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Kassensturz: Wo kann der FCK sparen? (Rheinpfalz)

Neuigkeiten und Pressemeldungen zum 1. FC Kaiserslautern.
Hephaistos

Beitrag von Hephaistos »

Und wenn man jetzt Anleihe nicht bezahlt und die Stadt in Stich lässt (ganz egal wer letzendlich beim Umbau schuld war), verliert man nicht nur das Vertrauen ggü der Fans, das wird sicher einen oder anderen Sponsor abschrecken, so wie Spieler, die lieber zu einem gesunden Verein gehen. Ob es wirklich Sinn macht..
SEAN
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Beitrag von SEAN »

Wir können uns es nicht leisten, die U21 abzumelden. Spieler wie Kühlwetter, Sickinger oder Gottwalt wären nicht mehr da, gäb es die U21 nicht mehr.
Bleiben wir dauerhaft in Liga 3, kann man noch etwas bei der ersten sparen, sonst gibt es nur noch ein Punkt, wo man ansetzen kann. Am Stadion. Es sind ja nicht nur die 425.000 Euro, die wir aktuell zahlen müssen, wir müssen ja auch die Bude instand halten. Das ist diese Saison zwar wohl auch runtergeschraubt, kommt dafür aber in den nächsten Jahren doppelt zurück.

Ich seh das vielleicht etwas naiv, aber KE hat das ja auch schon ähnlich geschrieben. Seit die Stadt das Teil übernommen hat, haben wir soviel für das Stadion gezahlt, man hätte den Nordpark von Gladbach hier hinstellen können, und wäre schon fertig mit bezahlen. Ein Fass ohne Boden ist das. Wenn die Stadt ihren einzigen Pächter nicht verlieren will, müssen sie das ändern. Vernünftig mit Tilgung finanzieren, wo jeder mit leben kann. Wenn die Stadt das nicht will, sollen sie es sagen. Dann fährt man die Karre wirklich besser an die Wand, und fängt schlimmstenfalls neu am Fröhner Hof an. Wenn man den durch eine Insolvenz noch retten kann. Ansonsten gibt es bestimmt Gemeinden in der Umgebung, die uns nach Münchner oder Hoffenheimer Vorbild ein Gelände zur Verfügung stellen. Den da findet sich meiner Meinung nach auch viel einfacher ein Investor. Der sieht Licht am Ende des Tunnels, davon sind wir Stand jetzt Meilenweit von entfernt. Bei uns ist es so Dunkel wie im Arsch eines Bären!
Scheint die Sonne so warm, trag ich Papier unterm Arm,
scheint die Sonne so heiß, setz ich mich hin und.........
Hephaistos

Beitrag von Hephaistos »

@SEAN

Wartung und Miete müßte man trotzdem zahlen, so wie den geänderten Kredit. Deswegen schrie ich heute auch, dass ich für uns ohne einen Großinvestor keine Chancen sehe.

Das mit VfL hast du Recht. ZB Sinsheim und M1 Stadien haben jeweils knapp 60 Mio gekostet. Kapazität von 30-35k würde uns sicher ausreichen. FWS verschlingt jährlich 7-10 Mio. Bei 60 Mio Baupreis hätten wir das neue Stadion schon längst abbezahlt. Das ist auch das Dilemma.
SEAN
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Beitrag von SEAN »

Hephaistos hat geschrieben:@SEAN

Wartung und Miete müßte man trotzdem zahlen, so wie den geänderten Kredit. Deswegen schrie ich heute auch, dass ich für uns ohne einen Großinvestor keine Chancen sehe.

