Ke07111978 hat geschrieben:Lieber Dieter Buchholz,
Ich würde gerne auf einige Passagen zu ihrem offenen Brief eingehen:
Hierzu stelle ich fest, ich wollte niemanden in den Verein schleusen, ich wollte Leute gewinnen, Unternehmer, die bereit sind, sich für den Verein einzubringen, d.h. bei der JHV zu kandidieren. 2017 war der Verein insolvenzgefährdet, zu den Aufsichtsratssitzungen wurde gelegentlich ein Jurist hinzugezogen, um sicherzugehen, dass man keine Insolvenzverschleppung begeht. Einige langjährige Mitglieder hatten mich angesprochen und gebeten, ich sollte doch ein Team zusammenstellen: Wenn es geht Unternehmer oder auch Juristen, die sich wirtschaftlich gut auskennen, den Verein retten sollten und im Insolvenzfall wissen, wie man das sinnvoll abwickelt, sodass eventuell eine Weiterführung des Vereins noch möglich wäre.
Das ist interessant, da schon die Frage erlaubt sein muss, in wie weit Patrick Banf oder Jochen Grotpass wissen, wie der Verein im Insolvenzfall fortzuführen wäre? Halten Sie nicht auch z.b. einen Prof. Dr. Wilhelm für eine wesentlich größere Kapazität auf diesem Gebiet? Zumal beide Kandidaten und auch Herr Otter weder in Ihrer Vorstellung noch in ihren Interviews diese Kompetenz herausstellten. Und woher wussten Sie als einfaches Mitglied, wer zu den Aufsichtsratssitzungen hinzugezogen wurde und was dort diskutiert wurde? Könnte es sein das Bernd Schmitt genau diese Informationen meint, die einem einfachen Vereinsmitglied wie Ihnen eigentlich gar nicht zur Verfügung stehen dürften?
Gerry Ehrmann, mit dem ich seit ca. 20 Jahren befreundet bin, hatte diese Aktion verfolgt, miterlebt und mich gefragt, ob er mithelfen kann. Aus arbeitsrechtlichen Gründen riet ich ihm davon ab. Allerdings war ein Jurist, Arbeitsrechtler, der Meinung, Gerry ist nicht nur Angestellter des Vereins, er ist ja auch Mitglied und als solches steht es ihm zu - wenn er der Meinung ist, es gibt Personen, die dem Verein helfen können, diese auch zu unterstützen.
Diese Feststellung ist legitim. Genauso wie man eine andere Meinung dazu vertreten kann. Denn Sie werden mir sicherlich recht geben, dass nicht immer ihre Juristen recht haben müssen.
In der Zeit unseres Besuchs fand in dem Raum, in dem wir waren, kein Telefonat von Becca mit Littig statt, allerdings erzählte Becca von einer WhatsApp-Nachricht mit herabwürdigenden Äußerungen zu seiner Person, welche Littig angeblich versendet hätte. Übrigens ist Littig nicht zum Rücktritt gezwungen worden. Es war seine persönliche Entscheidung.
Was genau hat diese Information nun mit Gerry Ehrmann oder dem Interview mit Bernd Schmitt zu tun? Fakt ist, dass diese Vorgänge - dort wo es hingehört, nämlich auf der Mitgliederversammlung - ausführlich aufgearbeitet worden sind. Wie die Mitglieder dies beurteilt haben, wurde in deutlichen Ergebnissen bei der Entlastung zum Ausdruck gebracht. Sicherlich wären die Mitglieder auch an den erhellenden Ausführungen von Ihnen oder Herrn Becca zu diesen Themen interessiert gewesen. Auch die damaligen Geschäftsführer Herr Klatt und Herr Bader haben es leider vorgezogen sich im Rahmen der Aussprache nicht zu äußern. Sich nun im nachhinein so zu äußern empfinde ich als schlechten Stil. Aber das kann jeder für sich selbst beurteilen.
