
1,94 Meter für die Abwehr: Maximilian Hippe (Mitte) wechselt vom BVB zum FCK; Foto: Imago Images
Transferschluss: FCK holt noch einen Innenverteidiger
Am Dienstagabend endet die Transferperiode und der 1. FC Kaiserslautern wird noch einmal aktiv. Von Borussia Dortmund II wechselt Maximilian Hippe (23) auf den Betze. Darüber hinaus wird es voraussichtlich keine Zugänge oder Abgänge geben.
Wie viele zusätzliche Spieler braucht der FCK noch, um seinen Kader entscheidend zu verbessern? Und auf welchen Positionen? Abwehrspieler, Sechser, Mittelstürmer? Über diese Fragen diskutieren nach dem Fehlstart in die 3. Liga nicht nur die Fans, sondern natürlich auch Trainer, Geschäftsführer und Investoren miteinander. Eine potentielle Verstärkung für die Innenverteidigung ist nun gefunden: Von Drittliga-Konkurrent Borussia Dortmund II wechselt Maximilian Hippe zum 1. FC Kaiserslautern, wie das Online-Magazin "Schwatzgelb.de" zuerst vermeldete. Dies habe BVB-U23-Manager Ingo Preuß beim heutigen Spiel gegen Duisburg (4:1) mitgeteilt. Dortmund hat den Wechsel mittlerweile ebenfalls bestätigt, die offizielle Bekanntgabe des FCK steht noch aus, dürfte aber zeitnah folgen. Der beim SV Rödinghausen ausgebildete Hippe war letzte Saison Stammspieler bei Regionalliga-West-Meister BVB II, verpasste die letzten Spieltage aber wegen einer Verletzung. In Lautern soll der 1,94-Meter-Mann die noch nicht ganz standfeste Abwehr stabilisieren, zumal Stamm-Verteidiger Kevin Kraus immer wieder mit kleineren Verletzungen zu kämpfen hat.
Ciftci, Winkler und Co. bleiben beim FCK - Hippe wohl einziger Neuzugang
Abgesehen vom neuen Innenverteidiger Hippe werden nach DBB-Informationen sehr wahrscheinlich keine weiteren Last-Minute-Transfers getätigt. Zwar wurde in der Sommerpause einigen FCK-Spielern ein Wechsel nahegelegt, aber Hikmet Ciftci, Alexander Winkler und Co. haben keine neuen Klubs gefunden und werden ihre Verträge in Lautern erfüllen. Weil somit keine Kaderplätze frei werden, wird es außer Hippe auch keine weiteren Neuzugänge geben.
Quelle: Der Betze brennt
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Ergänzung, 30.08.2021:

Offiziell: Max Hippe wechselt vom BVB II zum FCK
Der 1. FC Kaiserslautern kann kurz vor Ende der Transferfrist einen Neuzugang vorstellen. Innenverteidiger Maximilian Hippe wechselt von Borussia Dortmund II auf den Betzenberg.
Der 23-Jährige wurde in Bielefeld geboren und begann dort beim VfL Theesen mit dem Fußballspielen, eher er im Jahr 2015 in die A-Jugend des ambitionierten Regionalligisten SV Rödinghausen wechselte. Dort schaffte er in der Folge den Sprung in die erste Mannschaft, für die er im April 2017 im Alter von 18 Jahren debütierte. Durch starke Leistungen in der Regionalliga wurde Borussia Dortmund auf den 1,94 Meter großen Defensivspezialisten aufmerksam und verpflichtete ihn im Sommer 2019. In der zweiten Mannschaft des BVB entwickelte sich Max Hippe zum Leistungsträger und absolvierte nach der aufgrund der Coronapandemie vorzeitig abgebrochenen Regionalligasaison 2019/20 im Sommer 2020 auch das Trainingslager der Dortmunder Profis unter Trainer Lucien Favre im schweizerischen Bad Ragaz.
Auch in der zurückliegenden Regionalligasaison, die für den BVB II mit der Meisterschaft und dem Aufstieg in die Dritte Liga endete, gehörte Hippe zu den absoluten Stammspielern, ehe er sich im März einen Bänderriss zuzog und den Rest der Saison verletzungsbedingt verpasste. In der aktuellen Saison kam der Innenverteidiger an den ersten sechs Spieltagen - auch bedingt durch die Tatsache, dass bei der Zweiten Mannschaft der Borussia nur drei Spieler über 23 gleichzeitig eingesetzt werden dürfen – einmal in der 3. Liga zum Einsatz. In der Regionalliga kam Maximilian Hippe zuvor für Rödinghausen und den BVB insgesamt 75-mal zum Einsatz (vier Tore).
"Max überzeugt als Defensivspieler nicht nur mit seiner Körpergröße, sondern auch mit seinem Zweikampfverhalten. Er ist ein polyvalenter Spieler, der im Defensivverbund variabel einsetzbar ist und unseren Kader in der Tiefe nochmals verstärkt", beschreibt FCK-Sportdirektor Thomas Hengen den Neuzugang.
"Ich bin sehr glücklich, hier beim FCK zu sein, einem großen Verein mit viel Tradition. Ich freue mich auf die anstehenden Aufgaben. Wenn ich auf dem Platz stehe, gebe ich immer Vollgas und alles für den Erfolg", so Max Hippe zu seinem Wechsel an den Betzenberg.
