FCK58 hat geschrieben:
Das bedeutet nichts anderes als das der Verein 30 Jahre lang 4,1% Zinsen zu zahlen hat. Zusätzlich bildet die Stadiongesellschaft eine Tilgungsrücklage, die wohl wiederum bei Dresdner, Kleinworth angelegt, ist. Ich schätze mal, daß die Rücklage 1,5 - 2 % p.A. betragen wird. Selbstverständklich ist die Rücklage auch vom FCK zu tragen. Das bedeutet, daß wir die Zinsen und die Tilgung zu zahlen haben aber nicht Eigentümer werden können, Anstelle eines Annuitätendarlehens oder eines Mietkaufvertrages hat man eine Lösung gewählt die für uns am teuersten ist und anderen die höchsten Renditen bringt ( einschließlich Provisionen). Selbstverständlich ist das Geschäft absolut risikofrei für die Geldgeber. Sie haben ja eine Landesbürgschaft.
Mannomann und wir reißen uns täglich den Arsch auf, um unsere paar Kröten zu verdienen

Es ist nicht ganz richtig was du schreibst.
Immobilienkredite ohne Tilgung sind durchaus üblich, wenn man denkt auf dem Kapitalmarkt eine höhere Rendite zu bekommen, als der Zinssatz für den Kredit. Der Verzicht auf Tilgung bedeutet für den FCK, der ja die Kreditraten mit seiner Miete bedienen muss, eine gewisse Entlastung. Sollte der FCK eine höhere Miete zahlen müssen (können), als nur die reinen Zinsen, in der 1.Bundesliga oder im internationalen Geschäft, dann kann dieser Betrag für die zukünftige Tilgung herangezogen werden.
4,1% auf 30 Jahre ist durchaus marktüblich und für Firmen günstig. Da die Stadt jedoch bürgt, hätte sie aber auch andere günstigere Möglichkeiten gehabt. Dies scheiterte aber daran, das die Stadt selbst keine Schulden mehr machen darf und daher hat man es in einen Schattenhaushalt, Stadion GmbH, geschoben.
Skandal ist die Höhe des Kredites. 70 Millionen für ein Stadion incl. Grundstück, das nur teilumbebaut wurde, das ist enorm.
In Gladbach hat die Arena 86,9 Millionen Euro gekostet, als Neubau auf der Grünen Wiese, incl. Erschließung und Trainings- und Verwaltungskomplex.
Skandal ist auch der Vertrag, das der FCK die Finanzierung für ein Stadion alleine übernehmen muss, ebenso den Unterhalt, das er in dieser Größe und Ausstattung garnicht braucht. Das Stadion wurde für die WM gebaut, von Stadt und Land gewünscht, aber der Verein muss zahlen.
Zurück zur Steuernachzahlung. Drohverlustrückstellungen sind handelsrechtlich sicherlich sinnvoll, jeder Steuerberater weis aber, das das Finanzamt diese meist nicht anerkennt. Leider hat sich in den letzten Jahren die Steuerbilanz und die handelsrechtliche Bilanz immer mehr auseinanderentwickelt, nicht zuletzt durch den Anspruch des Staates mehr Geld zu ziehen. Daher ist die Prüfung durch Wirtschaftsprüfer und Staatsanwälte anders zu bewerten als die durch das Finanzamt. Jedoch sind derartige Drohverluste immer nur eine Periodenverschiebung. Daher glaube ich, sollte es wirklich so sein, dann ist die schnelle Prüfung der Jahre 2003 bis 2006 sicher angebracht, da dann die Gewinnschmälerung der Vorperiode mit der Auflösung der Rückstellung sich wieder ausgleicht.
Ich glaube, die Finanzamtsgeschichte wird benutzt, und dies ohne Wertung, um die Mitglieder auf die schwierige Finanzsituation vorzubereiten. Diese hat SK nicht verursacht, aber er und Ohlinger haben erklärt, sie hätten sie im Griff. Dies ist leider nicht so, da Ausgaben und Einnahmen einfach nicht zur Deckung zu bringen sind. Auch wenn der Namensverkauf abgelehnt wird, auch wenn 50+1 als heilige Kuh dargestellt wird, den Mitgliedern wird schließlich und endlich nichts anderes übrig bleiben, als sich in den Lauf der Dinge, die Ausgiederung, zu ergeben.
Vielleicht ist dies von Stefan Kuntz nicht gewollt, aber er hat auch nichts dagegen, wenn er Vorstand der FCK Fußball AG,KG,GmbH sein wird.