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Schiri-Durchsagen und Eckball bei Zeitspiel: Neue Regelungen ab der Saison 2025/26

Fußballthemen, welche den FCK nicht oder nicht direkt betreffen.
Dynamo
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Beitrag von Dynamo »

Ich halte ja so manche Regel für komplett unsinnig ( z.B. Pyrostrafen, nur Kapitän darf mit Schiri reden, Gelb für kleinste "Vergehen", Handregel usw usw).... hier bin ich aber voll auf DFB-Linie! Was uns die Spieler durch ihr Verhalten an Spielzeit wegnehmen geht auf keine Kuhhaut! Das muss sich in einer Extra-Zeit widerspiegeln und das passiert nun endlich. Wir zahlen sau viel Geld für diesen Sport (!), dafür können wir dann auch soviel Netto-Spielzeit wie möglich verlangen.
Wenn die nicht fit genug für 100+ x Minuten sind, dann liegt das am Training und nicht daran dass es zu viel Spielzeit ist. Basta....
Schnullibulli
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Beitrag von Schnullibulli »

Was die Schauspielerei angeht bin ich vollkommen bei dir!
Aber dieses "Bedrängen" des Schiris geht halt gar nicht und nervt. Was hat ein Stürmer bitte mit der Aktion zu tun und mit dem Schiri zu diskutieren und ihn zu bedrängen wenn einer in der IV den "sterbenden Schwan" miemt... Nee, nur der Spielführer ist schon sinnig und gut!
Aber ja: Schausteller wie Neymar und seine Kopien (auch bei uns) langweilen, nerven! Deswegen: wer so schwer getroffen und "verletzt" ist bleibt ein paar Minuten draußen. Wetten die Schwan- Population ist gerettet!? ;)
USTeufel
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Beitrag von USTeufel »

salamander hat geschrieben: 12.08.2025, 22:30 Die einzig sinnvolle Lösung im professionellen Fußball wäre ein Zeitnehmer, der bei Pausen ab 30 Sekunden das Knöpfchen drückt. In einer Sportarten , in der Spieler 100 Milionen Euro kosten, Magic Eyes Torlinien überwachen und Abseitslinien mit Hilfe einer KI virtuell gezogen werden, sollte es möglich sein, die Spielzeit zu überwachen wie das andere Sportarten auch tun. Jeder zu Hause und im Stadion könnte das verfolgen, Zeitspiel würde sinnlos, die simulierten Krämpfe gehörten genauso der Vergangenheit an wie die dreisten Darbietungen südländischer Spieler, sich in der Nachspielzeit einfach in aller Ruhe hinzusetzen und auf den Oberschenkel zu zeigen. Und man müsste auch nicht wie jetzt rätseln, wo nachgespielte die Zeit herkommt, jeder könnte deren Entstehung nachvollziehen.

Im Amateurbereich könnte man es ja bei klassischen Nachspielzeiten belassen.

Das ursprüngliche Argument gegen sowas waren die TV Anstalten, die planbare Spieldauern für ihr Programmschema wollten. Aber bei 12 Minuten Nachspielzeit haben sie das auch nicht mehr.
Ich habe mal im Web geschaut. Die durchschnittliche Netto Spielzeit eines Fußballspiels in Europa liegt knapp unter 60 Minuten. Dabei wird ein Spiel mehr als hundertmal unterbrochen (Einwürfe, Freistöße, Eckbälle, Auswechslungen, Behandlungen, Tore, etc.). Vielleicht sollte man Erwägen, ein Spiel auf zweimal 30 Minuten netto Spielzeit Anzusetzen. Weiß jemand, ob das schon mal versucht wurde?
Dynamo
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Beitrag von Dynamo »

Für dein Beispiel gab es früher schon Gelb oder ggf. Rot, das hat mit der Verschärfung der Regel nichts zu tun. Heute sind wir doch so weit, dass man Gelb sieht wenn man zu laut Flucht oder Schreit oder mal was in die Richtung vom Schiri sagt. Die Regel ist wider der menschlichen Natur und deshalb falsch. Wer übermäßig bedrängt soll Gelb oder Rot erhalten, wer einfach mal fragt warum das oder das passiert oder wer einfach mal schreit wenn er weggebolzt wurde es aber kein Foul gab, der sollte nicht bestraft werden....nur der Spielführer ist falsch
Schnullibulli
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Beitrag von Schnullibulli »

