@donFCK
Ich habe dir gar nichts in den Mund gelegt, sondern lediglich darauf hingewiesen, dass die Gläubigerversammlung entscheidet, ob - und somit auch mit wem - der Insolvenzplan umgesetzt wird. Der Sachwalter hat in einem Insolvenzplanverfahren lediglich die Aufgabe zu kontrollieren, dass die Geschäftsführung - in diesem Fall die der KGaA - korrekt arbeitet. Damit das sichergestellt war, hat der FCK für diesen Zeitraum Herrn Eichelbaum engagiert und ihn dafür auch sehr gut entlohnt. Der Gläubigerausschuss - wie der Name schon sagt - ist ein Ausschuss der vorarbeitet und ein Stimmungsbild für alle Gläubiger abgeben soll. Er ist ein Ausschuss - und hat ungefähr ähnlich viel zu sagen wie unser Satzungsausschuss.
Es ist somit so ziemlich keine deiner Aussagen zu diesem Thema korrekt. Es ist Rhetorik, die sich vielleicht für Laien gut anhört.
Der FCK hätte viel früher in einem gut vorbereiteten Planinsolvenzverfahren, unterlegt mit einem sauberen Finanzierungs- und Restrukturierungsplan, auf Investoren zugehen müssen. Eine solche Dokumentation hätte immer die Stadionfrage und den eV mit einschließen müssen. Leider gab es nichts davon. Und diese schlechte Vorbereitung wurde dann auch noch als Erfolg verkauft bzw. die Schuld dafür recht regelmäßig bei anderen gesucht.
In der Konsequenz sind als Investoren lediglich die Gönner und Freunde des Vereins übrig geblieben. Bei den Summen, um die es geht, übersteigt das aber dann definitiv auch bei diesen Herren die Portokasse - also nimmt man den Verein eng an die Leine. Würde ich als Geschäftsmann auch so machen. Und statt solider Finanzplanung, fällt unserem Verein dann diese Hinrunde auf, dass man für die Nachlizensierung noch knapp EUR 4 Mio. braucht - sonst - hätte es diese Saison schon wieder Punktabzug und ggf. Abstieg geheißen. Von der dann fehlenden Fortführungsprognose und daraus folgender, erneuter billanzieller Überschuldung gar nicht zu sprechen.
Und das war ja schon ein halbes Jahr nach der angeblich „erfolgreichen" Sanierung - mit einer, wie hieß es damals vom FCK:
"Wirtschaftlich soliden Basis für nachhaltig belastbare Zukunft",
klar.
Denn bereits zu diesem Zeitpunkt, also an der letzten JHV musste der eV mit einem Darlehen in Millionenhöhe gestützt werden, damit er eben nicht direkt in die Insolvenz geht. Diese von Rainer Kessler euphemistisch als „unternehmerische Entscheidung“ bezeichnete Vorgang war nichts anders als alternativlos, weil sonst der eV in die Insolvenz (und in der Konsequenz auch die KGaA - denn ohne eV keine Spiellizenz) in die dann endgültige Insolvenz gerutscht wäre. Wie gesagt: 6 Monate nachdem von einer wirtschaftlich soliden Basis und nachhaltig belastbaren Zukunft gesprochen hat und den Mitgliedern suggeriert wurde, man wäre mit der Kapitalerhöhung 2 Jahre durchfinanziert.
Man kann all diese Entscheidungen so treffen - nur dann muss man sich eben auch daran messen lassen. Und ein Aufsichtsrat, dem die Entlastung entweder verweigert wird oder dessen Entlastung gerade mal im 70% Bereich liegt, der hat rechts und links eine Ohrfeige bekommen. Emotional. Inhaltlich bin ich überhaupt gar kein Freund davon Entlastungen an emotionale Eindrücke etc. zu binden - auch wenn das bei Vereinen leider immer wieder passiert.
Der User @betzeFux fasst das eigentlich sehr schön zusammen:
Und aus diesen und jenen Gründen haben wir (der FCK) beschlossen diesen Weg zu gehen. Da hätte ich zumindest Transparenz gehabt und gewusst woran ich bin.
Nicht: der Sachwalter hat aber gesagt.
