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20. Spieltag: FCK-SVE | Samstag, 20:30 Uhr: Flutlicht und volle Hütte gegen Elversberg

Alles rund um die Spiele des 1. FC Kaiserslautern.
Otti Feldhagel
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Beitrag von Otti Feldhagel »

@ Thomas
Ich kann Dir in allen Passagen folgen.
Wenn aber außer "Thomas liebt den Betze", "er lebt den Verein", "er ist einer von uns" und "er ist total sympathisch" kaum Argumente mit Substanz kommen, dann provoziert das eben auch genau das was Du monierst: Kontra und Unverständnis.
Ich habe hier übrigens kaum Rufe nach einem Trainerwechsel wahrgenommen. Der Wunsch nach mehr Flexibilität und Weiterentwicklung kann jedoch in einem Diskussionsforum nicht tabuisiert werden, nur weil alle den aktuellen Lokalkolorit abfeiern.
Im Übrigen habe nicht nur ich hier in den letzten Wochen Fortschritte in unserem Spiel wahrgenommen und anerkannt. Und wer das nicht tut, hat ja vielleicht tatsächlich sachliche Gründe abseits persönlicher Aversion gegenüber TL vorzuweisen.
FCK-Augustin
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Beitrag von FCK-Augustin »

Miggeblädsch hat geschrieben: 02.02.2026, 10:25

Prima, dann kann ich mir jegliche Kritik sparen, ist besser für meine Nerven und bestimmt läuft beim FCK dann alles rund. :teufel2:
@Migge
Auch Deine Gesundheit liegt mir am Herzen!
… so ist das eben beim und mit unserem FCK - aber wem sag ich das!
Darf ich Dir zwei meiner Motti zwecks Gesunderhaltung mit auf den weiteren FCK-Weg geben?
1. „Einfach“ kann Jeder.
2. „Abgerechnet“ wird am Schluss. Ganz am Schluss! :wink:

Die in Köln über viele Jahr gelernten 11 §§ des Kölschen Grundgesetzes können das alles noch schön abrunden …, da möchte ich keinen hervorheben.
Aber § 10 nimmst Du Dir bald hoffentlich besonders zu Herzen! :lol: :prost:

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Oktober1973
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Beitrag von Oktober1973 »

Ich kann mich nicht erinnern, dass es solch ein loop über meine "Lieblingsschreiber" in der Form jemals geben könnte. Migge, Ken, ExilDeiwl, MRG, etc geben könnte, denen ich mich im Besonderen gedanklich verbunden sehe. Dies hat aber nichts damit zu tun, dass man auch anderer Meinung sein könnte. Fakt ist, dass T. Lieberknecht mittlerweile tatsächlich polarisiert; und das hört man auch in den Diskussionen auf der Tribüne. Das aber Jemand Pfälzer ist, Herzblut hat, etc kann ja nicht wirklich das Haupt Qualitätsmerkmal eines Trainers, der mehrere hundert Tausend Euro verdient in einem Milionengeschäft, sein.
Fakt ist, dass DBB teilweise zu einem Facebook Abklatsch verkommt, in dem es hin und her und kreuz und quer mit unfassbarem Beißreflex abgeht. Es gibt so viele Schreiber, die mit Hilfe aller möglichen Daten und den tollen Analysen von @ Kohlmeyer, echt in die Tiefe gehen, was natürlich einiges an Diskussionsgrundlage bietet.
Fakt ist aber auch, dass wir viele Trainer in kurzer Zeit verschlissen haben, die Alle von TH und Team ( vielleicht auch von den Investoren ) verpflichtet wurden.
Diese Entlassungsquote gibt mir eher zu denken. In der freien Wirtschaft, Ergebnissport Fussball hin oder her; hätte der entsprechende HR Verantwortliche sicher ein Problem.
Auch die Performance der Spieler muss im entsprechenden Rahmen auch kritisiert werden dürfen.
Gerade das Pokalspiel, was ich in Berlin live gesehen habe, hat mir sehr zu denken gegeben und mich vor Ort tatsächlich mitgenommen.
Ich schenke die Saison noch nicht ab. Aber das Potential, welches wir sicher haben, muss gehoben werden.
Die Spieler müssen das Potential freisetzen wollen und der Trainer muss die Kompetenz haben dies zu heben, durch ständige Anpassung an die internen und externen Gegebenheiten.
Und da verlange ich von dem, der ihn eingestellt hat und dessen Sportdirektor volle disziplinäre Unterstützung.
M.E. war es M. Antwerpen, der genau diese Schraube gedreht und dann überdreht hatte. Letztendlich aber in der 2. Liga geendet ist.
Wenn wir 4-5 Punkte mehr hätten, und am Besten gegen Elversberg gewonnen hätten, wären wir dicht dabei.
Und ich weiss nicht, warum man am 20. Spieltag nicht noch vom Aufstieg reden sollte.
Mit welchen Spielern und welchem Geld dies auch in der 1. Liga funktionieren soll dann, ist für mich im Moment zweitrangig.
Die Anderen, man siehts doch, lassen auch immer wieder unerwartet Federn. Und ich glaube nicht, dass die Forderung an die Mannschaft die letzte Meile zu gehen, eine unangemessene Forderung ist.
Zuletzt geändert von Oktober1973 am 02.02.2026, 21:03, insgesamt 1-mal geändert.
FCK-Augustin
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Beitrag von FCK-Augustin »

@Oktober1973
Cooler Kommentar! :daumen:

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Lautern-Fahne
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Beitrag von Lautern-Fahne »

Als langjähriger Leser muss ich sagen, dass ich das Gegenteil empfinde. Ich sehe das Forum wesentlich gesitteter als vor vielen Jahren. Es macht mir persönlich mehr Spaß. Auch wenn vielleicht hier und da einer über die Stränge schlägt. Das Ken so angekeilt wurde, muss wirklich nicht sein. Auch wenn ich anderer Meinung bin.

