Neue Kredite sollen Lizenz auf Pump bringen
Es ist und bleibt ein Kraftakt: Eine Zwischenfinanzierung soll dem angeschlagenen 1. FC Kaiserslautern die Lizenz für die Dritte Liga sichern.
Bis Freitag, 15.30 Uhr, müssen Drittligisten, die auch in der kommenden Saison für diese Spielklasse zugelassen werden wollen, ihre Lizenzierungspapiere beim DFB eingereicht – sprich: elektronisch hochgeladen – haben. Eine Nachricht, ob und unter welchen Bedingungen die Lizenz erteilt wird, ist Mitte April zu erwarten.
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Durch die internen Einsparungen - nach RHEINPFALZ-Informationen haben mehrere FCK-Führungskräfte auf einen erklecklichen Teil ihres Gehalts verzichtet - muss der FCK statt zwölf Millionen Euro "nur noch" rund zehn Millionen Euro an Lücken stopfen. Exakte Zahlen bringt der Bescheid des DFB im April. Klatt will sich durch Fremdfinanzierung mit Zinssätzen, die keinesfalls zweistellig seien, wie kolportiert, "Zeit kaufen". Gespräche mit institutionellen Anlegern, Pensionskassen, etwa Versicherungskonzernen, über Schuldschein-Darlehen laufen. Einen geringen Teil ihres Fondsvermögens können Pensionskassen in riskante, dafür gut verzinste Anlagen wie die beim FCK stecken. Bis Anfang April soll zudem eine zweite Fan-Anleihe über nun drei Jahre kommen. Das angedachte Crowdlending via Internet ist vorerst vom Tisch, zu riskant für den Otto-Normal-Fan. Nach wie vor ist langfristig die Eigenkapital-Finanzierung über den Verkauf von FCK-Aktienpaketen das Ziel. (…)
Quelle und kompletter Text: Rheinpfalz
Finanzkrise: Lautern-Bosse verzichten auf Gehalt
Die Tage werden immer weniger - die Gelder auch... Um die Drittliga-Lizenz zu bekommen, muss der klamme Klub bis März einen Finanzierungsplan abgeben, wie die fehlenden 12 Mio. aufgetrieben werden sollen. Dafür verzichten Mitarbeiter jetzt auf Teile ihres Gehalts. Finanz-Boss Michael Klatt (50) zu BILD: "Wir reden hier schon von 10 bis 15 Prozent Gehaltsverzicht. Das ist bemerkenswert." (…)
Quelle und kompletter Text: Bild
Ergänzung, 13.03.2019:

Klatt: FCK würde Zweitliga-Lizenz erhalten
Erst im April wird endgültig feststehen, ob der 1. FC Kaiserslautern die Lizenz für eine weitere Saison in der 3. Liga erhält. Im Falle des Aufstiegs bekämen die Roten Teufel dagegen wohl sofort grünes Licht von der DFL.
Elf Punkte Rückstand hat der FCK momentan auf den Relegationsplatz. Für den eher unwahrscheinlichen Fall, dass die Roten Teufel eine späte Aufholjagd starten und tatsächlich noch den direkten Wiederaufstieg schaffen sollten, hat der Klub auch eine Lizenz für die 2. Bundesliga beantragt - und würde diese wohl auch erhalten. "Die Zahlen wurden akzeptiert, da fehlen uns die Punkte", wird Finanz-Geschäftsführer Michael Klatt in der "Rheinpfalz" am Mittwoch zitiert.
Die für die ersten beiden Profiligen zuständige DFL hätte demnach also keine Einwände gegen die vorgelegten Zahlen der Pfälzer. Ob auch der DFB, der für die 3. Liga zuständig ist, den Planungen und Gedanken des Vereins folgt und eine Spielberechtigung für eine weitere Saison in der 3. Liga ausstellt, steht noch nicht fest. Laut Klatt ist hier erst im April mit einer Entscheidung zu rechnen.
Quelle: Der Betze brennt / Rheinpfalz

