
Samstag, 20:30 Uhr: Anfang und die Aufstellungsfrage
Die aktuellen Top-3-Teams der Liga warten auf den 1. FC Kaiserslautern: Zunächst der SC Paderborn, danach Düsseldorf und Magdeburg, dazwischen noch Erstligist Stuttgart im Pokal. Wie werden sich die Roten Teufel schlagen?
Paderborn ist nicht gerade der Lieblingsgegner des FCK, und das liegt nicht nur am Graue-Maus-Image der Ostwestfalen. Nach der Rückkehr in die Zweite Liga setzte es bisher zwei Heimniederlagen gegen das Team von Lukas Kwasniok, nämlich ein 0:1 an einem Freitagabend (die erste Zweitliga-Pleite nach dem Aufstieg) sowie ein 1:2 am Samstagabend (das letzte Spiel von Dimitrios Grammozis). Läuft es dieses Mal, erneut im Top-Spiel zur Prime-Time, besser für die Betze-Buben? Nach der zweiten Länderspielpause der Saison wollen es Markus Anfang und sein Team jedenfalls besser machen als nach der ersten, wo sie vier Mal sieglos blieben. Diese Ergebniskrise war bekanntlich verbunden mit dem Abrutschen auf Platz 12, nur noch drei Punkte vor der Abstiegszone. Paderborn dagegen grüßt wie so oft zu diesem Zeitpunkt der Saison unter Coach Kwasniok aus oberen Gefilden - aktuell Rang 3.
Verletzungen und Formkrisen: Wie stark ändert Anfang die Aufstellung?
Spannend wird nicht nur wegen der letzten Ergebnisse, sondern vor allem aufgrund der sich zuspitzenden personellen Situation die Frage nach der Aufstellung: Beim 1:2 im Testspiel gegen den SC Freiburg, immerhin ein Europacup-Anwärter aus der Bundesliga, probierte Trainer Anfang unter anderem eine Dreier-/Fünfer-Abwehrkette und einen Zweier-Sturm aus. Für die nach den Ausfällen von Boris Tomiak (Bänderriss im Sprunggelenk) und Jan Gyamerah (Muskelfaserriss) verwaiste "Sechser"-Position durften sich Afeez Aremu und Luca Sirch über 90 Minuten empfehlen. Aber auch Lösungen mit Filip Kaloc und/oder Tobias Raschl sind im Zentrum denkbar. Weil neben Topscorer Aaron Opoku (Adduktorenverletzung) wohl auch Defensivallrounder Almamy Touré (Oberschenkelverletzung) weiterhin ausfällt, winkt Jean Zimmer ein Startelf-Comeback als Rechtsverteidiger. Der letzte Woche wegen eines Infekts geschonte Marlon Ritter sollte bis Samstag wieder einsatzbereit sein.
Im Fritz-Walter-Stadion werden trotz eines dreiviertel leeren Gästeblocks erneut über 40.000 Zuschauer mitfiebern. Der FCK hat heute Morgen weitere Blöcke auf der Osttribüne zum Vorverkauf freigegeben: Zum Online-Ticketshop.
Quelle: Der Betze brennt
Weitere Links zum Thema:
- Übersicht: Kompletter Team-Status des 1. FC Kaiserslautern
Ergänzung, 16.10.2024:
Gegner-Check: Offensiv-Quirle bremsen, Götze entzaubern
Der 1. FC Kaiserslautern bräuchte dringend einen Sieg, um wieder in die Spur zu kommen. Mit dem SC Paderborn kommt nun allerdings ein noch ungeschlagenes Team uffen Betze. Wie heißt es so schön: Serien sind dazu da, gebrochen zu werden.
Anspruch und Wirklichkeit: Vergangene Saison besuchten im Schnitt 12.989 Zuschauer die Heimspiele des SC Paderborn. Da können Vereine wie der 1. FC Kaiserslautern, Schalke 04 und der 1. FC Köln nur mitleidig lächeln. Um den Saisonstart und den aktuellen Tabellenplatz allerdings dürfen die Traditionsvereine den kleinen Club aus Ostwestfalen beneiden. Denn der SCP ist diese Saison noch ungeschlagen, steht auf Platz 3, nur einen Punkt vom Gipfel entfernt. Hat auch in dieser Runde wieder einen Kader von für Zweitliga-Verhältnisse überdurchschnittlich hoher spielerischer Qualität zusammengestellt, ohne dass dafür Konzernmillionen in die Hände von Sport-Geschäftsführer Benjamin Weber flossen. Was angesichts der bescheidenen Einnahmen im Ticketing bedeutet, dass er regelmäßig Transfer-Erlöse einstreichen muss. Diesen Sommer frischte Weber die Kasse mit den Verkäufen von Stürmerpfeil Sirlord Conteh und Sechser Kai Klefisch auf. Außer den beiden aber keiner, der zuletzt noch echte Stammkraft war. Robert Leipertz, Marco Schuster, Jasper van der Werff, Maximilian Rohr, Keeper Jannik Huth und der zum FCK gewechselte Jannis Heuer waren lediglich noch Teilzeitkräfte, brachten dementsprechend nur kleines Geld. Interessant: Gegen Ulm und Münster, also die Teams, gegen die die Betze-Buben ihre bislang einzigen Siege feierten, spielten die Paderborner nur Unentschieden. Sie schlugen allerdings Hertha BSC und Hannover - Lautern verlor gegen beide. Und die Partien gegen Fürth und Hamburg endeten für beide Remis.