Der Vorwurf von Bernd Schmitt, dass Gerry in meinem Namen Werbung für Becca machte, ist lächerlich, frei erfunden und wird wie auch andere Passagen des Kommentars einer presserechtlichen Prüfung unterzogen.
Das steht Ihnen frei und ich bin mir sicher, das Bernd Schmitt dieser Prüfung ähnlich gelassen entgegensieht, wie ich meiner gerichtlichen Auseinandersetzung mit Ihnen entgegensehe. Sie sollten sich einfach damit abfinden, dass nicht jeder ihr Wirken für unseren Verein als positiv erachtet. Das ist eine Meinungsäußerung. Und nicht jeder hat Ihre Meinung und sie können Leute auch nicht gerichtlich dazu zwingen ein positive Meinung über das Handeln von Dieter Buchholz zu haben.
Nun noch ein Satz zu Becca: Wenn meine Informationen stimmen, hatte Becca mit dem Verein die Verhandlungen final abgeschlossen und man hatte sich auf einen Wert von 45 Mio. Euro geeinigt. Ein oder zwei Tage vor der geplanten Unterzeichnung ist Jürgen Kind zurückgetreten, der ja gefordert hatte, Martin Bader sofort zu entlassen. Ich bin überzeugt davon, das war der Knackpunkt in den Verhandlungen mit dem Investor Flavio Becca.
Ihre Meinung sei Ihnen gegönnt. Die meisten Menschen die ich kenne sehen das anders und mehr als 70% der Mitglieder haben Jürgen Kind entlastet. Also denjenigen, der in Ihren Augen den Milliardär verhindert hat, der mit 50 Mio. in die Champions Leage aufsteigen wollte? Auch hier gilt: Dies ist nicht Ihr Verein und nicht jeder muss Ihre Meinung teilen. Wenn sich die Mehrheit anders entscheidet, sollten Sie lernen das zu akzeptieren und nicht 2 Monate später in einem offenen Brief - natürlich im konjunktiv gehalten - Andeutungen machen. Die JHV wäre das richtige Forum gewesen Ihre Meinung zu diesem Punkt zu vertreten.
ich bin seit 15.02.1990 Mitglied, auf den Betzenberg gehe ich schon seit meinem 14. Lebensjahr. Seit ca. 2009 habe ich rund 3 Mio. Euro als Sponsor in den 1. FCK investiert, ich war auf Bitten von Herrn Nardi einer der Erstzeichner damals, um ein Zeichen zu setzen für andere und um zu verhindern, dass der Verein verramscht wird. Wir haben uns jetzt mit unserer "regionalen Gruppe" wieder überlegt, wie wir dem Verein in dieser bestimmt schwierigen Situation helfen können, so haben wir dem Verein mittlerweile eine Investition zwischen 3,5 und 4 Mio. Euro angeboten - allerdings natürlich auch an Bedingungen geknüpft.
Ich bin seit 2017 Mitglied, gehe seit meinem 4. Lebensjahr auf den Betze und habe ein bisschen was für das NLZ gespendet. Ich gehöre leider nicht zu den Erstzeichnern, da es das Team, dass sie zusammengestellt haben oder unterstützt haben leider nicht gepackt hat, die Fan-Säule trotzt mehrmonatiger Vorbereitungszeit zu öffnen. Ihr Engagement respektiere ich und ich bin Ihnen wie die meisten anderen FCK Fans sehr dankbar dafür. Allerdings sollten wir die Zuneigung und Liebe zu unserem Verein mit Sicherheit nicht in EUROs bemessen - ich gehe aber fest davon aus, dass sie das auch nicht zum Ausdruck bringen wollten. Zumal Sie für das Sponsoring beim FCK eine Gegenleistung bekommen haben. Denn ein Sponsor - wie das Wort schon sagt - investiert nicht.
