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Wieschemann muss keinen Schadensersatz zahlen (SWR)

Neuigkeiten und Pressemeldungen zum 1. FC Kaiserslautern.
OWL-Teufel

Beitrag von OWL-Teufel »

War mir irgendwie klar...Gott sei Dank sind die Machtpositionen im Verein von solchen *** (hier mag jeder einen Begriff seiner Wahl einfügen) bereinigt!
Westkurvenalex
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Beitrag von Westkurvenalex »

johü hat geschrieben:Dass Herr W. nicht verurteilt wurde finde ich gut. Denn bei allen Unzulänglichkeiten, die Wieschemann, Friedrich und Herzog in der Aussendarstellung hatten, so habe ich doch den Eindruck, dass alle mehr oder weniger das Wohl des Vereins im Auge hatten. Viele fallen noch jetzt auf die Aussagen rein, was ich nicht verstehen kann. Was hätten sie noch tun sollen ,damit alle sie verachten?

Die Praktiken mit den Spielerverträgen waren doch seinerzeit in der Bundesliga gängige Praxis.Nur hier auf dem "flachen Land" sickerten halt Details nach aussen durch. In Dortmund und anderswo war man halt verschwiegener.

die eigentlich unheilvolle Person für den Verein war ein Herr R.C.J. , der sich sehr gut bezahlen liess und nur seine eigenen Interessen im Auge hatte.

Ihm mit seinem scheinheiligen Gerechtigkeitswahn haben wir den Niedergang des FCK zu verdanken
Bitte tu dir einen Gefallen und falle nicht auf solche Dinge rein. Wieschemann und Co haben den Niedergang des Vereins mit ihrem Größenwahn angetrieben und ohne sie stünden wir jetzt nicht da wo wir sind. Ob das Treiben gängige Praxis war, kann ich und ich glaube du auch nicht beurteilen, denn kein anderer Verein wurde wegen solchen Vergehen belangt. Dass Friedrich und Co natürlich vor der Kamera ihre Geschäfte nicht herausposaunen ist doch klar.
Für mich existieren diese Leuter nicht mehr. Vergeben alles im Wohle des Vereins zu tun, einen Schuldenberg hinterlassen aber die eigenen Finanzen im Trockenen haben......ich sag besser nichts mehr.
Zuletzt geändert von Westkurvenalex am 24.07.2008, 08:48, insgesamt 1-mal geändert.
wernerg1958

Beitrag von wernerg1958 »

Es scheint so daß die alten Seilschaften und Freundschaften immer noch gut funktionieren.

Der FCK kann ja noch in Berufung gehen, aber ehr nicht zu empfehlen, bei einer weiteren Niederlage, werden die Kosten einfach zu HOCH gerade wenn man ein fast leere Kasse hat.

Das mit den 8 Mio. beim Finanzamt wäre zu klären viel wichtiger, wenn da überhaupt noch eine reale und vor allem rechtliche Chance besteht das Geld oder einen Teil davon zurück zubekommen.

Weiter ist es wenns auch schwer fällt, wichtig, die Dinge einfach abzuhaken, denn außer Geld, brauchts unbedingt RRUUHHEE!!!!!!!!!!!!!!!!

:lesen:
redcity
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Beitrag von redcity »

Mir wird Angst und Bange, wenn ich hier lese wie viele die armen Herren Friedrich und Wieschemann auch noch in Schutz nehmen und wie viele ihnen nur den guten Willen bescheinigen, ohne dass man dem Verein Schaden zufügen wollte.

Die beiden Herren sind damals schon recht früh davon informiert worden, dass diese Praktiken mit dem Ankauf von Persönlichkeitsrechten steuerliche Nachteile für den Verein bringen kann, wenn es auffliegt.

Der FCK hat unter Friedrich einen Ausbau für die WM beschlossen den der Verein defacto nicht finanzieren konnte, egal wie er sich auf die Beine gestellt hätte, der FCK wäre aus dieser Sache nicht lebend herausgekommen. Wahnwitzig, wenn man für alle Kosten über Summe X eine Übernahmegarantie gibt. Vergeben wurde der Ausbau an das Unternehmen Holzmann aus Frankfurt, damals stand das Unternehmen, einst größter Baukonzern der Welt schon mit dem Rücken an der Wand, im November 1999 wurde das Insolvenzverfahren erstmals beantragt. Einem solchen Unternehmen gebe ich keinen Millionen-Auftrag, wenn ich weiß wie es um den Baukonzern und um den Verein bestellt ist.

Dann hätten wir noch die Midas-Affäre: Friedrich gibt satzungswidrig Aufträge des Vereins im Fanartikel-Verkauf an seinen Sohn, welcher auf diesem Bereich eine Firma betreibt. Nähere Infos hierzu gibt es im Zweifelsfall bei Herrn Landry von einem namhaften Brötchenlieferant in KL und Umgebung.

Dann wäre hier noch - was viele gerne vergessen - ein rechtskräftiges Urteil des höchsten Deutschen Gerichts. Der BGH hat Friedrich der Steuerhinterziehung für schuldig befunden und zwar zusammen mit Wieschemann. Herr Wieschemann ist in zwei Fällen schuldig, ohne wenn und aber und wenn ich mich nicht irre war der Tagessatz sogar so hoch, dass man von einem verurteilten Straftäter sprechen kann.#

Da fällt mir noch etwas ein: Wir hatten zu einer Zeit unter Friedrich ein gutes Duzent Spieler aus dem Hause Rogon, der Agentur von Basler Schwager Roger Wittmann. Als Basler nach Kaiserslautern zurück kam hat er Millionen bekommen, es war alles andere als ein Freundschaftsdienst für seinen alten Verein und das weiß er auch. Viele Spieler aus einem Haus können aber auch Probleme bringen, haben sie auch gebracht, weil sie von Wittman gelenkt wurden und den Verein von Innen heraus wunderbar lenken konnten.
Und jetzt ratet mal wo der gute Herr Friedrich heute als "Berater" arbeitet? Richtig: Bei Roger Wittmans Agentur Rogon im schönen Ludwigshafen. Das Ganze wahrscheinlich für so wenig Geld, dass der gute Herr, der ja mal den Offenbacher gemacht hat und das Geld geschickt verteilt hat, so dass ihn der FCK nicht zur Kasse bitten kann, jetzt auch weiterhin keinen Cent bezahlen muss.