Die Neuen: Ach ja. Im Sommer verpflichteten die Paderborner einen gewissen Felix Götze (26) von Drittligist Essen. Ablösefrei. Er wurde direkt Stammspieler. Beherrscht als feiner Techniker das Aufbauspiel aus der Abwehr, sowohl von der Sechser- als auch von der Innenverteidiger-Position. Von Januar 2021 bis Sommer 2022 hat Götze diese Rollen mal beim FCK gespielt. Und wie gut könnte auch die aktuelle einen solchen Spielertyp gebrauchen. Wär's dem DFB-Pokal-Finalisten 2024 denn nicht möglich gewesen, das bessere Angebot zu machen? Darüber hinaus verpflichtete SCP-Manager Weber für eine geringe Ablöse den erfahrenen Sven Michel (34) von Bundesligist Augsburg. Der Rest kam mehr oder weniger für lau. Keeper Markus Schubert (26) wurde aus Belgien nach Deutschland zurückgeholt, von den Drittligisten Duisburg und Dresden kamen Talent Santiago Castañeda (19) und Mittelfeld-Kollege Luca Herrmann (25), von den Zweitvertretungen des FC St. Pauli und des SC Freiburg Defensivkraft Tjark Scheller (22) und Flügelstürmer Mika Baur.
Die Formation: Viele reden von Variabilität, Paderborns Trainer Lukas Kwasniok praktiziert sie. Vorne setzt er auf ein Offensivtrio, das mal als Dreiersturm die volle Spielfeldbreite nutzt, mal mit einer Keilspitze und zwei Halbstürmern oder als Doppelspitze mit Zehner dahinter agiert - und das in munterem Wechsel. Auch bei der personellen Besetzung dieser Positionen variiert Taktik-Nerd Kwasniok gerne. Beim 3:0-Heimsieg zuletzt gegen Regensburg starteten Koen Kostons (26), Filip Bilbija (24) und Michel. Ebenso denkbar ist aber ein Einsatz von U20-Nationalspieler Ilyas Ansah (19). Bilbija könnte auch im zentralen Mittelfeld auftreten, wenngleich er vorne gefährlicher ist: Mit bereits fünf Treffern ist er zurzeit bester Torschütze seines Teams. Und wenn vorne eine Kante in die Schlacht geworfen werden muss, ist nach wie vor Adriano Grimaldi (34) zur Stelle. Auf der Sechs hat sich der 19-Jährige Neuzugang Castañeda direkt festgespielt. Ebenfalls mit bereits vier Assists und einem Treffer auf sich aufmerksam gemacht hat Talent Aaron Zehnter (19), der in der Länderspielpause auch zur U20-Nationalmannschaft eingeladen war, wegen einer Sprunggelenksverletzung aber wieder abreisen musste. Sein Einsatz in Kaiserslautern ist fraglich. Auf der rechten Seite ist Kapitän Raphael Obermair (28) eine Bank, den Platz neben Castañeda in der Zentrale wird wohl Sebastian Klaas (26) besetzen. Die Dreier-Abwehrreihe stand zuletzt mit Götze, Calvin Brackelmann (25) und Laurin Curda (22). Aber auch hinten rotiert Kwasniok gerne: Neuzugang Scheller stand ebenfalls schon fünfmal in der Startelf. Der nordmazedonische Nationalspieler Visar Musliu (29) und Defensiv-Allrounder David Kinsombi (28) aber kamen zuletzt nur noch von der Bank. Im Tor steht weiterhin Pelle Boevink (26), der bereits in den vergangenen Saison den mittlerweile abgewanderten Huth beerbte.
Zahlenspiele: Schon 126-mal haben SCP-Kicker in dieser Saison aufs Tor geschossen. Nur Köln versuchte es öfter (175-mal), der FCK nimmt in diesem Ranking nur einen bescheidenen Mittelfeldplatz ein (107). Mit ihren 16 tatsächlich erzielten Treffern - fünf mehr als der FCK - stellt Paderborn die fünftbeste Offensive der Liga. Interessant ist der "xGoals against"-Wert: 9,32 xGa entsprechen den tatsächlich kassierten neun Buden. Die Teams, deren Hintermannschaft sich bislang noch weniger einfing - Hannover. Düsseldorf, Hamburg - müssten Wyscouts Software zufolge eigentlich mehr auf dem Konto stehen haben. Könnte man so interpretieren: Nach dem, was die Gäste zulassen, stellen sie eigentlich die beste Abwehr der Liga, die drei Besserplatzierten hatten bislang lediglich mehr Glück. Fast schon leid sind wir es, auf die ungleich besseren Laufstatistiken eines kommenden FCK-Gegners hinzuweisen. Geht aber auch diesmal nicht anders: Der SCP ist Vierter im Ranking der Gesamt-Laufdistanzen, Dritter in der Kategorie "Sprints" und Zweiter bei "intensiven Läufen". Die Roten Teufel stehen bei diesen drei Werten jeweils Vorletzter beziehungsweise Letzter.
