
Vorbericht: 1. FC Kaiserslautern - SV Wehen Wiesbaden
Wundertüten-Treffen auf dem Betzenberg
Der stark ersatzgeschwächte 1. FC Kaiserslautern steht vor einer echten Herausforderung. Gegen den punktgleichen SV Wehen Wiesbaden, der mit neuem Trainer auf den Betze reist, braucht es Wille, Leidenschaft und die Unterstützung der Fans.
In den Tagen vor dem Verfassen von Vorberichten überlegt man sich als Autor immer mal wieder, was denn ein passender Texteinstieg sein könnte. Gibt es irgendetwas interessantes zu einzelnen Spielern, sticht das Trainerduell heraus oder ist vielleicht eine Fan-Geschichte interessant? In Zeiten der wieder dynamischer werdenden Corona-Pandemie erübrigen sich diese Gedanken leider ganz schnell. Die Infektionszahlen steigen in manchen Teilen Deutschlands auf teils haarsträubende Werte, einige Krankenhäuser kämpfen mit der Überlastung. Auch der Profisport steht bei diesem Geschehen nicht außen vor und hat mit immer mehr Infektionen zu kämpfen. Auf dem Betzenberg kam es diese Woche zum vereinsintern größten Corona-Ausbruch seit Beginn der Pandemie. Nach DBB-Informationen hatten fünf Spieler sowie zwei Mitglieder des Betreuerstabes einen positiven PCR-Test und fallen zumindest für die Partie gegen Wehen aus. Der Verein bestätigt keine Zahlen und nennt keine Namen, aber sicher ist: Der FCK muss sportlich geschwächt zu diesem Heimspiel antreten. Ungeachtet dessen bleibt aber zuerst mal zu hoffen, dass die Betroffenen weiter wie von Marco Antwerpen am Freitag nochmals bestätigt weitgehend symptomfrei bleiben und schnell in den Mannschaftskreis zurückkehren können. Von dieser Stelle im Namen aller FCK-Fans: Alles Gute, Jungs!
Manche Anhänger diskutierten nach der Meldung der Corona-Fälle eine Absage des Spiels, doch die Roten Teufel haben die vom DFB in Abstimmung mit den Klubs festgelegten mindestens 16 einsatzfähigen Akteure zur Verfügung. Ja, man hat sich auf diese Regelung geeinigt, die Diskussion darüber ist natürlich trotzdem legitim, doch die Bedingungen gelten für alle. Aber der FCK wäre nicht der FCK, wenn er diese Situation nicht gemeinsam mit seinen Fans bewältigen könnte. Schließlich kommen wieder mehr Zuschauer als bei jedem anderen Drittliga-Match dieses Wochenendes ins Fritz-Walter-Stadion und es stehen immer noch genügend Spieler mit guter Qualität zur Verfügung. Also, liebe Fans: Stimme ölen und die gebeutelten Betze-Buben zum Sieg schreien. Anpfiff der Partie gegen Wehen ist um 14:00 Uhr.
Was muss man zum 16. Spieltag noch wissen? Hier kommen die wichtigsten Vorab-Informationen:
Der FCK: Ausgangslage und Personal
16 Punkte aus den vergangenen sieben Spielen: Der 1. FC Kaiserslautern hat sich mit 22 Zählern auf Platz 6 vorgearbeitet, klopft in der Tabelle wieder oben an und lässt sich momentan augenscheinlich auch von Rückschlägen nicht beirren. Vor der Länderspielpause lieferten die Männer in Rot die passende Antwort auf die erste Heimniederlage der Saison gegen Würzburg (0:2) und gewannen das Saar-Pfalz-Derby bei immer noch konsternierten Saarbrückern völlig verdient mit 2:0.
