Togo gerät in Maschinengewehrfeuer - Sagt Togo ab? Zwischenfall fordert einen Toten
Schock für die togolesische Nationalmannschaft. Zwei Tage vor Beginn des Afrika-Cups (10. bis 31. Januar) geriet das Team in einen schwerwiegenden Zwischenfall. (...)
"Wir hatten gerade die Grenze überquert, nachdem wir die Formalitäten hinter uns gebracht haben. Alles war gut, wir waren von Polizei umringt. Dann brach Maschinengewehrfeuer aus", erklärte der 30-jährige Angreifer vom FC Nantes. "Wir wurden mit automatischen Waffen wie Hunde beschossen und haben uns 20 Minuten lang unter unseren Sitzen versteckt gehalten", fügte er hinzu. (...)
Zuletzt geändert von Thomas am 08.01.2010, 23:14, insgesamt 1-mal geändert.
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Leverkusen - Bei dem Angriff auf den Bus der Fußball- Nationalmannschaft Togos ist Assimou Touré von Bayer 04 Leverkusen unversehrt geblieben. Das teilte der Bundesligist mit. Die Leverkusener Profis hatten gestern Abend am Rande des Testspiels beim niederländischen Erstligisten Twente Enschede von dem Anschlag erfahren. Auf der Fahrt nach Angola, wo morgen der Afrika Cup starten soll, wurden Spieler, Trainer und Mannschaftsbetreuer beschossen. Der Busfahrer starb, neun weitere Insassen wurden verletzt.
(dpa)
So etwas kenne ich eigentlich nur von Südafrika...
Weil Depressionen echt scheiße sind, schau Dir das Video an. (Quelle: br.de) Kümmert Euch um Eure Freunde!
Nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus von Togos Nationalmannschaft hat das Organisationskomitee des Afrika-Cups Vorwürfe gegen Togos Delegation erhoben.
scheiss fc köln hat geschrieben:@ Thomas
Beitrag gelöscht - zu sarkastisch?
Jep. Ich denke, wenn Menschen sterben oder schwer verletzt werden, ist Sarkasmus in Bezug auf die Opfer erstmal fehl am Platz?!
Back to topic: Das die Organisatoren das den Togolesen jetzt nach dem Motto "Selbst schuld" in die Schuhe schieben wollen, ist schon irgendwie krass. Immerhin sollte ja nicht nur für die Sicherheit der Mannschaften, sondern auch der Fans und aller anderen Beteiligten gesorgt werden. Eigentlich müsste sogar über die Absage des ganzen Afrika Cups nachgedacht werden, aber da steht dann möglicherweise wieder die Kohle an erster Stelle.
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)
Thomas hat geschrieben:...aber da steht dann möglicherweise wieder die Kohle an erster Stelle.
Und genau ist der Afrika-Cup so afrikanisch wie er nur sein kann. Finanzielle Interessen zählen mehr als jedes Menschenleben, erst recht, wenn es eh schon ausgelöscht wurde. Ein Spiegelbild des gesamten Kontinents. Erschreckend und erschütternd...
Und die Vergabe des Turniers an einen Verband, in ein politisch instabiles Land wie Angola ist ebenfalls blanker Hohn. Aber der Weltverband macht es ja vor und vergibt die WM in ein Land, in dem nicht nur das Klima einer WM im "Sommer 2010" nicht gerecht wird.
When you're feeling too close to the bottom. You know who it is you can count on. Someone will pick you up again!
Der Afrika-Cup soll ungeachtet der Terroranschläge trotzdem stattfinden, das verkündete die afrikanische Fußball-Konföderation CAF. Allerdings wird Togo allem Anschein nach nicht daran teilnehmen. "Kein Spieler ist bereit, bei diesem Cup anzutreten", sagte etwa Togos Torwart Kossi Agassa, der beim FC Istres in Frankreich spielt, am Samstag im Radio France-Info. Nach wie vor gibt es über die Zahl der Toten widersprüchliche Angaben.
"Wir sind gekommen, um ein Fußball-Fest zu feiern, aber jetzt ist es, als würde man in den Krieg ziehen", sagte Agassa. Verschiedene Medien berichten bereits, dass der Rückzug Togos von dem Turnier schon beschlossene Sache sei.
