betze-weck hat geschrieben:Mir bereitet dieser neuerliche Antrag auf Mietminderung einfach nur noch Bauchschmerzen. Wie will man dies, gerade nach unseren Transferaktivitäten in den letzten Monaten, dem Steuerzahler eigentlich noch erklären? Gerade unter dem Aspekt, dass die Minderung auch im Falle eines etwaigen Aufstiegs erfolgen soll......
Ich erkläre dem Steuerzahler unsere Transferaktivitäten folgendermaßen:
1.) Verein und Stadt bilden notgedrungen eine Schicksalsgemeinschaft. Beide Akteure sind durch den Wahnsinnsvertrag ( Stadion ) unwiderruflich aneinandergekettet. Niemand kann einen Schritt ohne den Anderen machen. Wenn der FCK Insolvenz anmeldet, dann muß die Stadt allein die Lasten in voller Höhe tragen, was sie ebenfalls nicht könnte.
2.) Der FCK wird die Stadionmiete in der 2.Liga nicht mehr aufbringen können. Der FCK muß über kurz oder lang aufsteigen, um die Stadionmiete in voller Höhe wieder selbst stemmen zu können.
3.) Um dieses Ziel zu erreichen muß der Kader qualitativ verbessert werden, auch später in der 1.Liga, denn der Aufstieg muß nachhaltig sein. Wir müssen uns dauerhaft in der Bundesliga etablieren, ansonsten geht das Spiel wieder von vorne los.
4.) Die Stadt hat sich im vergangenen Frühjahr für diesen Weg entschieden und kann nun nicht mehr zurück, denn es macht keinen Sinn, den Verein auf halbem Wege verhungern zu lassen. Sie muß die nötigen Schritte nun mitvollziehen, wenn der Weg erfolgreich zum Ziel führen soll. Die Stadt war sich der Konsequenzen sicherlich bewußt, als sie sich für den FCK entschieden hat. Alles andere macht auch keinen Sinn. Wenn sie ihn hätte sterben lassen wollen, dann wäre das vergangene Frühjahr der richtige Zeitpunkt gewesen. Der Patient war klinisch tot, man hätte leicht einen Schlußstrich ziehen können. Nicht wenige außerhalb der Fangemeinde hätten vermutlich Verständnis dafür gezeigt.
Aber man hat sich eingedenkk der Tatsache, dass man das Problem nur gemeinsam lösen kann, für einen Neuanfang entschieden. Und nun, nachdem auf den Ruinen langsam aber sicher blühende Landschaften entstehen, kann man nicht einfach aufhören. Man muß das Feld weiter bestellen, wenn man die volle Ernte einfahren möchte.
5.) Daher sind die Transferaktivitäten und der Antrag auf ein weiteres Jahr mit geminderter Miete kein Gegensatz, der Bauchschmerzen verursachen könnte, sondern es sind zwingend notwendige Komplimentärmaßnahmen. Wer A sagt, der muß auch B sagen und darf nicht auf halbem wege stehen bleiben.