Aber wir sind weit von den virtuellen Saalschlachten zwischen 2011 und 2019 entfernt. Der Spieltagsthread war halt schon immer der Octagong von dbb- das ist der falsche Platz für Sachdiskussionen. Da lädt man (unter Alkohol) den Frust ab. Früher haben sich die User teils grob beleidigt. Und da gings auch nie um den richtigen sportlichen Ansatz. Immer nur aufs Draufhauen. Die Admins hatten manchmal dutzende Beiträge gelöscht, weil es ausartete. Besonders amüsant fand ich die Schlagabtausche zwischen den Usern Daachdieb und dem Westkurvenveteranen. Thomas allerdings nicht sosehr :lol:

Die bessere Forumssitte lässt sich allein schon daran ablesen, dass keiner der Trainer seit dem Aufstieg einen abwertenden Spitznamen bekam. Das Niveau "Consta Runkannix", die "versnobte Strickweste Foda" und "Harry Potter" (Schommers) waren früher der Grundton. Trainer und Spieler waren oft wirklich Abfall und nachprüfbar gute Leistungen (z.B. 18 Tore für den Verein geschossen) waren nix wert. Idrissou war z.B. ein Arschloch, was nur im Abseits stand.

Heutzutage ist das hier völlig harmlos. Im Internet muss man halt ein dickes Fell mitbringen oder auf "sachliche Threads" wie Kohlmeyers Taktikthema ausweichen. Da posten die "Krischer" nicht rein.

Wer sichs antun möchte, kann sich mal die "Wir sind Betze" Facebookgruppe antun. Die Forumshools von früher sind dorthin abgewandert. Dann bekommt man sehr schnell ein anderes Bild von dbb.
"Für mich ist Schönheit, dem Gegner nicht zu geben was er will." José Mourinho

"Wir wollen keinen Schönheitspreis, sondern einfach nur punkten" Torsten Lieberknecht
Oktober1973
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Beitrag von Oktober1973 »

@FCK Augustin. Als Rheinländer im Pfälzer Umfeld, hatte ich auch an Deine genannten Grundgesetze gedacht. Und ich habe immer Bauchschmerzen bei unserer Personalgewinnung nach dem inoffiziellen § 12 : " Man kennt sich, man hilft sich " :D :teufel2: Das ist auch Teil unserer Probleme. :prost:
Schulbu_1900
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Beitrag von Schulbu_1900 »

Wenn hier einer polarisiert, dann ist das derjenige der die seit Jahren unerwarteten Trainerwechsel durchzieht. Damit wird doch erst Öl ins Feuer gegossen. Die Systemwechsel dazu inklusive. Den krassesten Systemwechsel erleben wir doch gerade jetzt.
Diejenigen die immer hoch und weit aktuell kritisieren haben das System nicht verstanden. Lest euch mal den Taktikthread durch. Ist anstrengend, ich weiß. Vielleicht sollte man auch mal einen Diagonalball erkennen.
Krahl hat als oft Langholz hintenraus geschlagen, das war aber sicher nicht im Sinne des jetzigen Systems. Auch Krahl hat sich verbessert, ist auch schon dem ein oder anderen aufgefallen.
Spieler aus der vierten Liga:
Ich hoffe, ich muss morgen nicht lesen, Sirch wurde vertickt. Ich glaube es aber nicht.
Paderborn: Die haben doch gar keine andere Möglichkeit als unten einzukaufen, deswegen ist doch der Kwasniok weg, weil der davon die Faxen dick hatte.
Hat sich zuletzt eine Konzeptmannschaft oben halten können, mir fällt gerade keine ein. Die werden doch alle zerpflückt, weil sie keine Mittel haben.
Wir haben mit 10 Mann und ohne Prtajin einfach schlecht ausgesehen klar.
Das der Terrorball nicht attraktiv aussieht ist mir auch klar. Ob er letztlich erfolgreich sein wird, wird sich zeigen.
Ich bin da aufgewachsen, da rutscht man automatisch rein, wenn man die Stimmung mitbekommt, weil es was großes ist, das ist Tradition.....jetzt bin ich irgendwo anders...
M.Klose Nov.24

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Ke07111978
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Beitrag von Ke07111978 »

Ich lese ehrlich gesagt über den „Trash“ in der Regel hinweg. Die Leute disqualifizieren sich ja selbst. Polarisierter ist tatsächlich die Diskussion um die Spielphilosophie. Die wurde nämlich auch von den Gesitteten mit harten Bandagen geführt. Hier ist es aber auch recht einfach: „habe ich keinen Bock darauf,
schaue ich erst gar nicht ins Forum oder verfasse einen Beitrag“.

Eigentlich hat nahezu jeder Trainer den wir in letzter Zeit hatten noch mehr oder weniger kurzer Zeit im Fanlager polarisiert. Und das ist kein Internetphänomän oder gar dbb spezifisch - es ist im Stadion mit der Hand zu greifen.

Thomas fängt bei Dirk Schuster an. Ich würde noch vorher beginnen: es gab wohl keinen Trainer, der so gut zu dem Verein passte wie Marco Antwerpen. Und es gibt genug Fans, die ihm noch heute nachtrauern und sich fragen: musste das sein.

Dirk Schuster hat schon alleine polarisiert, weil er der Nachfolger von Antwerpen war. Am Ende passte Seine Spielphilosophie aber schlicht nicht zu der damals von der sportlichen Leitung geforderten. Was Hengen mehrfach öffentlich kundtat, war ungefähr das Gegenteil von dem, was Schuster spielen lies. Im Anschluss Irrlichtete man 9 Monate durch eine Katastrophen-Saison und sprang dem Abstieg in Kiel nochmal von der Schippe.

Danach holte man den Trainer, der zur Philosophie passte aber von Anfang an (Wortspiel) menschlich keine Symphathiepunkte sammeln konnte. Das wohl intern auch nicht. Und dann feuert man einen Trainer, der ein Truppe die mit Ach und Krach nicht abgestiegen ist auf Platz 6, in Schlagdistanz der Aufstiegsplätze. Und dann auch noch mit der Begründung: die Gier für den Aufstieg habe gefehlt. Die Polarisierung war klar. Und die nächste Bürde für den neuen Trainer schon vorbereitet.

Und genau das passiert jetzt halt. Wir haben weniger Punkte als letztes Jahr zum selben Zeitpunkt, der Abstand nach oben ist viel größer und das ganze bei deutlich erhöhten Mitteleinsatz. Werden die Kaufoptionen gezogen, hat der FCK das meiste Geld aller Zweitligisten für Transfers ausgegeben.