Nun, dann wären deiner Theorie nach so gut wie sämtliche Sportarten wider der menschlichen Natur, denn im Handball, Eishockey, Rugby etc gibt es solche Menschentrauben um den Schiri in der Regel nicht.
Rheinhessenposten
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Beitrag von Rheinhessenposten »

wäre es nicht einfach mal ein Mittel, dass der Schiri während der normalen 90 Minuten das Zeitspiel anfängt zu unterbinden?
Gerade bei Einwürfen nimmt das in letzter Zeit richtig überhand....
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Mittelhaardt
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Beitrag von Mittelhaardt »

Schnullibulli hat geschrieben: 12.08.2025, 22:33 Im Kicker stand auch dass die Stadion Durchsagen erst im Oktober in Liga 2 kommen weil früher nicht umsetzbar und die Bundesliga Priorität hat... Was machen die? Ist das atomare Physik das Headset des Schiri mit der Stadionanlage zu koppeln? Fahren da zwei Techniker unter Aufsicht einer 5 köpfigen DFL Delegation durch die Republik und die kontrollieren dann jeden Audio-Stecker?! Lachhaft!
Ein Werktag pro Verein sind in Summe dreieinhalb Wochen. Selbst das wäre in der Sommerpause locker machbar gewesen :wink:
Ereborn
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Beitrag von Ereborn »

Ich finde die langen Nachspielzeiten ok und vielleicht auch ein Schritt in die richtige Richtung. Wie oft haben wir uns über Mannschaften geärgert, die nur Zeit von der Uhr nehmen wollten.

Aber genau genommen, geht die neue Regel nicht weit genug. Ein Torjubel kann auch mal 2 Minuten dauern oder mancher lässt sich für die Auswechslung auch sehr lange Zeit, humpelt dann noch demonstrativ zur Mittellinie.

In anderen Sportarten (Basketball, Eishockey) ist es schon vom Jugendbereich her völlig normal, dass die Nettospielzeit genommen wird. Dadurch entstehen solche Auswüchse, um Zeit zu spielen, überhaupt nicht erst. Dazu braucht man dann auch keine professionellen Anzeigen oder Zeitnehmer.
Im Profifußball kann das auch ein eigener Zeitnehmer/Schiedsrichter sein, die gespielte Zeit wird ordentlich angezeigt, jeder weiß, woran er ist.

Für mich ist die aktuelle Regel sogar nur der erste Schritt - Nettospielzeit wäre das nächste. Und dann könnte man auch mal drüber nachdenken, ob man auch andere Aktionen unterbindet, die nur Zeit von der Uhr nehmen wollen - dieses typische Laufen zur Eckfahne, nur um dort den Ball abzuschirmen und Sekunden runterlaufen zu lassen - auch da könnte es z.B. eine Zeitregel geben, bis wann ein Ball wieder nach vorne gespielt werden muss, sonst gibt's Freißstoß oder Einwurf für den Gegner. Das kann im modernen Fußball etwas schwierig werden, da das sehr hohe Pressing immer häufiger vorkommt. Aber letztlich würde es den Fußball auch wieder attraktiver und nachvollziehbarer machen.
Vieles im Leben kann man mit Geld kaufen.
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Odenwalddevil
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Beitrag von Odenwalddevil »

Wenn es eh schon erwiesen ist, dass ein Spiel Netto ca 60 Minuten dauert. Dann macht es wie im Basketball oder Eishockey. Sobald der Ball im Spiel ist läuft die Uhr. Dann ist es fast egal wie lange eine Auswechslung, "Verletzung" etc. dauert.
HKeks
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Beitrag von HKeks »