Das mit VfL hast du Recht. ZB Sinsheim und M1 Stadien haben jeweils knapp 60 Mio gekostet. Kapazität von 30-35k würde uns sicher ausreichen. FWS verschlingt jährlich 7-10 Mio. Bei 60 Mio Baupreis hätten wir das neue Stadion schon längst abbezahlt. Das ist auch das Dilemma.
Es gibt da noch ein besseres Beispiel, Augsburg. Die haben ihr Stadion so gebaut, das man es ausbauen kann. Stufe 1 mit einer Kapazität von gut 30.000 Plätzen hat 45 Mios gekostet, ein Ausbau auf 49.000 Plätze würde nochmal 20 Mios kosten. Man könnte also prinzipiell klein anfangen, und dann nach Bedarf aufrüsten. 20-25.000 Plätze würden ganz sicher am Anfang reichen, und würde die Baukosten bestimmt nochmal um einiges senken.
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Hephaistos

Beitrag von Hephaistos »

SEAN hat geschrieben: Es gibt da noch ein besseres Beispiel, Augsburg. Die haben ihr Stadion so gebaut, das man es ausbauen kann. Stufe 1 mit einer Kapazität von gut 30.000 Plätzen hat 45 Mios gekostet, ein Ausbau auf 49.000 Plätze würde nochmal 20 Mios kosten. Man könnte also prinzipiell klein anfangen, und dann nach Bedarf aufrüsten. 20-25.000 Plätze würden ganz sicher am Anfang reichen, und würde die Baukosten bestimmt nochmal um einiges senken.
Das klingt recht interessant. Und unser Umbau von 38k auf 49k hat 76,5 Mio gekostet :langweilig:
FCK58
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Beitrag von FCK58 »

Wo der FCK noch sparen kann?
Das ist doch eigentlich keine Frage: an den Fehlern.
Mehr Kompetenzen holen und dabei auf Feng Shui verzichten. :wink:
Am Thema "echte Kompetenzen holen" scheint es aber unter Banf und Klatt erheblich zu mangeln. Auch wenn sie denen direkt unter der Nase vorbelaufen. Und zwar kostenlos.
Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.
Hermann Hesse
Saarpfalz
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Beitrag von Saarpfalz »

INSOLVENZ + Neuanfang

- FCK wäre alle Schulden los
- Pachtvertrag FWS Stadion wäre hinfällig
- 3 Mio. Kredit mit Quattrex wäre hinfällig
- Fananleihe von 6,7 Mio. wäre hinfällig

Ein kompletter NEUANFANG in der Regionalliga ohne Schulden stünde an.

Beim Thema Stadion müßte man schon JETZT ausloten ob es theoretisch überhaupt machbar wäre ÜBERGANGSWEISE in Homburg oder Pirmasens zu spielen. In beiden Fällen wäre man wohl bei einer "echten" Miete von 200.000-300.000,- (Instandhaltungskosten wie im FWS entfallen). Beide Stadien gehören der Stadt.

Homburg hat ein Fassungsvermögen von 16000
Der Vorteil ist das man dort eh plant das Stadion umzubauen. Über einer weitere Mietquelle wäre man da sicherlich froh. Wenn da nun der Vergleich kommt das man Saarbrücken dort ja auch nicht spielen ließ... Hate was mit Angst vor Randale zu tun! Das kann man mit dem FCK und den Baracklern aus Mannheim vergleichen. Da würde auch niemand auf die Idee kommen bei den anderen zu spielen.
https://www.stadionwelt.de/sw_stadien/i ... 346&page=1

Pirmasens/Husterhöhe hat ein Fassungsvermögen von 10000
Ist zwar kleine aber fein und im Gegensatz zu Homburg sogar 3.Liga tauglich! Wenn man sich die Bilder der 3 unüberdachten Tribünen anschaut wäre da durch mobile Tribünen Elemente eine Erhöhung der Kapazität auf 15000 auch leicht möglich.
http://www.fk-pirmasens.com/index.php/s ... usterhoehe

Nach einem Abstieg in die 4.Liga wäre (zumindest für den Übergang) ein 15000er Stadion völlig ausreichend. Dann ist es halt wie bei 1860 das ganze Jahr über ausverkauft!

