Rheinteufel2222 hat geschrieben:Betze-Hermann hat geschrieben:Das ist keine spinnerei von mir sondern einfach nur, daß ich vertrauen in SK habe. Er muß sich doch irgendwas dabei gedacht haben MS zu entlassen.
Ich kann dir sagen, was er sich gedacht hat.
"Der kleine, dicke Jugoslawe gibt Widerworte und macht nicht alles, was ich sage. Für so etwas gibt es im FCK keinen Platz mehr. Der Chef bin jetzt ich. Weg mit ihm!" Im Presserklärungs-Deutsch heisst das dann: "Wir hatten unterschiedliche Philosophien."
1.
Damit hat Kuntz sich und einigen anderen im Verein, unter anderem den Spielern, das Leben sicher leichter gemacht. Dem sportlichen Erfolg hat er damit nicht gedient. Wir hatten unter Sasic vor dem Rostock-Spiel sechs Spiele lang nicht mehr verloren, davon vier gewonnen. In dem Jahr, in dem Sasic hier gearbeitet hat, haben wir nur ein einziges mal mehr als einmal hintereinander verloren. Das waren Ende Februar/Anfang März die drei Spiele gegen Pauli, Fürth und FSV Frankfurt. Zum Vergleich: Alois Schwartz hat es mit dem gleichen Spielermaterial in nur vier Spielen geschafft, eine Niederlagenserie von drei Spielen hinzulegen, und das auch noch gegen Gegner für die es nur noch um einen feuchten Händedruck ging.
Hätten wir die letzten drei Spiele gewonnen, wären wir jetzt auf dem Relegationsplatz. Es ist natürlich Spekulation, ob das mit Sasic geklappt hätte. Ziemlich sicher ist aber, dass Sasic den Jungs soviel Druck gemacht hätte, dass sie zumindest alles dafür getan hätten, um die Spiele zu gewinnen. Solche gelangweilten Auftritte wie gegen Aachen oder die ersten 60 Minuten gegen Duisburg hätten sie nicht gewagt. Oder wenn doch, hätten sie es zu spüren bekommen.
Es ist schon ziemlich sensationell, dass wir dieses Jahr überhaupt die Chance hatten aufzusteigen. Der Verdienst dafür gebührt zum Teil Stefan Kuntz, der Ruhe ins Umfeld gebracht hat und ein paar brauchbare Leute verpflichtet hat. Zu einem noch größeren Teil gehört der Verdienst aber Milan Sasic und der Leidenschaft und dem echten Herzblut, dass er hier eingebracht hat. So einen Trainer kann man einfach nicht vier Tage vor Schluss entlassen. Er hätte die Chance bis zum Schluss verdient. Hätten wir auch unter Sasic den Aufstieg nicht gepackt, hätte man jetzt nach dem letzten Spieltag einen sauberen Schlussstrich ziehen können. Hätte Sasic den Aufstieg gepackt, hätte man ihn in der Tat nicht entlassen können und vielleicht war es wirklich genau das, wovor Stefan Kuntz Angst hatte. Aber im Falle des Aufstiegs hätte Sasic dann auch verdient gehabt, mit dem FCK in die Bundesliga zu gehen. Und wer weiß, was er da bewegt hätte. Dass er Abstiegskampf kann, hat er ja eindrucksvoll bewiesen.
Stefan Kuntz hat sich heute in einem Interview (das ich selber allerdings nicht gehört habe) angeblich über Fans beschwert, die ihn oder die aktuelle Situation beim FCK kritisieren.
Genau das ist das Problem mit Kuntz: er verträgt keine anderen Meinungen, egal wie berechtigt diese sind. Das war sein Problem mit Sasic; das war das Problem, warum Kuntz in Bochum hingeworfen hat und das ist offenbar auch Stefans Problem mit denjenigen Fans, die ihm nicht bedingungslos huldigen. Er hat sich von Buchholz nur unter der Bedingung zum FCK (mit der Aussicht 3.Liga) lotsen lassen, weil ihm hier absolute Machtfülle versprochen wurde.
2.
Kuntz ist vom Typ und seinen Qualifikationen kein Vereinsfunktionär, sondern eher ein guter Sportdirektor/Manager. Aber als solcher muss er normalerweise Entscheidungen teilen und Kompromisse machen.
Das kann und will er nicht. Deswegen hat ihn die Aufgabe beim FCK so gereizt: der treue Ohlinger macht die Finanzen und beim gesamten Rest darf er nach eigenem Geschmack schalten und walten. Das ist das tolle am FCK. Wer soll ihm hier schon in die Parade fahren? Der Verein lag ja so sehr am Boden, dass weit und breit niemand in Sicht ist, der es wagen könnte, irgendetwas gegen den Messias Stefan Kuntz zu sagen.
3.
Der FCK und wir als FCK-Fans haben auch in der Tat allen Grund Stefan Kuntz dafür dankbar zu sein, dass er damals gekommen ist. Das hat uns damals vielleicht gerettet.
Aber trotzdem dürfen wir nie vergessen, dass es der FCK ist, der über allem steht, auch über Stefan Kuntz - nicht umgekehrt. Milan Sasic hat das nicht vergessen. Und deswegen sitzt seit Augsburg auf einmal Alois Schwartz auf der Bank.
4.
1. Völliger Unsinn! Anscheinend hast Du nicht alles aufgearbeitet was passiert ist! Es ging nicht um Rechthaberei, sondern um das Gefüge MANNSCHAFT und DAS hat unter Sasic nicht mehr funktioniert!
2. SK braucht keine HULDIGUNGEN, sondern es müssen auch unangenehme Entscheidungen getroffen werden, um den 3-5 Jahresplan umsetzen zu können! Er hat erkannt, das Milan nicht der richtige ist, um dieses umsetzen zu können. Zu starrköpfig und dem Mannschaftsgeist zu fern! Nur ein wirklicher Leader kann sich durchsetzen, auch wenn die dagegen sind, die dann schreien HURRA er hats geschafft!
3. Wer ihm in die Parade fahren soll? Da sind immer noch genug JA Sager oben aufm Berg, die SK bestimmt nicht mögen und ihren Klüngel nach wie vor ausleben wollen! NUR er stemmt sich dagegen und will seine wohlweißlich ausgeklügelten Philosophien ausleben...zum Wohle des Vereins. Und deshalb kann nicht ALLES in EINER Saison passieren, das hat er auch gesagt. Sicher ist auch bei ihm in seiner Position immer noch ein Lerneffekt dabei, aber glaub mir, er WIRD uns nach oben bringen, nur mach das mal so schnell OHNE Geld!
4. Ja klar.....der Milan wusste, dass NUR der FCK zählt.... und der Stefan nicht... Der Stefan ist sich sicher dessen bewusst, WAS wichtig ist für den FCK und das sind nunmal auch unangenehme Entscheidungen! Wer immer nur den Moment sieht und nicht nach vorne schaut, DER wird scheitern....so...danke!
