Ich verstehe die Aufregung nicht!
Letztlich ist der Weg den der FCK in den letzten 2-3 Jahren gegangen ist eigentlich ein guter und fairer Kompromiss und das demokratisch von den Mitgliedern so beschlossen.
Der Kompromiss liegt exakt in der Mitte zwischen Variante 1: Den Club unter Umgehung von 50+1 komplett irgendwo ins Ausland zu verkaufen bei 0 weiterer Mitbestimmung (Modell England).
Und Variante 2: 4-Säulen Modell bei weiterer totaler Bestimmung der Mitglieder über den eV (Modell Tradition).
Wir haben Regionale eingebunden die den Club zunächst stützen und mit denen sich viele mehr identifizieren können als mit Becca & Co.
Dafür hat man Mitbestimmung abgegeben.
Das ist alles fair!
Nur was mir erneut zu kurz kommt ist die Beurteilung des neuen Systems FCK im Verhältnis zur Entwicklng des Fussballs allgemein.
Und hier wird kaum erwähnt dass sich der Fussball genau da hinbewegt wo sich die USA seit 90 Jahren befinden.
Und auch dass es GAR NICHT anders geht, den Beweis sehen wir gerade am FCK.
Dieser Club wird womöglich absteigen und es werden immer weitere Mittel Jahr für Jahr benötigt um vielleicht einmal wieder da herauszukommen.
Siehe 1860, deren Investor bereits 80-100 Mio. bisher hineingesteckt hat ohne jeglichen Return on Investment.
Wir sehen doch an dieser Entwicklung dass das Säulenmodell doch so kombiniert mit 50+1 garnicht funktionieren kann.
Ich würde nicht als Ankerinvestor jedes Jahr 10 Mio. bereitstellen und hätte dann keine Sitze oder Mehrheiten mehr.
Oder kann der fan jedes Jahr NOCHMAL weiter investieren wenn die bisher investierten Mittel aufgebraucht sind
Unsere romantische Vorstellung von tollen Säulen in denen alle aufgenommen werden und das Mitglied trotzdem weiter bestimmt wie eh und je sind zum Scheitern verurteilt.
Ein Scheitern an der Realität die da bald Regionalliga heisst.
Genauso wie der Traditionsfussball NUR dann funktioniert wenn man sich wie der FCK früher keine wirtschaftlichen Schnitzer erlaubt und man halbwegs immer die 1. Liga hält.
Der Club hat mit einem Stadion nur etwas gepatzt und zahlt bereits den Preis seit 20 Jahren.
Nur weil wir uns in einem System bewegen dass einem in Schieflage geratenes Unternehmen keine schnellen Möglichkeiten gelassen hat.
Statt dessen haben wir zu viel diskutiert über Ausgliederungen und Investoren bis wir ganz abgestiegen waren.
Und eins darf ich uns allen noch verkünden:
Wir werden genauso ein Club sein, von seinen Strukturen her wie Clubs in England oder USA oder eben RB.
Denn wir werden weitere Mittel benötigen wie oben erwähnt und dafür MUSS Mitbestimmung aufgegeben werden.
Es kann und wird keinen anderen Weg geben.
50+1 ist gescheitert!
Wer das alles hätte verhindern wollen, der hätte eine andere Liga und ein anderes System fordern müssen, denn so wie dieser Sport aktuell aufgesetzt ist geht es NUR SO.
Man bekommt also keine Geldgeber bei Mitgliedermitebstimmung wie viele sich das vorstellen.