Fazit: Mit dem spielfreudigen, aufgrund seiner offensiven Variabilität schwer zu fassenden Gegner hat der FCK Probleme, seit die beiden Teams in der Zweiten Liga wieder die Klingen kreuzen. Vergangene Saison glückte den Lautrern zwar ein 2:1-Sieg in Paderborn, der in erster Linie aber Ragnar Aches Kopfballstärke zu verdanken war. Ansonsten stehen gegen drei Niederlagen zu Buche. Sein bestes Spiel gegen den SCP machte der FCK bei der 0:1-Auswärtsniederlage im Februar 2023, als Dirk Schuster eine kompakte 3-5-2-Formation auflaufen ließ, wie er sie bis dahin noch nicht oft ausprobiert hatte. Diese hielt die quirlige Offensive einigermaßen in Schach, erarbeitete sich selbst gute Einschussgelegenheiten, ehe ausgerechnet Jannis Heuer, der mittlerweile das FCK-Trikot trägt, die Partie mit einem Traum-Freistoß entschied. FCK-Coach Markus Anfang wird sich aber zuallererst Gedanken machen müssten, wie er nach den Verletzungen von Boris Tomiak und Jan Gyamerah seine eigenen Reihen schließt. Ein paar Gedankenspiele haben wir ja schon zu Beginn der Woche angestellt. Zum Schluss noch eine Beobachtung: Von den neun Gegentreffern des SCP fielen drei nach Ecken, zwei nach Einwürfen und zwei nach langen Torwart-Abschlägen und nur zwei, drei Kontakten danach - aus statischen Situationen lassen sich die Paderborner anscheinend gerne mal übertölpeln.
Quelle: Der Betze brennt
Ergänzung, 17.10.2024:
"Konzentration, Gier, Mentalität": Anfang fordert sein Team
Nach Thomas Hengen fordert auch Markus Anfang von seinen Spielern, mehr Gier und mehr Siegeswillen auf den Platz zu bringen. Auch die lange Verletztenliste soll beim Heimspiel des 1. FC Kaiserslautern gegen den SC Paderborn nicht als Ausrede gelten.
"Ich bin überzeugt, dass meine Mannschaft dem Druck standhalten kann." Markus Anfang hat auch nach zuletzt fünf sieglosen Spielen nicht den Glauben an sein Team verloren. Am Samstagabend (Anstoß: 20:30 Uhr) werden wieder sehr viele Zuschauer im Fritz-Walter-Stadion dabei sein - und drei Punkte von ihren Roten Teufeln sehen wollen. Zweieinhalb Tage vor dem Spiel sind 41.032 Karten verkauft, davon 484 an mitreisende Fans aus Paderborn. Der Coach hat die zweiwöchige Länderspielpause für viele Einheiten mit der Mannschaft genutzt, es habe keine zusätzlichen freien Tage gegeben, man habe komplett durchtrainiert. Zur kürzlich von FCK-Boss Thomas Hengen gestellten Mentalitätsfrage in Richtung der Spieler sagt Anfang: "Über 90 plus x Minuten Gas geben. Das heißt: Die Konzentration hochhalten, immer im Spiel drin sein und alles dafür tun, es am Ende auf deine Seite zu ziehen. Dazu gehört eine Gier, dazu gehört eine Mentalität. Nicht über 20 Minuten, nicht über 60 Minuten - sondern über 90 Minuten. Thomas Hengen fordert nur das, was in der Mannschaft auch drin steckt. Die Mannschaft kann das abliefern. Wir glauben dran, dass die Spieler mehr können, auch dass sie mehr Gier erzeugen können. Und das fordern wir."
Tomiak und Gyamerah fallen aus - Ritter und Ronstadt einsatzbereit
Im Vergleich zum letzten Spiel in Elversberg fallen mit Boris Tomiak (Bänderriss) und Jan Gyamerah (Muskelfaserriss) zwei weitere Spieler verletzungsbedingt aus. Sie gesellen sich zu Aaron Opoku (Adduktorenverletzung und Schambeinprobleme), Kenny Redondo (Entzündung im Zeh) und Almamy Touré (Oberschenkelverletzung). Marlon Ritter hat seine Erkältung auskuriert und steht zur Verfügung, ist laut Anfang aufgrund von Oberschenkelproblemen aber auch nicht bei 100 Prozent. Gleiches gilt für Frank Ronstadt, der nach seiner Knieverletzung erstmals in dieser Saison im Spieltagskader stehen wird. Ersatztorwart Avdo Spahic ist ebenfalls wieder ins Mannschaftstraining zurückgekehrt. Trainer Anfang will die lange Ausfallliste jedoch nicht als Ausrede gelten lassen: "Wir können nicht aus dem Vollen schöpfen. Aber das bietet auch immer wieder Chancen. Die, die jetzt reinkommen, haben die Möglichkeit, sich zu zeigen und ein Ausrufezeichen zu setzen."