Torsten Lieberknecht liefert m.E. das was man erwarten durfte. Und das war ziemlich sicher nicht der Aufstieg. Wer meine Posts verfolgt, der kann ziemlich gut nachverfolgen, dass ich den Trainer nicht „bashe“ - im Gegenteil. Aber man muss sich darüber im klaren sein, was er kann und was er nicht kann.

Schaue ich mir unseren aktuellen Mitteleinsatz an, die gezogene Kapitalerhöhung, dann versuchen wir aktuell mit allen Mitteln die wir haben aufzusteigen. Bekommt Torsten Lieberknecht daraus eine Mannschaft gebaut, kann das klappen - nein: es muss sogar klappen. Denn wir verhökern nach und nach den Verein dafür. Nichts davon ist nachhaltig. Es sind riesige Löcher, die durch Kapitalerhöhungen gestopft werden.

Wer meinen Beitrag liest und vor allem den sehr lesenswerten Artikel aus der TAZ: der wird sehen, dass es andere, deutlich nachhaltigere Wege gibt. Mit wenig Mitteln viel machen, kreativer, schneller und schlauer zu sein als die anderen, als die großen. Das war der Weg für den mein FCK immer gestanden hat. Wir haben nie die großen Transfers gemacht, wir haben Spieler entdeckt. Einen Klose, einen Briegel, einen Brehme - wo waren die denn, bevor sie zum FCK kamen? Aus Portugal? Bei Red Bull Salzburg? In der Bundesliga?

Mich befremdet das aktuell mehr, als das es mich begeistert. Und es ist auch nicht der Weg den ich mir vorgestellt habe als Torsten Lieberknecht kam. Und damit bin ich erstmal wieder raus. Migge wir sehen und hören uns sowieso. @schulbu: sehr guter Beitrag!
Zuletzt geändert von Ke07111978 am 02.02.2026, 22:57, insgesamt 1-mal geändert.
FCK-Augustin
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Beitrag von FCK-Augustin »

Oktober1973 hat geschrieben: 02.02.2026, 20:55 @FCK Augustin. Als Rheinländer im Pfälzer Umfeld, hatte ich auch an Deine genannten Grundgesetze gedacht. Und ich habe immer Bauchschmerzen bei unserer Personalgewinnung nach dem inoffiziellen § 12 : " Man kennt sich, man hilft sich " :D :teufel2: Das ist auch Teil unserer Probleme. :prost:
@Oktober1973
Nach Insgesamt 30 Jahren „Köln-Erfahrung“ (Beruf & Studium) habe ich allerdings auch die Erfahrung gemacht, dass „Beziehungen“ nur dem schaden, der sie nicht hat“. Ich lass‘ jetzt mal offen, ob das FCK-spezifisch ist ... :wink: :prost:

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Hellboy
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Beitrag von Hellboy »

Lautern-Fahne hat geschrieben: 02.02.2026, 20:54Aber wir sind weit von den virtuellen Saalschlachten zwischen 2011 und 2019 entfernt. Der Spieltagsthread war halt schon immer der Octagong von dbb- das ist der falsche Platz für Sachdiskussionen. Da lädt man (unter Alkohol) den Frust ab. Früher haben sich die User teils grob beleidigt. Und da gings auch nie um den richtigen sportlichen Ansatz. Immer nur aufs Draufhauen. Die Admins hatten manchmal dutzende Beiträge gelöscht, weil es ausartete. Besonders amüsant fand ich die Schlagabtausche zwischen den Usern Daachdieb und dem Westkurvenveteranen. Thomas allerdings nicht sosehr :lol:
Schöne Erinnerungen! :lol:
:prost:
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Lautern-Fahne
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Beitrag von Lautern-Fahne »

Ke07111978 hat geschrieben: 02.02.2026, 22:17 Torsten Lieberknecht liefert m.E. das was man erwarten durfte. Und das war ziemlich sicher nicht der Aufstieg. Wer meine Posts verfolgt, der kann ziemlich gut nachverfolgen, dass ich den Trainer nicht „bashe“ - im Gegenteil. Aber man muss sich darüber im klaren sein, was er kann und was er nicht kann.

Schaue ich mir unseren aktuellen Mitteleinsatz an, die gezogene Kapitalerhöhung, dann versuchen wir aktuell mit allen Mitteln die wir haben aufzusteigen. Bekommt Torsten Lieberknecht daraus eine Mannschaft gebaut, kann das klappen - nein: es muss sogar klappen. Denn wir verhökern nach und nach den Verein dafür. Nichts davon ist nachhaltig. Es sind riesige Löcher, die durch Kapitalerhöhungen gestopft werden.

Wer meinen Beitrag liest und vor allem den sehr lesenswerten Artikel aus der TAZ: der wird sehen, dass es andere, deutlich nachhaltigere Wege gibt. Mit wenig Mitteln viel machen, kreativer, schneller und schlauer zu sein als die anderen, als die großen. Das war der Weg für den mein FCK immer gestanden hat. Wir haben nie die großen Transfers gemacht, wir haben Spieler entdeckt.
(...)
Es würde mich wirklich interessieren, woher du das hast, dass wir cleverer agiert haben als andere. Völlig ohne Sarkasmus. Das mit dem "Spieler entdecken" ist spätestens seit der Kuntz Ära Geschichte. Auch wenn dieser die späteren Bundesliga und CL Kicker mit geliehenem Geld anlockte, was nach dem Nichtaufstieg zusammenbrach. Aber olle Kamellen. Der FCK war das letzte Mal vielleicht in den 90ern "innovativ". Außerhalb der Torhüter sind wir noch weniger als Talentschmiede bekannt. Jeder der einen Ball 3m weit passen kann ging die letzten 20 Jahre weg, wenn er ganz bei Trost war. Du konntest um die 2010er Jahre eine ganze Bundesliga Mannschaft aus Spielern formen, die den FCK nach der A Jugend/1,2 Herreneinsätzen verlassen haben, weil sie hier als zu schlecht befunden wurden.
Keine Ahnung wie die Mentalität in Hamburg ist. Ich verstehe nicht, wie du zu diesem radikal anderen Bild kommst. Selbst Miroslav Fucking Klose hat sein Debüt -so mein Wissenstand aus mehreren Interviews mit Mitspielern- nur durch Zufall feiern dürfen. Selbst der wäre einfach versauert, wenn sich nicht der richtige verletzt hätte.