Die Liste der Ungereimtheiten lässt sich beliebig fortführen, aber nein, die guten Herren hatten nur das wohl des Vereins im Sinne, nicht ihr eigenes, niemals und zu keiner Zeit. Lang lebe König Atze, man sollte ihn vielleicht doch zurückholen, war ja en super Kerl, vielleicht werden wir ja nochmal Meister, wer weiß?! :|

Im Übrigen sollte man auch nicht vergessen, dass es der Wunsch der Mitglieder war - auf einer sehr emotionsgeladenen Sitzung - die Herren für jeden noch so kleinen Fehler zur Rechenschaft zu ziehen. Die beiden Fälle in denen Wieschemann vom BGH der Steuerhinterziehung für schuldig befunden wurde müsste man ja eigentlich auch geltend machen können und dafür Kohle einfordern, für die Folgeschäden eher nein.
Westkurvenalex
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Beitrag von Westkurvenalex »

Doppelpost
wernerg1958

Beitrag von wernerg1958 »

ja redcity das wohl genau so aber viele hier scheinen nicht begreifen zu wollen oder zu können ich weis es nicht.
Schlimm ist es halt wenn man Fakten nicht sieht, nicht sehen will, oder sich überhaupt mit dem Thema nicht beschäftigt, aber drauf los tutet!!!!!

Genau wie viele jetzt Dinge fordern und erwarten die der FCK in den nächsten Jahren nicht erfüllen/geben kann!!!

Macht endlich die Augen auf und informiert Euch über unseren FCK über das jetzt und die mindestens letzten 10 Jahre dann ist manche sage mal dumme Kommentar überflüssig!!!!!!!!!!

SK ud seine Mitstreiter habe mein Vertrauen, das erste Mal wieder seit 10 Jahren. :herz:
pebe
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Beitrag von pebe »

johü hat geschrieben:Dass Herr W. nicht verurteilt wurde finde ich gut. Denn bei allen Unzulänglichkeiten, die Wieschemann, Friedrich und Herzog in der Aussendarstellung hatten, so habe ich doch den Eindruck, dass alle mehr oder weniger das Wohl des Vereins im Auge hatten.

Die Praktiken mit den Spielerverträgen waren doch seinerzeit in der Bundesliga gängige Praxis.Nur hier auf dem "flachen Land" sickerten halt Details nach aussen durch. In Dortmund und anderswo war man halt verschwiegener.

die eigentlich unheilvolle Person für den Verein war ein Herr R.C.J. , der sich sehr gut bezahlen liess und nur seine eigenen Interessen im Auge hatte.

Ihm mit seinem scheinheiligen Gerechtigkeitswahn haben wir den Niedergang des FCK zu verdanken
Im nachhinein und von außen betrachtet sehe ich das genauso. Bei uns kam eben alles zusammen. Unvermögen, habgier, selbstdarstellung, stolz und größenwahn. Das wurde von einigen typen personifiziert und in form von einigen persönlichkeiten mit verschiedenen charakteren nur zu eindringlich in den letzten jahren umgesetzt. Wer welche personen waren/sind wissen die meisten ganz genau.

Eigentlich hat der ganze profifussball sowieso bei genauerem hinsehen seine glaubwürdigkeit verloren. Siehe dortmund oder schalke, blicke nach ITALIEN... Eigentlich dürften viele mannschaften garnicht mehr existieren und manche verbände gehören gesperrt bis ins nächste jahrtausend aber bekommen noch in berlin die hand geschüttelt für eine WM trotz skandale und korrupption...

Lug und betrug bestimmt das geschäft und wer es am besten kann ist am erfolgreichsten. Die spieler kappieren ihr talent als beruf und die wirtschaft will sich so billig wie möglich an dem geschäft bereichern. Vieles läuft am rande der legalität und die bosse spielen sich die bälle gegenseitig zu. Denke noch 10 jahre und wir haben ähnliche skandale wie im radsport, dann fallen auch wieder die preise weil keiner mit den machenschaften wiederwas zu tun haben will, keiner wars gewesen, das pendel schlägt wieder in die richtige richtiung um. Hochmut kommt immer vor dem fall. Zwar etwas weit ausgeschweift aber das thema etwas umfassender betrachtet.....
Mörserknecht
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Beitrag von Mörserknecht »

Ohne das Urteil vor sich liegen zu haben, ist es natürlich schwer, etwas dazu zu sagen. Ich würde mich freuen, wenn es veröffentlicht wird. Falls jemand näheres weiß, bitte PM.

Bereits im Strafprozeß gegen Wieschemann hat das LG KL festgestellt, dass Wieschemann nicht generell als faktischer Vorstand agierte. Diese Feststellungen wurden vom BGH rechtlich nicht beanstandet. Der BGH wertete lediglich das Agieren in Einzelfällen (Unterzeichnung von Scheinverträgen mit den Spielern) als Handeln als faktischer Vorstand. Deswegen die Verurteilung von Wieschemann als Mittäter, nicht lediglich als Gehilfe.