» Zum Video: Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen den SC Paderborn
Alle weiteren Informationen zum FCK-Spiel gegen Paderborn folgen am Freitag im ausführlichen Vorbericht auf Der Betze brennt.
Quelle: Der Betze brennt
Ergänzung, 18.10.2024:
Verkehrschaos in Kaiserslautern gegen Paderborn erwartet
Der FCK spielt am Samstagabend zuhause gegen Paderborn. Autofahrer müssen sich darauf einstellen, dass es auf den Straßen in Kaiserslautern ziemlich voll wird, denn es ist Kerwe - und es fahren weniger Züge.
(...) Das heißt, am Messeplatz, der in der Nähe des Stadions liegt, kann nicht geparkt werden. Wer mit dem Auto kommt, wird sich also mit den Besuchern der Kerwe um die wenigen Parkplätze am Straßenrand streiten. Die Polizei empfahl daher in der Vergangenheit, die Öffentlichen Verkehrsmittel zu nehmen. Suboptimal nur, dass gerade an diesem Wochenende weniger Züge fahren. Der zuständige Zweckverband hat mitgeteilt, dass auf einigen Strecken gebaut wird, deshalb gibt es weniger Zusatzzüge von und nach Kaiserslautern. Vor allem in Richtung Kusel, Pirmasens, Lauterecken und Bingen gibt es keine zusätzlichen Züge. Extra-Busse fahren auch nicht - nur eben die Busse, die ohnehin unterwegs sind. (…)
Quelle und kompletter Text: SWR
Ergänzung, 18.10.2024:
Vorbericht: 1. FC Kaiserslautern - SC Paderborn
Die Unbesiegten besiegen
Die Trendwende muss her. Im Abendspiel des 9. Spieltages empfängt der 1. FC Kaiserslautern am Samstag den bislang stark aufspielenden SC Paderborn.
Die Mannschaft in die Pflicht nehmen und Gier, Mentalität, Willen verlangen. Man hat das Gefühl, dass in Kaiserslautern von den Verantwortlichen schon wieder eine Schallplatte aufgelegt wurde, die man in den vergangenen Monaten schon oft, vielleicht zu oft, zu hören bekam. Im Endeffekt werden die Roten Teufel aber an Ergebnissen gemessen und nur diese helfen, um die aufgekommenen Zweifel etwas zu entzerren. Gegen Paderborn bietet sich eine erneute Gelegenheit, um die eingangs erwähnten und verlangten Parameter endlich mal 90 plus x Minuten auf den Platz zu bringen. Denn nur so wird man gegen den Tabellendritten gewinnen können.
Was muss man zum 9. Spieltag wissen? Hier kommen die wichtigsten Vorab-Informationen:
Der FCK: Ausgangslage und Personal
Acht Spiele sind absolviert und der 1. FC Kaiserslautern ist nach fünf sieglosen Partien in Folge mittlerweile ins untere Tabellenmittelfeld zurückgefallen. Der gute Start mit sieben Punkten aus den ersten drei Spielen ist kein Thema mehr. Der Trend bei den Betze-Buben zeigte zuletzt nach unten. Aber im Fußball gibt es ja immer eine neue Chance, zu zeigen, dass man es besser kann.
Markus Anfang muss neben den bekannten Ausfällen Kenny Redondo, Aaron Opoku, Hendrick Zuck und Almamy Touré nun auch noch auf Boris Tomiak (Bänderriss) und Jan Gyamerah (Muskelfaserriss) verzichten. Die beiden Stammkräfte verletzten sich beim 0:1 in Elversberg und zumindest Tomiak wird mehrere Wochen fehlen. Einen Lichtblick gibt es dagegen bei Frank Ronstadt. Der Außenverteidiger kam beim Testspiel in Freiburg (1:2) zum Einsatz und wird erstmals in dieser Saison im Kader stehen. In die Startelf zurückkehren dürfte Jean Zimmer, während sich für die vakante Position auf der "Sechs" verschiedene Konstellationen als Notlösung anbieten.
Der Gegner: Ausgangslage und Personal
Acht Spiele, vier Siege, vier Remis, noch keine Niederlage. Die Zwischenbilanz des SC Paderborn nach dem ersten Viertel der Saison kann sich durchaus sehen lassen. Vor dem Spiel auf dem Betze, zu dem der SCP erst am Spieltag per Flugzeug anreist, liegt das Team von Trainer Lukas Kwasniok auf dem dritten Platz und ist mit 16 Zählern punktgleich mit dem Zweiten Magdeburg. Fast ein Drittel der 16 Saisontore
steuerte Offensivspieler Filip Bilbija bei.