Sobald man sich "gefangen" hat kann man ja einen EIGENEN Neubau auf der grünen Wiese zusammen mit einem Investor angehen. Ein erweiterbares Stadion wie in Offenbach.
Das Stadion hat Bremerbau innerhalb von 1,5 Jahren erstellt. Es hat 20500 Kapazität und kostete 25 Mio.
https://www.bremerbau.de/de/referenzen/ ... nbach.html

Das FWS ist (leider) ein dicker Klotz am Bein... :(
Zuletzt geändert von Saarpfalz am 22.12.2018, 21:24, insgesamt 1-mal geändert.
Toppizcek
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Beitrag von Toppizcek »

Was kostet eigentlich unsere Vorstandschaft und das mittlere Management im Vergleich zu den Kosten bei einem durchschnittlichen Drittligisten?
Wie hoch sind die Einsparungen beim Management im Vergleich zu den eingesparten Verwaltungskosten?
Welchen Anteil haben die Managementgehälter bei den Gesamtkosten im Vergleich zur Vorsaison und was ist nächste Saison angesetzt?
Lonly Devil
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Beitrag von Lonly Devil »

Saarpfalz hat geschrieben:INSOLVENZ + Neuanfang

- FCK wäre alle Schulden los
- Pachtvertrag FWS Stadion wäre hinfällig
- 3 Mio. Kredit mit Quattrex wäre hinfällig
- Fananleihe von 6,7 Mio. wäre hinfällig

Ein kompletter NEUANFANG in der Regionalliga ohne Schulden stünde an.
... ...
:(
Was wäre das dann für ein Verein der, nach der Auflösung/Zerschlagung des 1.FCK, einen kompletten Neuanfang bei NULL startet.

Mit dem 1.FCK, dessen Fan ich Anfang der '80er wurde, hätte dieser Verein wenig bis gar nichts gemeinsam. :shock:
Sollte das anders sein, dann würde ich mich selbst gewaltig belügen. :cry:
https://www.youtube.com/watch?v=48grx-7 ... H-y_g9MkxO
Zitat: "Willst Du Unkraut dauerhaft vermeiden, musst Du die Wurzel ausreißen."
Gott mag gewisse Machenschaften eventuell vergeben, ICH NICHT!
Marki
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Beitrag von Marki »

Saarpfalz hat geschrieben:INSOLVENZ + Neuanfang

- FCK wäre alle Schulden los
- Pachtvertrag FWS Stadion wäre hinfällig
- 3 Mio. Kredit mit Quattrex wäre hinfällig
- Fananleihe von 6,7 Mio. wäre hinfällig

Ein kompletter NEUANFANG in der Regionalliga ohne Schulden stünde an.

Beim Thema Stadion müßte man schon JETZT ausloten ob es theoretisch überhaupt machbar wäre ÜBERGANGSWEISE in Homburg oder Pirmasens zu spielen. In beiden Fällen wäre man wohl bei einer "echten" Miete von 200.000-300.000,- (Instandhaltungskosten wie im FWS entfallen). Beide Stadien gehören der Stadt.

Homburg hat ein Fassungsvermögen von 16000
Der Vorteil ist das man dort eh plant das Stadion umzubauen. Über einer weitere Mietquelle wäre man da sicherlich froh. Wenn da nun der Vergleich kommt das man Saarbrücken dort ja auch nicht spielen ließ... Hate was mit Angst vor Randale zu tun! Das kann man mit dem FCK und den Baracklern aus Mannheim vergleichen. Da würde auch niemand auf die Idee kommen bei den anderen zu spielen.
https://www.stadionwelt.de/sw_stadien/i ... 346&page=1

Pirmasens/Husterhöhe hat ein Fassungsvermögen von 16000
Ist zwar kleine aber fein und im Gegensatz zu Homburg sogar 3.Liga tauglich! Wenn man sich die Bilder der 3 unüberdachten Tribünen anschaut wäre da durch mobile Tribünen Elemente eine Erhöhung der Kapazität auf 15000 auch leicht möglich.
http://www.fk-pirmasens.com/index.php/s ... usterhoehe

Nach einem Abstieg in die 4.Liga wäre (zumindest für den Übergang) ein 15000er Stadion völlig ausreichend. Dann ist es halt wie bei 1860 das ganze Jahr über ausverkauft!