Alles gut also? Leider nein. Durch den Corona-Ausbruch Mitte dieser Woche gehen die Roten Teufel stark dezimiert in das Duell mit Tabellennachbar Wehen. Glücklicherweise kamen bis Freitagnachmittag keine weiteren Fälle hinzu, sodass der Austragung des Heimspiels nichts im Weg steht. Trainer Antwerpen wird seine Startelf aber auf mehreren Positionen verändern müssen. Noch fraglich ist das Mitwirken von sage und schreibe neun Spielern: Matheo Raab, Lorenz Otto, Kevin Kraus, Philipp Hercher, Hendrick Zuck, Felix Götze, Jean Zimmer und Muhammed Kiprit sind krank. Bei wem es sich um eine Corona-Infektion und bei wem "nur" um einen grippalen Infekt handelt, gibt der Verein wie schon erwähnt nicht bekannt. Zudem fehlte René Klingenburg nach seinem Muskelfaserriss in Saarbrücken die letzten zwei Wochen im Training, seinem Einsatz will Antwerpen eine eigene Risiko-Kalkulation voranstellen. Klar zu sein scheint 24 Stunden vor dem Spieltag nur eines: Die neun fraglichen Spieler werden sicher nicht alle komplett ausfallen, aber auch keinesfalls alle zur Verfügung stehen. Nach DBB-Informationen werden mit Kraus und Hercher mindestens zwei wichtige Akteure definitiv fehlen. Neal Gibs und Marius Kleinsorge haben nach Erkältungspausen noch Trainingsrückstand und stehen ebenfalls nicht zur Verfügung. Dagegen ist Hikmet Ciftci erstmals seit seiner Ende August erlittenen Muskelverletzung wieder im Kader. Er könnte ebenso eine Option für die Startelf werden wie der letztjährige Stammtorwart Avdo Spahic, Max Hippe, Dominik Schad, Nicolas Sessa und Derby-Torschütze Kenny Redondo. Ganz so schlecht ist das auch alles nicht. Und für den Gegner wird das durchgewürfelte FCK-Team eine viel schwerer auszurechnende Wundertüte als in den vorigen Spielen sein.
Der Gegner: Ausgangslage und Personal
Aber auch der Gegner kommt als Wundertüte, in diesem Fall bedingt durch einen Trainerwechsel: Als bestes Auswärtsteam der 3. Liga reist der SV Wehen Wiesbaden auf den Betzenberg. In acht Partien in der Fremde gelangen den Hessen fünf Siege. Doch auch weil es zuhause bislang gar nicht laufen will, wurde Rüdiger Rehm am 25. Oktober nach viereinhalb Jahren für Außenstehende etwas überraschend beurlaubt. Rehms Nachfolger Markus Kauczinski legte einen klassischen Fehlstart hin: Gegen Außenseiter Türk Gücü Friedberg verloren die Hessen im Landespokal mit 0:1 und schieden genau wie der FCK frühzeitig aus. Mit dem Spiel in Kaiserslautern soll es für den Tabellensiebte aber wieder nach oben gehen, es soll endlich die Kehrtwende her. Der schon zweimal aus der 3. Liga aufgestiegene Kauczinski hat die Aufgabe, den SVWW wieder an die Spitze des Klassements heranzuführen.
Der neue Coach muss in der Pfalz neben dem etatmäßigen Kapitän Sebastian Mrowca (Muskelfaserriss) auch auf Emanuel Taffertshofer verzichten, der noch ein Spiel gesperrt ist. Maximilian Thiel, mit fünf Toren hinter Gustaf Nilsson (8) zweitbester Schütze, ist nach einer Fußverletzung wieder fit. Mit Sascha Mockenhaupt, der Mrowca als Kapitän vertritt, und Gino Fechner stehen zwei Ex-Lautrer wohl in der Wehener Startelf.
Frühere Duelle
Den letzten Heimsieg der Roten Teufel gegen Wehen gab es vor zwölfeinhalb Jahren, danach trennten sich die Wege für eine längere Zeit: Am 26. April 2009 traf Erik Jendrisek in der Nachspielzeit zum 1:0-Heimsieg. Insgesamt ist die Bilanz gegen die Hessen ausgeglichen. Von zehn Partien gewannen beide Vereine vier, zwei Begegnungen endeten Remis. Die 0:1-Heimpleite am 30. Januar dieses Jahres war das letzte Spiel von Jeff Saibene als FCK-Trainer.
Fan-Infos
Beim Heimspiel gegen Wehen gibt es erstmals seit Ausbruch der Pandemie keine Zuschauerbeschränkung mehr, wobei eine Vollauslastung von 49.850 Besuchern bei einem November-Spiel in der 3. Liga natürlich illusorisch ist. In der Westkurve sind nur noch wenige Stehplatzkarten verfügbar, in den vergangenen Tagen wurden sogar die oberen Blöcke der Fankurve geöffnet. Bis Freitagmittag waren 15.800 Karten abgesetzt, rund 17.000 bis 18.000 Zuschauer dürften auf den Betze pilgern. Tickets können noch bis Samstag, 12:00 Uhr im Online-Shop oder in den FCK-Fanshops am Stadion und in der Innenstadt gekauft werden. Ab 11:00 Uhr haben auch einige Tageskassen geöffnet. Stadionöffnung ist um 12:00 Uhr.
