel's, die ja unsere Wünsche vertreten, gibt es ja auch noch die Jungs von der GL, der FY, der BH (Black Hoodies) und anderer Gruppen, die im Namen der Fans sprechen, aber nicht immer für uns. ...und interessiert es uns wirklich?
Solange wir darüber diskutieren, ob vor oder nach Koblenz oder doch besser erst Anfang Mai das Bier oder der Sekt für die Aufstiegsfeier geordert werden soll, haben wir wirklich wichtigere Probleme, als ob uns jemand vertritt, der uns nicht gefragt hat, ob er uns vertreten soll und ob wir wirklich vertreten werden wollen.