Und @Carpre-diabolos:
Die Entscheidungshoheit und -freiheit der gewählten Mitglieder bzgl. der Aufgaben und weiteren Funktionen bemisst sich nicht nach der Anzahl der abgegebenen Stimmen für die einzelnen Personen.
Dem hat keiner widersprochen. Wir haben allerdings einen Teil des Aufsichtsrates, der nicht im Beirat sitzt. Er wird über substanzielle Vorgänge der wichtigsten Beteiligung aus dritter Hand informiert. Es können also - schon rein formal - nicht alle im AR ihr Mandat gleich ausüben. Wenn man der Logik der Stimmhöhe oder der prozentualen Entlastung folgt - was der user @donbetze so lange macht, wie es ihm in den Kram passt - dann müsste die Besetzung des Beirates anders aussehen. Auch schon nach der letzten Wahl. Das diese bei einigen nicht mit dem persönlichen Ego zusammengeht, steht auf einem anderen Stück Papier.
du schreibst:
Bezüglich Wilhelm ist festzuhalten, dass er seine Sitzungstermine wohl nicht wahrgenommen u teilweise Alleingänge unternommen hat (u.a Auftritt im SWR).
Bezüglich Wilhelm ist festzuhalten, was der FCK veröffentlicht hat:
Ein anwaltlicher Vertreter des 1. FC Kaiserslautern e.V. sowie der 1. FC Kaiserslautern GmbH & Co. KGaA hat Senator h.c. Professor Doktor J.E. Wilhelm schriftlich eine Unterlassungsaufforderung zugestellt. Wilhelm möge es in seinen Funktionen als Aufsichtsratsmitglied des e.V. sowie als vom e.V. entsendetes Mitglied des Aufsichtsrats der KGaA und des Beirats FCK Management GmbH mit sofortiger Wirkung unterlassen, ausdrücklich vertrauliche oder vereinsinterne Informationen zu veröffentlichen oder verfügbar zu machen, Funktionsträger zu diskreditieren oder Entscheidungsfindungen zu diffamieren.
Das wurde durch ihn nicht unterschrieben. Und er hat sich danach einige seiner Kollegen öffentlich und nicht öffentlich vorgeknöpft. Das kann man gut finden oder verurteilen. Für mich war es vor allen Dinge eines: die logische Konsequenz. Insbesondere wenn dann einige Wochen später andere Aufsichtsratsmitglieder wegen teils ähnlicher Vorgänge eine Unterlassungserklärung unterschrieben haben. (so war B. Koblischeck zu verstehen)
Aber am Ende bleibt eines übrig: Der e.V. ist in einer denkbar schlechten Situation, in dem ihm das Wasser bis zum Hals steht, in der es keinerlei Bewegungsfreiheit mehr gibt, in der die SPI über die Zeichnung des kompletten genehmigten Kapital und die Gewährung von Darlehen - sowohl an den eV, als auch die KGaA - komplett die Kontrolle übernommen hat. Sie hat - inklusive der Verpfändungen - Zugriff auf rd. 50% der Aktien und beide Konzerngesellschaften sind von Darlehen der SPI abhängig. Sie sind zudem der größte Sponsor, der über diese Verträge für Drittligaverhältnisse hohe Summen in den Verein pumpt. Weitere Investoren wurden nicht gefunden, die Fansäule ist nicht geöffnet und 1000e Kleinanleger haben bei Kapilendo ihr Geld verloren. Der Pachtvertrag sieht nächstes Jahr eine deutliche Erhöhung vor (unabhängig davon, in welcher Liga wir spielen) und der Sanierungsstau im FWS wird immer größer. Was läuft ist das sportliche - unter anderem wegen dem enormen finanziellen Einsatz der SPI. und dem sportlichen Denkzentrum des FCK Namens Antwerpen - jemand der die Eigenschaft hat nicht beim ersten Gegenwind den Kopf einzuziehen oder von Alternativlosigkeit zu sprechen. Unter anderem diese Eigenschaften machen ihn zur Zeit so geeignet für seine Position beim FCK.
Wie sagt der user @miggplätsch zu schön: "the cheese ist eaten“ - die Alternativen sind verspielt, passe. Unwiederbringlich weg. Von daher muss man nach vorne schauen. Aber Geschichtsklitterung war noch nie eine solides Fundament für den Weg nach vorne.