Wenn Wieschemann aber nicht in größerem Umfang als faktischer Vorstand aufgetreten ist, kann man ihm auch keine Pflichtverletzung in Sachen Weiterleitung der Verträge an die DFL vorwerfen. Dieser Vorwurf trifft Friedrich und Herzog. Daß Friedrich in dem Zusammenhang darauf hingewiesen hat, für die Aufbereitung der DFL-Unterlagen sei Erwin Göbel zuständig gewesen, entbindet ihn natürlich nicht von seinen Vorstandspflichten. Zumal damit nicht gesagt ist, daß Erwin Göbel Kenntnis von den Vorgängen um die Scheinverträge hatte; das muß man fairerweise sagen.

Viele interpretieren Gerichtsurteile einfach falsch. Wenn jetzt in dieser Frage die Klage abgewiesen wurde, ist das kein genereller Persilschein für Robert Wieschemann. Es wird nicht jedesmal in einem Gerichtsprozeß neu verhandelt, wer jetzt hier "das Schwein" war und wer nicht. Es wird auch nicht darüber befunden, wer für den FCK was Gutes wollte und wer nicht oder wer größenwahnsinnig war und wer nicht oder ob jetzt Wieschemann oder Jäggi den FCK zerlegt hat - oder gar beide.
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niersdüvel
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Beitrag von niersdüvel »

Wieso hat der Verein beim Fiskus einen Goldklumpen zu heben wenn es Steuerhinterziehungen gegeben hat?
Da passt so vieles nicht zusammen. Wieso riet das Finanzamt Kaiserslautern von einer Selbstanzeige ab? Stimmt das überhaupt?
Wieso wurde Friedrich wegen Steuerhinterziehung verurteilt wenn es doch gar keine gegeben hat?
Was stimmt denn hier und was nicht?
Ist das Urteil, das Friédrich wg. Steuerhinterzeihung verurteilte überhaupt richtig? Richter haben in der Regel keine Ahnung von dem worüber sie richten. Wer am besten sabbeln und labern kann bekommt Recht.
Widersprüche und nochmals Widersprüche.
Wieso wurden andere Vereine, die ähnlich mit diesen Rechten umgegangen sind nicht wg. Steuerhinterziehung angeklagt. Waren die nur schlauer? die Finanzämter dümmer? Ist bei denen alles unter Hempels Sofa gekehrt worden?
:shock: :teufel2:
Teufel sind immer und überall
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Beitrag von Fragile X Factor »

An alle die nochmal die die Geschehnisse hier aufarbeiten (redcity u.a.) und nicht in Vergessenheit geraten lassen, ein großes Dankeschön.

Um Wieschemanns Wirken am Betze zu beurteilen gehört garantiert nicht dieser verdammte DSF-Auftritt (da habe sogar ich Mitleid mit dem Typ). Man vergisst allzu leicht wie diese Profilneurotiker den FCK fast vernichtet haben.
Eigentlich müßten noch ganz andere Figuren vor dem Kadi stehen, Wieschemann kommt mir fast wie das Bauernopfer vor.

Deswegen hoffe ich das der FCK, wenn er eine erfolgversprechende Möglichkeit sieht, die Rechtsmittel voll ausschöpft. Recht muß Recht bleiben (Frommer Wunsch). Natürlich stellt sich die Frage ob es noch Sinn macht die Schadenersatz-Klage aufrecht zu halten.
redcity
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Beitrag von redcity »

@Vorschreiber
Widersprüche tauchen nur auf, wenn man sich mit der Materie nicht so richtig beschäftigt, möchte ich jetzt einfach sagen.

Friedrich wurde verurteilt wegen Steuerhinterziehung in den Fällen West, Lincoln, Strasser, Bjelica, wenn ich nicht noch etwas vergessen habe.
Insgesamt sind das hinterzogene Steuern in Höhe von ca. 1,1 Mio € gewesen.
Die Steuerhinterziehungen wurden nachgewiesen und durch den Bundesgerichtshof in Karlsruhe bestätigt, die höchste deutsche Gerichtsinstanz.
Vor diesem BGH wurde auch Wieschemann verurteilt und zwar so, dass er in zwei Fällen der Steuerhinterziehung für schuldig befunden wurde, was das AGKL so nicht gesehen hatte.
Allerdings wurde in der Verständigung mit dem Finanzamt KL auch der Fall Djorkaeff mit einbezogen und in diesem Fall ist keine Lohnsteuerhinterziehung nachzuweisen und der Fall D. war hier auch der ausschlaggebende Punkt für die Höhe der Verständigung.
Man weiß nicht ob andere Vereine auch so gehandelt haben und da diese Vereine nicht in finanzielle Notlagen geraten sind ist es wohl auch nie rausgekommen ;)

Die Gerichtssache gegen Wieschemann hat aber eigtl. einen ganz anderen Grund und ich glaube, dass ein anderes Gericht auch zu einer anderen Auffassung kommen würde *g*
Kelle
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Beitrag von Kelle »