Ich verstehe auch absolut nicht, warum man keine Nettospielzeit einführt, sowas funktioniert in anderen Sportarten sogar im Jugenbereich und diese ganze Schauspielerei um Zeit zu schinden würde der Vergangenheit angehören.
Ja, Nostalgiker könnten auf die "heiligen 90 Minuten" verweisen und dass der Fussball dann nicht mehr das ist was er mal war. Kann ich ein Sück weit verstehen, aber das ist er ja ohnehin schon nicht mehr.
Ich stelle mal eine ganz steile These auf, vielleicht eine Verschwörungstheorie, an die ich selbst nicht komplett glaube: Die verantwortlichen Verbände (allen voran FIFA, UEFA) wollen nicht an das Thema ran, weil alles was die Emotionen der Fans aufheizt, auch wenn es negative sind, gewollt ist, um das Produkt zu promoten. Ist vielleicht auch nachvollziehbar. Und natürlich regt man sich auf, wenn der Gegner bei knapper Führung auf Zeit spielt und die Gefühle kochen hoch.
In diese Argumentation würde auch passen, dass man offenbar kein Interesse hat gegen die Schauspielerei im Fussball vorzugehen. Ein Spieler, dem offenbar nachgewiesen werden kann, dass er eine Schwalbe gemacht hat um sich einen Vorteil zu verschaffen (ich glaube jeder hat hierzu Bilder im Kopf) gehört für mich nachträglich für 3 Spiele gesperrt. Machbar, aber wird nicht angedacht. Die Schauspielerei würde ganz schnell aufhören. Aber die Emotionen auf den Rängen wären vielleicht auch wieder eingedämmt.
Ich liebe diesen Sport, aber muss auch zugeben, dass ich keinen anderen Sport kenne, in dem Unfairness so zur Tagesordnung gehört, weil es die Regeln halt zulassen (oder fördern?).
Ja, wie gesagt, steile These, aber kann man ja mal in den Raum stellen ;)
Yogi
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Beitrag von Yogi »

ich finde auch schon seit Jahren ,man sollte die Uhr wie beim Eishockey bei Unterbrechungen die Zeit anhalten .So dass wirklich bei jedem Spiel auch die kompletten 90 min gespielt werden.Ich denke die Zeitschinderei wird dadurch schon drastisch reduziert. Gute Neuerungen wären statt Einwurf ein Einschiessen.
Und der VAR sollte das Unsinnige eingreifen beim Abseits im cm Bereich , das man nur durch Linien ziehen am TV erkennen kann ,echt überdenken. Das macht den Fussball kaputt mit dem ewigen nachsehen vom Schiri auf dem Stadion TV. Ein Vorteil hat der Angreifer dabei auch nicht. Gleiche Höhe KEIN ABSEITS wie früher war zehnmal besser und für ziemlich jeden erkennbar.
VAR Eingriff nur wenn Schiri nicht sieht dass der Angreifer klar Abseits steht ,mindestens 30 cm , man sollte das auch nur auf die Beine oder Körper beschränken und dadurch ein Vorteil entsteht. (statt zb 3cm Finger , Zehenspitze , Arm usw. wo soll da der Vorteil sein?) Das sehen die Schiris schon zu 95% mit blosem Auge richtig und würde nicht zu dauernden Zeitunterbrechungen und Diskussionen führen.
HANSLIK/Man of the important Goals
Allahopp
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Beitrag von Allahopp »

Solange die Sende- und Laberzeiten mit hochbezahlten Experten bei Sky und DAZN so zusätzlich gefüllt werden können, unterstützen diese Sender die längeren Nachspielzeiten. Bei Übertragungen der öffentlich-rechtlichen wirds kritisch, da drohen Abbrüche wegen der anscheinend nicht verschiebbaren Nachrichtensendungen oder anderen Programmzwängen.
Und überhaupt ist das auch mit den ÖPNV-Verbindungen der Vereine abgestimmt. Für manche Zuschauer gerade im ländlichen Raum sind die Anschlüsse nicht im zehn-Minuten-Takt zu erreichen. Ich denke nur an das Verkehrschaos am Samstag nach dem Betze Spiel.
Angeblich denkt man ja immer nur an die Zuschauer. Die waren am Samstag im Stadion aber auch sehr allein gelassen bei den VAR-Einsätzen. Wir brauchen keinen Schiri als Moderator. Aber eine bessere Information auf den Stadion-Bildschirmen wann und warum gecheckt und wie entschieden wurde ist dringend notwendig.
Struuunz
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Beitrag von Struuunz »

Ich bin mir unsicher, ob eine Netto-Spielzeit alleine tatsächlich zum gewünschten Ergebnis führen würde - denn das wäre ja ein Freifahrtschein um in der "toten Zeit" noch länger zu trödeln. Warum sollten die angeblichen Krämpfe nicht weiterhin vorgetäuscht werden, um den Kollegen Zeit zum Verschnaufen zu verschaffen, oder sogar dem Trainer die Möglichkeit zu Taktikbesprechungen zu geben?! Eine Kombination aus mehreren Vorschlägen (beispielsweise das angesprochene "nach einer Unterbrechung wegen eines Krampfs bleibst du mal drei Minuten draußen") wäre wohl nötig.