Und für Ihren Kredit zum Kauf des Spielers Metomo liesen Sie sich weitgehende Mitspracherechte in Ihren Kreditvertrag schreiben. Wörtlich heißt es dazu "Dieses Darlehen wird weiterhin nur gewährt, wenn Herr Erwin Göbel als Vorstandsvorsitzender (Finanzvorstand) und der Geschäfstführer von bfd Buchholz-Fachinformationsdienst GmbH, Herr Dieter Buchholz als Aussichtsratsvorsitzender tätig sind. Sollte Herr Göbel als Vorstandsvorsitzender oder Herr Buchholz als Aufsichtsratsvorsitzender aus den jeweiligen Ämtern beim 1. FC Kaiserslautern ausscheiden kann das Darlehen sofort fällig gestellt werden und ist damit zurückzuzahlen." Sie haben das Darlehn nach ihrer Entlastung nicht fällig gestellt.
Vielleicht war das der Grund, dass Bernd Schmitt in Zusammenhang mit Ihnen von strippenziehen spricht? Ihr Engagement sowie des Engagement der anderen regionalen Investoren ist richtig und wichtig für den Verein. Es ist überlebensnotwendig - genauso wie es notwendig ist weitere Investoren zu gewinnen. Ein solcher Prozess setzt voraus, das es allgemeingütige Regeln gibt, an die sich alle Investoren halten. Vor allen Dingen setzt es voraus, dass man diejenigen die Aufsicht führen lässt und diejenigen die Geschäfte führen lässt, die von den Mitgliedern dazu gewählt und autorisiert wurden. Wenn einzelne Investoren meinen, sie brauchen "Sonderlocken", bis hin zu der Frage wer den Trainer wird oder welche Spieler verpflichtet werden sollen, dann ist dies ein Maß der Mitbestimmung, dass Grenzen überschreitet. Da geben Sie mir doch sicher Recht. Oder? In soweit finde ich es gut, dass die aktuellen Aufsichtsräte, Beiräte und Geschäftsführer bzw. Vorstände ihr Handeln an dem ausrichten, was die Mitglieder beschlossen haben und damit innerhalb sehr kurzer zeit eine Vertrauensbasis - insbesondere zu Investoren - schaffen, die vorher komplett zerstört war. Dazu gehört es z.b. auch, dass die Hingabe von Aktien an die Stadt - neben dem Widerspruch zu den kommerziellen Interessen der Investoren - erhebliche rechtliche und finanzielle Risiken birgt. Wie ist hierzu ihre Meinung? Denn allem Anschein nach, wird dies von den Investoren nicht einheitlich gesehen.
Ich weiß auch selbstverständlich, dass bestimmte Personen ständig im Hintergrund gegen mich agieren und auch andere aufhetzen - hätten sie doch wenigstens den Mut und den Anstand mir selbst etwas ins Gesicht zu sagen.
Das finde ich eine interessante Aussage von jemanden, der mich als größten Depp im Verein bezeichnet hat, mir und Ben Remy schon mehrmals unterstellt hat, dass wir einen bezahlten Posten beim Verein haben wollten und der meine Weihnachtskarte und einem persönlichen Brief, durch seine Anwälte beantworten lässt. Wann wollten Sie mir das ins Gesicht sagen?
Man könnte sagen, der offene Brief sei tendenziell und oberflächlich. Von einem langjährigen Vereinsmitglied, dass im Sinne des Vereins handelt hätte man in der aktuellen Situation mehr Fingerspitzengefühl erwarten können. Man hätte erwarten können, das man sein eigenes Ego etwas zurückstellt und versucht Ruhe in das Thema zu bringen. Das man seine freundschaftliche Beziehung zu Gerry nutzt, um ihn zu beruhigen, um zu versuchen eine Lösung zu finden, die nicht derartig viel öffentlichen Schaden anrichtet. Aber vielleicht ist das einfach zuviel erwartet.
@bää$cht:
