Weekend Offender hat geschrieben:...er hat sich stets bemüht...
Danke für NIX!
bodenlose Frechheit noch zu behaupten er hinterlässt alles gut aufgestellt.
Er behauptet nur, dass er einen gut aufgestellten Aufgabenbereich hinterlässt. Das kann man auch so interpretieren, dass die noch zu bewältigenden Aufgaben "gut aufgestellt sind". Letztlich hat sein Abschiedsstatement kaum Aussagekraft, außer dass "
weiterhin große Herausforderungen vor dem Club liegen".
Und alles andere käme auch überraschend, denn man benötigt wohl keinen tieferen Einblick, um herauszufinden, dass wir finanziell nicht gut aufgestellt sind. Auf der ersten JHV nach seiner Amtsübernahme sparte er dabei nicht mit Kritik an seinem Vorgänger.
"
Wenn Sie meinen, Sie wären Mitglied in einem solide und ligaunabhängig finanzierten Verein, dann könnten Sie sich gleich im falschen Film fühlen."
und
"
Sieht so die Bilanz eines Substanzvereins aus? Das ist die Bilanz eines Restrukturierungs-, eines Sanierungsvereins."
waren zu hören. Interessant wird die Beurteilung des Ist-Zustands seines Nachfolgers.
Von außen betrachtet, wird sich seine Arbeit dabei wohl nicht vollumfänglich beurteilen lassen. Dennoch genoss er hier im Forum einen guten Ruf, auch wenn dieser nun gegen Ende doch etwas umstrittener war. Warum das so war, erschloss sich mir, als Außenstehender, nie wirklich. Nach Stövers Metaphern "Ich kann nicht 10€ ausgeben, wenn ich nur 5€ habe", wurde erst mal weiteres Fremdkapital von ca. 3 Mio aufgenommen, um den Sportetat zu erhöhen von einem heute gut bekannten Kreditgeber. Ansonsten wäre vielleicht noch die Auslagerung des Ticketing an Ticketmaster erwähnenswert.
Für den sportlichen Niedergang tragen Klatt und Gries als Vereinsvorstand zumindest in der Abstiegssaison eine Mitverantwortung, da sie das Defizit in der sportlichen Kompetenz durchaus erkannt haben, aber nicht tätig wurden, um diesem entgegenzutreten und teilweise sogar Angebote in dieser Richtung ablehnten. In der Saison zuvor wurden diese Aufgaben an Uwe Stöver und dananch an Martin Bader delegiert. Problematisch aus sportlicher Sicht war weniger der Sportetat selbst, als vielmehr die Tatsache, dass wir unsere Leistungsträger verkaufen mussten und Spieler, die nicht die erhoffte Leistung brachten weiterhin einen überproportionalen Teil des Etats beanspruchten.
Um diesen Kreislauf zu durchbrechen, mussten anderweitig finanzielle Mittel besorgt werden und ganz nebenbei die Betzeanleihe von 6 Mio + Zinsen zurückgezahlt werden - eine große Herausforderung für einen Verein, der jedes Jahr ein Saisonminus in Millionenhöhe stemmen muss.
Die Lösung sollte die Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung bringen. Bereits im April 2017 sagte Gries: "
Gespräche [mit potentiellen Investoren] finden statt. Wir sind auf einem guten Weg." und Klatt hatte auch eine Vision: "
Wir suchen nicht den einen, großen Investor. Sondern wir sind dabei, die Strukturen für einen eigenen FCK-Weg aufzubauen." und nicht nur das, sondern auch zur Rückzahlung der Betzeanleihe verfolgte man einen Plan durch "
einen Debt-Equity-Swap, bei dem die Zeichner der Anleihe ihre Rückzahlungsansprüche in Anteile an der FCK-Kapitalgesellschaft tauschen.", wie das Finance Magazine verlautete.
Wie die Ausgliederung umgesetzt wurde und welche Ziele erreicht wurden, die man sich selbst gesteckt hatte, konnte man in der letzten Zeit sehr intensiv verfolgen. Nicht nur in sportlicher Hinsicht, sondern auch finanziell wurden die so ziemlich alle gerissen, denn die bestanden weit über der Lizenzerhaltung für die Spielzeiten 18/19 und 19/20.