Meiner Meinung nach müssten die Strafen für Zeitschinden drastisch erhöht werden und es müsste viel schneller eingegriffen werden, wenn dies offensichtlich ist. Zum Beispiel auch bei diesem unsäglichen Weitergeben des Balles bei Einwürfen. Da wirft dann halt der Gegner, wenn der Ball erst mal Mannschaftsintern rumgereicht wurde.

Außerdem würde ich den VAR rigoros dafür nutzen um Schauspielerei zu unterbinden. Ganz besonders nervt es mich, wenn sich bei Kopfballduellen oft sofort mit der Hand an den Kopf gegriffen wird, um eine gelbe Karte zu provozieren, obwohl der Gegner mit Hand/Ellenbogen allenfalls die Brust berührt hat. Gelbe Karte nach Videobeweis und diese Simulationen (und dadurch hervorgerufene längere Unterbrechungen) hören dann ganz schnell auf.


Yogi hat geschrieben: 13.08.2025, 10:39 Gleiche Höhe KEIN ABSEITS wie früher war zehnmal besser und für ziemlich jeden erkennbar.
Äh - "ganz früher" war gleiche Höhe sehr wohl abseits - heute eben nicht mehr. Oder wurde das gerade schon wieder geändert?! ;-)
M1SA
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Beitrag von M1SA »

Hab mir zu den jetzt kommenden längeren Spielzeiten auch mal Gedanken gemacht. Am Samstag im Stadion hab ich mich sehr darüber aufgeregt, und auch heute noch denke ich,
:knodder: :knodder: daS DAAS DER GRÖ?TE SCHEIXXX IST!111!!!!1! :knodder: :knodder:
Ganz nüchtern betrachtet scheint es nachvollziehbar, das es jetzt klare Regelungen für die Berechnung der Nachspielzeit gibt.

Wer sind die Gewinner und Verlierer aus dieser Änderung?

Aus Spielersicht ist hier auf jeden Fall die höhere Belastung und damit insbesondere die höherer Verletzungsanfälligkeit zu betrachten. Wenn man's mal grob hochrechnet und von rund 5 Minuten längeren Spielzeiten ausgeht sind das bei 34 Spieltagen gerundet zwei Spielzeiten a 90 Minuten mehr auf dem Buckel für jeden Spieler! Heißt du brauchst mehr Spieler um die höheren Spielzeiten und Verletzungen zu managen... Wird sich nicht jeder Verein leisten können...

Als Stadionbesucher gehen zusätzlich noch mehr Emotionen und der Spielfluss auf dem Feld verloren. Die spannendste Spielzeit ist doch ab der 60/65 Minute bis Abpfiff. Spieler und Stadion geben nochmal alles, und alle fiebern dem Ende entgegen. Pustekuchen ab sofort. Spieler müssen noch Luft für die Nachspielzeit haben. Zuschauer verlassen vor oder direkt nach Abpfiff das Stadion, weil sie noch den Zug oder Bus bekommen müssen...

Ich verstehe auch nicht ganz wieso wir aufgrund des VAR jetzt anfangen müssen die Spielzeiten zu erhöhen.. Ist doch Bullshit, die sollen einfach schneller entscheiden... Damit wird ja das Problem nicht gelöst das die so lange brauchen. Will mir nicht in den Kopf.
Werden wir uns aber wohl dran gewöhnen müssen, der große Nutzniesser davon sind doch die Streaming-Plattformen, noch ne werbepause mehr. Mehr Spielzeit für die Bandenwerbung etc. Am End gehts ums Geld. :knodder: :knodder: :knodder:
Uff De Betze Unser Mannschaft! 3 Punkte :teufel2:
Mephistopheles
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Beitrag von Mephistopheles »

Ich finde es richtig und gut, dass man versucht, auf eine Netto-Spielzeit von 60 Minuten zu kommen. Das könnte man auch auf anderen Wegen erreichen, also durch den Einsatz entsprechender technischer Hilfsmittel. Das provokative, langsame Herausmarschieren bei Spielerwechsel, evtl. noch garniert mit einem Händeklatschen bei eigener 1:0 Führung oder heftiger Umarmung mit dem neuen Spieler hätte ein Ende.
TimWiese
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Beitrag von TimWiese »

