Da muss man abwarten, wie sich die Sache entwickelt.[...] Nach SPORT1-Informationen hat der 63-Jährige selbst bereits Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Hamburg wegen Nachstellens und unangemessener Liebesbotschaften seit Sommer erstattet. Auch Bild berichtet von einer Anzeige Kuntz‘ gegen Unbekannt wegen Stalkings. [...]
https://www.bild.de/sport/fussball/hsv- ... 581eeb3c74In einer Stellungnahme heißt es: „Im Dezember 2025 sind an den Aufsichtsrat der HSV Fußballmanagement AG Vorwürfe eines schwerwiegenden Fehlverhaltens von Stefan Kuntz herangetragen worden. Der Aufsichtsrat hat gemäß seiner Verantwortung sofort nach Kenntnisnahme der Vorwürfe mit Unterstützung spezialisierter externer Anwälte die Aufklärung der Vorfälle eingeleitet. Nach sorgfältiger Prüfung und der Erkenntnis, dass die Vorwürfe glaubhaft sind, hat der Aufsichtsrat umgehend entschieden, eine schnellstmögliche Trennung von dem Vorstandsmitglied anzustreben.“
Kann man aber nicht wirklich vergleichen. Erstens hat der sich auch abartig verhalten nur konnte man ihm strafrechtlich nichts nachweisen. Aber als Angestellter in einer Führungsposition bei einen öffentlichen Verein gelten dann doch andere Maßstäbe als Backstage bei irgendwelchen Konzerten.Eilesäsch hat geschrieben: 12.01.2026, 11:16 beim rammstein sänger wurde auch viel losgetreten, da muss man vorsichtig sein und abwarten.
Finde es noch bemerkenswerter, dass sie im NACHGANG so nachgetreten haben. Anfangs hat der HSV ja durchaus defensiv geschrieben. Aber auf Nachfrage haben die direkt rausgehauen.Hellboy hat geschrieben: 12.01.2026, 20:55 Strafverfahren im Bereich der sexualisierten Gewalt werden ja häufig ohne Urteil eingestellt, weil es Aussage gegen Aussage ist.
Für ein Opfer ist das ein gefühlter Freispruch für den Täter.
Einem zu Unrecht Beschuldigten im öffentlichen Raum hilft das für die Wiederherstellung seines Rufs meist wenig. Hier wurde ja schon Kachelmann aufgeführt, der trotz eines „echten“ Freispruchs kein Bein mehr auf den Boden bekommt.
Ich berate beruflich u.a. Einrichtungen (z.B. Schulen, Kindergärten), in denen der Verdacht auf sexualisierte Gewalt besteht. Eine Aufgabe dabei ist immer, auch die mögliche Reintegration eines zu Unrecht Beschuldigten im Blick zu halten.
Es ist ein ganz schöner Drahtseilakt, dies während eines laufenden Ermittlungsverfahrens auf allen Ebenen im Blick zu halten: Arbeitsrechtlich, strafrechtlich, in der Kommunikation mit dem direkten Umfeld, mit den Medien etc.
Natürlich steht das nie über dem Schutz des potenziellen Opfers. Aber in der Regel ist es schon anzuraten, gegenüber einem Beschuldigten eher so „defensiv“ wie möglich zu bleiben, vor allem gegenüber der Presse.
Mich überrascht daher die Deutlichkeit, in der sich der HSV gegen Kuntz positioniert. Eine eigene Bewertung wie „Nach sorgfältiger Prüfung und der Erkenntnis, dass die Vorwürfe glaubhaft sind,…“ wäre hier ja gar nicht nötig gewesen. Eine neutrale Formulierung im Sinne von „Zum Schutz aller Beteiligten haben wir bis Abschluss des Ermittlungsverfahrens die Zusammenarbeit vorerst auf Eis gelegt/haben wir Herrn K gebeten, sein Amt niederzulegen…“ hätte völlig ausgereicht. Das wäre auch das, was man in einer ungeklärten Situation erstmal anraten würde.
Da sie sich aber entschieden haben, das Statement so deutlich rauszuhauen, befürchte ich, dass da tatsächlich konkretere Anhaltspunkte vorliegen könnten…
Das ist so nicht korrekt. Sie haben in ihrem Statement ja betont, dass sie zum einen auf die Aussagen von Kuntz in seinem Instagram-Post (z.B. das er keine Gelegenheit hatte sich zu erklären) und zum anderen auf den Bild-Artikel vom Sonntag (angebliche Verleumdungskampagne um Geld zu sparen) reagiert haben, da dort Dinge gesagt wurden, die aus ihrer Sicht nicht den Tatsachen entsprechen. Das hat aus meiner Sicht nichts mit Nachtreten zu tun.Lautern-Fahne hat geschrieben: 13.01.2026, 04:14 Finde es noch bemerkenswerter, dass sie im NACHGANG so nachgetreten haben. Anfangs hat der HSV ja durchaus defensiv geschrieben. Aber auf Nachfrage haben die direkt rausgehauen.
In den letzten 30 Jahren - und besonders in den letzten 10 - hat sich die Sensibilität für das Thema, das hier im Raum steht, aber Gott sei Dank auch sehr verändert. Dadurch trauen sich halt auch mehr Betroffene schneller, solche Dinge offen zu machen.emkathor hat geschrieben: 15.01.2026, 07:36 Der ist seit über 30 Jahren im Geschäft und hat wohl immer einen sehr guten Ruf gehabt, sonst hätte er die Stellen, die er innehatte nie bekommen.
Die Frage ist halt leider durchaus erlaubt, wie sich diese 30 Jahre gestaltet haben und welcher soziale Umgang jeweils gepflegt wurde.emkathor hat geschrieben: 15.01.2026, 07:36 Bei der ganzen Kuntz-Geschichte stört mich ein wesentlicher Teil: Der ist seit über 30 Jahren im Geschäft und hat wohl immer einen sehr guten Ruf gehabt, [...]
Nett darfst du in Funktionärsbereich schon auf regional, Landesebene nicht sein, wenn du was werden willst. Sport, usw egal.Carsten2707 hat geschrieben: 16.01.2026, 13:03 Für mich ist in der Zeit eine Maske gefallen, weil das nicht mehr der "nette Stefan" aus seiner Zeit als Spieler war.