
Auch Notzon soll gehen - Klatt nicht unumstritten
Bader vor dem Aus - Nothelfer Buck und Briegel
Beim 1. FC Kaiserslautern droht der nächste große Knall. Martin Bader steht nach kicker-Informationen vor der Freistellung durch den Beirat. Ihn soll der Ex-Profi und jetzige e.V.-Vorstand Andreas Buck als Geschäftsführer ersetzen.
Zudem soll der frühere Nationalspieler Hans-Peter Briegel als Berater installiert werden. Anlass war unter anderem eine Aussage Baders, in dem der 51-Jährige die Ausrichtung des Vereins in der kommenden Saison konträr zur Meinung der Gremien formulierte.
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Im Sommer streben die Kontrolleure eine komplette Neuausrichtung des sportlichen Bereichs an. Sportdirektor Boris Notzon, dessen Vertrag zum Saisonende ausläuft, soll nicht gehalten werden. Und auch die Zukunft von Finanz-Geschäftsführer Michael Klatt ist umstritten. Der 50-Jährige ist auf dem Betzenberg zur Zeit mit einem unbefristeten Vertrag ausgestattet, der eine Kündigungsfrist von sechs Monaten beinhaltet. (…)
Quelle und kompletter Text: Kicker
Weitere Links zum Thema:
- Saison 2019/20: Bader schränkt Aufstiegsziel ein (Der Betze brennt, 24.04.2019)
Ergänzung, 29.04.2019:

SWR-Infos: Axel Roos soll NLZ-Leiter werden
Nach Informationen des "SWR" sollen mit Axel Roos und Thomas Riedl zwei weitere Ex-Profis der 1998er Meistermannschaft zum 1. FC Kaiserslautern zurückkehren. Das Duo soll das Nachwuchsleistungszentrum zu neuen Erfolgen führen.
Der Posten des NLZ-Leiters muss neu besetzt werden, weil der Vertrag mit Manfred Paula zum Saisonende aufgelöst wird. Die Bilanz des 51-Jährigen nach drei Jahren beim FCK fällt mager aus: Die U21 steht vor einem dritten Jahr in der Oberliga, die U19 kämpft in der A-Junioren-Bundesliga um den Klassenerhalt, die U17 ist drauf und dran, den Aufstieg in der Regionalliga zu verspielen.
Axel Roos könnte Paulas Nachfolge als NLZ-Leiter antreten und im Team mit Thomas Riedl wirken. Roos betreibt bereits seit längerer Zeit eine eigene Fußballschule in Kaiserslautern und kooperiert, auch weil bisher nie eine Zusammenarbeit mit dem FCK zustande kam, derzeit mit Bundesligist TSG Hoffenheim.
Bader-Ersatz: Buck und Briegel stünden bereit
Derweil signalisierte Andreas Buck, aktuell Vorstand des FCK e.V., gegenüber dem "SWR" seine Bereitschaft, die Nachfolge von Martin Bader anzutreten. Der Sport-Geschäftsführer steht vor dem Aus, nachdem er den Wiederaufstieg in dieser Saison verpasst und kürzlich die Zweitliga-Rückkehr in der kommenden Saison infrage gestellt hatte. Auch Vereinsikone Hans-Peter Briegel stünde als Berater zur Verfügung. Wann es zu personellen Umwälzungen kommen kann, ist noch offen. Offiziell will der Beirat am 16. Mai das nächste Mal tagen.
Quelle: Der Betze brennt
Ergänzung, 29.04.2019:
Martin Bader schließt Rücktritt aus
Martin Bader wird nicht vorzeitig von seinem Amt als "Geschäftsführer Sport" beim 1.FC Kaiserslautern zurücktreten. Das sagte er gegenüber dem SWR. Am Sonntag war bekannt geworden, dass sich eine Mehrheit im Beirat des FCK von Bader trennen will.
Martin Bader sagte dem SWR, er sei lange genug im Geschäft und werde deshalb nicht überreagieren. Noch habe keiner der FCK-Beiräte, die ihn entlassen wollen, persönlich mit ihm darüber gesprochen. Er wisse nicht, was man ihm konkret vorwerfe. Nach Rücksprache mit dem Beiratsvorsitzenden Patrick Banf, der Baders zum Jahresende auslaufenden Vertrag verlängern will, werde er ganz normal seinen Job weitermachen. (…)
Quelle und kompletter Text: SWR
Ergänzung, 29.04.2019:
Bader-Absetzung ist nicht direkt umsetzbar
Das von einer Beiratsmehrheit beschlossene Aus Martin Baders ist der vorläufige Höhepunkt der Streitigkeiten beim 1. FC Kaiserslautern - lässt sich allerdings erst einmal gar nicht umsetzen. Mitten in der Endphase des Kampfes um die erneute Drittliga-Lizenz regiert erneut das Chaos bei einem Klub, der von den eigenen Strukturen gelähmt ist.
"Ich war sehr überrascht. Mir wurde von Patrick Banf mitgeteilt, dass es im Beirat eine Mehrheit für meine Absetzung gibt. Noch ist aber kein Beschluss gefasst, also gehe ich meiner Arbeit weiter nach", erklärte Bader dem kicker am Montag, schließt damit einen Rücktritt seinerseits also aus. Auf der anderen Seite ist der anvisierte Machtwechsel auf der sportlichen Entscheidungsebene gar nicht sofort umsetzbar. Es bedarf einer Abstimmung bei einer Sitzung des fünfköpfigen Beirats der ausgegliederten Profiabteilung des FCK.
Und schon wird es absurd. Das nächste Treffen ist erst für den 16. Mai terminiert, dazu muss jedoch formal noch eine Einladung des Beiratsvorsitzenden Patrick Banf erfolgen. Eine frühere Zusammenkunft kann nach den Statuten der Kapitalgesellschaft auch nur Banf als Vorsitzender einberufen. Banf zählt jedoch zusammen mit Ratsmitglied Jochen Grotepaß zu den Unterstützern Baders und steht auch nur deshalb noch an der Spitze des Beirats, weil eine Absetzung des Vorsitzenden dieses Gremiums von den Statuten nicht vorgesehen ist. Trotz einer Mehrheit gegen ihn - gebildet von den weiteren Ratsmitgliedern Michael Littig, Paul Wüst und Jürgen Kind - blieb deshalb die Absetzung Banfs Anfang April aus. Littig löste Banf lediglich als Aufsichtsratschef des e. V. ab. Nach außen hin wurde trotz der anhaltenden unüberbrückbaren Differenzen im Kreise der Kontrolleure erneut ein Burgfriede zum Wohle des Vereins kommuniziert. Ein Verein, gelähmt von den Strukturen, die er sich bei der Ausgliederung der Profiabteilung im September 2018 selbst auferlegt hat. (…)
Quelle und kompletter Text: Kicker