Spielerdaten
Name: Maximilian Hippe
Position: Abwehr
Geboren: 06.05.1998 in Bielefeld
Nationalität: Deutsch
Größe: 1,94 m
Beim FCK ab: 30. August 2021
Frühere Vereine: Borussia Dortmund II, SV Rödinghausen, VfL Theesen
Quelle: Pressemeldung FCK
Ergänzung, 30.08.2021:

Prominente Trainingspartner: Axel Witsel, Erling Haaland, Max Hippe (von rechts); Foto: Imago Images
Groß und beidfüßig: Neuzugang Max Hippe im Porträt
Kurz vor Transferschluss vermeldet der 1. FC Kaiserslautern noch einen Neuzugang: Max Hippe (23) kommt von Borussia Dortmund II. Marco Antwerpen hat eine schmerzvolle Erinnerung an den Innenverteidiger, der bis 2023 unterschrieben hat.
Es gibt Momente, die vergisst ein junger, aufstrebender Fußball-Profi nicht. Für Maximilian Hippe dürfte der 18. August 2018 so ein Tag gewesen sein. Sein damaliger Verein, der SV Rödinghausen, bei dem Hippe schon die Jugendabteilungen seit 2015 durchlaufen hatte, trifft in der 1. Runde des DFB-Pokals auf den Zweitligisten Dynamo Dresden. Rödinghausen verkauft sich gut, schafft es in die Verlängerung, wo Hippe in der 109. Minute eingewechselt wird. Kurz vor dem Elfmeterschießen kommt Rödinghausen zu einer Ecke, Kuddelmuddel im Dresdner Strafraum, was Hippe zum viel umjubelten 3:2-Siegtreffer nutzt. "Das war das wichtigste Tor in meiner Karriere", sagt der seinerzeit erst 20-Jährige in einem Interview kurz nach der Partie.
» Zum Video: Maximilian Hippes Siegtreffer im DFB-Pokal gegen Dresden
Potenzial ist da: Großgewachsen, beidfüßig, gut in der Spieleröffnung
Die Anlagen, die Hippe mitbringt, sind im wahrsten Sinne des Wortes nicht zu übersehen: 1,94 Meter misst der gelernte Innenverteidiger, zu seinen Stärken gehören das Kopfballspiel sowie die Spieleröffnung. Außerdem ist der heute 23-Jährige beidfüßig unterwegs. So wird im Sommer 2019 nach 35 Partien für Rödinghausen, 31 davon in der Regionalliga West, die Zweitvertretung von Borussia Dortmund auf ihn aufmerksam. In seiner ersten Spielzeit für die Borussen absolviert er 21 Spiele, meist jedoch als Rechtsverteidiger. Dabei gelingt ihm im August 2019 gegen den TuS Haltern auch ein sehenswerter Treffer per Kopf nach einer Standardsituation.
» Zum Video: Maximilian Hippe trifft per Kopf gegen Haltern (ab 1:28:50)
Die vorherige Saison 2018/2019 läuft für den gebürtigen Bielefelder dagegen insgesamt alles andere als rund. Insgesamt 31 Regionalliga-Spiele verpasst Hippe. Zunächst laboriert er an einer Schambeinentzündung, später bremsen ihn Hüftprobleme aus. Dass ihn der BVB trotzdem verpflichtet, zeugt von seinem Talent. Doch auch bei der Borussia bleibt er von Verletzungssorgen nicht gänzlich verschont. In der vergangenen Spielzeit ist er unter Trainer Enrico Maaßen, der ihn schon in Rödinghausen coachte, meist Stammspieler in der Innenverteidigung. Mit 23 Partien trägt er maßgeblichen Anteil am Aufstieg des BVB II in die 3. Liga. Allerdings muss Hippe im spannenden Saisonendspurt mit dem fast ebenbürtigen Team von Rot-Weiss Essen wegen eines Bänderrisses passen. In der laufenden Drittliga-Spielzeit kommt er dann lediglich beim 2:1-Sieg im ersten Spiel beim FSV Zwickau zu zwölf Einsatzminuten, die bislang einzigen für Hippe in der 3. Liga.
Hippe tut Antwerpen weh - Verletzungen bremsten ihn mehrfach aus
Reichlich Erfahrung bringt der Innenverteidiger also nicht mit nach Kaiserslautern. 75 Regionalliga-Partien mit vier Toren und einer Vorlage zieren seine bisherige Vita. Trotzdem soll er die bisher anfällige Defensive stabilisieren, insbesondere weil Kevin Kraus verletzungsbedingt ausfällt und Marvin Senger nicht gut in die Saison gestartet ist. Wer jetzt in den Raum wirft, die Roten Teufel bräuchten vielmehr Verstärkung für den offensiven Bereich, der sollte einmal beim Lautrer Trainer nachfragen. Denn Marco Antwerpen hat durchaus schmerzhafte Erinnerungen an Hippe: Am 05. August 2017 tritt der mit Rödinghausen in der Regionalliga West nämlich gegen Viktoria Köln an - damals trainiert von Marco Antwerpen. Mit Mike Wunderlich steht außerdem ein zukünftiger Mannschaftskamerad von Hippe auf dem Platz. Nachdem Köln zunächst in Führung geht, sorgt Hippe per Kopf für den 1:1-Ausgleich, Rödinghausen gewinnt am Ende mit 3:2. Hippe, zu diesem Zeitpunkt 19 Jahre alt, ist da noch Teilzeit-Profi, absolviert neben dem Fußball einen Bundesfreiwilligendienst, geht dort ganz normal tagsüber zur Arbeit und macht gerade seine ersten Schritte im Herrenbereich. Damals dürfte sich der ehrgeizige Antwerpen geärgert haben. Heute würde er sich sicher freuen, wenn Hippe diese Qualitäten mit in die Pfalz bringen würde.
» Zum Video: Hippe über seine Entwicklung von der Jugend zu den Profis
Quelle: Der Betze brennt