Als Fan eines anderen BL-Vereins und früherer FCK-Sympathisant lese ich überaus amüsiert Euer Forum.
Wenn ich so einige Statements hier lese erinnert mich das doch ganz stark an die Zeit als gerade die Mauer gefallen ist (für die jungen unter Euch: die zwischen Ost- und Westdeutschalnd).
Was mich damals tierisch genervt hat war ganz einfach, dass der Eindruck entstand, es hätte bei 17Mio Einwohnern genau 16.999.999 Unterdrückte gegeben und nur einen Unterdrücker und der hieß Honecker. Wahnsinn, kein Mensch außer ihm hat die Stasi unterstützt, kein Mensch hat die SED gewählt und allen ging es dreckig und mieß (auch weil es keine Bananen und Schokolade gab!).
Dann kam der Helmut aus der Pfalz, der hat Ihnen in 3-4Jahren blühende Landschaften versprochen und Farbfernseher und Bananen und überhaupt das alles besser wird weil früher alles schlecht war und hat zu einem tollen Kurs das Ost -Spielgeld gegen die harte Mark eingetauscht, ein ganz netter Kanzler also, weshalb ihn auch ganz viele von drüben gewählt haben. Er hat also in erster Linie einmal dafür gesorgt, dass er selbst wiedergewählt wird.
Und heute: Die Situation kennen wir Rentenkasse pleite, Staat verschuldet, in der Täterrä sagen sie "früher war alles besser", die Wessis wünschen sich auch wieder die Mauer und (nicht nur) die Ossis wählen die SED-Nachfolgerin PDS.
Was hat das nun mit dem FCK zu tun?
Ganz einfach: Habt IHR EUCH nicht in der Friedrich -Ära in dem für so eine kleine Klickerstadt wie KL exorbitanten Erfolg gesonnt: Abstieg- Aufstieg- Durchmarsch- Meister!???! Das war ja nicht mehr zum aushalten- ich weiss noch das einige FCK-Fans vor Stolz in dieser Zeit garnicht mehr durch die Tür gepasst haben...(was ich auch gut fand!)

Ist der Friedrich deshalb dreimal oder mehr beim FCK Chef gewesen weil ihn nur der Herzog oder Wieschemann gewählt haben oder wart das nicht ihr- aber wahrscheinlich war es so, dass das Gefüge aus Machtbesessenen an der Spitze es verboten hat, ihn nicht zu wählen... einfach lächerlich.
Dann der Mauerfall, ähh sorry, das DSF-Interview. Und plötzlich waren das alles Idioten, die noch nie Erfolg hatten und Versager von Anfang waren. Und außerdem waren die ja vom Himmel gefallen und nicht von den FCK-Mitgliedern gewählt.
Jäggi hat Euch dann reinen Wein eingeschenkt, so wie der Helmut damals dem Osten und wie das jeder neue Manager bei einem neuen Posten macht: vorher war alles schlecht, Mißwirtschaft, wir stehen am Abgrund, dramatisch, dramatisch und die die vorher dran waren, waren auch noch kriminell. Und ich bin der Gute und der große Sanierer will nur dass der Verein den ich schon immer bewundert habe saniert wird, deshalb verdopple/verdreifache ich jetzt auch mal das Jahresgehalt für den Vorstandsvorsitzenden. Und wird entlastet und wiedergewählt. Aber setzt sich rechtzeitig ab, bevor er das ausbaden muss, was er verbockt hat (Steuernachzahlung, WM-Stadion...).
Für den armen Göbel fällt mir jetzt gerade nix passendes ein- doch vielleicht der Lothar de Maizier, der war nämlich vor der Mauer und nach der Mauer noch im Rennen...
Und heute: Kasse leer, kurz vorm Abstieg gerade noch die Westkurve gekratzt und kein Mensch von heute will sich heute noch daran erinnern, was die alten wie Friedrich Gutes getan haben.
Ich könnte mich Morgens nicht mehr im Spiegel anschauen, wenn ich mir so die Augen zukleistern würde, wie so viele hier. Der arme Stefan, der tut mir jetzt schon leid, wenn ich daran denke wie Ihr hier in ein paar Jahren über ihn herziehen werdet! Und dann immer schön weiter im eigenen Mitleid suhlen und die Schuld auf die anderen schieben...
Aber das gehört bei einigen hier wahrscheinlich genauso dazu wie das Beschimpfen der eigenen Spieler wenn sie einen Fehlpass spielen (was ich übrigens noch nrigendwo anders gesehen/gehört habe...
SiebenVier
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Beitrag von SiebenVier »

Wenn ich so einen Blödsinn Lese von wegen er hatte am Abend zuvor einen Schlaganfall und deswegen tut er einem Leid.Da Scheiß ich drauf.Fakt ist:Wieschemann hat viel ansehen vom Verein Verspielt.Die damaligen Journalisten haben nur nachgebort nach Dingen die ein Mann in seiner Position wie er sie damals nun Leider Begleitet hat einfach wissen muß.
Anstatt anständig zu Antworten hat er wie ein kleines Kind gebrabbelt und ganz Fußballdeutschland einmal mehr gezeigt das in K´lautern nur Bauerntölpel rumlaufen.
Der ist nicht nur Unfähig eine solche Position zu erfüllen,nein der ist auch noch zu Dumm sich auf eine solche Sendung Vorzubereiten.Der hätte sich doch denken können was auf ihn zukommt.Der hat einfach nicht seine Hausaufgaben gemacht
Klasse Ausrede von wegen Schlaganfall.Ich lach mich Tot.
Wenn ich am Vorabend einen Schlaganfall hätte wüsste ich wo ich am nächsten Tag nicht wäre.Für mich hat es damals eher danach ausgesehen das da ein kleines Männlein sitzt,der von nichts eine Ahnung hat und Hilfesuchend nach seinen Komplizen F. ausschau hält der im Vorsagt was zu tun ist.Nur Leider war Mr. "Nein" nich anwesend.
Hatschongelb
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Beitrag von Hatschongelb »

redcity hat geschrieben:

Der FCK hat unter Friedrich einen Ausbau für die WM beschlossen den der Verein defacto nicht finanzieren konnte, egal wie er sich auf die Beine gestellt hätte, der FCK wäre aus dieser Sache nicht lebend herausgekommen. Wahnwitzig, wenn man für alle Kosten über Summe X eine Übernahmegarantie gibt. Vergeben wurde der Ausbau an das Unternehmen Holzmann aus Frankfurt, damals stand das Unternehmen, einst größter Baukonzern der Welt schon mit dem Rücken an der Wand, im November 1999 wurde das Insolvenzverfahren erstmals beantragt. Einem solchen Unternehmen gebe ich keinen Millionen-Auftrag, wenn ich weiß wie es um den Baukonzern und um den Verein bestellt ist.
Hmmm... und ich weiß noch wie der ganze Stiftsplatz bei der WM-Vergabe gejubelt hat... Wo waren da die ganzen Kritiker und Besserwisser, die wussten, dass so ein Ausbau NIE finanziert werden könnte? Ich habe sie nicht gesehen bzw. gehört!