Neben dem Förderverein NLZ hat am Samstag auch die Zukunftsinitiative FCK in der Halle der Nordtribüne einen Stand aufgebaut und informiert dort über das neue Betze-Basis-Sponsoring. Im Stadionumlauf sind Helfer des Museumsteams unterwegs und verkaufen Sammlern die letztjährigen Jubiläumspins zum 100. Geburtstag von Fritz Walter. Ab 11:00 Uhr werden zudem am Fan-Treff "Zum 12. Mann" am Bahnhofsvorplatz vom Fanbündnis FCK die Restbestände der Mottoschals vom Derby in Saarbrücken sowie die letzten Jacken vom Mannheim-Derby 2020 angeboten.
Die Bahn setzt nach dem baubedingten Ausfall gegen Würzburg diesmal wieder einen Entlastungszug ein, der um 11:40 Uhr in Ludwigshafen abfährt. Ab 12:00 Uhr verkehren für mit dem Auto anreisende Fans kostenlose Park-and-Ride-Busse von den bekannten Parkplätzen. Alle weiteren relevanten Informationen und Hinweise zum Spiel hat der FCK auf seiner Internetseite ausführlich zusammengestellt. Die Partie wird nicht live im Free-TV übertragen.
O-Töne
FCK-Trainer Marco Antwerpen: "Wir werden eine Mannschaft auf den Platz bringen, die Wehen Wiesbaden schlagen kann. Und das wird auch unser Ziel sein. Wir werden sehr gut eingestellt in dieses Spiel gehen und vertrauen den Spielern, die morgen auflaufen werden."
Wehen-Trainer Markus Kauczinski: "Der FCK ist sehr spielstark und hat eine Menge guter Fußballer in seinen Reihen. Durch die aktuelle Corona-Situation dort ist es für uns nur schwer abzuschätzen, wer einsatzfähig ist und wie die Mannschaft taktisch agieren wird. Um in Kaiserslautern bestehen zu können, brauchen wir eine hohe Intensität und müssen gut Fußball spielen."
Daten und Fakten
Voraussichtliche Aufstellung:
1. FC Kaiserslautern: Spahic - Tomiak, Hippe, Winkler - Ritter - Zimmer (Redondo), Götze (Klingenburg), Sessa, Zuck (Schad) - Wunderlich - Hanslik
Es fehlen: Bakhat (Kniebinnenschaden), Gibs, Kleinsorge (beide Trainingsrückstand), Gözütok (Bänderverletzung), Röser (Kreuzbandriss), Stehle (Rot-Sperre aus der U21), evtl. Klingenburg (Muskelfaserriss), evtl. Götze, Hercher, Kiprit, Kraus, Otto, Raab, Zimmer, Zuck (alle krank)
SV Wehen Wiesbaden: Stritzel - Fechner, Mockenhaupt, Gürleyen, Kempe - Kurt, Jacobsen - Goppel, Thiel, Hollerbach - Nilsson
Es fehlt: Boss (Meniskus-OP), Iredale (krank), Mrowca (Muskelfaserriss), Korte (Aufbautraining), Taffertshofer (Rot-Sperre)
Quelle: Der Betze brennt / Autor: Florian Reis
Vorherige Meldungen ab 15.11.2021:

Samstag, 14:00 Uhr: Derbysieger empfängt Wiesbaden
Der 1. FC Kaiserslautern will gegen den SV Wehen Wiesbaden den Schwung des Derbysieges mitnehmen und den nächsten Heimerfolg einfahren. Die Gäste reisen dabei mit neuem Trainer auf den Betzenberg.
Es scheint ein wenig das Schicksal der Roten Teufel zu sein, als Debüt-Gegner für neue Drittliga-Trainer herhalten zu müssen. Beim MSV Duisburg erlebte Hagen Schmidt sein erstes Spiel für die Zebras gegen den FCK (1:1) und auch am Samstag wird der Lautrer Gegner ein neues, wenn auch altbekanntes Gesicht auf der Trainerbank sitzen haben: Ex-KSC-Coach Markus Kauczinski. Vor drei Wochen musste der langjährige SVWW-Trainer Rüdiger Rehm nach einem 3:4 gegen Meppen seine Koffer packen, obwohl die ambitionierten Wiesbadener nur drei Zähler hinter dem Relegationsplatz lagen. Nun tritt Kauczinski die Nachfolge an. Anders als für Schmidt beim MSV, wird die Partie am Betzenberg für den 51-Jährigen aber weder das erste Spiel im Profifußball noch das erste Pflichtspiel für die Hessen sein, das fand nämlich bereits in der Länderspielpause statt: Im Landespokal blamierte sich seine Mannschaft mit 0:1 gegen den Fünftligisten Türkgücü Friedberg. Die Roten Teufel können sich also auf einen Gegner einstellen, der nicht gerade mit riesigem Selbstvertrauen ins Fritz-Walter-Stadion reisen dürfte, auch wenn er punktgleich mit dem FCK mit 22 Zählern auf Platz 7 der Tabelle rangiert - lediglich zwei Punkte vom Relegationsplatz entfernt.
In Kaiserslautern zehrt man dagegen trotz der Drittliga-Pause immer noch vom fulminanten 2:0-Derbysieg über Saarbrücken, der zugleich wieder den Anschluss an die Spitzenplätze hergestellt hat. Dies konnte auch die 1:2-Testspielniederlage unter der Woche gegen den französischen Erstligisten FC Metz nicht ändern, bei dem Trainer Marco Antwerpen viele positive Ansätze feststellte. Am Samstag soll jetzt der nächste Heimsieg folgen. Schaut man auf die Statistik bei "Fussballdaten.de", sieht man eine Bilanz, die ausgeglichener nicht sein könnte: Von zehn Pflichtspielen gewannen beide Vereine je vier Duelle, zwei Mal trennte man sich mit einem Remis. Allerdings wartet der FCK in der 3. Liga noch auf einen Dreier. Das letzte Aufeinandertreffen endete im Januar mit einer 0:1-Heimniederlage, der Schlusspunkt der kurzen Amtszeit von Jeff Saibene beim FCK. Ein Sieg gelang in einem Ligaspiel letztmals zuhause: Im April 2009 sorgte Erik Jendrisek in der zweiten Minute der Nachspielzeit vor über 30.000 Zuschauern am Betzenberg für den viel umjubelten Siegtreffer.
Der nächste Heimsieg soll her: Klingenburg muss ersetzt werden
Nach dem Testspiel am Freitag in Metz bekamen die Roten Teufel zwei Tage frei, ehe heute Mittag die intensive Vorbereitung auf das kommende Heimspiel startet. Dort wird Antwerpen wie schon gegen Saarbrücken auf René Klingenburg verzichten müssen, der sich beim Aufwärmen im Ludwigspark einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen hatte. Bis auf die Langzeitverletzten und den gesperrten Simon Stehle stehen aber nahezu alle Spieler zur Verfügung. Auch die zuletzt mit einem grippalen Infekt angeschlagenen Hendrick Zuck und Marius Kleinsorge sollen im Laufe dieser Woche wieder voll ins Mannschaftstraining zurückkehren. Die Gäste aus Wiesbaden müssen weiterhin auf den Rot gesperrten Mittelfeldspieler Emanuel Taffertshofer verzichten, Stürmer Johannes Wurtz hat diese dagegen abgesessen und steht erstmals wieder zur Verfügung. Fraglich ist der Einsatz der beiden Verteidiger Dennis Kempe und Jozo Stanic (beide muskuläre Probleme) sowie von Mittelfeldspieler Maximilian Thiel (Fußverletzung).
Quelle: Der Betze brennt / Fussballdaten.de
Weitere Links zum Thema:
- Übersicht: Kompletter Team-Status des 1. FC Kaiserslautern
Ergänzung, 17.11.2021:

Corona-Ausbruch: FCK-Heimspiel wohl nicht gefährdet
Beim 1. FC Kaiserslautern ist es offenbar zu einem Corona-Ausbruch gekommen. Das Heimspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden soll aber nicht gefährdet sein. Der Verein will in Kürze offiziell informieren.
Nach DBB-Informationen ist der Bericht des "Kicker" korrekt, der über positive Corona-Fälle beim FCK berichtet hatte. Der Verein will sich in Kürze offiziell äußern, das Heimspiel gegen Wiesbaden am Samstag (Anpfiff: 14:00 Uhr) soll aber wohl nicht in Gefahr sein und wie geplant stattfinden. Auch ein Mannschaftstraining konnte am Vormittag am Fröhnerhof mit stark reduzierter Spieleranzahl abgehalten werden.
