
Gelungener Re-Start: FCK siegt 1:0 im Geisterspiel
Der 1. FC Kaiserslautern hat das erste Spiel nach der Corona-Pause beim 1. FC Magdeburg glücklich mit 1:0 gewonnen. Lennart Grill avancierte dabei zum Mann des Tages. Der Schlussmann hielt in der 69. Minute einen Foulelfmeter von Jurgen Gjasula.
Das Spiel begann traumhaft für die Lautrer. Nach fünf Minuten brachte Florian Pick eine Ecke auf den Kopf von André Hainault, der zur Führung für die Gäste einköpfte. Die Magdeburger waren danach die spielbestimmende Mannschaft und hatten auch vor der Pause die besseren Möglichkeiten. Trotzdem ging es mit der knappen Führung für den FCK in die Katakomben. In der 69. Minute avancierte dann Keeper Lennart Grill zum Mann des Tages, als er einen von Kevin Kraus an Christian Beck verschuldeten Foulelfmeter von Jurgen Gjasula parierte. In der Folge brachte die Elf von Boris Schommers den wichtigen Sieg mit jeder Menge Dusel über die Zeit.
Für die Lautrer geht es am Mittwoch weiter. Dann gastiert ab 20:30 Uhr 1860 München zum ersten Geister-Heimspiel im Fritz-Walter-Stadion.
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Quelle: Der Betze brennt
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Ergänzung, 18:08 Uhr:

Torjubel nach dem goldenen Treffer von André Hainault (Mitte); Foto: Imago Images
Torschütze Hainault: "Ein emotionaler Moment"
Der Re-Start ist gelungen: Der 1. FC Kaiserslautern hat beim 1. FC Magdeburg einen ganz wichtigen Sieg eingefahren. FCK-Trainer Schommers war am Ende froh, dass sein Team die 1:0-Führung über die Zeit rettete.
Boris Schommers sah ein über weite Strecken zerfahrenes Spiel, in dem die Magdeburger die bessere Mannschaft waren: "Auch die Führung nach fünf Minuten hat uns keine Sicherheit gegeben. In der ersten Halbzeit ging viel über Standards, auch nach der Pause war Magdeburg besser. Sie waren näher am Ausgleich dran als wir am 2:0. Ich bin froh, dass wir es über die Zeit gebracht haben."
Der Coach ärgerte sich, dass die eingewechselten Hendrick Zuck und Lucas Röser in der Schlussphase die Entscheidung vergaben: "Da müssen wir einfach das Tor machen und dann ist hier Ruhe." Er machte aber keinen Hehl daraus, wie groß die Freude über den ersten Sieg in der Rückrunde ist: "Wir hatten in der Vergangenheit so oft den Gegner an die Wand gespielt und sind am Ende trotz vieler Chancen mit einem Unentschieden nach Hause gegangen. Heute war es dann mal so, dass wir den Gegner nicht an die Wand spielen, aber 1:0 gewinnen."
Elfmeterheld Grill: "Ich wusste grob, wo Gjasula hinschießt"
In der 69. Minute avancierte FCK-Keeper Lennart Grill zum Matchwinner für seine Elf. Kevin Kraus hatte Christian Beck im Strafraum gelegt, Grill konnte den fälligen Strafstoß des Ex-Lautrers Jurgen Gjasula aber parieren und hatte so großen Anteil am Sieg: "Wir hatten Gjasula extrem im Fokus, was Elfmeter betrifft, zumal er mir letzte Saison mit Cottbus schon einen reingeschossen hatte. Ich wusste grob, wo er hinschießt. Da gibt es für den Torwart ja immer so kleine Tricks, und so konnte ich jetzt auch im regulären Spiel endlich meinen ersten Elfer halten", beschrieb der FCK-Torhüter eine der zwei spielentscheidenden Szenen.
Hainaults emotionale Rückkehr gegen seinen Ex-Verein
Die andere war der Siegtreffer André Hainaults in der Anfangsphase. Der Kanadier spielte bis 2018 für die Magdeburger und beschrieb seine Gefühlslage nach dem Treffer so: "Es tut gut, ein Tor zu schießen. Das war ein emotionaler Moment für mich, gegen den alten Verein zu treffen. Ich habe hier drei Jahre gespielt, das war meine längste Station bisher in Deutschland."
Durch die Corona-Pandemie mussten die Lautrer in Magdeburg erstmals vor leeren Rängen antreten. "Geisterspiele sind schon komisch. Für die Defensivspieler ist es vielleicht ein kleiner Vorteil, weil wir eh und uns so besser hören können", sagte Grill. Zudem durfte vor dem Spiel nur die erste Elf in die Kabine zum Umziehen, um die Abstände einzuhalten. "Das ist ungewohnt und eine schwierige Situation. Aber das sind halt die Vorgaben, um überhaupt spielen zu dürfen. Daher kann man es verkraften."
Fünfte Gelbe: Grill fehlt am Mittwoch gesperrt
Durch Zeitspiel handelte sich Grill seine fünfte Gelbe Karte ein und fehlt am Mittwoch gegen 1860 München. Für ihn wird dann Avdo Spahic spielen. Grill: "Das ärgert mich natürlich. Es ist ja nicht normal, dass man als Torwart fünf Gelbe Karten bekommt. Ich wollte Zeit von der Uhr nehmen. Aber wir haben zu Null gespielt und ich habe einen Elfmeter gehalten, also kann ich das verschmerzen. Jetzt muss ich mal schauen, ob ich am Mittwoch überhaupt ins Stadion darf..."
Nach der einwöchigen Mannschafts-Quarantäne im Lautrer Hotel Barbarossahof dürfen die Akteure nun erstmals wieder zu ihren Familien. "Uns ist nahegelegt worden, überwiegend zuhause zu bleiben. Meine Freundin wird sich sicherlich freuen, mich wieder zu sehen", grinste Grill.
Quelle: Der Betze brennt