Wo waren die Besserwisser bei der "Midas"-Affäre, als Landry zum Teufel gejagt wurde und alle Angst hatten, dass "König Otto" den Bettel hinwirft? Da hätte doch jeder alles dafür gegeben, dass Friedrich&Co im Amt bleiben...!

Waren es nicht die Mitglieder, die Atze Friedrich dreimal (!) zum umjubelten Präsidenten ausgerufen haben?
Ich erinnere mich an 1985 als Friedrich der Messias war, um die 5 Millionen DM Schulden von Sopp auszumerzen...
Und natürlich an die MV 1996 bei der alles jubelte, als das Team "Professionelle Zukunft" seinen Dienst antrat...
Da zählten die Verdienste eines Norbert Thines nichts mehr.

Mich kotzt es an, wie sich einige hier präsentieren, als hätten sie das alles schon immer gewusst und alle wären schon immer böse gewesen. Sie vergessen, dass uns Friedrich auch schon zweimal den Arsch gerettet hat, das ist nämlich AUCH Teil der historischen Wahrheit...
Zuletzt geändert von Hatschongelb am 24.07.2008, 13:59, insgesamt 1-mal geändert.
Nasenbär
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Beitrag von Nasenbär »

@Kelle

Nunja - Friedrich & Co haben NACH der Meisterschaft ´98 einfach einen alles entscheidenden Fehler gemacht: Sie wollten mit den grossen Bayern konkurrieren. Das ist in einer "Klickerstadt" wie KL und einem kleinen Verein wie dem FCK aber nun mal (auf Dauer) nicht möglich. Und von da an gings bergab...
Sicherlichen hat Friedrich vorher auch viel richtig gemacht - aber was nützt das?!
Ein VV in einem großen Unternehmen wird auch entlassen wenn er das Unternehmen durch Fehlentscheidungen an die Wand fährt - egal ob er vorher mit richtigen Entscheidungen für einen Aufschwung gesorgt hat!
Es behauptet ja niemand, dass er in allen 3 Amtszeiten und von Anfang an immer alles falsch gemacht hat - aber umgekehrt kann ich auch nicht sagen: OK - er hat den Verein zwar um ein Haar komplett ruiniert - aber hey - er hat auch schon ´n paar gute Sachen gemacht...
Nasenbär
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Beitrag von Nasenbär »

Hatschongelb hat geschrieben:


Hmmm... und ich weiß noch wie der ganze Stiftsplatz bei der WM-Vergabe gejubelt hat... Wo waren da die ganzen Kritiker und Besserwisser, die wussten, dass so ein Ausbau NIE finanziert werden könnte? Ich habe sie nicht gesehen bzw. gehört!
Na - Du machst mir Spass
Ich war damals auch auf dem Stiftsplatz und hab gejubelt! Warum? Weil ich der festen Überzeugung war, dass die schon nen Plan in der Tasche haben wie sie das finanzieren! Tja - falsch gedacht! Im Nachhinein ist man immer schlauer.
Ich frag mich aber ernsthaft wer zu diesem Zeitpunkt WISSEN konnte, dass der Ausbau nicht zu finanzieren ist!!!
Hatschongelb
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Beitrag von Hatschongelb »

Nasenbär hat geschrieben:
Na - Du machst mir Spass
Ich war damals auch auf dem Stiftsplatz und hab gejubelt! Warum? Weil ich der festen Überzeugung war, dass die schon nen Plan in der Tasche haben wie sie das finanzieren! Tja - falsch gedacht! Im Nachhinein ist man immer schlauer.
Ich frag mich aber ernsthaft wer zu diesem Zeitpunkt WISSEN konnte, dass der Ausbau nicht zu finanzieren ist!!!
So, wie sich einige hier präsentieren, war das doch ganz offensichtlich, dass wir uns das nicht leisten konnten... Nur die doofen Vereinsverantwortlichen haben das nicht kapiert...
Kelle
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Beitrag von Kelle »

@Nasenbär:
Du schreibst es behaupte niemand, dass er auch nicht vieles richtig gemacht hat. Sorry, für mich liest sich das fast ALLES anders. Ich lese NICHTS oder nur von ganz wenigen, die dann immer gleich niedergemacht werden.
Mit dem FCB konkurrieren...dazu einmal zur Stimmung damals ein Zitat
aus dem Spiegel-Online:
"...Die inoffizielle Meisterfeier mit mehr als 30.000 Fans in der Altstadt legte am 2. Mai 1998 ganz Kaiserslautern lahm. So etwas hatte es in der Bundesliga-Geschichte noch nicht gegeben, ein Aufsteiger hatte die Deutsche Meisterschaft gewonnen. Und eine ganze Region huldigte dem Mann, der die Sensation vollbracht hatte: Trainer Otto Rehhagel, "König von Kaiserslautern". Knapp zwei Jahre zuvor war er bei den Bayern rausgeflogen. Nun aber hatte es Rehhagel noch einmal allen gezeigt. Er hatte eine Mannschaft geformt, die ihm blind folgte. Deren Gerüst aus Profis bestand, die ihren Zenit eigentlich schon überschritten hatten. Eine Mannschaft, in der sich einer für den anderen aufopferte und die spielte wie in Rehhagels guten alten Zeiten. Ein Anachronismus auf die Fußballmoderne.