Der TAZ Artikel beschrieb schön, wie die "Biotope" in Freiburg, Paderborn, Mainz und co. arbeiten können. Aber das wird am Betze und anderen Traditionsvereinen immer eine Illusion bleiben. Das ist schöne Theorie, aber wirtschaftlich und von der Mentalität nicht darstellbar. Wenn Lautern oder Schalke absteigen brennt es lichterloh- in Freiburg wurde das um die 2000er schulterzuckend zur Kenntnis genommen, wenn es runterging. Dasselbe in Sandhausen oder am Saisonende in Heidenheim. Glaubst du, wenn im beschaulichen Bremen ein Horst Steffen nach einem halben Jahr gehen muss, dass so jemand hier mehr Zeit bekäme? Im Leben nicht. Selbst wenn die Führung sich nicht in der Privatinsolvenz diesen Knebelvertrag erneut um den Hals gebunden hätte.

Lieberknecht macht das im Rahmen der Gegebenheiten sehr gut und passt sich auch an aktuelle Trends an. Unser Kader war zu Saisonbeginn ein frankensteinsches Monster. Ich sagte es zu Beginn und sage es jetzt wieder: der Mann KANN aufsteigen. Und orientiert sich durchaus an modernen Trends. Die Tage verlinke ich ein paar Videos im Taktikthread, warum es vielleicht nicht so abwegig war von "Ballbesitz" auf "Terrorball" umzusteigen.
Was er nicht kann ist IN DER ERSTEN SAISON aufsteigen. Er hat bevor seine Mannschaften richtig rund wurden, immer ein "Blutbad" veranstaltet und jeden konsequent aus dem Kader geschmissen, der nicht spurte.

Wir sehen derzeit den normalen Entwicklungsprozess. Die massive Aufrüstung, die wir im Sommer und jetzt bestaunen ist folgerichtig. Wir holen Spieler, die irgendwann Talent zeigten, aber noch nicht "den richtigen Club" hatten um den Durchbruch zu starten. Skyttä, Pritajin, Rasmussen oder Joly haben es nie geschafft, sich langfristig höherklassig zu etablieren. Für mich ist das in Kombination mit unseren 3 Nachwuchsleuten genug "Perspektivspielerförderung". Du kannst den Druck des Lautrer Betzenbergs nicht 19 und 20 Jährigen aufladen. Wir können vollkommen zufrieden sein, wenn Hengen das "offensive 5-3-2 mit Schwerpunkt Pressing" am Berg mal 3 Jahre uns länger durchziehen würde. Dann stünde am Ende eine Mannschaft, die ähnlich wie Mainz und Heidenheim spielen würde. Und dann hätten die wirren Trainerrochaden auch ein Ende. Glaub mir- ich bin das mindestens so leid wie du. Vor allem, weil wir von Antwerpen bis TL wirklich gute Leute am Spielfeldrand hatten und die sinnlos verbrannten. Ich klopf auf Holz, dass die da oben nicht durchdrehen und die Mannschaft genug punktet, damit er über die Saison hinaus bleibt. Und das sage ich nicht, weil mir das momentan gut gefällt.

Am Ende wird nur ein körperliches System in Lautern toleriert werden und die Chance geben, dass wir langfristig und kontinuierlich Jugendspieler ranzüchten, die dafür geeignet sind. Bis zum Saisonende erwarte ich nicht, dass wir es hinbekommen Chancen halbwegs geordnet rauszuspielen. Das wird TL im Sommer einschleifen. Aber mit den ganzen langen Kanten die jetzt gekauft wurden hoffe ich, dass unsere Ausbeute bei Standards wesentlich besser wird. Da ist TL noch weit unter seinen eigentlichen Schnitten.

Wünsche einen guten Abend.


@Hellboy
Stimmt, du hattest damals auch als mitgeschrieben. War einerseits schon witzig. Das wir mit der Scheiße den Verein in der dritten Liga versenken, war nicht so gut. Wenn man drüber nachdenkt, war die ganze Grothepaß Kampagne ein Vorgriff darauf, wie Trump seinen Wahlkampf führte. Schmeiss mit Dreck und zieh dir Gönner - irgendwann weiß niemand mehr was wahr ist und was nicht.
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"Wir wollen keinen Schönheitspreis, sondern einfach nur punkten" Torsten Lieberknecht
Ke07111978
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Beitrag von Ke07111978 »

Das Argument, dass es in Lautern nicht geht - also wegen „dem Druck“ und was auch immer, keine Ahnung woher Du das hast. Wenn man es nicht versucht, wird man es nie rausfinden. Und der FCK war jahrzehntelang das Biotop der 1. Liga. Sorry, aber bist Du vielleicht nicht alt genug dafür :wink: . Wir waren klein, wir waren Underdog. Unsere Problem haben genau da begonnen, als wir - aus welchem Grund auch immer - begonnen haben das anders zu sehen. Ganz vorne zu nennen der Stadion Ausbau. Aber das führt zu weit.

Solange die Argumentation lautet: wir können nicht vernünftig und nachhaltig wirtschaften, weil der Druck zu groß ist, solange werden wir nicht erfolgreich sein. Oder maximal für eine kurze Zeit. Wir haben jetzt monetär und qualitativ soviel in diesem Kader investiert, dass du aufsteigen musst. Keiner der Teams vor uns hat mehr investiert, schon gar nicht die Biotope. Daher kommt der Erwartungsdruck. Nicht umgekehrt. Man bekommt auch keine Karies von schlechten Zähnen sondern umgekehrt.
Ultradeiweil
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Beitrag von Ultradeiweil »

Lautern-Fahne hat geschrieben: 02.02.2026, 20:54 Als langjähriger Leser muss ich sagen, dass ich das Gegenteil empfinde. Ich sehe das Forum wesentlich gesitteter als vor vielen Jahren. Es macht mir persönlich mehr Spaß. Auch wenn vielleicht hier und da einer über die Stränge schlägt. Das Ken so angekeilt wurde, muss wirklich nicht sein. Auch wenn ich anderer Meinung bin.

