
Samstag, 14:00 Uhr: Derbytime auf dem Betzenberg
Jetzt geht's ans Eingemachte: Heimspiel, Derby, Abstiegskampf - viel mehr Spannung geht nicht, auch wenn leider weiterhin keine Zuschauer zugelassen sind. Gemeinsam mit "Fussballdaten.de" werfen wir einen ersten Blick aufs große Saar-Pfalz-Duell.
"Uns fehlen die zwei Punkte aus dem Heimspiel gegen Zwickau. Wir müssen unsere Heimspiele gewinnen", erklärte FCK-Trainer Marco Antwerpen einen Tag nach dem 1:1-Unentschieden in Lübeck. Heimspiele gewinnen, so wie unlängst gegen Halle. Das wäre im Derby gegen Saarbrücken am Samstag (14:00 Uhr, live im SWR) besonders wichtig. Tabellarisch - der Abstand auf das rettende Ufer beträgt nach wie vor nur drei Zähler - aber auch emotional. Gegen den ungeliebten Rivalen von der Saar wäre ein Sieg besonders schön. Die aktuelle Form des FCS ist alles andere als angsteinflößend: Nach einem fulminanten Saisonstart, in dem der Aufsteiger sogar vom dritten bis 13. Spieltag die Tabellenführung inne hatte, hat man sich aktuell zwar auf einem immer noch starken 5. Platz eingefunden. Allerdings schafften die Molschder dabei jüngst aus sechs Drittliga-Partien nur einen Sieg - am vergangenen Wochenende mit gehörigem Zittern gegen Mitaufsteiger Türkgücü (2:1). Der zuletzt dreimal ungeschlagene FCK sollte also nicht in Ehrfurcht erstarren. Erst recht nicht, wenn man bedenkt, dass der letzte Auswärtssieg der Saarbrücker am Betzenberg sage und schreibe über 57 Jahre zurückliegt - am 29. Februar 1964 lautete der Endstand 2:4. Das letzte Heimspiel der FCK-Profis gegen den FCS ist auch schon 28 Jahre her und endete ebenso wie das Hinspiel der laufenden Saison: 1:1.
Antwerpen muss puzzlen - Noch keine Entwarnung bei Rieder und Zimmer
Weniger erfreulich als die Historie ist die aktuelle Personalsituation in Kaiserslautern. Nachdem in den letzten zwei Spielen schon Kevin Kraus (Muskelfaserriss) und Adam Hlousek (krank) ausfielen, fehlt nun auch noch Alexander Winkler wegen seiner Gelb-Roten Karten aus Lübeck. Ganz schön viele neue Defensiv-Ausfälle, zu denen sich schlimmstenfalls noch zwei Mittelfeldspieler gesellen könnten: Bei den am Samstag vorzeitig ausgewechselten Tim Rieder (Hüftprellung) und Jean Zimmer (Adduktorenprobleme) ist noch keine eindeutige Prognose fürs Derby möglich, wie FCK-Sprecher Stefan Roßkopf auf DBB-Nachfrage mitteilte. Hier müsse noch die weitere Entwicklung in den nächsten Tagen abgewartet werden. Immerhin soll bald Defensiv-Allrounder Carlo Sickinger (Muskelbündelriss) zurückkehren, auch wenn es noch nicht für 90 Minuten am Samstag reichen wird.
Quelle: Der Betze brennt / Fussballdaten.de
Weitere Links zum Thema:
- Übersicht: Kompletter Team-Status des 1. FC Kaiserslautern
Ergänzung, 14.04.2021:

Foto: Neis/Eibner
Vorne Zweikämpfe suchen: So ist der FCS zu knacken
Dass einige Ex-Lautrer den 1. FC Saarbrücken stark machen, ist bekannt. Nicklas Shipnoski und Sebastian Jacob kennt nun ja wohl jeder. Doch es gibt noch einen dritten ehemaligen Pfälzer, der für die Saarländer genauso wertvoll ist.
Und das ist? Nicht Maurice Deville. Der Luxemburger, der zwischen 2015 und 2017 für den FCK insgesamt 17 Einsätze in der 2. Bundesliga bestritt, stand in dieser Saison erst sieben Mal in der Startelf des FCS. Dabei erzielte er zwar drei Treffer und nach einer seiner zwölf Einwechslungen in der Hinrunde auch den späten 1:1-Ausgleich gegen sein altes Team. An die Quoten von Jacob (zehn Tore, vier Vorlagen) und Shipnoski (elf Tore, sieben vorlagen) kommt der 28-Jährige damit jedoch nicht heran.