Yogi hat geschrieben: 13.08.2025, 10:39 ich finde auch schon seit Jahren ,man sollte die Uhr wie beim Eishockey bei Unterbrechungen die Zeit anhalten .So dass wirklich bei jedem Spiel auch die kompletten 90 min gespielt werden.Ich denke die Zeitschinderei wird dadurch schon drastisch reduziert. Gute Neuerungen wären statt Einwurf ein Einschiessen.
Das wird schonmal auf keinen Fall so kommen. Dann geht ein Spiel 120 Minuten. Wenn Zeitstoppen, dann wird ein Fußballspiel auf 60 Minuten begrenzt werden. Aber Zeit stoppen und trotzdem 90 Minuten spielen, wird niemals so kommen.
SPKL
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Beitrag von SPKL »

Hatten wir nicht ein ähnliches Phänomen nach der WM in Katar? Ebenso wie die Regelung, dass nur noch der Kapitän mit dem Schiri sprechen darf, und alles weitere mit gelb geahndet wird?

Wird ein weiteres Strohfeuer sein. Spätestens nach der Winterpause werden sich die Nachspielzeiten wieder normalisieren.
FCK-Augustin
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Beitrag von FCK-Augustin »

Die „Sackhaaresbreite-Entscheidungen“ und insbesondere deren überlange Überprüfung durch den VAR gehen mir auch auf den Selbigen!
Hier könnte man doch eine (Abseits-) Toleranz von 20-30 cm akzeptieren und einbauen. Gerne elektronisch überprüfen, wenn‘s denn sein muss. Das würde dann aber ganz schnell zu schaffen sein! Schiri und Linienrichter (der heißt jetzt auch anders, oder?!) könnten dann schneller Tatsachenentscheidungen auf dem Platz treffen.

Bei Zeitverzögerungen durch Weitergabe des Balls bei Einwürfen, Ecken usw., auch bei Shakehands bei Spielerwechsel … dem Schiri ebenfalls wieder mehr „Tatsachenentscheidungs-Kompetenz“ (herrlicher Begriff :wink: ) geben, die er dann in Gelbe Karten umwandeln könnte!
Und richtig, wer quasi auf dem Platz (wegen offenkundiger Nicht-/kaum Berührung) „stirbt“, sollte sich dann neben dem Spielfeld 5 Minuten erholen dürfen. :wink:

Last but not least, bin gespannt, ob es für die Schiedsrichter-Erläuterungen vorher noch ein paar Gender-Schulungen beim DFB gibt - und welcher Expertenkreis deren Umsetzung schließlich überwacht … ! :!:
Ob‘s dann auch noch nachträglich Strafen für den Schiri gibt? Eigentlich zwingend! :lol:

Nur der FCK
All’ noh vühr, dä Rest blejft hönnen … ! :teufel2:
slminnie
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Beitrag von slminnie »

Ich bin auch so hin und hergerissen wegen VAR und tendierte eigentlich auch dazu zu sagen, dass sich das früher ohne VAR über eine Saison immer irgendwie ausgeglichen hat. ABER, ich glaube mich auch erinnern zu können, dass wir bei den alten Statistiken wie Wahre Tabelle oder wie das hieß, eigentlich immer schlechter weggekommen sind und uns das pro Saison immer einige Punkte gekostet hat. Und wenn man mal ehrlich ist, waren das letzten Samstag die besten Beispiele dafür. Der Elfer wäre nicht gepfiffen worden und die rote Karte inkl Sperre hätte es gegeben. Was halt wirklich schlecht ist, ist die Umsetzung des VAR. Der Elfer zB wurde nur gepfiffen, weil Hanslik ewig lange liegen blieb und der VAR dann eben mal geschaut hat (genauso wie letzte Saison Futkoy von Fürth als die bei uns gespielt haben). Das sind eben Begleiterscheinungen, die die eigentlich gute Technik VAR wieder ad absurdum führen. Oder eben, warum gibt der VAR bei einer Szene Hand und in einem anderen Spiel bei der gleichen Situation eben nicht. Das liegt dann aber nicht an der Technik sondern eben immer noch an der Umsetzung/Auslegung der Regeln. Da ist halt dann keine einheitliche Linie da. Und genau deshalb haben wir 12 Minuten Nachspielzeit oder vielleicht nur 3 oder 8. Also ist es nicht die Technik, sondern die Umsetzung. Meiner Meinung nach hängt das alles viel zu viel von Menschen im Verborgenen ab. Mehr Transparenz, einheitliche Vorgehensweisen und vielleicht auch Veto-Rechte bzw Rechte bei den Vereinen Szenen checken zu lassen, würden helfen. Gerade findet die Hockey EM statt, da kann man meiner Meinung nach gut sehen, wie ein Zusammenspiel mit der Technik und einem VAR klappen kann. Gruss
Ageongki
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Beitrag von Ageongki »