Aber wir sind weit von den virtuellen Saalschlachten zwischen 2011 und 2019 entfernt. Der Spieltagsthread war halt schon immer der Octagong von dbb- das ist der falsche Platz für Sachdiskussionen. Da lädt man (unter Alkohol) den Frust ab. Früher haben sich die User teils grob beleidigt. Und da gings auch nie um den richtigen sportlichen Ansatz. Immer nur aufs Draufhauen. Die Admins hatten manchmal dutzende Beiträge gelöscht, weil es ausartete. Besonders amüsant fand ich die Schlagabtausche zwischen den Usern Daachdieb und dem Westkurvenveteranen. Thomas allerdings nicht sosehr :lol:

Die bessere Forumssitte lässt sich allein schon daran ablesen, dass keiner der Trainer seit dem Aufstieg einen abwertenden Spitznamen bekam. Das Niveau "Consta Runkannix", die "versnobte Strickweste Foda" und "Harry Potter" (Schommers) waren früher der Grundton. Trainer und Spieler waren oft wirklich Abfall und nachprüfbar gute Leistungen (z.B. 18 Tore für den Verein geschossen) waren nix wert. Idrissou war z.B. ein Arschloch, was nur im Abseits stand.

Heutzutage ist das hier völlig harmlos. Im Internet muss man halt ein dickes Fell mitbringen oder auf "sachliche Threads" wie Kohlmeyers Taktikthema ausweichen. Da posten die "Krischer" nicht rein.

Wer sichs antun möchte, kann sich mal die "Wir sind Betze" Facebookgruppe antun. Die Forumshools von früher sind dorthin abgewandert. Dann bekommt man sehr schnell ein anderes Bild von dbb.
Kann ich in einigen punkten nur zustimmen..ich bin seit 15 jahren hier unterwegs habe noch die guten wkv zeiten mitgemacht :prost: ...es war schon schlimmer.

Nur weil sich manche nicht Seitenweise zeit nehmen ihre gedanken in die Tastatur zu tippen können sie auch eine Meinung haben
Und die kann eben dann auch mal kritisch gegenüber Kritik sein.
Das sollte man verkraften können.

Am ende gehts um den FCK da bin absolut d'accord :daumen:
:pyro:
Lautern-Fahne
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Beitrag von Lautern-Fahne »

Ke07111978 hat geschrieben: 03.02.2026, 07:42 Das Argument, dass es in Lautern nicht geht - also wegen „dem Druck“ und was auch immer, keine Ahnung woher Du das hast. Wenn man es nicht versucht, wird man es nie rausfinden. Und der FCK war jahrzehntelang das Biotop der 1. Liga. Sorry, aber bist Du vielleicht nicht alt genug dafür :wink: . Wir waren klein, wir waren Underdog. Unsere Problem haben genau da begonnen, als wir - aus welchem Grund auch immer - begonnen haben das anders zu sehen. Ganz vorne zu nennen der Stadion Ausbau. Aber das führt zu weit.

Solange die Argumentation lautet: wir können nicht vernünftig und nachhaltig wirtschaften, weil der Druck zu groß ist, solange werden wir nicht erfolgreich sein. Oder maximal für eine kurze Zeit. Wir haben jetzt monetär und qualitativ soviel in diesem Kader investiert, dass du aufsteigen musst. Keiner der Teams vor uns hat mehr investiert, schon gar nicht die Biotope. Daher kommt der Erwartungsdruck. Nicht umgekehrt. Man bekommt auch keine Karies von schlechten Zähnen sondern umgekehrt.
Der erste Teil kann stimmen. Orientiere mich nicht an den Thines Zeiten, weil ich die nur aus Hörensagen kenne. Bei mir gings 2006 los. Ist für mich weit weg. Und nachdem Kuntz auf so schäbige Art weggejagt wurde und "Männer der Volkes" drankamen, habe ich resigniert was das Thema "Mitgliederbestimmung" angeht. Ich unterstütze und respektiere Projekte wie "Wir sind Betze", wo Ehrenamtliche rausgehen und für den Verein Gelder für die Jugendarbeit einsammeln. Glaube aber nicht, dass das jemals in der Pfalz Plan A wird.

Beim zweiten Abschnitt widerspreche ich. Es gab immer mal wieder Ansätze für "Jugend forscht" (Wolfgang Wolf, die Runjaic Mannschaft um 2015, der verstärkte Einsatz von Nachwuchsspielern in der dritten Liga). Immer haben die Leute im Internet oder am Trainingsplatz ihren Müll über den jungen Spielern ausgegossen. Hatte den ein oder anderen kennengelernt, der es nicht schaffte. Der Begriff "Zaunaffen" ist nicht unbekannt.
Und wenn du dich erinnerst haben wir nach der überraschend guten Hinrunde nach dem Aufstieg debattiert, ob wir mit Boyd, Klement, Hanslik und Hercher den Durchmarsch schaffen. Ich war nicht derjenige von uns beiden, der geil darauf und nervös wurde. Die Lust auf Aufstieg kommt mit guten Ergebnissen und ist immer da. Das hat wenig mit den Millioneninvestments zu tun. :wink:

Der FCK muss raus aus dieser Liga. Und das so schnell als möglich. Die Krux ist halt, dass man das schwer planen kann. In der Masse sind es "pragmatische" Vereine, die jährlich das Rennen machen. Ab und an ist auch mal ein Systemclub (Fürth, Kiel, Heidenheim) dabei, der auf den Nachwuchs setzt. Aber nachhaltig hält das keiner durch.

@Ultradeiwel
Sehe ich ähnlich. An so einer Antwort sitzt man schnell eine halbe Stunde. Nur Leute mit zuviel Zeit investieren sie in so lange Texte.
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"Wir wollen keinen Schönheitspreis, sondern einfach nur punkten" Torsten Lieberknecht
Hellboy
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Beitrag von Hellboy »

Mir fehlt der Einblick und auch das Know-How, um die aktuelle wirtschaftliche Lage adäquat zu beurteilen, aber es dürfte jedem klar sein, dass wir für die vordergründige finanzielle Stabilität im Hintergrund hohe Preise zahlen.

