Ke07111978 hat geschrieben:
Dahingehend kann ich dir eben aus meiner Erfahrung heraus nur widersprechen.
Du widersprichst mir doch gar nicht. Ich habe nie behauptet, dass man in Krisensituationen keine Kapitalerhöhung durchführen kann. Ganz im Gegenteil: Gerade in Krisenzeiten MUSS man evtl. Kapitalerhöhungen durchführen können, sonst steht man schließlich vor einer möglichen Insolvenz oder kann seine sonstigen Ziele nur schwer erreichen.
Genausowenig habe ich übrgens behauptet, dass es gut sei sich von einzelnen Gesellschaftern abhängig zu machen, Ich weise nur daraufhin, dass genau das die Situation bei uns ist, dass uns die SPI finanziell (vorerst) gerettet hat, weiterhin ein Millionendefizit finanziert und im Umkehrschluss eine Sperrminorität erhalten hat, mit der der Verein nunmal jetzt leben muss. Wenn sich die SPI öffentlich hinstellt und eine Kapitalerhöhung durch Öffnung der Fansäule fordert, dann können wir uns gerne nochmal über den Punkt unterhalten. Aber momentan gehe ich schlichtweg nicht davon aus, dass das überhaupt eine mögliche Option ist. Ich bin mir nämlich auch sicher, dass man rhetorisch das Thema anders behandeln würde, wenn hier kein Veto der SPI vorliegen würde.
Ich habe leidiglich die These aufgeworfen, dass der VErein damit gerade auch ganz gut leben kann, da gerade "die Fans" eher aus emotionalen Gründen Anteile kaufen dürften. Und wenn man bereits welche hat , dann könnte - gerade in Krisenzeiten - die Bereitschaft abnehmen dem e.V wetere Anteile abzukaufen.
Ob Dortmund, die kurz vor der Ausgliederung 2 mal deutscher Meister waren und alleine bei Morgan Stanley 80 Millionen Euro Kredit aufnehmen konnten, sich wirklich auf unsere Situation übertragen lassen, halte ich da auch für ein wenig fragwürdig. Die hatten übrigens auch in gewisser Weise Glück, dass sie sich finanziell runiert haben und es gleichzeit eine weltweise Finanzkrise gab. Dadurch konnten sich die Fans zulasten von Großinvestoren, die ihre Aktien fast umsonst auf den MArkt geworfen haben, nämlich nochmal eindecken. Watzke beschrieb das mal neben der Verpflichtung von Klopp als den 2. großen Glücksfall Dortmunds. Für manche Großinvestoren hingegen war es natürlich ein Millionenverlust.
Und da die Investoren bei uns ja nun nicht gerade Schlange standen, räum ich der SPI auch das berechtige Interesse ein, genau so ein Szenario vermeiden zu wollen. Wir werden mit ziemlicher Sicherheit auch die nächsten 1,5 Jahre noch in Liga 2 spielen (und nur weil zum Hinrundenschluss 3 mal glücklich gewonnen haben, wird uns auch gerade kaum einer als Spitzenmannschaft sehen) Und dann gibts - hoffentlich einen Klassenerhalt später - die Öffnung der Fansäule, der e.V. ist einen Großteil seiner Schulden los, die Fans sitzen in der Hauptversammlung der KgaA und können sich da im genau richtigen Gremium dann um weitere KApitalerhöhungen bemühen - die nämlich aller Vorraussicht nach auch dann noch dringend notwendig sein werden.