Thomas hat geschrieben:...
...
FCK.de: Heiß diskutiert ist weiterhin die Fan-Säule. Du sagtest auf dem Mitgliederforum, dass es eine Frist von sieben Jahren gibt, in der Aktien des e.V. nicht ohne eine Besteuerung im siebenstelligen Bereich veräußert werden dürften.
Frey: Hier muss ich kurz etwas ausholen, denn man muss die Aussagen zur Fansäule auf dem Mitgliederforum im Ganzen betrachten. Uns war es ein Anliegen, das Thema Fansäule proaktiv anzusprechen, da es hier einen Mitgliederauftrag zur Erfüllung des Ausgliederungsplans gibt. Und dieser datiert immerhin von 2018. Auch war es uns wichtig darzulegen, in welcher Form eine Fansäule geöffnet werden kann. Nämlich einerseits durch Beschaffung und dann Veräußerung neuer Aktien in Form einer Kapitalerhöhung durch die KGaA, sowie andererseits durch die Veräußerung bestehender Aktien durch einen Aktionär, beispielsweise des e.V.. Und gerade, weil der e.V. derzeit als Mehrheitsaktionär diese Aktien hält, war es dem Vorstand wichtig, den Mitgliedern darzulegen, warum eine Öffnung der Fansäule durch Veräußerung von genau diesen Aktien derzeit wirtschaftlich erheblich nachteilig ist. Denn: Nach erfolgter Ausgliederung kann gemäß den Bestimmungen des Umwandlungsteuergesetzes erst nach Ablauf einer siebenjährigen Sperrfrist steuerfrei über die Aktien verfügt werden. Zwar reduziert sich die Steuerlast jährlich, zum jetzigen Zeitpunkt aber läge diese Steuerlast nach wie vor im deutlich siebenstelligen Bereich. Aus diesem Grund halten wir es für wirtschaftlich derzeit nicht darstellbar, die Fansäule durch Veräußerung der im Eigentum des e.V. befindlichen Aktien anzusteuern. Anders verhält es sich nach Ablauf der Sperrfrist, sodass wir planmäßig von einer Öffnung der Fansäule durch den e.V. im Jahre 2025 ausgehen. Uns war und ist wichtig, die Thematik aus Sicht des 1. FC Kaiserslautern e.V. aktiv und offen zu kommunizieren, um bestmöglich Verständnis und auch Hintergründe in dieser sicherlich komplexen Thematik zu schaffen. Nur so können wir zukünftig auch Vertrauen schaffen.
....
Boah, da reißt mir gerade ein wenig die Hutschnur.
Wenn es Tobias Frey tatsächlich wichtig ist, "die Thematik aus Sicht des 1. FC Kaiserslautern e.V. aktiv und offen zu kommunizieren", dann frage ich mich, warum er die Möglichkeit, die Fan-Säule mittels einer Kapitalerhöhung auf Ebene der KGsA zu öffnen, was übrigens überhaupt keine steuerlichen Nachteile mit sich bringen würde und jederzeit möglich wäre, zwar immerhin kurz erwähnt, aber dann nachfolgend überhaupt nicht mehr darauf eingeht.
Er beschreibt nur, warum die Öffnung der Fan-Säule mittels eines Verkaufs bestehender Anteile durch den e.V. noch nicht möglich ist, bzw. aufgrund der Bestimmungen des Umwandlungssteuergesetzes zu steuerlichen Nachteile führen würde.
Mein Gott, das alles wissen die Mitglieder bereits. Jedenfalls die, die sich halbwegs mit der Materie befasst haben. Die Mitglieder wollen aber wissen, warum die Möglichkeit der Öffnung der Fan-Säule mittels Kapitalerhöhung, was jederzeit möglich wäre, weder in Erwägung gezogen, noch näher diskutiert wird.
Habe ich da etwas übersehen, oder will man einfach nicht darüber reden?
Im Prinzip und sehr vereinfacht sagt er ja Folgendes:
Es gibt 2 Möglichkeiten zur Öffnung der Fan-Säule. Über die erste Möglichkeit will ich nichts sagen und die zweite Möglichkeit ist noch nicht möglich ohne steuerliche Nachteile.
Da hätte ich als Mitglied mir gewünscht zu erfahren, warum man die erste Möglichkeit noch nicht einmal in Betracht ziehen will. Vielleicht gibt es ja gute Gründe, aber dann sollte man sie auch benennen. Tut man das nicht, bleibt nach wie vor die Vermutung, dass die Öffnung der Fan-Säule schlichtweg nicht gewünscht sein könnte, im Raum stehen.
Soviel zum Thema "Vertrauen schaffen durch transparente Kommunikation"
Man kann sich vorstellen, was da gerade an Geld 'reinkommen würde, wenn man jetzt im Rahmen der gigantischen Euphoriewelle die Fan-Säule öffnen würde
Edit: Der hochgeschätzte @ExilDeiwl hat die gleichen Bedenken bereits beschrieben.