Das Gesamtkonstrukt impliziert für mich – vielleicht ein wenig zu sehr –, dass wir wirtschaftlich sicher da stehen und sportlich „nur“ mal mit der endlich fälligen Rückkehr in die erste Liga nachziehen müssten. Und mit der Implikation werfen wir einen Trainer nach dem nächsten der Meute zum Fraß vor.

Nach meiner Einschätzung ist das alles ziemlich an der Realität vorbei.

Wirtschaftlich haben wir durch Jahr(zehnt)e der Misswirtschaft über lange Zeit mit mehr Glück als Verstand am absoluten Abgrund balanciert, nur damit uns Corona auf unschönste Art und Weise in ebendiesen Abgrund katapultiert hat… und uns direkt wieder rausholt hat, um uns an einer Stelle zurück auf die Rennstrecke zu setzen, an die wir aus eigener Kraft wahrscheinlich nie mehr gekommen wären. Der Hass und die Ablehnung von Außen, der uns seitdem wegen dieser Sache anheftet, ist berechtigt, und hat nichts mit dem „coolen“ Hass zu tun, den wir uns aus unserer erfolgreichen Vergangenheit heraus sportlich erarbeitet haben. Das ist unsere jüngere Historie, und es ist völlig legitim, dass wir daran noch weiter knabbern.

So stehen wir heute sportlich mit einem durchschnittlichen Etat da und mit einem Kader, der vor Spielern überquillt (seit diesem Transferfenster kann man mal vorsichtig sagen „überquoll“), die unsere sportlichen Ambitionen von Aufstieg und erster Liga überhaupt nicht erfüllen können. Und das in einer Liga, die seit Jahren total eng ist, und in der keine Mannschaft den Aufstieg sicher planen kann – nicht mal die, die finanziell deutlich mehr zu bieten haben als wir.

Trotzdem erwarten wir Jahr für Jahr von mindestens einem neuen Trainer, dass er den FCK sofort nach oben führt. Und wenn das nicht klappt, ist die Kritik sehr schnell sehr groß – das hat dann schon auch etwas mit dem Umfeld zu tun.

Ich habe mal eine Arbeitsstelle angetreten, die vor mir mehrere Jahre sehr unkonstant oder zwischendurch auch gar nicht besetzt war. Natürlich braucht man da Zeit, die Situation zu analysieren, die Altlasten abzuarbeiten und eine eigene Position zu finden und zu etablieren. Das ist doch eigentlich logisch.

Wir geben aber keinem Trainer die Zeit, das zu tun. Antwerpen hat aus einer absoluten Trümmertruppe einen eingeschweißten Haufen gemacht, der um den Aufstieg mitgespielt hat. Trotzdem musste er gehen, weil er „nur“ den Relegationsplatz erreicht hat und man ihm aus irgendwelchen Gründen nicht mehr zutraute. Schuster hat die Mannschaft in der zweiten Liga etabliert, bevor man ihn wegen Stagnation entlassen hat. Grammozis wurde entlassen, bevor er überhaupt richtig angekommen ist, Funkel hat man auch nicht mehr als den wackeligen Klassenerhalt zugetraut. Anfang hat die Mannschaft spielerisch entwickelt und musste gehen, weil er die Mannschaft lieber in Ruhe weiterentwickeln wollte anstatt den Aufstieg mit der Brechstange zu erzwingen. Und Lieberknecht steht nach einem halben Jahr – zumindest bei einigen - zur Disposition, weil wir nicht ganz, ganz oben dabei sind.

Jeder dieser Trainer (außer vielleicht Grammozis) hat die Mannschaft kurzfristig weiter entwicklet. Bei keinem wissen wir, ob sie nicht noch mehr hätten rausholen können, wenn man ihnen die Zeit gegeben hätte. Was alle aber gemeinsam haben ist, dass sie ordentliche Arbeit geleistet haben, dann aber an überhöhten Ansprüchen gescheitert sind, weil nichts von alldem gut genug war.

Jetzt wird Lieberknecht, der die Mannschaft zwischen dem ersten Spieltag und heute deutlich und unübersehbar weiterentwickelt hat, bereits von vielen die Fähigkeit abgesprochen, die Mannschaft sinnvoll weiterzuentwickeln. Der kann nämlich nur hoch und weit, das weiß man jetzt schon. Genauso wie man schon früh wusste, dass Antwerpen den Aufstieg verkackt, Schuster nur Schusterball kann, Anfang sich in seinen eigenen Ideen verfransen würde etc.

Ich würde behaupten, dass jeder andere Trainer, völlig egal, wie gut er ist, dieses Schicksal teilen würde, wenn er nicht das Glück (!) hätte, zufällig in seinem ersten Jahr in die erste Liga gespült zu werden. Wir müssen uns meines Erachtens einfach damit abfinden, dass man zwei jahrzehnte Altlasten nicht in einem Viertel der Zeit einfach mal so wieder abbaut, und dass wir uns nur langfristig und nachhaltig in der ersten Liga finden werden, wenn wir die sportliche und wirtschaftliche Entwicklung im Gleichgewicht halten.

Weder werden wir nachhaltige wirtschaftliche Stabilität durch einen übers Knie gebrochenen Aufstieg erreichen, noch nachhaltigen sportlichen Erfolg über wirtschaftliches Harakiri. Es wird in dieser Liga immer externe Faktoren geben, die dazu führen, dass ein Aufstieg nie 100% planbar sein wird, und wir brauchen in allen Bereichen eine Stabilität, die uns die Geduld ermöglicht, die es brauchen wird.
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ExilDeiwl
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Beitrag von ExilDeiwl »

Ich empfinde (Teile) Eure(r) Antworten abwertend denjenigen gegenüber, die sich die Mühe machen, einen langen Beitrag zu verfassen und ihre Meinung bestenfalls mit Argumenten zu untermauern. Diese meine Meinung habe ich jetzt innerhalb von einer Minute verfasst. Ich hoffe, das passt Euch besser. :p
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Hellboy
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Beitrag von Hellboy »

@ExilDeiwl

Ich verstehe dich gut. Das ist das, was mich auch am meisten nervt: Man macht sich Mühe, ausgewogen und differenziert zu argumentieren, und kriegt eineMinute später einen Einzeiler zurück mit „Bist ja eh nur ein Hater/Fanboy etc.“. Da stimmt dann einfach das Gleichgewicht überhaupt nicht mehr.