Sobald man sich "gefangen" hat kann man ja einen EIGENEN Neubau auf der grünen Wiese zusammen mit einem Investor angehen. Ein erweiterbares Stadion wie in Offenbach.
Das Stadion hat Bremerbau innerhalb von 1,5 Jahren erstellt. Es hat 20500 Kapazität und kostete 25 Mio.
https://www.bremerbau.de/de/referenzen/ ... nbach.html

Das FWS ist (leider) ein dicker Klotz am Bein... :(
Kleiner Fehler, in Pirmasens passen nur 10000 rein, aber ansonsten Top-Beitrag und wohltuend realistisch. Nur so kann es weitergehen, alles andere sind Träumereien. Ein Zukunft für unseren FCK gibt es nur ohne den Betonklotz Betzenberg.
Saarpfalz
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Beitrag von Saarpfalz »

Das mit PS war ein Tippfehler. Habe es gerade abgeändert. Klar haben die aktuell "nur" 10000 Fassungsvermögen. Deshalb habe ich ja geschrieben das man dort schnell und günstig mit mobilen Tribünen auf 15000 aufstocken könnte.

Es wird langsam Zeit das viele hier mal von dem hohen Ross runter kommen!!!

Die Zeiten als wir gedanklich noch in der 1.Liga und im Europa Pokal waren müßen mal zu ende sein! Der Realität ins Auge schauen und ´mit einer soliden Basis aus Fans und Jugendarbeit wieder LANGSAM und vor allem GESUND nach oben kommen.

Und ja, auch am Vorstand/Management kann man jede Menge Geld sparen! Da müßen wieder Leute mit Herzblut ran die das als Ehrenamt übernehmen (bzw mit Aufwandsentschädigung) Die Ausgliederung war sowas von Unnötig bzw wenn man sie macht hätte man sie noch in der 2.Liga machen müßen da dort mehr Geld/Investoren bereit gewesen wären einzusteigen.

Jetzt ist der Ofen aus. :cry: Ich bleibe dabei. Die einzig Nachhaltige Lösung die dem Verein auf Dauer gesund macht ist die Insolvenz und ein Auszug aus dem Geldgrab FWS.
kantersieg
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Beitrag von kantersieg »

Guten Morgen,

so bitter das Ergebnis vom gestrigen Spiel war, es hat ein Gutes: es herrscht nun Klarheit, dass der Aufstieg nicht mehr möglich ist. Damit kann sich der Verein darauf konzentrieren, die Lizenz für eine weitere Drittligasaison zu sichern.

Wie ist das möglich? Nach meiner Einschätzung nur durch dramatische Einschnitte. In diesem Jahr sind wir von der Struktur weiterhin ein Zweitligist mit hauptamtlichem Finanzvorstand, Sportdirektor, etc. Das ist jetzt vorbei, wir werden uns strukturell zum Drittligisten sparen müssen.

Daher gehe ich davon aus, dass der Aufsichtsrat in der Winterpause die Sparpläne mit den Verantwortlichen diskutieren wird mit folgenden Inhalten:

1. Der Vertrag mit Martin Bader wird nicht verlängert. Daher macht es keinen Sinn, dass er Verantwortung für den Kader der nächsten Saison trägt. Daher einigt man sich in der Winterpause auf eine sofortige Auflösung des Vertrages (hoffentlich ohne Abfindung). Ersetzt wird er durch einen halb ehrenamtlichen Sportvorstand, der von Sponsoren bezahlt wird (z. B. Briegel oder Wagner oder?).

2. Der Vertrag mit Boris Notzon wird ebenfalls nicht verlängert. Vermutlich wird dieser die Runde trotzdem noch zu Ende machen, so dass er die Mannschaft für den Rest der Runde mit betreuen wird.

3. Die U21 wird aufgelöst. Natürlich hat uns die 2. Mannschaft in der Vergangenheit genützt, aber sie kostet auch Geld. Da die Lizenz auf äußerst wackligen Beinen steht, kann man sich diese Ausgaben schlicht nicht mehr leisten.

4. Auch im Jugendleistungszentrum wird man die Ausgaben so stark wie möglich reduzieren. Auch wenn dies bedeutet, dass die Konkurrenzfähigkeit der Jugend in Frage gestellt wird, muss und wird man die Kosten auf ein Minimum fahren.

5. Auch einen hauptamtlichen Finanzvorstand wird man sich nicht mehr leisten können. Daher wird der Vertrag mit Klatt nicht verlängert. Klatt wird als letztes Projekt die Lizenzierung betreiben und seine Amtsgeschäfte an einen ehrenamtlichen Finanzchef übergeben, den man sich bei einem Partner suchen wird. Vorstellbar ist hierbei, dass sich der Finanzchef eines Sponsors mit Zustimmung seines Arbeitgebers bereit erklärt, das Amt zu übernehmen.

6. Man wird versuchen, das Gelände des Jugendleistungszentrum, den Fröhnerhof, wieder zu verkaufen, weil man liquide Mittel benötigt. Andernfalls wird man das Gelände als Sicherheit für einen neuen Kredit verwenden.


Wie sieht also die Überschlagsrechnung aus?

- Die Fananleihe wird durch einen neuen Kredit abgelöst, dies verändert zunächst nichts am Schuldenstand, ist also neutral.

- Einsparung im Management, durch Trennung von Klatt und Bader: ca. 0,5 Millionen.

- Einsparung bei U21 und Jugend: ca. 1 Mio.

- Weitere Einsparungen in der Verwaltung (durch Entlassungen): ca. 0,5 Mio.

- Weitere Einsparung in der Infrastruktur (Sperrung weiterer Blöcke im Stadion, etc.): ca. 0,5 Mio.

- Einsparung bei der Mannschaft: ca. 1 Mio.

Das ergibt eine mögliche Einsparung von ca. 3.5 Mio. pro Jahr.

Da uns ca. 6 Mio fehlen zu einem gedeckten Etat, fehlen uns ca. 2,5 bis 3 Mio. Diese nimmt man mit Fremdkapital (Sicherheit: Fröhnerhof) auf.

Klar ist bei dieser Rechnung allerdings, dass wir damit unsere über Jahrzehnte aufgebaute Infrastruktur zerstören und ein Aufstieg nächste Saison mit einem mittelmäßigen Budget schwer wird. Und dass, falls die o. g. Rechnung aufgeht, die nächste Saison unsere allerletzte Chance wäre.
ExilDeiwl
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Registriert: 12.08.2015, 19:58

Beitrag von ExilDeiwl »

Ich mache mir nix vor, von wegen Championsleague, Wiederaufstieg, erringen großen Ruhmes wie in alten Zeiten. Nein, nein. Das wird so schnell nicht kommen. Der Wiederaufstieg wird alleine noch anderthalb Jahren brauchen. Minimum. Der Rest? Aus heutiger Sicht vollkommen unrealistisch ich fürchte auch, dass wir erhebliche Einschnitte werden machen müssen. Aber das was Du da vorschlägst, lieber @kantersieg, das ist nicht nur das Zurechtstutzen einer Pflanze, der man zu neuem Wachstum verhelfen möchte. Du stutzt damit sämtliche tragenden Äste und Wurzeln. Keine U21 mehr? Das NLZ noch weiter herunter fahren? Das, was uns in der Vergangenheit zumindest ansatzweise ein Auskommen ermöglicht hat, die Ausbildung junger Spieler quasi auf Null zurück fahren? Das NLZ verpfänden, sofern es da überhaupt noch was zu verpfänden gibt? Oder gar verkaufen, damit wir dieses letzte Stück Kapital auch noch von der Hand in den Mund aufbrauchen? Was bleibt denn nach den von Dir vorgeschlagenen Maßnahmen überhaupt noch übrig? In Deiner Liste fehlt dann nur noch ein siebter Punkt: Kapitalgesellschaften und e.V. Abmelden und dicht machen. Denn das wäre die Konsequenz Deiner Maßnahmen. Der Verein hätte nichts mehr. Ich weiß nicht, ob es anders auch so kommt, aber nach Deinen Maßnahmen bleibt vom FCK in meinen Augen nichts mehr übrig. Vermutlich nicht einmal mehr eine Hülle... Nix für ungut, @kantersieg...
#keindeutbesser