Natürlich findet der Cup statt. Der Ball/Rubel muss rollen, die fussballerische Kommerz... ich mein Missionierung Afrikas muss vorangetrieben werden! Der einzige Kontinent der noch nicht richtig als Geldquelle für die FIFA sprudelt wird in solch düsteren Zeiten nicht im Stich gelassen, niemals! Wartet mal ab, Togo verkommt noch zur Randnotiz, dafür wird die WM Berichterstattung schon sorgen. Immerhin sind wir im Sommer wieder im Märchenwunderland.
Luanda (dpa) - Togo wird nicht beim Afrika Cup antreten. Einen Tag nach dem blutigen Anschlag auf den Mannschaftsbus erklärte der togoische Regierungssprecher Pascal Bodjona, dass die Regierung beschlossen hat, die Fußball-Nationalmannschaft zurückzurufen. Unter diesen Umständen könnte man nicht am Wettbewerb teilnehmen. Die Spieler stünden unter Schock, sagte er in einem Statement. Der Tourbus der Mannschaft war gestern von Rebellen angegriffen worden. Bestätigt wurden bislang zwei Tote.
Es ist erschütternd, wie selbstverständlich eine Absage des Afrika-Cups ausgeschlossen wird. Der Sport verfällt in sein altes Verhaltensmuster: The games must go on.
Es ist erschütternd, wie selbstverständlich eine Absage des Afrika-Cups ausgeschlossen wird. Der Sport verfällt in sein altes Verhaltensmuster: The games must go on.
Was anderes habe ich nicht erwartet und auch nichts anderes gehofft!
Nein mir gehts dabei nicht um Fußball, mir ist der Afrikacup absolut egal!
Die Zivilisation darf sich nicht von Terroristen, Rebellen oder wie sie sich immer nennen, diktieren lassen was passiert, wenn es einmal soweit kommt haben sie gewonnen.
Betze8.1west hat geschrieben:
Was anderes habe ich nicht erwartet und auch nichts anderes gehofft!
Nein mir gehts dabei nicht um Fußball, mir ist der Afrikacup absolut egal!
Die Zivilisation darf sich nicht von Terroristen, Rebellen oder wie sie sich immer nennen, diktieren lassen was passiert, wenn es einmal soweit kommt haben sie gewonnen.
Keine Macht dem Terror!
Unfug. Hier geht es doch nicht um "Keine Macht dem Terror" oder die Verteidigung zivilisatorischer Werte. Gerade letzteres liest sich hier wie blanker Hohn. Ich hoffe es ist Desinteresse deinerseits, was diese Worte geschrieben hat. Denn diese Menschen kämpfen um die ihnen mit Waffengewalt vom Staat Angola genommene Freiheit. Die Wahl der Mittel mag uns ach so kultivierten Europäern brutal erscheinen, aber Afrika ist anders und kaum jemand kann diesen Kontinent aus unserem Blickwinkel wirklich verstehen.
Aber darum geht es nicht. Der Wettbewerb wird durchgezogen, weil es der Verband so will. Ob aus finanziellen Interessen oder weil aus der Schweiz ein Anruf kam, dass man ansonsten die WM gefährdet sehe und gefälligst unter allen Umständen gespielt werden müsse. Scheißegal. Mir geht nur gerade "Ah, I love the smell of napalm in the morning." im Kopf herum. Genau so kommt mir das vor. Wellenreiten unter Vietcong-Beschuß...
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Aber warum sollte der Africa-Cup abgesagt werden? Sicherlich stehen für das "Weitermachen" erstmal fragwürdige Gründe. Aber ist eine Absage wirklich die einzige Alternative?
Btw; die olympischen Spiele von München 1972 wurden auch fortgesetzt.
Trotz des tödlichen Angriffs auf ihren Mannschaftsbus will das Fußballteam von Togo nun doch beim Afrika-Cup antreten. In einer gemeinsamen Sitzung beschlossen die Nationalspieler, der Forderung der togoischen Regierung nach einem Rückzug nicht nachzugeben.
Nach dem Anschlag auf Togos Nationalteam ist weiterhin unklar, ob die Mannschaft dem Turnier erhalten bleibt oder nicht. Der Terrorakt wirft ein schlechtes Licht auf den Afrika-Cup insgesamt. Sogar das Image der WM in Südafrika hat dicke Kratzer bekommen. sportschau.de berichtet aus Luanda.
Als Danny Jordaan kommt, sind keine Schnittchen mehr da. Der Organisationschef der kommenden Fußball-WM in Südafrika war eigentlich nur nach Luanda gereist, um den Honoratioren des Afrikanischen Fußballverbandes (CAF) am Eröffnungstag des 27. Afrika-Cups seine Aufwartung zu machen. Doch bevor Jordaan bis zum Büfett vorgedrungen war, hatten sich ihm im Foyer des Talatona Conventions Hotel gleich ein Dutzend Reporter in den Weg gestellt. Anders als ein Großteil der CAF-Führungsetage, die sich in den Stunden und Tagen nach dem Terrorakt gegen die togoische Delegation ganz tief in den Talatona-Konferenzräumen eingeschlossen hatte, stellte sich Jordaan den Fragen der Weltöffentlichkeit.
Deutsche Nationalspieler fürchten um Sicherheit bei WM
Adler, Rolfes und Schweinsteiger kommen ins Grübeln: Nach dem tödlichen Terroranschlag auf den Bus der togoischen Fußball-Nationalmannschaft vor dem Afrika-Cup in Angola fürchten deutsche Nationalspieler um die Sicherheit bei der WM in Südafrika. Die Sorge gilt vor allem den Angehörigen. ...
Zuletzt geändert von Thomas am 10.01.2010, 14:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Peter Gedöns hat geschrieben:
Unfug. Hier geht es doch nicht um "Keine Macht dem Terror" oder die Verteidigung zivilisatorischer Werte.
Jeder hat seine Meinung.
Wenn die erste große Veranstaltung wegen solchen Aktionen abgesagt wird brauchste keine mehr anzusetzen denn dann würden viele Organisationen (egal welche Motive sie haben) versuchen auf diese Art und Weise sich Gehör und Bestätigung verschaffen. Die erste Absage wäre also die best mögliche Motivation es den Verursachern gleich zu tun!
Mir sind die Motive dieser Organisation so ziemlich egal und ich bin auch kein Afrikakenner, aber egal um was es geht, die Nationalmannschaft von Togo hatte sicherlich mit deren Probleme nix zu tun. So ein Anschlag im Prinzip, mit deinem angesprochenen Freiheitskampf, zu verteidigen (was du ja indirekt getan hast) ist schon ziemlich beschämend.
Denk mal über deine Worte nach, denn den wahren Unfug hast du geschrieben.
Was eher zu denken geben sollte ist die die Ansetzung des Cups in diesem Land, den Schuh müssen sich die Verantwortlichen anziehen.
Die Frage ist nicht, ob das Turnier weiterlaufen soll oder nicht (das ist entschieden) - "The Show must go on"- sondern warum das Turnier in Angola veranstaltet werden musste (?) und warum dann auch noch in der Provinz Cabinda.
Angola ist eines der unsichersten Länder Schwarz Afrikas, aber mit seinem Ölboom auch eine der am stärksten wachsenden Volkswirtschaften Afrika's und trotzdem einer der ärmsten Staaten. Angola ist politisch nach Kolonial- und Bürgerkrieg einer "Elite" zur Ausbeutung freigegeben. Gold-Rush und Abzocke, wie wir sie aus den Ostländern nach dem Zusammenbruch der Perestroika kennen.
Cabinda war eigentlich eine selbständige Provinz und wurde während des Übergangs aus der Kolonialverwaltung besetzt. Die Provinz hatte historisch schon eine länger bestehende, gewachsene Verwaltung und eine einheitliche Bevölkerung. Heute wird sie von der Luanda-Elite wegen des Öls vor der Küste im Staatsverband gehalten. Der Machtanspruch sollte auch durch den Spielort Cabinda international ausgedrückt werden.
Nur die Provinzhauptstadt ist sicheres Gebiet, deshalb sollte die Mannschaft fliegen, Togo konnte sich das nicht leisten, daher der Bus.
Das der Afrikanische Verband, eine Versammlung der korruptesten Lächler Afrikas, neben dem olympischen Kommitee, dieses Event dort abhält wundert nicht, das Blatter vor dieser Mafia mit Druck auch des größten internationalen Partner Angolas, China, einknickt, auch nicht.
Wir jedoch sollten die Parolen vom internationalen Terrorismus und den "freiheitlichen" Werten des Sports nicht auch noch aufgreifen.
Fußball in Afrika mit Nationalmannschaften ist sehr schmutzige Politik und Big Business und hat nichts mit Sport zutun.