Beim ersten von zwei Auswärtsspielen in Folge muss der SCP auf Visar Musliu verzichten. Der Abwehrspieler zog sich in der Länderspielpause im Trikot von Nordmazedonien eine Absplitterung des Mittelfußknochens zu und fällt bis auf Weiteres aus. Aaron Zehnter, der bislang in jeder Minute auf dem Platz stand, kann in Kaiserslautern wegen einer Fußverletzung nicht dabei sein. Stürmer Felix Platte hat Rückenprobleme und steht ebenfalls nicht zur Verfügung.
Frühere Duelle
Das letzte Heimspiel gegen Paderborn weckt keine guten Erinnerungen. Nach der 1:2-Niederlage im Februar brannte es beim FCK lichterloh. In der Woche danach musste Dimitrios Grammozis seinen Trainerhut nehmen. Das Hinspiel hatten die Roten Teufel unter Dirk Schuster mit dem gleichen Ergebnis gewonnen. Insgesamt war der FCK in acht der bislang 16 Begegnungen beider Klubs siegreich.
Fan-Infos
Für das Spiel waren bis Donnerstag etwas mehr als 41.000 Karten verkauft, im Fritz-Walter-Stadion dürften am Samstag also 43.000 bis 44.000 Zuschauer die Partie verfolgen. Im Gästeblock werden nur 600 bis 800 SCP-Fans erwartet. Restkarten für die Osttribüne gibt es an der Tageskasse und auch in der DBB-Kartenbörse werden ebenfalls vereinzelt übrige Tickets angeboten.
Bis zum 24. Oktober 2024 werden rund um den Bahnhof Kaiserslautern Lärmschutz-, Oberleitungs- und Kabelarbeiten durchgeführt, die tageweise auf verschiedenen Abschnitten und ausschließlich im Zeitraum zwischen 20:00 und 5:00 Uhr stattfinden. Von den Arbeiten betroffen sind sämtliche Regionalverkehrs- und S-Bahn-Züge, die den Hauptbahnhof Kaiserslautern anfahren. Deshalb fallen unter anderem die zusätzlichen Züge von und nach Kusel kurzfristig aus. Für aktuelle Informationen zu eurem Zug nutzt am Spieltag den DB Navigator. Darüber hinaus wird es keinen Zugverkehr zwischen Kaiserslautern und Pirmasens und Kaiserslautern und Kusel geben. Bitte beachtet außerdem, dass der Messeplatz als Parkraum nicht zur Verfügung steht, weil dort derzeit die Lautrer Oktoberkerwe stattfindet.
Stadionöffnung ist bereits zweieinhalb Stunden vor Anpfiff, also um 18:00 Uhr. Das Spiel ist live im Free-TV bei "Sport1" zu sehen.
O-Töne
FCK-Trainer Markus Anfang: "Ich bin sicher, dass wir dem Druck standhalten können. Wir fordern von den Spielern nur das, was sie können und vertrauen ihnen. Es muss uns gelingen, die Konzentration über das gesamte Spiel hochzuhalten. Dazu gehört eine gewisse Mentalität und eine gewisse Gier."
SCP-Trainer Lukas Kwasniok: "Wir haben auswärts bislang besser gespielt als zu Hause. Kaiserslautern wird uns stressen und das Publikum mitnehmen wollen. Wir müssen dort auf unsere Momente warten und wollen dann eiskalt zuschlagen."
Daten und Fakten
Voraussichtliche Aufstellung:
1. FC Kaiserslautern: Krahl - Zimmer, Elvedi, Heuer, Wekesser - Raschl, Kaloc, Ritter - Yokota, Ache, Hanslik (Tachie)
Es fehlen: Gyamerah (Muskelfaserriss), Opoku (Adduktorenverletzung und Schambeinprobleme), Redondo (Zehverletzung), Tomiak (Bänderriss), Touré (Oberschenkelprobleme), Zuck (Kreuzbandriss)
SC Paderborn: Boevink - Curda, Götze, Brackelmann - Obermair, Klaas, Castaneda, Bäuerle - Kostons, Bilbija - Michel
Es fehlen: Musliu (Absplitterung des Mittelfußknochens), Hansen (Reha nach Syndesmose-OP), Platte (Rückenprobleme), Zehnter (Fußverletzung)
Quelle: Der Betze brennt / Autor: Florian Reis
Ergänzung, 22:26 Uhr:
Lautern stoppt Abwärtstrend: 3:0-Sieg gegen Paderborn
Der 1. FC Kaiserslautern kann doch noch gewinnen und holt gegen den SC Paderborn den ersten Dreier nach zuletzt fünf sieglosen Spielen. Durch späte Tore von Luca Sirch und Marlon Ritter steht am Ende ein deutlicher 3:0 (1:0)-Erfolg.
