Ich möchte hiermit dem Journalisten bzw. Interviewer der Rheinpfalz ein schlechtes Zeugnis ausstellen.
Wenn Kemmler so einen Spruch zum jetzigen Zeitpunkt 'raushaut, dann muss vom Interviewer die Frage kommen, in welcher Größenordnung er das Gesamtinvest für die Mission Aufstieg denn so ansiedeln würde. Mit fundierter Infrastruktur (NLZ), mit professionellen Strukturen im Verein, mit eigenem Stadion. All solche Dinge, die eine gewisse Nachhaltigkeit garantieren und deshalb unabdinglich sind bei einem
geplanten Aufstieg. Also mit Chancen, nicht sofort wieder in die zweite Liga zurück gekotzt zu werden, alle Spieler zu verlieren, und dann wieder gegen den Abstieg in die dritte Liga und die nächste Insolvenz kämpfen zu müssen.
Wenn ihm dann bewusst ist, dass man hier über dreistellige Millionenbeträge redet und es auch kein Problem für die SPI darstellt, diese locker aufzubringen, dann kann man solch eine Aussage gerne mal machen als Investor. Aber nur dann!
Für den Fall, dass das Invest der SPI solche Größenordnungen nicht erreichen kann (was ich glaube), sollte man sich einfach daran erfreuen, dass es gerade gut läuft auf dem Rasen und gerne darf man als Investor dann mal auf den Faktor "Glück" hoffen. Dies sollte man aber still und heimlich tun, oder auch gerne als "Hoffnung" im Interview formulieren.
Wenn man einen Aufstieg aber einfordert -und das tut Kemmler da- dann muss man auch
vorher die Munition bereitstellen, die es braucht, um alle anderen Kaliber in dieser Liga zuverlässig zu erschießen
Das soll jetzt nicht despektierlich klingen, ich bin unseren Investoren sehr dankbar, ohne sie wären wir jetzt gar nicht da, wo wir sind! Wir Fans haben das kapiert, sind dankbar und inzwischen tatsächlich "demütig" geworden.
Aber wenn die Investoren jetzt selbst jegliche Demut über Bord werfen wollen, dann sollten sie auch wissen, welche monetären Aufgaben damit langfristig verbunden sind.
Aufstieg wünschen? Klar, gerne.
Aufstieg fordern: Dann schiebt mal 200 Mio's 'rüber und gebt dann gerne ein solches Interview
Nix für Ungut