Der FCK verteidigte mit knorrigen Abwehrspielern wie dem hüftsteifen Harry Koch, dem emsigen Martin Wagner, dem tschechischen Hünen Miroslav Kadlec und dem unerbittlichen Dänen Michael Schjønberg. Im Mittelfeld ordnete der von Inter Mailand zurückgekehrte Ciriaco Sforza das Spiel. Der Schweizer, ebenso wie Rehhagel in München gescheitert, verlieh der Offensive die zusätzliche Raffinesse, ohne die eine Meistermannschaft nicht auskommt. Und in der Defensive beruhigte er mit Übersicht und Technik die Kollegen, denen der Ball nicht blind gehorchte.

Unterstützt wurde Sforza von den Flügelspielern Andreas Buck und Ratinho sowie den gerade 20-jährigen Talenten Marco Reich und Michael Ballack. Die Adressaten ihrer Pässe waren die Flitzer Pavel Kuka und Jürgen Rische, im Sturmzentrum warteten Brecher wie Marian Hristov und Olaf Marschall. Vor allem der Sachse Marschall wurde zu Rehhagels Glücksfall: Er spielte die Saison seines Lebens und traf 21 Mal. Später war Marschall auch bei den Prämienzahlungen vorne dabei, denn sein pfiffiger Berater Michael Becker hatte eine Meisterschaftsprämie in den Vertrag seines Mandanten schreiben lassen.

Kein anderer Lauterer Spieler verfügte über solch eine Klausel, der Neid der Kollegen hielt sich trotzdem in Grenzen. Spricht man heute mit den damaligen Akteuren, so schwärmt jeder vom Zusammenhalt und Teamgeist innerhalb des Kaders, Marschall preist sogar ein "nahezu perfektes Team". Rehhagel hatte nach dem Abstieg des 1. FC Kaiserslautern zwei Jahre zuvor eine zerstrittene Mannschaft übernommen, die sich in der 2. Liga zunächst sehr schwer tat. Doch der erfahrene Coach schuf ein neues Wir-Gefühl und rannte damit in einem Team, in dem es fast keine Junggesellen, dafür umso mehr Familienväter gab, offene Türen ein. Wurden Kinder eingeschult, gab Rehhagel den Spielern grundsätzlich frei, traf sich der Kader, war jeder angehalten, den Nachwuchs mitzubringen. So rückte die Mannschaft enger zusammen.

Der Verlauf der Saison 1997/1998 zeigt, dass das angebliche Kaiserslauterer Wunder ein verdienter und hart erarbeiteter Triumph war. Ab dem 4. Spieltag stand der FCK ununterbrochen auf dem ersten Tabellenplatz, der stets ausverkaufte Betzenberg erwies sich als schier uneinnehmbare Festung. Einige Partien dort konnte die Elf erst nach dramatischen Spielverläufen und durch Tore in den letzten Minuten für sich entscheiden, so beim 3:2 gegen Mönchengladbach und beim 4:3 gegen Rostock.

Das alles wäre jedoch nichts wert gewesen ohne die beiden Siege gegen den großen Konkurrenten Bayern München. Gleich am 1. Spieltag hatte der Aufsteiger ins Olympiastadion reisen müssen und beim Rekordmeister mit 1:0 gewonnen. "Da haben wir gemerkt, dass wir mit allen mithalten können", erinnert sich Torschütze Michael Schjønberg. "Auch wenn es blöd klingt, durch die vielen Siege in der 2. Liga hatten wir uns ans Gewinnen gewöhnt und haben einfach weitergemacht."

Der 1. FC Kaiserslautern war wirklich kein gewöhnlicher Aufsteiger. Die Mannschaft, die 1996 in Leverkusen den Klassenerhalt verspielt hatte, war nahezu zusammen geblieben. Mit Rehhagel kam ein motivierter Trainer in die Pfalz, der im beschaulichen Kaiserslautern seine Methoden eins zu eins umsetzen konnte. Das allein machte aus einem Zweitligisten allerdings noch keinen Meisterschaftskandidaten.

Beim FCK kam in jener Saison alles Gute zusammen. Neuzugänge wie Sforza, Hristov und Buck schlugen ein, in die Jahre gekommene Haudegen wie Andreas Brehme konnten im Otto-ergebenen Kaiserslautern geräuschlos ausgemustert werden und die Konkurrenz aus München und Leverkusen spielte keine konstant gute Saison. Kaiserslautern war mit seinem schnörkellosen Angriffsfußball, der rustikalen Defensive und dem kuscheligen Binnenklima am Ende nicht zu schlagen. So steht das Wunder vom Betzenberg für den Triumph einer echten Mannschaft über die Zweckgemeinschaften der Spitzenvereine"


Wer durch so etwas nicht motiviert wird, sich mit den Großen zu messen, hat kein "Herzblut". Deshalb glaube ich glaube dass der Größenwahn, den heute sogenannte Insider hier bei Friedrich und Co anprangern, die Fans selbst verursacht haben (was ich auch gut verstehe!). Das ist wie in der Wirstchaft: Ein Unternehmen macht heute diesen Gewinn, dann wollen die Aktionäre nächstes Jahr noch mehr sehen, egal wie und egal warum im Vorjahr der Gewinn mal so hoch war...
Aber ich verstehe es nicht, dass das heute nur die da oben von damals gewesen sein sollen. Das ist einfach nur äußerst schwach. Und ich prophezeie: Dem Stefan wird es (leider) genau so gehen...