Vor 42.028 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion hielt Trainer Markus Anfang die ein oder andere Überraschung parat. So spielten mit Florian Kleinhansl, Luca Sirch und Afeez Aremu gleich drei Startelf-Debütanten von Beginn an. Als Grundformation wählte Anfang zudem eine Dreierkette mit Sirch als zentralem Verteidiger, in der Spitze agierten Daniel Hanslik und Torjäger Ragnar Ache. Sirch führte sich mit einem direkt getretenen Freistoß in der 2. Minute gut ein, auch das ein oder andere Dribbling von Daisuke Yokota sorgte zumindest ansatzweise für Gefahr. Insgesamt hatte aber der Tabellendritte aus Ostwestfalen mehr vom Spiel und auch die besseren Chancen. Dabei brauchten die Lautrer zweimal Glück, als die Paderborner bei zwei guten Gelegenheiten den Ball nicht richtig trafen (17., 28.). Kurz darauf verteilte SCP-Schlussmann Pelle Boevink unter Beteiligung eines Platzfehler ein dickes Geschenk. Ache nahm den Ballverlust des Keepers dankend auf und schob ohne Mühe ein zur 1:0-Führung in der 30. Minute. Hinten vereitelte Sirch mit einem langen Bein gegen eine weitere gute Chance der Gäste (38.) - und so ging es mit einer knappen Führung in die Halbzeitpause.
Nach Wiederbeginn änderte sich am optischen Gesamtbild nicht viel. Der SCP hatte mehr Spielanteile und mühte sich um den Ausgleich, die Lautrer ließen mit viel Einsatz zunächst aber keine klaren Möglichkeiten zu. Erst in der 60. fehlte bei einem Abschluss von Sebastian Klaas nicht allzu viel. Dann blockte Jannis Heuer einen weiteren Versuch des Paderborner Stürmers stark ab (68.). Kurz darauf brauchten die Roten Teufel auch das Glück des Tüchtigen, als ein Kopfball von Filip Bilbija noch den Pfosten touchierte (71.). Der Druck der Gäste wurde größer. Ein gefährlicher Freistoß des eingewechselten Marlon Ritter knapp über das Tor tat entsprechend gut (78.). Auch bei einem Distanzschuss von Kleinhansl fehlte nicht viel (82.). Die größte Möglichkeit der Gäste vereitelte dann Julian Krahl per Fußabwehr gegen Grimaldi (84.), ehe Sirch per Abstauber für die Vorentscheidung sorgte. Hanslik scheiterte mit seinem Abschluss noch an Boevink, doch der Debütant stand goldrichtig und traf zum 2:0 (87.). In der 90. Minute sorgte Ritter aus der Distanz dann für den 3:0-Schlusspunkt.
Am kommenden Samstag wartet direkt das nächste Abendspiel auf die Roten Teufel. Ab 20:30 Uhr ist die Mannschaft dann bei Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf zu Gast.
Wie bewertest Du die heutige Leistung der Roten Teufel? Hier geht's zur Spielerbenotung zum Heimspiel gegen den SC Paderborn.
Quelle: Der Betze brennt
Ergänzung, 20.10.2024:
Stimmen zum Spiel
Teufel zeigen Reaktion: "Wir brauchen diese Leidenschaft"
Mit einem hart erkämpften und erst am Ende deutlichen 3:0 gegen den SC Paderborn feiert der 1. FC Kaiserslautern seinen dritten Saisonsieg. Trainer Anfang lobt die zuletzt bemängelte Mentalität, fordert fußballerisch aber eine Steigerung.
"Wir brauchen das! Wir müssen diese Leidenschaft über 90 Minuten an den Tag legen. Und wir brauchen dann natürlich auch ein bisschen das Spielglück auf unserer Seite, wie heute bei zwei, drei guten Chancen von Paderborn. Die Jungs können das. Wir haben das natürlich auch eingefordert. Ich bin noch bei der Pressekonferenz vor dem Spiel nach diesem Thema Mentalität, Siegeswille, Gier gefragt worden, weil Thomas Hengen sich auch dazu geäußert hatte. Und ich glaube, das ist das, was Thomas als Botschaft an die Mannschaft senden wollte: dass wir uns einfach über 90 Minuten in jeden Ball reinschmeißen müssen", sagte Trainer Markus Anfang nach einem Heimsieg, der auf dem Feld weit weniger deutlich war als es das Ergebnis aussagt.
Tatsächlich profitierten die Roten Teufel zunächst von einem Geschenk der Gäste, als SCP-Torwart Pelle Boevink nach einer halben Stunde auch aufgrund eines Platzfehlers als letzter Mann den Ball vertändelte und dem gut nachsetzenden Ragnar Ache das einfache 1:0 ermöglichte. Danach waren die Paderborner mehrfach dicht am Ausgleich - immer wieder warfen sich die Lautrer aber im letzten Moment und mit großer Leidenschaft dazwischen. Ganz spät erhöhten Startelf-Debütant Luca Sirch und der aufgrund seiner Oberschenkelprobleme nur als Joker gekommene Marlon Ritter für den personell gebeutelten FCK noch auf 3:0.