Scorerpunkte allein sagen aber nicht unbedingt etwas über den Wert eines Abwehrspielers aus. Steven Zellner nämlich hat in dieser Spielzeit noch keinen einzigen auf dem Konto stehen - und ist dennoch eine absolute Bank für FCS-Trainer Lukas Kwasniok. Wie "Createfootball" errechnet hat, finden exakt 89 Prozent seiner Pässe immer einen Mitspieler. Und weiter: Der 30-Jährige erobert im Schnitt pro Partie 6,63 Mal den Ball vom Gegner, spielt 15,4 Pässe erfolgreich nach vorne und 4,5 Mal erfolgreich ins Angriffsdrittel.
Saarbrücken stellt eines der spielstärksten Teams der Liga
Das sind Werte eines echten Leistungsträgers, die, davon abgesehen auch für den Rest seines Teams bezeichnend sind. Der FCK trifft in diesem Derby auf eine der spielstärksten Mannschaften der Liga. Pro Spiel gelingen den Saarbrückern 4,03 Schnittstellenpässe, nur 1860 München verzeichnet mehr. Da muss "kompakt stehen" mehr als nur eine Floskel sein.
In puncto Schussgenauigkeit weist der FCS mit 42.5 Prozent sogar den Ligabestwert auf. Kein Wunder, dass das Kwasniok-Team mit 54 Treffern die zweitmeisten Treffer der 3. Liga erzielt hat.
Die Losung: Zulangen - aber bitte ein bisschen regelkonformer
Also keine Chance für den FCK? Aber nicht doch. Jeder ist zu packen, auch der FCS. Saarbrücken führt in der Defensive pro Spiel nur 57,09 Zweikämpfe und gewinnt davon lediglich 35. Da kann das Motto nur lauten: Möglichst weit vorne "Kontakt" suchen. Denn wenn der FCK was besser kann, dann das: Das Antwerpen-Team führt in der Defensive 68,37 Zweikämpfe pro Spiel und gewinnt 41.
Ein bisschen mehr Regelkonformität täte dabei allerdings gut. Alex Winklers Gelb-Rote Karte zuletzt in Lübeck war der dritte Platzverweis in Folge für die Betze-Buben - und schon ihr siebter in dieser Spielzeit. Kein anderes Team im bezahlten deutschen Fußball hat mehr zu bieten.
Quelle: Der Betze brennt
Ergänzung, 15.04.2021:

Vor dem Derby: Saarbrücker Provokationen am Betze
Vor dem Derby des 1. FC Kaiserslautern gegen den 1. FC Saarbrücken (Samstag, 14:00 Uhr) ist es zu nächtlichen Provokationen gekommen. Im Lager der Roten Teufel dürfte die Aktion für zusätzliche Motivation sorgen.
Auf einem in der Nacht angebrachten Plakat war in der Nähe des Fritz-Walter-Stadions zu lesen: "Schutt & Asche - Fritz Walter schämt sich für eure große Klappe - Anti KL." Offensichtlich vergaßen die Saarbrücker dabei das "W" in "Fritz Walter", welches gut erkennbar erst nachträglich aufgemalt wurde. Dazu wurden einige Holzaufsteller mit dem Slogan "17.04.2021 - Tod und Hass dem FCK" sowie ein Sarg auf der Böschung neben Trainingsplatz 4 platziert. Die Symbolik ist klar: Die Saarbrücker wollen dem FCK beim Derby den symbolischen "Todesstoß" in Richtung Regionalliga-Abstieg geben - für die Roten Teufel kann das nur eine zusätzliche Motivation sein!
Am Donnerstagmorgen war die nächtliche Aktion am Betzenberg schon wieder beseitigt.
Quelle: Der Betze brennt
Ergänzung, 15.04.2021:

Foto: Eibner/Neis
Antwerpen: "Wollen auch das zweite Derby gewinnen"
In einem Derby ist immer der Sieg das Ziel, aber diesmal geht es um noch mehr: Der 1. FC Kaiserslautern braucht die drei Punkte gegen den 1. FC Saarbrücken dringend für den Klassenerhalt. Trainer Antwerpen muss noch an einigen personellen Baustellen tüfteln.