Togoische Regierung besteht auf Rückkehr des Teams
Die togoische Regierung besteht nach dem Anschlag auf ihre Nationalmannschaft darauf, dass sich das Team vom Afrika-Cup in Angola zurückzieht. Ministerpräsident Gilbert Houngbo betonte in der Hauptstadt Lomé: "Die Entscheidung der Regierung ist unabänderlich. Die Mannschaft muss heute zurückkehren." Es wäre unverantwortlich, wenn die Regierung dem Verbleib ihrer Spieler in Angola zustimmen würde. Die Spieler hatten in der Nacht zum Sonntag beschlossen, dass sie "nicht wie Feiglinge" fliehen wollen und trotz der Aufforderung der Regierung, aus Angola abzureisen, beim Afrika-Cup spielen wollen. Damit droht nun ein Bruch mit der Regierung. Houngbo sagte, wenn sich bei der Eröffnung des Afrika-Cups eine Mannschaft oder auch einzelne Spieler unter der Flagge Togos aufstellten, sei das eine "falsche Mannschaft".
Betze8.1west hat geschrieben:
Denk mal über deine Worte nach, denn den wahren Unfug hast du geschrieben.
Nein. Denn ich habe - ohne jetzt oberlehrerhaft klingen zu wollen - halt Ahnung über den schwarzen Kontinent. Und Du scheinbar nicht. Deshalb verfällst Du in die Allgemeinplätze vom "Keine Macht dem Terror", die sich vom warmen Wohnzimmersofa im winterlichen Deutschland so einfach schreiben lassen. Dann doch lieber "Keine Macht korrupten Regimes". Aber dann dürfte man kein Turnier mehr in Afrika veranstalten. Und das wäre ja zu kompliziert.
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Der Anschlag auf Togos Fußballteam verstärkt Bedenken über die Sicherheit von Sportlern in Afrika - vor allem während der Weltmeisterschaft in Südafrika. Präsident Zuma wehrt sich gegen die Vorbehalte. Auch der Deutsche Fußball-Bund hält die Situation vor Ort für stabil.
Sehr richtig Mac, hier geht es nicht um irgendwelchen Terrorismus, vor dem eine zivilisierte Welt einknickt (oder eben nicht).
Zu diesem Vorfall empfielt es sich, in der Geschichte Angolas zu lesen und zu verstehen, was die Kolonialzeit und ihre Folgen angrichtet haben. Afrika ist ein Flickenteppich, der aus der Kolonialzeit herrührt - willkürlich zusammengesetzte Staatsgebiete - ohne Rücksicht auf Stammeszugehörigkeit, Animositäten, Religionen, Traditionen...
Es gibt an diesem "Anschlag" sicher nichts gutzureden, aber was den Leuten da angetan wurde (historisch und heute), das erklärt so einiges. Ob es nun richtig war, gerade eine Fußballnationalmannschaft anzugreifen, ist sehr zweifelhaft. Aber: der Fußball wird übergroß verkauft von Leuten wie Blatter und Co. - der Fußball wird damit eben auch zu einer übergroßen Zielscheibe.
Die Veranstalter nun dafür zu kritisieren, den Cup weiter auszuspielen, ist definitiv zu kurz gedacht. Man kann sicher fragen, ob eine Ausrichtung in Angola Sinn macht. Mehr sollte man aber hinterfragen, warum sich Angolas "Veranstalter" dazu hinreißen ließen, in Cabinda unbedingt ihr Anspruchsdenken mit dem Einrichten einer Spielstätte zu untermauern.
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Den Afrika-Cup halte ich ansonsten für eine eigentlich tolle Veranstaltung. Warum man ihm nicht die gleiche Aufmerksamkeit zuteil werden lässt wie beispielsweise einer EM, weiß ich nicht. Der Austragungszeitraum ist ungünstig, weil in den weltweiten Fußballligen normale Ligarundenspiele ZEITGLEICH stattfinden. Das ist bescheuert und wertet den Cup extrem ab!
Nur im Pälzer Bode hänn moi Haxe richdich Halt! unzerstörbar - NUR der F C K
Die Nationalmannschaft Togos ist nach ihrer Rückkehr in die Heimat offiziell vom Afrika-Cup disqualifiziert worden. Das teilte der Afrikanische Fußball-Verband (CAF) am Montag mit. Das togoische Team war am Sonntag zwei Tage nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus mit drei Toten und mehreren Verletzten aus Angola abgereist. «Die Mannschaft ist disqualifiziert. Diese Gruppe wird aus drei Teams bestehen», sagte ein CAF-Sprecher der Nachrichtenagentur AP. Togo sollte am Montagabend gegen Ghana antreten. Neben dem deutschen WM-Vorrundengegner stehen nun noch die Elfenbeinküste und Burkina Faso in der Gruppe B des Afrika-Cups.