Quelle: Der Betze brennt
Ergänzung, 17.11.2021:
FCK bestätigt mehrere Corona-Fälle in der Mannschaft
Der 1. FC Kaiserslautern muss einen Corona-Ausbruch vermelden. Nachdem bei einer der regelmäßig durchgeführten Testung auffällige Ergebnisse festgestellt wurden, veranlasste der 1. FC Kaiserslautern umgehend eine PCR-Testung, die sowohl alle Spieler als auch das direkte Mannschaftsumfeld umfasste. Bei dieser Testreihe wurden nun mehrere positive Coronabefunde ermittelt. Darüber hinaus leiden noch weitere Spieler aktuell unter grippalen Infekten. Die Trainingseinheit am Dienstag wurde abgesagt.
Die positiv Getesteten befinden sich zurzeit in häuslicher Quarantäne, bislang liegen ausschließlich milde Verläufe vor.
Der 1. FC Kaiserslautern kann in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt am Mittwoch, 17. November 2021, den Trainingsbetrieb mit allen negativ getesteten Spielern wiederaufnehmen.
Quelle: Pressemeldung FCK
Ergänzung, 17.11.2021:

FCK-Lazarett: Viele Stammspieler fehlen beim Training
Große Personalsorgen beim 1. FC Kaiserslautern: Das heutige Mannschaftstraining mussten gleich mehrere Stammspieler absagen. Wer am Wochenende gegen den SV Wehen Wiesbaden auflaufen kann ist noch ungewiss.
Schaute man bei der heutigen öffentlichen Trainingseinheit am Fröhnerhof genau hin, dann suchte man ganze zehn Profispieler vergeblich: FCK-Kapitän Jean Zimmer, Felix Götze, Kevin Kraus, Philipp Hercher und Schlussmann Matheo Raab konnten heute allesamt nicht mit ihren Mannschaftskollegen trainieren. Hercher und Kraus werden nach DBB-Informationen das Heimspiel gegen Wiesbaden am Samstag (Anpfiff 14:00 Uhr) höchstwahrscheinlich verpassen.
Antwerpen bangt um Stammspieler: Raab, Hercher und Kraus verpassen Trainingseinheit
Damit muss Trainer Marco Antwerpen am Wochenende um den Einsatz gleich mehrerer Stammspieler zittern: Hercher steuerte in dieser Spielzeit bereits drei eigene Tore sowie zwei Torvorlagen bei, Kraus ist der Zentrumsspieler in der Dreierabwehrkette, die maßgeblichen Anteil an der besten Abwehrleistung der 3. Liga hat, dessen Rückhalt Raab ist, der seinen Kasten in dieser Spielzeit bereits achtmal sauber halten konnte. Diesen "Dreier-Abwehr-Riegel" muss Antwerpen am Wochenende nun höchstwahrscheinlich umbauen. Erster Ersatzkandidat für Kraus dürfte Max Hippe sein, der zuletzt vermehrt eingewechselt worden war. Darüber hinaus fehlten bei der heutigen Einheit im Sportpark Rote Teufel auch Lorenz Otto, Neal Gibs, Marius Kleinsorge, Hendrick Zuck und Muhammed Kiprit. Zudem müssen die Roten Teufel am Wochenende definitiv auf René Klingenburg (Muskelfaserriss im Oberschenkel) und Simon Stehle (Rot-Sperre) verzichten.
Quelle: Der Betze brennt
Ergänzung, 18.11.2021

Keine weiteren Corona-Fälle bei den Roten Teufeln
Der 1. FC Kaiserslautern muss nach dem jüngsten Corona-Ausbruch keine weiteren positiven Befunde verkraften. Das Heimspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden kann somit wie geplant stattfinden.
Gestern waren nach DBB-Informationen, die mit einem Bericht der "Rheinpfalz" übereinstimmen, fünf Lizenzspieler sowie zwei Mitglieder aus dem Betreuerstab positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die betroffenen Spieler und Mitarbeiter haben sich daraufhin sofort in häusliche Quarantäne begeben, haben laut FCK-Angaben aber bisher allesamt milde Krankheitsverläufe. Wie der Verein heute auf Nachfrage von Der Betze brennt mitteilt, sind in der Zwischenzeit keine weiteren Spieler positiv getestet worden. Das Heimspiel gegen Wehen am Samstag (Anpfiff: 14:00 Uhr) kann daher wie geplant stattfinden, eine Absage ist äußerst unwahrscheinlich beziehungsweise käme höchstens bei weiteren Neuinfektionen in Betracht.