Anfang: "Wir gehen personell ein bisschen auf dem Zahnfleisch"
"Wir dürfen uns freuen, weil wir heute drei Tore gemacht und keinen reinbekommen haben. Und wir haben das dritte Spiel dieser Saison zu Null gespielt. Wenn ich mich nicht ganz täusche, gab es in der ganzen letzten Saison nur zwei Partien ohne Gegentor. Das ist prinzipiell positiv, aber wir müssen trotzdem noch besser Fußball spielen. Das ist aber auch der Personalsituation geschuldet. Wir gehen da schon ein bisschen auf dem Zahnfleisch. Jeder Feldspieler im Kader hat schon gespielt. Und wir haben erst den 9. Spieltag. Das habe ich in meiner Trainerkarriere noch nicht erlebt", sagte Anfang.
Einer der Profiteure der vielen Ausfälle war Luca Sirch, der sein erstes Zweitliga-Spiel überhaupt von Beginn an bestreiten durfte, dabei gleich den zentralen Part in der Abwehrkette zwischen Jan Elvedi und Jannis Heuer übernahm und zur Krönung am Ende auch noch das vorentscheidende zweite Tor beisteuerte. "Nervös war ich auf jeden Fall. Die größte Zuschauerzahl, vor der ich bislang gespielt habe, waren 15.000. Dann spielt man hier vor 42.000, natürlich ist man da nervös. Aber es hat sich im Spiel schnell gelegt. Dass es hinten raus so endet, ist natürlich ein total geiles Gefühl. Mein erstes Profispiel von Beginn an, dann gleich ein Tor. Besser kann man es sich nicht vorstellen", erklärte Sirch.
Ritter: "Die Mentalitätsfrage muss man nicht stellen"
Rundum zufrieden war nach dem Schlusspfiff auch Marlon Ritter, auch wenn dessen nun schon länger anhaltende Oberschenkelprobleme keinen Einsatz von Beginn an zuließen. "Ich habe schon seit mehreren Wochen immer mal wieder Probleme. Der Trainer hat mich gefragt, wie es aussieht, ich habe ihm ehrlich meine Einschätzung gesagt. Und dann hat er entschieden, dass ich erst mal von der Bank komme und im Endeffekt haben wir dann doch alles richtig gemacht. Wir haben uns in alles reingeschmissen, haben versucht, alles zu verteidigen. Natürlich hatten wir auch ein bisschen Glück. Aber ich glaube, die Mentalitätsfrage muss man der Mannschaft nicht stellen, wenn man das Spiel heute gesehen hat."
Ache zum 1:0: "Ich habe nur darauf gewartet"
"Glück muss man auch ein bisschen erzwingen. Dafür muss man arbeiten. Glück kommt nicht einfach so. Natürlich hatten wir auch Glück, auch mit dem ersten Tor. Aber das haben wir uns auch erarbeitet", beschrieb Torjäger Ragnar Ache noch einmal die Situation rund um das wichtige 1:0. Dabei hilf dem Lautrer Torjäger ein Spieler, der im Sommer von Paderborn zum FCK gewechselt war: "Jannis Heuer hat mich schon vorgewarnt, dass er das öfter macht mit dem Antäuschen. Da habe ich dann eigentlich nur drauf gewartet. Natürlich ist es immer ein geiles Gefühl, um ein Spiel zu gewinnen, vor allem, wenn man aus ein paar schlechten Wochen kommt. So kriegt man wieder Selbstvertrauen. Wir haben wieder gesehen: Wir können vorne Tore machen, aber wir können hinten auch die Null halten."
» Zum Video: Pressekonferenz nach dem Heimspiel gegen den SC Paderborn
Quelle: Der Betze brennt
Weitere Links zum Thema:
- Lautern stoppt Abwärtstrend: 3:0-Sieg gegen Paderborn (Der Betze brennt)
Ergänzung, 20.10.2024:
Blick in die Kurve
Siegesschrei aus mehr als 40.000 Kehlen auf dem Betze
So klingt Erleichterung. Der enorm wichtige 3:0-Erfolg des 1. FC Kaiserslautern gegen den SC Paderborn lässt bei den Anhängern auf dem Betzenberg viele Steine vom Herzen purzeln.
Am Ende geht auf dem Rasen und auf den Rängen fast alles. Entsprechend ausgelassen wird das hinten raus im Ergebnis deutliche 3:0 des FCK über Paderborn im Fritz-Walter-Stadion zelebriert. Lange genug mussten die Fans der Roten Teufel schließlich auf den dritten Dreier der Saison, den ersten auf dem heimischen Betzenberg in dieser Spielzeit, warten.

An diesem Samstagabend nimmt die Mannschaft mit ihrem bedingungslosen Einsatz über 90 Minuten die Zuschauer von Beginn an voll mit. Gemeinsam verteidigen Team und Fans in Hälfte zwei den knappen Vorsprung, ehe Debütant Luca Sirch und der als Joker in der Schlussphase auftrumpfende Marlon Ritter für die nervenschonende Vorentscheidung sorgen. Kein Zittern bis zum Schlusspfiff, sondern viel Applaus von allen Tribünen und natürlich die passende "Auswärtssieg"-Einstimmung auf die nächste Aufgabe im Abendspiel beim Spitzenreiter in Düsseldorf am kommenden Samstag, wo die Lautrer ja bekanntlich noch eine Rechnung offen haben.