Ähh und eins habe noch vergessen: Wer hat den Meistertrainer von damals in die Klickerstadt geholt? .... Richtig!
Nasenbär
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Beitrag von Nasenbär »

Hatschongelb hat geschrieben:

So, wie sich einige hier präsentieren, war das ja ganz offensichtlich... Nur die doofen Vereinsverantwortlichen haben das nicht kapiert...
KA - mir war das jedenfalls nicht klar. Und zwischen einer gewissen Skepsis ob des großen finanziellen Aufwandes und dem Wissen, dass es definitiv nicht bezahlbar ist liegen nunmal Welten!
Das es "die doofen Vereinsverantwortlichen" nicht kapiert haben ist inzwischen (leider) Fakt - da gibt´s glaub ich nix mehr zu diskutieren, oder?
Kelle
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Beitrag von Kelle »

und nochmal um das zu unterstreichen was ich eben schrieb- leider nicht zitier- aber nachlesbar unter

http://bundesliga.suite101.de/article.c ... erslautern

Das muss Du und die andern hier mal lesen, insbesondere der letzte Abschnitt "unzufrieden mit dem Erfolg".

Immer unzufrieden, immer mehr und immer die andern.

Ich dachte Kaiserslautern liegt ganz tief im Westen...
Nasenbär
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Beitrag von Nasenbär »

Kelle hat geschrieben:@Nasenbär:
Du schreibst es behaupte niemand, dass er auch nicht vieles richtig gemacht hat. Sorry, für mich liest sich das fast ALLES anders. Ich lese NICHTS oder nur von ganz wenigen, die dann immer gleich niedergemacht werden.
Mit dem FCB konkurrieren...dazu einmal zur Stimmung damals ein Zitat
aus dem Spiegel-Online:

Wer durch so etwas nicht motiviert wird, sich mit den Großen zu messen, hat kein "Herzblut". Deshalb glaube ich glaube dass der Größenwahn, den heute sogenannte Insider hier bei Friedrich und Co anprangern, die Fans selbst verursacht haben (was ich auch gut verstehe!). Das ist wie in der Wirstchaft: Ein Unternehmen macht heute diesen Gewinn, dann wollen die Aktionäre nächstes Jahr noch mehr sehen, egal wie und egal warum im Vorjahr der Gewinn mal so hoch war...
Aber ich verstehe es nicht, dass das heute nur die da oben von damals gewesen sein sollen. Das ist einfach nur äußerst schwach. Und ich prophezeie: Dem Stefan wird es (leider) genau so gehen...

Ähh und eins habe noch vergessen: Wer hat den Meistertrainer von damals in die Klickerstadt geholt? .... Richtig!
Ich versteh nicht so ganz auf was Du eigentlich hinauswillst?! Ich habe erstens geschrieben, dass ein Verein wie der FCK nicht AUF DAUER mit den Bayern mithalten kann und zweitens hab ich ja auch gesagt, dass der Hauptfehler NACH der Meisterschaft gemacht wurde - und da war Rehhagel schon da, oder?

Fast durch die gesamten ´90er war Lautern ein klassischer UEFA-Cup-Platz Kandidat. Natürlich ab und an auch mal ganz oben dabei aber kein Daueranwärter auf die Meisterschaft (und schon gar nicht von europäischen Titeln). Was den FCK immer stark gemacht war gerade, dass alles ein bisschen kleiner, überschaubarer und familiärer war als anderswo. Aber nach ´98 wurde nicht mehr "vernünftig" gewirtschaftet - da wurden plötzlich nicht mehr relativ günstige Spieler verpflichtet sondern Djorkaeffs, Wests und Baslers die fast das gleiche verdient haben wie Topspieler bei Bayern. Natürlich wünscht sich der durchschnittliche Fan gute Spieler für seinen Verein - aber der hat ja auch keinen Plan was das ganze wirklich kostet! Im Gegensatz zum Vorstand. Es kann doch nicht sein, dass ein Verein wie der FCK ins internationale Geschäft kommen MUSS!
Und Du kannst doch nicht die Fans dafür verantwortlich machen wenn der Verein finanziell den Bach runter geht!
Anhänger
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Beitrag von Anhänger »

Kelle hat geschrieben:und nochmal um das zu unterstreichen was ich eben schrieb- leider nicht zitier- aber nachlesbar unter
http://bundesliga.suite101.de/article.c ... erslautern
Das muss Du und die andern hier mal lesen, insbesondere der letzte Abschnitt "unzufrieden mit dem Erfolg".
Immer unzufrieden, immer mehr und immer die andern.
Ich dachte Kaiserslautern liegt ganz tief im Westen...
Deinen vorherigen Beitrag unterschreibe ich als Mitglied und langjähriger
Anhänger des FCK ohne "wenn und aber"! Man wollte - so die Worte von
Atze F. - das Bayern München der Pfalz werden. Mit dieser sensationellen
Meisterschaft begann - und das sage ich schon seit sehr langer Zeit -
der Anfang vom (Fast-)Untergang. Statt Champions-League und/oder Europacup
als "Zubrot" anzusehen, ging man davon aus, nun jedes Jahr in diesem Reigen
mitspielen zu können. Man plante Einnahmen ein, die man überhaupt nicht hatte,
aber auf die man hoffte.
Die Bodenhaftung ging verloren, man betrieb förmlich die Entfremdung des FCK
von seinen Fans, das so vielgerühmte Familiäre blieb auf der Strecke.
Ich reihe mich nun auch nicht in die Schar derer ein, die SK (und MS)
(fast) blind vertrauen. Sie scheinen allerdings ihre Sache besser zu
erledigen als ihre Vorgänger. Die Erfahrungen mit sog. FCK-"Größen", die alles nur
aus Liebe zum FCK getan haben bzw. tun wollten, sollten einigen noch in Erinnerung sein.
Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben.
Kelle
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Beitrag von Kelle »

@nasenbär
Ja ja, das Leben ist nicht schwarz und nicht weiß...Und Risiken die man eingeht, die muss man auch verantworten.

