
Zwei FCK-Torhüter nächste Woche auf Länderspielreise
Am Wochenende von 21. bis 23. März 2025 ruht in der 2. Bundesliga wegen der anstehenden Länderspielpause der Ball. Grant Ranos und Simon Simoni sind dann für die A-Nationalmannschaften Armeniens und Albaniens im Einsatz, Fabian Heck und Drini Miftari wurden für die U21-Auswahlen Luxemburgs und des Kosovos nominiert.
Grant Ranos hat bereits 17 A-Länderspiele für Armenien absolviert und steht nun für die kommenden beiden Partien erneut im Aufgebot des neuen Nationalcoachs John van ‚t Schip. In den beiden Nations-League-Playoffspielen gegen Nachbarland Georgien am Donnerstag, 20. März 2025, in Jerewan und am Sonntag, 23. März 2023, in Tiflis geht es für Armenien um den Aufstieg in Liga B.
Simon Simoni, der am Samstag in Paderborn in den Schlussminuten sein Pflichtspieldebüt für die Roten Teufel feierte, wurde von Nationaltrainer Sylvinho als einer von vier Torhütern ins Aufgebot Albaniens für die WM-Qualifikationsspiele am Freitag, 21. März 2025, im Wembley-Stadion gegen England sowie drei Tage später in Tirana gegen Andorra berufen.
Für die U21-Nationalmannschaft Luxemburgs steht Fabian Heck im Kader von Trainer Dan Huet für das Freundschaftsspiel am Dienstag, 25. März 2025, in Hosingen gegen Albanien. Drini Miftari aus der U21 der Roten Teufel wurde zudem erstmals vom kosovarischen Fußballverband eingeladen. U21-Nationaltrainer Afrim Tovërlani nominierte den Innenverteidiger für die beiden Freundschaftsspiele am Freitag, 21. März 2025, in Alanya gegen die Türkei und am Dienstag, 25. März 2025, in Belek gegen Moldawien. Die beiden FCK-Talente könnten jeweils ihr Debüt für die U21-Nationalteams geben.
Ein Roter Teufel bleibt in der kommenden Woche erstmal in Kaiserslautern, steht aber zumindest auf Abruf für sein Nationalteam bereit: Filip Kaloc steht im erweiterten Aufgebot der tschechischen Nationalmannschaft für die beiden WM-Quali-Spiele gegen die Färöer und Gibraltar und könnte bei Ausfällen im Kader noch nachnominiert werden.
Quelle: fck.de
Ergänzung, 22.03.2025:
"Kein Teamplayer": Grant Ranos bricht Länderspielreise ab
Grant Ranos hat die Länderspielreise mit Armenien abgebrochen und befindet sich auf dem Rückweg zum 1. FC Kaiserslautern. Vorangegangen sein soll ein Disput des 21-Jährigen mit dem Nationaltrainer.
John van't Schip, der Armenien seit Februar trainiert und letzte Saison bei Ajax Amsterdam tätig war, verkündete Ranos' Abgang heute auf einer Pressekonferenz. Demnach habe der FCK-Angreifer einen Platz in der Startelf gefordert oder andernfalls mit seiner Abreise gedroht. Der Trainer beschrieb den Ablauf wie folgt: "Ich möchte die Situation in Bezug auf einen der Spieler der armenischen Nationalmannschaft klären. Grant Ranos hat sich in einem Gespräch mit mir selbst aus dem Team genommen, indem er einen Platz in der Startelf forderte. In meiner Trainerkarriere habe ich so etwas noch nie erlebt, dass ein Spieler damit droht, das Team zu verlassen, wenn ich ihn nicht für die Startelf nominiere. So hat er nun die Mannschaft verlassen. Wenn du so etwas tust, bist du kein Teamplayer. Ein Spieler, der nur 18 Minuten in der 2. Bundesliga gespielt hat in den letzten Monaten, fordert einen Platz in der Startelf."
"In meiner Trainerkarriere habe ich so etwas noch nie erlebt"
Der einst bei Bayern München und Borussia Dortmund ausgebildete Ranos ist in der laufenden Rückrunde von Borussia Mönchengladbach an den 1. FC Kaiserslautern ausgeliehen. Nach Anlaufschwierigkeiten kam der Flügelstürmer zuletzt zwei Mal als Joker zum Einsatz. Bei Gladbach wurde er in der Hinrunde ebenfalls nur zwei Mal kurz eingwechselt. Für Armenien hat der 21 Jahre alte Ranos bislang 17 Länderspiele (4 Tore) absolviert, saß am Donnerstag beim Hinspiel der Nations-League-Playoffs gegen Georgien (0:3) jedoch 90 Minuten auf der Bank. Ob zeitnah noch weitere Länderspiele für Ranos hinzukommen, dürfte nach dem Disput mit dem Nationaltrainer mehr als fraglich sein.
Quelle: Der Betze brennt
Ergänzung, 23.03.2025:
Ranos äußert sich: "Das hat mich sehr traurig gemacht"
Grant Ranos hat sich nach dem Eklat und seiner Abreise vom armenischen Nationalteam zu Wort gemeldet. Laut seiner Version habe er sich gemeinsam mit dem Nationaltrainer darauf geeinigt, zum 1. FC Kaiserslautern zurückzukehren.
Armeniens Coach John van't Schip hatte vor dem heute stattfindenden Nations-League-Rückspiel gegen Georgien harte Kritik an Ranos geübt (siehe gestrige DBB-Meldung). Demnach habe der von Mönchengladbach nach Kaiserslautern ausgeliehene Flügelstürmer einen Startelf-Platz gefordert oder ansonsten mit seiner Abreise vom Nationalteam gedroht. Der 21 Jahre alte Ranos stellt dem nun seine Sicht der Dinge gegenüber. Er habe dem Trainer in einem vertraulichen Gespräch seine volle Motivation für einen Einsatz in Georgien mitgeteilt, von van't Schip aber eine Abfuhr erhalten. Da ihm die Einsatzminuten im Moment besonders wichtig seien, habe er sich mit dem Nationaltrainer daraufhin auf eine sofortige Rückkehr nach Kaiserslautern geeinigt.
In einer Story auf seinem persönlichen Instagram-Kanal schreibt Ranos, der selbst kein armenisch spricht, auf englisch, von uns übersetzt in deutsch: "Jeder, der mich kennt, weiß, dass es für mich die größte Ehre ist, für mein Land Armenien zu spielen. Im Vertrauen auf ein vertrauliches Gespräch mit dem Nationaltrainer gestern wollte ich mit ihm über meine Situation sprechen. Ich wollte ihm mitteilen, dass ich bereit bin, mich gut fühle und total motiviert bin, zu spielen und der Mannschaft zu helfen. Überraschenderweise teilte mir der Trainer dann mit, dass er für das kommende Spiel keine Pläne mit mir habe. Das hat mich natürlich sehr traurig gemacht. Da mir die Einsatzminuten im Moment besonders wichtig sind und ich keine Aussicht darauf hatte, sie zu bekommen, habe ich mich bereit erklärt, nach Kaiserlautern zurückzukehren, um mich auf das nächste Spiel vorzubereiten und wir haben uns gemeinsam darauf geeinigt. Ich möchte betonen, dass es für mich nichts Schöneres gibt, als für mein Land - Armenien - zu spielen, und das wird immer so bleiben!" Abgeschlossen ist der Beitrag mit der Flagge Armeniens und einem Herz-Emoji.

Quelle: Der Betze brennt