Das war in meiner Erinnerung früher schon anders. Aber da war die Quantität der Schreibenden auch überschaubarer. Im Zweifel wusste man häufiger, "mit wem man es zu tun hatte" und konnte Posts, die eher weniger Inhalt hatten, auch besser zuordnen. Heute tauchen hier ja - vor allem rund um den Spieltag - Gestalten auf, von denen man noch nie was gelesen hat (oder zumindest nichts, was es lohnt, sich zu merken). Bei denen ist die Einzeiler-Quote gefühlt besonders hoch.
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Ultradeiweil
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Beitrag von Ultradeiweil »

Niemand hat was gegen lange Beiträge.. von dem ein oder anderen lese ich sie persönlich gerne von dem anderen eher weniger.
Und sicherlich ist ein Einzeiler mit (überspitzt) "du bist doof " auch Quatsch aber dieses Extrem sehe ich dann doch eher selten.

Aber nur weil man (Beispiel)auf einen kritischen Beitrag der extrem lange ist und sich mit unserem Trainer beschäftigt wieso er nicht der richtige ist.. nicht mit einem eben so langen text antworte sondern nur vielleicht mit "ja den trainer zu entlassen hat uns schon immer geholfen mehr Kontinuität wäre wünschenswert usw." Darf ich doch diese Meinung schreiben!

Und sie sollte ebenso respektiert werden und nicht in eine Schublade als Störenfried gesteckt werden nur weil sich einer der Herren persönlich angegriffen fühlt oder man nur unter Gleichgesinnten (nicht was die Meinung betrifft sondern die art und weise der Übermittlung) Meinungen liest und akzeptiert.

Es wird immer geworben mit Meinungsfreiheit und das man die doch respektieren sollte.. ich frage mich manchmal tut es die seite die das gerne einfordert auch bei denjenigen die eben nicht in ihre Art der Diskussionkultur passen?
:pyro:
ExilDeiwl
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Beitrag von ExilDeiwl »

Nun, erst einmal: wer seine Meinung nicht ausspricht, dessen Meinung kennt man nun einmal nicht. Liegt in der Sache der Natur. Wenn ich auf gut Deutsch meine Klappe nicht aufmache, darf ich mich nicht wundern, wenn meine Meinung nicht gehört wird.

Niemand fordert, dass man auf einen ausführlich ausgearbeiteten Beitrag genauso ausführlich antwortet. Da reicht auch mal eine kürzere Fassung, solange daraus hervorgeht, direkt oder indirekt, dass man sich mit dem Thema beschäftigen will und in der Sache antwortet. Ein „Du willst ja eh nur stänkern und stänkerst sowieso immer nur“ ist keine Auseinandersetzung in der Sache, sondern diffamierend. Ich bin ja sogar der Meinung, dass man sich bei einer Antwort auf einen langen Beitrag einen Aspekt herausgreifen darf, der einen besonders beschäftigt. Wenn man dabei den ursprünglichen Beitrag nicht auf die eine Passage reduziert.

Spannend finde ich ja, dass derjenige, der auf einen kritischen Beitrag (kurz) antwortet sich als Störenfried diffamiert sieht. Diejenigen, die sich kritisch mit einem Thema oder ja, auch mit einer Person auseinandersetzen, werden hier oftmals als Störenfriede abgetan. Lies noch einmal den Beitrag von @Miggeblädsch, dann erkennst Du vielleicht, warum hier so manche keine Lust mehr auf diese Art der Kommunikation haben und lieber fern bleiben (auch das sind dann übrigens Meinungen die nicht - mehr - ausgesprochen werden :wink: ).

Genauso könnte man übrigens argumentieren, dass die Kritiker-Kritiker gerne nur ihre eigene Meinung lesen. Auch dieser Spieß lässt sich also relativ einfach umdrehen. Die Lösung könnte doch so einfach sein: offen für andere Standpunkte sein, sich in der Sache aneinander reiben und am Ende: leben und leben lassen. Das erfordert, dass man sich ein wenig locker macht und mit einer offenen Einstellung Diskussionen führt. In meinem Berufsleben muss ich das immer wieder machen und ich weiß: das fällt nicht immer schwer. Am Ende kommt aber meistens was Gutes dabei raus, wenn das mehr oder weniger alle Beteiligten so handhaben.

So, der Beitrag war jetzt leider auch wieder ausführlich - weil ich das brauche, um mich hoffentlich verständlich und nachvollziehbar ausdrücken zu können. Ich kompensiere das dann vermutlich mit längerer Schreibpause, wenn‘s mir mal wieder zu bunt werden sollte. Aber ein wenig hoffe ich, dass meine Message an der richtigen Stelle ankommt und vielleicht was positives bewirkt. Ich hoffnungsloser Idealist… :lol: :prost:
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Thomas
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Beitrag von Thomas »

@Hellboy:
Chapeau für diese sachliche Analyse von Dir & Leseempfehlung von mir. :applaus: :daumen:

Damit es kein Einzeiler wird, denn die müssen nicht, aber können wie von einigen geschrieben tatsächlich nervig sein: Ein Mittel dagegen ist unsere 50-Zeichen-Regel (die ebenfalls einige nervt, aber besser als nix). Und der Gefällt-mir-Button für Forumsbeiträge ist auch nicht vergessen, sondern den kriegen wir hoffentlich auch noch irgendwann hin.
Hellboy hat geschrieben: 03.02.2026, 13:16 (...)