Ich war eigentlich immer der, der am aller lautesten nach Nettospielzeit geschrien hat. Wenn man aber länger darüber nachdenkt, bringt es auch jede Menge Nachteile mit sich, die mir so lange nicht klar waren.

Wenn die Uhr bei jeder Unterbrechung angehalten wird, würden wir definitiv Dinge wie beim Basketball sehen. Zum Beispiel weitaus mehr taktische Fouls des Teams welches im Rückstand liegt, vor allem in der Schlussphase. Außerdem würde der Endspurtdruck und die Dynamik dessen verloren gehen. Der Zeidruck erzwingt heute schnelle Einwürfe, Ecken etc. vor allem wenn man auch hier im Rückstand liegt. Solche Drangphasen würden abnehmen, weil man ja im Prinzip ewig Zeit hat um Standards auszuführen. Aber meine zwei größten Sorgen wären: 1. Es öffnet die Tür für klar planbare Werbung und zwar nicht nur durch kleine Einblendungen sondern eben so richtige Unterbrechungswerbung. Ich könnte mir gut vorstellen, dass man sich dann irgendwann überlegt "Och, bei der 50 Unterbrechung macht der Schiri mal kurz ne Pause und wir blenden was ein", ist natürlich jetzt Spinnerei von mir aber alleine die Möglichkeit nervt mich. Aktuell gibt es diese Möglichkeit schlicht nicht, weil die Uhr und das Spiel einfach gnadenlos an einem Stück laufen, da kann man so was nicht machen. 2. Am Ende haben wir einfach nur ein neues Streitfeld weg von "zu wenig Nachspielzeit" hin zu "zu spät/früh gestoppt", Millisekundendebatten bei Aus- Fouls oder Toren ("war der Ball vor dem Tick auf die Null schon weg vom Fuß und auf dem Weg zum Tor oder nicht?" etc). Abgesehen davon, wäre es natürlich ein krasser kultureller Bruch und Statistiken von früher dann eventuell nicht mehr so richtig vergleichbar.

Vor dem Hintergrund finde ich die neue Lösung gar nicht so schlecht auch wenn man die sicher ebenfalls noch optimieren kann.
Schlossberg
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Beitrag von Schlossberg »

Die Achtsekundenregel öffnet fast zwangsläufig die Tür für weitere, ähnliche Regeln.
Wie lang darf es dauern, bis ein Freistoß/Eckball/Einwurf ausgeführt wird?
Wie lang darf der Ball in der eigenen Hälfte bzw. am Mittelkreis hin- und hergespielt werden?
Was ist die Folge bei Überziehen des Zeitrahmens? Gegnerischer Ballbesitz oder mehr?
Gibt es bald zusätzlich eine Zeitschiedsrichterin als Fünfte Offizielle?

Fußball war mal einfach. Aber Lineker ist leider out.
Schnullibulli
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Beitrag von Schnullibulli »

Naja, ein Freistoß ist zB klar geregelt.

Der Ball ist immer frei (also sofort spielbar wie es Ritter gerne nutzt für ne Gelbe des Gegners). Es sei denn der Schiri sagt an dass er den Ball frei gibt was halt in Strafraumnähe üblich ist.

Die 8 Sekunden Regel ist in dem Sinne ja nicht neu. Nur die Strafe mit der Ecke ist eben effizienter als ne Gelbe in Minute 95. Wobei die Strafe in dem Sinne regeltechnisch "falsch" ist, da die Ecke an sich auch klar definiert ist (Ball von der verteidigenden Mannschaft zuletzt berührt bei Torhaus). Bin mal gespannt was abgeht wenn sowas ein Spiel dann entscheidet oder gar ein Weiterkommen im Pokal oder gargar nen Titelgewinn!

