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FCK-Keeper Raab: "Habe die Welt nicht mehr verstanden"
Seit dieser Saison überzeugt Matheo Raab als neue Nummer 1 beim 1. FC Kaiserslautern. Dabei wäre der Traum vom Profifußball vor vier Jahren beinahe geplatzt. Über die ersten Schritte in der Pfalz, den langen Weg zum Comeback und die Krise beim FCK erzählt der 22-Jährige im kicker-Interview.
Drei Nominierungen für die Elf des Tages - nach erst acht Spielen. Nicht nur beim hitzigen Duell gegen Waldhof Mannhein avancierte der Schlussmann zum Matchwinner. Trotz erst zwölf Drittliga-Einsätzen gibt Raab routiniert den sicheren Rückhalt und ist mit einem kicker-Notenschnitt von 2,56 bisher der beste Keeper der Liga.
Kicker: Herr Raab, im Derby gegen Mannheim verteidigten mehr als eine Halbzeit lang nur noch acht Feldspieler. Gefällt es Ihnen, als Torhüter durchgehend gefordert zu sein?
Matheo Raab (22): Das kommt ganz darauf an, wie es am Ende ausgeht (lacht). Na klar ist es eine reizvolle Aufgabe, 45 Minuten voll unter Spannung zu stehen und jederzeit mit einem Schuss rechnen zu müssen. Aber natürlich spielt man lieber Elf gegen Elf. Denn mit zwei Mann weniger kann es ganz schnell auch böse enden.
Kicker: In diesem Fall ging es bekanntermaßen gut aus. Was ging ihnen nach der zweiten Roten Karte durch den Kopf?
Raab: Es war klar, dass es eigentlich nur noch darum ging, sich in die Pause zu retten und danach so lange wie möglich die Null zu halten. In der Halbzeitpause war eine besondere Stimmung in der Kabine. Jeder von uns war davon überzeugt, dass wir erfolgreich zusammen fighten und uns mindestens den Punkt verdienen werden. Das hat man denke ich auch gesehen.
Kicker: Haben Sie eine Erklärung, warum genau diese Einstellung zuletzt häufiger vermisst wurde und die Leistungen eklatanten Schwankungen unterliegen?
Raab: Das fragen wir uns selbst. Es ist schwer zu beschreiben, aber die vergangene Woche und das Derby haben in uns etwas geweckt. Jeder hat in der Kabine erzählt, wo er die Gründe für unsere Probleme sieht. Gewissermaßen fand ich diese Gespräche etwas befreiend. Jetzt müssen wir diesen Einsatz aber jede Woche zeigen - auch wenn kein Derby oder ein Spiel gegen einen großen Namen ansteht.
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Quelle und kompletter Text: Kicker
Ergänzung, 23.09.2021:

FCK-Torhüter Raab: "Ich genieße jeden Moment"
Vier Punkte aus den beiden zurückliegenden Partien, dazu kein Gegentor: Der 1. FC Kaiserslautern hat zuletzt in der 3. Liga wichtige Schritte nach vorne gemacht. Mit Matheo Raab steht seit Saisonbeginn eine neue Nummer eins bei den "Roten Teufeln" zwischen den Pfosten. Im DFB.de-Interview spricht der 22-Jährige mit Mitarbeiter Dominik Dittmar über seinen außergewöhnlichen Werdegang.
DFB.de: Nach 225 Tagen hat der FCK mit dem 2:0 beim SC Verl erstmals wieder ein Auswärtsspiel gewonnen. Wie groß war die Erleichterung, Herr Raab?
Matheo Raab: Wir waren definitiv sehr froh und glücklich darüber, endlich mal wieder mit drei Punkten im Gepäck in den Mannschaftsbus zu steigen. Wir haben defensiv gegen den SC Verl fast nichts zugelassen. Diese Sicherheit hat uns auch eine gewisse Leichtigkeit in der Offensive verliehen. Bei unseren zahlreichen Torchancen hätten wir allerdings noch ein wenig früher für die Entscheidung sorgen können.
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DFB.de: War das 0:0 im Derby gegen den SV Waldhof möglicherweise ein Wendepunkt?
Raab: Das hoffen wir natürlich. Gegen Mannheim ist der sprichwörtliche Ruck durch unsere Mannschaft gegangen. Nach den beiden Platzverweisen mussten wir noch mehr füreinander da sein, um etwas Zählbares mitzunehmen. Das hat uns noch mehr zusammengeschweißt. Jetzt tun wir alles, was in unserer Macht steht, damit es weiterhin bergauf geht. (…)
Quelle und kompletter Text: DFB

