EchterLauterer hat geschrieben:Davy Jones hat geschrieben:
Wenige falsch-positive? Ich bin gerne bereit eine Kiste Bier zu setzen, dass es wesentlich mehr falsch-positive als falsch-negative gibt.
Darfst mir das Bier vorbeibringen:
https://www.mdr.de/nachrichten/ratgeber ... t-100.html
Der Test ist nach Erfahrung beider Testzentren hochspezifisch, ein falsch-positives Testergebnis gibt es nicht, aber falsch-negative sind möglich.
Das war nur der erste Treffer bei der Suche.
Spannend, dass das der einzige Aspekt war, den du aus meinem Post aufgegriffen hast. Statt einfach zuzugeben, dass du meinen Post falsch interpretiert und durchaus etwas passiv-aggressiv darauf reagiert hast.
Wo ich herkomme, muss man auch bereits sein, einen entsprechenden Einsatz zu geben, wenn man diesen schon einfordert und damit komme ich auch schon zum wesentlichen.
Deine Quelle widerspricht meiner Quelle, die ich gepostet habe, wobei ich mir nicht einmal sicher bin, dass du diese gelesen hast.
Weiter ist alleine in dem von dir geposteten Zitat
ein Widerspruch vorhanden. Erst sprechen sie davon, dass eine "hunderprozentige Sicherheit" nicht gegeben ist und schreiben ein paar Zeilen später, dass falsch-negative Ergebnisse nicht möglich sind.
Weißt du wie ein großer Teil dieser falsch-negativen Ergebnisse zustande kommt? Die Tests werden in irgendeiner Hinsicht falsch angewandt. Dies kannst du hier nachlesen:
Abstriche aus dem unteren Atemwegsbereich bei Patienten in China haben vermutlich zu Beginn des Ausbruchs zu negativen Ergebnissen geführt, obwohl sie erkrankt waren. In der frühen Phase sollen die Proben aus den oberen Atemwegen, also dem Rachen oder dem sogenannten Nasopharyngeal, entnommen werden – und es muss genug Material gesammelt werden, eine kurze Berührung mit dem Wattestäbchen reicht dafür nicht aus.
Anfällig sind die Tests außerdem, wenn die Proben nicht ordnungsgemäß gelagert oder transportiert werden. Auch das hat in Asien anfangs zu einigen falsch-negativen Proben geführt. Außerdem wurden womöglich einige Tests bei Patienten durchgeführt, die zwar an Grippe oder Erkältung erkrankten, aber erst später am Coronavirus.
Das könnte erklären, warum es mehrere Tests gebraucht hat. Es handelt sich in der Regel aber um Case Reports, also Einzelfälle, nicht um ein grundsätzliches Problem der Testmethode.
Es ergibt nun mal Sinn, dass bei falscher Anwendung falsche Ergebnisse rauskommen. Wenn eine schwangere auf den Schwangerschaftstest furzt, wird sie sich ja auch nicht wundern, dass da ein negatives Ergebnis rauskommt.
Dass die Spezifität eben nich bei 100% liegt, kann man auch hier nachlesen:
Die Spezifität des derzeit verwendeten IgG-Tests wird mit 98 % angegeben
Gehen wir jetzt einfach mal davon aus, dass auch die Spezifität entgegen der Aussage meines ersten Links nicht bei 100% liegt und gehen wir davon aus, dass eine von 6 getesteten Personen positiv ist und die Spezifität 98% beträgt. In diesem Fall gäbe es nur dann mehr falsch-negative als falsch-positive, wenn die Spezifität kleiner als 90% wäre.
Aufgrund der Ausweitung der Tests werden in Relation weniger positive Personen dabei sein, was zu noch extremeren Werten führt.
Gehen wir mal davon aus, dass es nur jeder 10. ist, der tatsächlich infiziert ist und die Spezifität immer noch 98% beträgt. In diesem Fall müsste die Sensitivität kleiner als 82% sein.
Im Übrigen ist das Schlimmste was bei diesen Tests passieren kann, dass diese falsch-negativ sind. Falsch-positiv wäre ja erstmal für die Gesellschaft nicht so tragisch.
Bei den Antikörpertests ist es hier aber umgekehrt. Da ist tatsächlich falsch-negativ nicht so tragisch.
Nichtsdestotrotz führen die von dir aufgeführte Quelle und die von mir ursprünglich angeführte Quelle beide zu dem Ergebnis, dass diese Aussage
Und was machen wir dann, wenn ein "Nachtest" negativ wird? Welcher war dann richtig? "Auf dem Betzenberg wird solange getestet, bis ein dem FCK genehmes Ergebnis erreicht ist? [frei nach W.Schäfer]
immer noch eine Aussage ist, über die mal nachdenken würde.