Ich find es wird zu viel "geregelt" .
betze25
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Beitrag von betze25 »

Die längeren Nachspielzeiten sind absolut ok. Warum?
Weil zb. dieses herumgewälze nach einem Zweikampf, als ob man einen doppelten Schienbeinbruch hat , langsam unerträglich wird. das kostet Spielzeit und ist außerdem hochgradig unsportlich, weil es nur dazu dient den Schiedsrichter zu beeinflussen damit dieser, eben genau wie im fck Spiel emotional eine rote karte zeigt, obwohl, wie gesehen, gelb vollkommen angemessen war. 2 minuten später steht der Spieler wieder und spielt als ob nichts war. von wegen brutal getreten worden. Um Zeit zu schinden werden auch auf dem Platz Behandlungen gemacht die einen ganz anderen Zweck haben. also wenn alle wissen das diese Schauspielereien nichts bringen und nachgespielt werden, geht es hoffentlich wieder etwas fairer zu
pisano96
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Wohnort: Wörth

Beitrag von pisano96 »

Für mich wäre ein einheitlicher dauerhafter Protest mit Stimmungsboykott unter Führung aller deutscher Ultra-Gruppierungen wegen dieser Scheiße mal eine Ansage. In Deutschland kann man im Gegensatz zu Ländern wie England dadurch wenigstens noch ab und an etwas erreichen. Was würden da unsere Medien, speziell die Fernsehsender staunen, wenn mal bei diversen Derbys und Top-Spielen keine Stimmung oder die Kurve leer wäre!? Es gibt Länder, in denen die Kurven es wegen diversen Vorkommnissen schon vorgemacht haben. Da aber schon wegen dem Videobeweis nichts großes organisiert wurde habe ich dbzgl. keine Hoffnung, daß da etwas passieren wird. Hinzu kommt die traditionelle deutsche Korinthenkackerei und Uneinigkeit vieler Leute. Das “ja” (wie zu aktuellem Thema) und “finde ich gut” (z.B. Strafen fũr Pyro) bleibt immer in größerer Anzahl bestehen. Dieser Sport ist in seinen ersten 2 Ligen tot!!!! Das Geld hat diese Beziehung zunichte gemacht.
Sauewer2
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Beitrag von Sauewer2 »

Yogi hat geschrieben: 13.08.2025, 10:39 ich finde auch schon seit Jahren ,man sollte die Uhr wie beim Eishockey bei Unterbrechungen die Zeit anhalten .So dass wirklich bei jedem Spiel auch die kompletten 90 min gespielt werden.Ich denke die Zeitschinderei wird dadurch schon drastisch reduziert. Gute Neuerungen wären statt Einwurf ein Einschiessen.
Und der VAR sollte das Unsinnige eingreifen beim Abseits im cm Bereich , das man nur durch Linien ziehen am TV erkennen kann ,echt überdenken. Das macht den Fussball kaputt mit dem ewigen nachsehen vom Schiri auf dem Stadion TV. Ein Vorteil hat der Angreifer dabei auch nicht. Gleiche Höhe KEIN ABSEITS wie früher war zehnmal besser und für ziemlich jeden erkennbar.
VAR Eingriff nur wenn Schiri nicht sieht dass der Angreifer klar Abseits steht ,mindestens 30 cm , man sollte das auch nur auf die Beine oder Körper beschränken und dadurch ein Vorteil entsteht. (statt zb 3cm Finger , Zehenspitze , Arm usw. wo soll da der Vorteil sein?) Das sehen die Schiris schon zu 95% mit blosem Auge richtig und würde nicht zu dauernden Zeitunterbrechungen und Diskussionen führen.

Morgen , nur deinen Thread für mehrere gepickt, andere fordern sogar auch wegen dem Haufen Geld muss man 90 min Netto spielen :(

Unseren armen Teufel , wir bräuchten 40 Spieler wenn das mit Kondition gehen soll und 10 wechsel erlaubt . Der Sport ist viel schneller als in den 70,80,90 ern auch wenn wir es nicht wahrhaben wollen .

Beim Abseits bin ich voll bei dir , es muss festgelegt werden und gezeigt ,wann der Ball den Passgeber verlässt . Erst dann kann ich solche Zehntel Entscheidungen bei der Linie verstehen .
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