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Saarpfalz
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Registriert: 29.04.2018, 10:31

Beitrag von Saarpfalz »

An der Rechnung von Kantersieg merkt man ja, das selbst diese Drastischen Maßnahmen NICHT ausreichen würden!!!

Diese Saison wird mit ca. 5 Mio Minus rechnet! Folglich müßte man den Etat von 15 auf 10 Mio drücken um auf eine schwarze Null zu kommen.

Und selbst das wird nicht ausreichen da das Geld für 2.Liga Absteiger vom DFB (ca. 0,5 Mio) und dem Solidarfonds der 2.Liga Vereine (ca. 0,5 Mio) dieses Jahr fehlen. Dem entgegen steht das "Rettungsspiel" gegen Bayern was vielleicht 0,5 Mio einbringt.

Auf der Einnahmen Seite wird es also weniger. Irgendwo muß man also sparen um die Lizenz zu bekommen. Nochmal wird man sicher keine Lizenz mit einem kalkulierten minus von 5 Mio bekommen.

Ich bin mal gespannt wo im Winter überall de Rotstift angesetzt wird. Aber das es drastische Einsparungen geben wird ist schon jetzt klar. Auch an der Mannschaft! Da sollte man sich nix vormachen. Solch einen teuren Kader wie diese Saison wird man sich nicht nochmal leisten können. Oder man spart an anderer Stelle MASSIV Geld ein.

PS: Wenn der Fröhnerhof noch nicht als Sicherheit irgendwo hinterlegt wurde wird er jetzt beim "Zwischenkredit" Verpfändet. Was dieser Kredihai dann bei einer Insolvenz macht sollte jedem klar sein. Das ist nicht die Hausbank wo man über Stadt/Land Politik einen Deal machen kann. Dann kann man sich einen neuen Standort suchen bis man das Geld zurück bezahlt hat...

Ich bleibe dabei. Eine Plan-Insolvenz wäre der sauberste Weg!
Nur so würde man die Schulden weitestgehend wegbekommen und aus dem Knebelvertrag der Stadt mit dem FWS rauskommen.
Marki
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Beitrag von Marki »

kantersieg hat geschrieben:Guten Morgen,

so bitter das Ergebnis vom gestrigen Spiel war, es hat ein Gutes: es herrscht nun Klarheit, dass der Aufstieg nicht mehr möglich ist. Damit kann sich der Verein darauf konzentrieren, die Lizenz für eine weitere Drittligasaison zu sichern.

Wie ist das möglich? Nach meiner Einschätzung nur durch dramatische Einschnitte. In diesem Jahr sind wir von der Struktur weiterhin ein Zweitligist mit hauptamtlichem Finanzvorstand, Sportdirektor, etc. Das ist jetzt vorbei, wir werden uns strukturell zum Drittligisten sparen müssen.

Daher gehe ich davon aus, dass der Aufsichtsrat in der Winterpause die Sparpläne mit den Verantwortlichen diskutieren wird mit folgenden Inhalten:

1. Der Vertrag mit Martin Bader wird nicht verlängert. Daher macht es keinen Sinn, dass er Verantwortung für den Kader der nächsten Saison trägt. Daher einigt man sich in der Winterpause auf eine sofortige Auflösung des Vertrages (hoffentlich ohne Abfindung). Ersetzt wird er durch einen halb ehrenamtlichen Sportvorstand, der von Sponsoren bezahlt wird (z. B. Briegel oder Wagner oder?).