Auf was ich hinaus will ist ganz einfach:
Genauso wenig wie ein Chef sagen kann "bei mir arbeiten nur Idioten" ohne dass er sich fragen lassen muß, wer die ganzen Idioten denn eingestellt hat, können jetzt alle FCK Fans sagen, "das waren alles Idioten da oben" weil ihr sie gewählt habt.
Das ist nämlich die Quintessenz von der ganzen Geschichte -egal was wahr ist oder nicht (und die steht bekanntlich nicht in der Zeitung, schon garnicht in der RHEINPFALZ)- jeder der hier auf die Gurus aus alten Zeiten ein tritt, sagt eigentlich nichts anderes als "schaut her was für ein D... ich doch bin. "Denn ich ich hab die gewählt oder ich bin nicht hingegangen weil ich zu strack war oder oder oder..."

Dann steh ich aber dazu, dass ich ein Mitläufer bin und gebe zu dass ich damals mitgejubelt habe und auch wie die "da oben" daran geglaubt habe, dass man das schaffen kann. Jeder der sagt, er hätte damals, bei dieser Stimmung, bei diesem Rückenwind, gesagt, "bloß kein Risiko mit neuen Top-Spielern", jeder der die Kirchpleite vorausgesagt hätte, wäre doch in diesem Hype als Dorfdepp hingestellt worden, genauso wie ihr heute die alten als D...en hinstellt.

"Mama, ich war's ja nicht sondern der da..." So kommt das bei jedem an, der mit Abstand zu dieser Sache solche Statements liest. Und das ist KEINE Auszeichnung für die FCK-Fans
Anhänger
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Registriert: 27.09.2006, 14:02

Beitrag von Anhänger »

Kelle hat geschrieben:@nasenbär
Ja ja, das Leben ist nicht schwarz und nicht weiß...Und Risiken die man eingeht, die muss man auch verantworten.
Auf was ich hinaus will ist ganz einfach:
Genauso wenig wie ein Chef sagen kann "bei mir arbeiten nur Idioten" ohne dass er sich fragen lassen muß, wer die ganzen Idioten denn eingestellt hat, können jetzt alle FCK Fans sagen, "das waren alles Idioten da oben" weil ihr sie gewählt habt.
Das ist nämlich die Quintessenz von der ganzen Geschichte -egal was wahr ist oder nicht (und die steht bekanntlich nicht in der Zeitung, schon garnicht in der RHEINPFALZ)- jeder der hier auf die Gurus aus alten Zeiten ein tritt, sagt eigentlich nichts anderes als "schaut her was für ein D... ich doch bin. "Denn ich ich hab die gewählt oder ich bin nicht hingegangen weil ich zu strack war oder oder oder..."
Dann steh ich aber dazu, dass ich ein Mitläufer bin und gebe zu dass ich damals mitgejubelt habe und auch wie die "da oben" daran geglaubt habe, dass man das schaffen kann. Jeder der sagt, er hätte damals, bei dieser Stimmung, bei diesem Rückenwind, gesagt, "bloß kein Risiko mit neuen Top-Spielern", jeder der die Kirchpleite vorausgesagt hätte, wäre doch in diesem Hype als Dorfdepp hingestellt worden, genauso wie ihr heute die alten als D...en hinstellt.
"Mama, ich war's ja nicht sondern der da..." So kommt das bei jedem an, der mit Abstand zu dieser Sache solche Statements liest. Und das ist KEINE Auszeichnung für die FCK-Fans
Meinst Du nicht, daß das alles allzu menschlich ist?
Zudem, wenn es m. E. allzu menschlich ist, kann man es nicht nur
auf den FCK fokussieren.
Hofft man nicht auf etwas Positiveres, wenn das Vergangene nicht so
gut war? Keiner kann vorhersagen, was eintreten wird.
Bist Du der Ansicht, bei anderen Vereinen sei alles Gold, was glänzt?
Haben z. B. nicht S 04, Hertha BSC schon schlimmere Dinge erlebt als
der FCK? Hätte es damals schon die Möglichkeit gegeben, sich in einem
Forum auszutauschen, was wäre da wohl geschrieben worden?
Nach Deiner Auffassung wohl nur zustimmende Kommentare!?
Wird etwa heutzutage alles gutgeheißen, was die jeweiligen Vereins-
vorstände bewerkstelligen? Auch dort wird im Nachhinein etliches
gegeißelt.
Kelle
Beiträge: 6
Registriert: 24.07.2008, 12:34

Beitrag von Kelle »

@Anhänger:
Ohne philosophisch wirken zu wollen: "menschlich" finde ich das nicht eher "tierisch", da fallen sie nämlich auch über das Leittier her, wenn es eine Schwäche zeigt. Also interpretiere ich Deine Frage so, ob ich denke das sei normal heutzutage.
Du hast Recht, das mag für viele normal sein, aber ich finde es nicht gut.
Warum nicht:
1. Wenn ich auf der Strasse sehe, dass alle auf einen eindräschen, dann gehe ich auch dazwischen.
2. Ich mag es nicht wenn immer die anderen, die da oben, der Staat, die Politik, aber man nie selbst für etwas verantwortlich/Schuld sein sollen.
3. Und noch einmal: Wenn es Gold regnet halten alle die Schürze auf, dann heißt es:WIR haben den Erfolg. Wenn es Sch... regnet, spannen alle den Schirm auf. Dann sind es die anderen und alle vergessen die Guten Dinge, die manche bewirkt haben und so für den Goldregen vorher gesorgt haben.

Aber das scheint mir - das ist wie ich schon sagte mein Eindruck- unter diesen Anhängern hier ganz besonders ausgeprägt zu sein. Schau Dir doch einmal an, wieviele Urgesteine bei Euch schon in Ungnade gefallen sind, die Namen kennst Du wahrscheinlich besser als ich. Und Friedrich ist auch mit Sicherheit auch ein Urgestein, sieht ja wolh auch Hatschongelb so. Aber das ist ja vergessen.

Aber ich finde es gut, dass mit Dir eine sachlcihe Diskussion möglich ist.
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