Wir geben aber keinem Trainer die Zeit, das zu tun. Antwerpen hat aus einer absoluten Trümmertruppe einen eingeschweißten Haufen gemacht, der um den Aufstieg mitgespielt hat. Trotzdem musste er gehen, weil er „nur“ den Relegationsplatz erreicht hat und man ihm aus irgendwelchen Gründen nicht mehr zutraute. Schuster hat die Mannschaft in der zweiten Liga etabliert, bevor man ihn wegen Stagnation entlassen hat. Grammozis wurde entlassen, bevor er überhaupt richtig angekommen ist, Funkel hat man auch nicht mehr als den wackeligen Klassenerhalt zugetraut. Anfang hat die Mannschaft spielerisch entwickelt und musste gehen, weil er die Mannschaft lieber in Ruhe weiterentwickeln wollte anstatt den Aufstieg mit der Brechstange zu erzwingen. Und Lieberknecht steht nach einem halben Jahr – zumindest bei einigen - zur Disposition, weil wir nicht ganz, ganz oben dabei sind.

Jeder dieser Trainer (außer vielleicht Grammozis) hat die Mannschaft kurzfristig weiter entwicklet. Bei keinem wissen wir, ob sie nicht noch mehr hätten rausholen können, wenn man ihnen die Zeit gegeben hätte. Was alle aber gemeinsam haben ist, dass sie ordentliche Arbeit geleistet haben, dann aber an überhöhten Ansprüchen gescheitert sind, weil nichts von alldem gut genug war.

(...)
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)
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Beitrag von Hellboy »

@Ultradeiweil: Es geht ja gar nicht primär um die die Länge der Antworten, sondern, ob man sich auf den Inhalt bezieht (wie in deinem Beispiel), oder ob man einen Beitrag abkanzelt, indem man den Autor in irgendeine Ecke stellt („Argumentum ad hominem“).

Für ersteres muss man nicht so ein Laberkopp sein wie ich u.a., da können ja auch kurze Statements zur weiteren inhaltlichen Diskussion einladen oder neue Aspekte einbringen.

Zweiteres („Hater“) ist einfach unsauberer Stil, der vom Inhalt ablenkt und impliziert, dass man sämtliche Inhalte des Gegenübers grundsätzlich nicht ernst nehmen kann. Da ist dann jede inhaltliche Diskussion vorbei.

Mit Meinungsfreiheit hat das eigentlich wenig zu tun.

@Thomas: Danke für die Blumen! :)
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jacuzzi
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Beitrag von jacuzzi »

Hellboy hat geschrieben: 03.02.2026, 19:47 Mit Meinungsfreiheit hat das eigentlich wenig zu tun.
... wir neigen ja gelegentlich dazu, unsere Freiheiten anhand ihrer Grenzen zu diskutieren, insbesondere die Meinungsfreiheit. Damit tappt man allerdings bereits in die Diskursfalle, denn wesentlich relevanter als die Grenzen sind die 'Voraussetzungen' der Freiheitsausübung ("die Bedingung der Möglichkeit freiheitlichen Handelns"), und das insbesondere bei Meinungs- und Äußerungsfreiheit. Für die Bereitstellung dieser Möglichkeit kann man üblicherweise nicht selbst sorgen, sondern ist auf eine entsprechende Infrastruktur angewiesen - hier das DBB-Forum. Je unzivilisierter man sich also hier äußert, desto weniger schätzt man diese Ermöglichung (eigener) Freiheitsausübung, und desto weniger hat man die Voraussetzungen eigenen Handelns und eigener Äußerung begriffen.
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Beitrag von Miggeblädsch »

Lautern-Fahne hat geschrieben: 03.02.2026, 13:00 ...@Ultradeiwel
Sehe ich ähnlich. An so einer Antwort sitzt man schnell eine halbe Stunde. Nur Leute mit zuviel Zeit investieren sie in so lange Texte.
Aha. Zählen da auch diejenigen dazu, die bereits 40 Jahre hart gearbeitet haben, inzwischen in Rente sind, den FCK lieben und sich gerne mit anderen Foristen sachlich austauschen?

Mann, was für Looser 8-)

@Hellboy: :daumen:
Jetzt geht's los :teufel2:
Betzegeist
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Beitrag von Betzegeist »

Ghettoromantiker hat geschrieben: 01.02.2026, 16:19 Der Fehler deiner Aussage ist "im Nachhinein". Denn es war im Vorhinein und das macht einen riesen Unterschied! Er kommt erst in die Abschlussposition, weil er vorher den Ball mit dem Arm kontrolliert. Ob Absicht oder nicht ist dabei dann auch völlig unerheblich. Bei einem so erzielten Tor hätte der VAR eingreifen müssen. Insofern wäre Hand und Freistoß FCK die korrekte Entscheidung von "Deniz dem Spiel-Entscheider" gewesen.
Ich habe das jetzt nochmal rausgegriffen. Bringt zwar nichts mehr, aber die ganzen Diskussionen um Aytekin sind ja vollkommen am Thema vorbeigegangen. Auch in der Presse wurde das als Ermessensentscheidung beurteilt, die zwar fragwürdig aber nicht zwingend falsch war.

Dabei war es eine faktische Fehlentscheidung. Durch die Armberührung hätte das Tor nicht gezählt. Insofern lag auch niemals eine glasklare Torchance vor. Also hatte Robinson auch keine verhindert. Der eigentliche Skandal dabei ist ja, dass von den 5 Hanseln, die da im Keller sitzen, keiner Aytekin darauf hingewiesen hat.

Wäre das am Ende des Spiels passiert und hätte es Elversberg den Siegtreffer gebracht, wäre sogar eine Anfechtung des Ergebnisses möglich gewesen.
Während der Unparteiische bei einer Tatsachenentscheidung auf einen von ihm (falsch) erkannten Sachverhalt die dafür richtige Regel anwendet, also einem Wahrnehmungsfehler unterliegt, liegt ein Regelverstoß vor, wenn ein Schiedsrichter auf den von ihm festgestellten Sachverhalt nicht die richtige Regel anwendet, also eine falsche Rechtsfolge auf der Basis seiner tatsächlichen Wahrnehmungen ausspricht.
Er hat auf den von ihm erkannten Sachverhalt die falsche Regel angewendet... ergo Regelverstoß.
Zuletzt geändert von Betzegeist am 04.02.2026, 12:14, insgesamt 2-mal geändert.
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