2. Der Vertrag mit Boris Notzon wird ebenfalls nicht verlängert. Vermutlich wird dieser die Runde trotzdem noch zu Ende machen, so dass er die Mannschaft für den Rest der Runde mit betreuen wird.

3. Die U21 wird aufgelöst. Natürlich hat uns die 2. Mannschaft in der Vergangenheit genützt, aber sie kostet auch Geld. Da die Lizenz auf äußerst wackligen Beinen steht, kann man sich diese Ausgaben schlicht nicht mehr leisten.

4. Auch im Jugendleistungszentrum wird man die Ausgaben so stark wie möglich reduzieren. Auch wenn dies bedeutet, dass die Konkurrenzfähigkeit der Jugend in Frage gestellt wird, muss und wird man die Kosten auf ein Minimum fahren.

5. Auch einen hauptamtlichen Finanzvorstand wird man sich nicht mehr leisten können. Daher wird der Vertrag mit Klatt nicht verlängert. Klatt wird als letztes Projekt die Lizenzierung betreiben und seine Amtsgeschäfte an einen ehrenamtlichen Finanzchef übergeben, den man sich bei einem Partner suchen wird. Vorstellbar ist hierbei, dass sich der Finanzchef eines Sponsors mit Zustimmung seines Arbeitgebers bereit erklärt, das Amt zu übernehmen.

6. Man wird versuchen, das Gelände des Jugendleistungszentrum, den Fröhnerhof, wieder zu verkaufen, weil man liquide Mittel benötigt. Andernfalls wird man das Gelände als Sicherheit für einen neuen Kredit verwenden.


Wie sieht also die Überschlagsrechnung aus?

- Die Fananleihe wird durch einen neuen Kredit abgelöst, dies verändert zunächst nichts am Schuldenstand, ist also neutral.

- Einsparung im Management, durch Trennung von Klatt und Bader: ca. 0,5 Millionen.

- Einsparung bei U21 und Jugend: ca. 1 Mio.

- Weitere Einsparungen in der Verwaltung (durch Entlassungen): ca. 0,5 Mio.

- Weitere Einsparung in der Infrastruktur (Sperrung weiterer Blöcke im Stadion, etc.): ca. 0,5 Mio.

- Einsparung bei der Mannschaft: ca. 1 Mio.

Das ergibt eine mögliche Einsparung von ca. 3.5 Mio. pro Jahr.

Da uns ca. 6 Mio fehlen zu einem gedeckten Etat, fehlen uns ca. 2,5 bis 3 Mio. Diese nimmt man mit Fremdkapital (Sicherheit: Fröhnerhof) auf.

Klar ist bei dieser Rechnung allerdings, dass wir damit unsere über Jahrzehnte aufgebaute Infrastruktur zerstören und ein Aufstieg nächste Saison mit einem mittelmäßigen Budget schwer wird. Und dass, falls die o. g. Rechnung aufgeht, die nächste Saison unsere allerletzte Chance wäre.
Das reicht aber bei weitem nicht. Das FWS nimmt uns die Luft zum Atmen. Der FCK hat nur eine Zukunft ohne diesen Betonklotz. Und nur eine geordnete Insolvenz läßt uns aus diesem "Stadionvertrag" rauskommen. Dann wären wir auf einen Schlag schuldenfrei, hätten die fast 10 Millionen für Pacht und Unterhalt nicht mehr an der Backe und könnten einen Neustart ohne Altlasten durchführen. Und das wäre mit einem guten Insolvenzverwalter durchaus machbar. Die einzige Frage ist, in welchem Stadion könnten wir spielen? Evt. wäre Pirmasens möglich? Aber dieses Szenario ist alternativlos, alles andere ist ein Sterben auf Raten!
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