Quelle: Der Betze brennt
Ergänzung, 19.11.2021:

Bis zu 15 FCK-Spieler drohen gegen Wehen auszufallen
Der 1. FC Kaiserslautern geht nach dem jüngsten Corona-Ausbruch mit heftigen Personalsorgen ins Heimspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden: Bis zu 15 (!) Spieler drohen auszufallen, darunter sieben Stammkräfte. Nichtsdestotrotz zeigt Trainer Antwerpen Selbstbewusstsein und strebt den nächsten Heimsieg an.
"Uns betrifft das genauso wie ganz Deutschland. Wir haben genauso Impfdurchbrüche, wir haben genauso Spieler, die genesen sind, und wir haben auch Spieler, die nicht geimpft sind", beschreibt Marco Antwerpen die Situation vor der Partie gegen den punktgleichen Tabellennachbarn aus Wehen (Samstag, 14:00 Uhr). Allen von Corona betroffenen FCK-Spielern gehe es jedoch gut, die Verläufe seien bislang mild und manche Betroffenen zeigen fast gar keine Krankheitssymptome, so der Cheftrainer. Trotz der vielen Ausfälle und Fragezeichen, die einige Änderungen an seiner Startelf erforderlich machen werden, gibt es für den 50-Jährigen ein klares Ziel: "Wir werden eine Mannschaft auf den Platz bringen, die Wehen Wiesbaden schlagen kann. Und das wird auch unser Ziel sein. Sie können auch davon ausgehen, dass wir sehr gut eingestellt in dieses Spiel gehen werden. Wir vertrauen den Spielern, die morgen auflaufen werden, und die werden eine richtig gute Leistung bringen."
Acht Spieler wegen Krankheit noch fraglich - Klingenburg könnte doch noch fit werden - Ciftci nach dreimonatiger Pause wieder dabei
Die Trainingswoche wurde vom bisher größten Corona-Ausbruch beim FCK überschattet, fünf Spieler und zwei Mitglieder des Trainerstabs waren positiv getestet worden. Wer genau betroffen ist, möchte der Verein nicht öffentlich bekanntgeben, nennt jedoch die Spieler, deren Einsatz wegen des Coronavirus oder wegen eines grippalen Infekts noch in Frage stehen soll: Matheo Raab, Lorenz Otto, Kevin Kraus, Philipp Hercher, Hendrick Zuck, Felix Götze, Jean Zimmer und Muhammed Kiprit. Aus diesem Kreis werden nach DBB-Informationen Kraus und Hercher sicher ausfallen, während beispielsweise bei Zuck noch Hoffnung auf eine rechtzeitige Genesung besteht. Fehlen werden außerdem Neal Gibs und Marius Kleinsorge, die nach ihren grippalen Infekten zwar am heutigen Freitag wieder ins Training eingestiegen sind, jedoch noch nicht fit genug für den Spieltag sind. Fraglich ist zudem der Einsatz von René Klingenburg, der sich vor zwei Wochen in Saarbrücken einen Muskelfaserris zugezogen hatte, aber noch rechtzeitig fit werden könnte. Die potentielle Ausfall-Liste komplettieren der noch eine Woche gesperrte Simon Stehle sowie die Langzeitverletzten Lucas Röser, Anas Bakhat und Anil Gözütok. Zurück auf dem Platz ist derweil Hikmet Ciftci, der nach fast dreimonatiger Verletzungspause diese Woche wieder am Mannschaftstraining teilnehmen konnte und aufgrund der personellen Situation gegen Wehen in den Kader, vielleicht sogar sofort in die Startelf rücken wird.
Spielabsage kommt nicht in Betracht - Bislang 15.800 Karten verkauft
Eine Spielabsage kommt trotz der vielen personellen Fragezeichen nicht in Betracht: Weil der FCK mindestens 16 gesunde Spieler für seinen Kader nominieren kann, ist die vom DFB mit den Vereinen vereinbarte Untergrenze erfüllt. Bislang wurden 15.800 Karten für das Heimspiel abgesetzt, weitere Tickets sind in den Fanshops und an der Tageskasse erhältlich. Es gilt wie bereits in den vorherigen Partien die 2G-Regel.
Alle weiteren Informationen rund um das Heimspiel gegen Wehen folgen im Laufe des Nachmittages im ausführlichen Vorbericht auf Der Betze brennt.
» Zum Video: Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden
Quelle: Der Betze brennt