Darüber, warum die Spielplan-Macher auch das Duell des FCK gegen den SCP wie in der Vorsaison erneut auf den Premium-Termin am Samstagabend gelegt haben, kann an dieser Stelle nur spekuliert werden. Auf den ersten Blick hätte es am 9. Spieltag auch attraktive Alternativen gegeben. Gleichwohl taugt die Partie, um einmal mehr auf die eindrucksvolle Entwicklung des Fan-Zuspruchs auf dem Betzenberg zu verweisen, der auch gegen Klubs ohne ganz große Strahlkraft locker die 40.000-Marke knackt. Ganz genau zählt der FCK an diesem Samstag 42.028 Zuschauer. In den vergangenen beiden Spielzeiten waren es gegen Paderborn mit 33.098 (2022/23) sowie 36.344 (2023/24) jeweils deutlich weniger. Und das trotz erneuter Anreiseprobleme für Auto- und Bahnfahrer: Den einen standen weniger Parkplätze als sonst zur Verfügung, den anderen weniger eingesetzte Züge - und trotzdem finden fast alle den Weg nuff uff de Betze, die Tribünen sind voll.

Im Gästeblock ist der Unterschied zu den letzten beiden Heimspielen gegen Hertha und den HSV natürlich trotzdem nicht zu übersehen. Nur rund 700 Fans aus Ostwestfalen haben die Reise in die Pfalz mit angetreten. Die machen trotz der zahlenmäßig krassen Unterlegenheit aber einiges an Alarm und begrüßen ihre Mannschaft zum Einlaufen mit einer kleinen Choreo mit dem Logo des SCP am Zaun sowie blau-schwarzen Fahnen im Block. Nach Beginn der zweiten Halbzeit folgt eine Pyroshow und auch im weiteren Spielverlauf wird im Gästebereich noch einiges an Bengalos zum Einsatz gebracht.

Zur kompletten Fotogalerie vom FCK-Heimspiel gegen de SC Paderborn:
- Fotogalerie | 9. Spieltag: 1. FC Kaiserslautern - SC Paderborn
Quelle: Der Betze brennt
Ergänzung, 21.10.2024:
Traumstart für Sirch: Note "sehr gut" für den Debütanten
Der 1. FC Kaiserslautern feiert den ersten Heimsieg der Saison und die Erleichterung nach zuvor fünf Partien ohne Dreier. Beim 3:0 gegen den SC Paderborn spielt sich vor allem ein Roter Teufel aus dem Schatten in den Mittelpunkt.
Vor der Westkurve euphorisch gefeiert, von den Teamkollegen zur Laola nach vorne geschubst, danach als Interviewpartner in der Mixed Zone gefragt. Es war ein Marathon der Endorphine, den Luca Sirch am Samstagabend absolvierte. Der 25-Jährige kannte bisher mehr oder weniger nur die Regionalliga. Nun das Startelf-Debüt vor über 42.000 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion, eine starke Leistung als zentraler Abwehrspieler und als i-Tüpfelchen der vorentscheidende Treffer zum 2:0 direkt vor der Westkurve. "Bisher habe ich maximal mal vor 15.000 Zuschauern gespielt. So etwas wie heute werde ich dementsprechend nie vergessen. Besser kann man es sich nicht vorstellen", resümierte der Neuzugang von Lokomotive Leipzig das gerade Erlebte.
Der Lohn in Zahlen: Mit einer 1,5 ist Luca Sirch bei den Journalisten von "Rheinpfalz" und "Kicker", wo der Defensiv-Allrounder außerdem in die "Elf des Tages" nominiert wurde, der Mann des Abends bei den Roten Teufeln. Genauso sehen es die beim ersten Heimsieg der Saison reichlich abstimmenden FCK-Fans auf Der Betze brennt: Bei 4.362 abgegebenen Einzelnoten kommt Sirch auf einen herausragenden Durchschnittswert von 1,7. Ebenfalls top bewertet wird der zweite Matchwinner Marlon Ritter. Der wegen Oberschenkelproblemen angeschlagene Kapitän wurde diesmal nur eingewechselt, stellte dann aber mit der Einleitung von Sirchs 2:0 und dem selbst erzielten 3:0 endgültig die Weichen auf Sieg. Zuvor hatten vor allem die Abwehrspieler mit beherzten Grätschen dafür gesorgt, dass das 1:0 von Ragnar Ache Bestand hatte, obwohl die bis dahin noch ungeschlagenen Paderborner auf den Ausgleich drängten. Gute Noten gibt es deshalb auch für Jannis Heuer, Jan Elvedi und Co.
» Zur kompletten Notenübersicht: 1. FC Kaiserslautern - SC Paderborn

Quelle: Der Betze brennt / Rheinpfalz / Kicker