"Wir haben schon gezeigt, dass wir Derbys können, wenn wir uns an das Spiel in Mannheim erinnern (2:0-Sieg im Februar; Anm. d. Red.). Dementsprechend wollen wir das zweite Derby auch gewinnen", sagt Marco Antwerpen vor dem Saar-Pfalz-Duell gegen den Tabellen-5. aus Saarbrücken (Samstag, 14:00 Uhr, live im SWR). Der FCK-Trainer erwartet einen offensiven Gegner und möchte genau dies ausnutzen. Besonders angetan ist der 49-Jährige auch von der Unterstützung der Fans, obwohl diese beim Geisterspiel erneut nicht im Fritz-Walter-Stadion dabei sein dürfen: "In Lübeck gab es schon eine überragende Reaktion, als Fans aufgetaucht sind und sich um die Schmierereien an unserem Bus gekümmert haben. Diese Woche sind über hundert motivierende E-Mails dazu gekommen, die in unserer Kabine ausliegen und von den Spielern auch gelesen werden. Das pusht uns und gibt uns unheimlich viel Energie und Kraft, wie die Fans an uns glauben."
Winkler gesperrt - Kraus und Hlousek fallen aus - Zimmer noch fraglich
Personell muss das Trainerteam tüfteln: Neben den Langzeitverletzten fehlen definitiv auch Alexander Winkler, Anil Gözütok (beide gesperrt), Kevin Kraus (Muskelfaserriss) und Adam Hlousek (krank). Darüber hinaus ist Kapitän Jean Zimmer (Adduktorenprobleme) noch fraglich, und auch Tim Rieder, Felix Götze sowie Marvin Senger hatten am letzten Spieltag in Lübeck mit Blessuren zu kämpfen. Wieder im Training ist derweil Carlo Sickinger, der in den Spieltagskader zurückkehren könnte, aber für volle 90 Minuten wohl noch nicht fit ist. "Wir gehen davon aus, dass wir auf jeden Fall zwei Innenverteidiger auf dem Platz haben werden", erklärt Antwerpen augenzwinkernd mit Blick auf die prekäre Situation im Abwehrzentrum. Eine Umstellung auf eine Dreierkette ist für den Coach hingegen eher keine Option.
Alle weiteren Informationen rund ums Derby gegen den FCS folgen am morgigen Freitag im ausführlichen Vorbericht auf Der Betze brennt.
» Zum Video: Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Saarbrücken
Quelle: Der Betze brennt
Ergänzung, 15.04.2021:

Wichtige Hinweise zum Heimspiel gegen Saarbrücken
Am Samstag, 17. April 2021, erwartet der 1. FC Kaiserslautern den 1. FC Saarbrücken zum Saar-Pfalz-Derby auf dem Betzenberg. Ein wichtiges Spiel für die Roten Teufel, welches traditionell viele Emotionen unter den Fans hervorruft.
In den sozialen Netzwerken kam es in den vergangenen Tagen zu Aufrufen, die Mannschaft bei diesem Spiel vor Ort am Stadion zu unterstützen. Der FCK ist überwältigt von der bedingungslosen Unterstützung durch die Fans, möchte aber, vor allem vor dem Hintergrund der aktuellen Situation und den damit verbundenen verschärften Maßnahmen im Rahmen der Corona-Bekämpfungsverordnung für das Land Rheinland-Pfalz und der Allgemeinverfügung für die Stadt Kaiserslautern, nochmals alle FCK-Fans dafür sensibilisieren, stets auch die geltenden Bestimmungen und Verordnungen zu beachten und einzuhalten. Die Ordnungsbehörde und die Polizei werden an diesem Tag auf die Einhaltung aller Vorschriften achten und Verstöße gegen die Corona-Bekämpfungsverordnung Rheinland-Pfalz und die Allgemeinverfügung der Stadt Kaiserslautern (insbesondere vom 14. April 2021) entsprechend ahnden und nachverfolgen.
"Wir sind beeindruckt, wie unsere Fans trotz der momentan schwierigen Situationen hinter dem FCK stehen und gemeinsam mit dem Verein und der Mannschaft alles für den Klassenerhalt geben wollen. Wir freuen uns über jede Form der Unterstützung, befinden uns aber leider noch immer inmitten einer Pandemie und möchten daher in diesem Zusammenhang nochmals darauf hinweisen, dass trotz aller Emotionen die aktuell gültigen Corona-Maßnahmen zwingend eingehalten werden müssen", erklärt FCK-Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt.
Die aktuellen Corona-Bestimmungen für das Land Rheinland-Pfalz und die Stadt bzw. den Kreis Kaiserslautern findet ihr nochmal hier.
Quelle: fck.de
