MarcoReichGott hat geschrieben:Es sind halt Aussagen wie diese, warum ich auch weiterhin an Frontzeck zweifeln werde. Da denkt man halt, dass er mal erfolgreich was verändert hat und dann sagt er selber über sich "Ne Quaatsch, ich hab nur andere Spieler aufgestellt und die interpretieren jetzt halt ihre Rolle anders und deswegen läuft es nun besser".
Absolut.
Zu Beginn der Saison
- haben wir fast ausschließlich versucht, schnell über die Außen aufzubauen. Durchs Zentrum kam wenig bis nichts.
- sind wir meist recht tief gestanden und haben den Gegner bis zur Mittellinie mehr oder weniger kommen lassen um erst da langsam drauf zu gehen.
- haben wir entweder mit Biada als Halbstürmer gespielt (der dann deutlich häufiger ganz vorne drin war als beispielsweise gegen den KFC) oder gleich zwei Stoßstürmer aufgestellt.
Zuletzt
- haben wir entweder über Löhmannsröben und Bergmann aus dem Zentrum aufgebaut (seitdem Schad Dick ersetzt hat bauen wir endlich nicht mehr ausschließlich über RV auf), oder es wird
- wie vor allem gegen Uerdingen schon im vordersten Drittel gepresst und den Rest der Mannschaftsteile so nachgezogen dass die beiden fetten Lücken aus den ersten Spielen (im OM und auch immer wieder zwischen Albaek/Fechner und unseren IVs) nicht entstehen; in der Folge mussten wir dann auch nicht immer von ganz hinten aufbauen, sondern haben Umschaltsituationen schon in der gegnerischen Hälfte gezogen.
- haben wir nun seit schon Wochen teilweise mit einem 6er und zwei 8ern gespielt, Biada war nur gegen Uerdingen 10er und hat da deutlich konsequenter als Mittelfeldspieler (oft situativ noch hinter dem ersten Pressingspieler im Mittelfeld, Bergmann) agiert.
Sich dann hinzustellen und zu sagen "taktisch ist das alles 4-4-2 oder 4-2-3-1, nix verändert" ist dann entweder rechthaberisch, stur oder komplett naiv. "Die Spieler haben das einfach anders interpretiert" wäre dann das Eingeständnis bis auf ein Korsett überhaupt nichts vorzugeben, insofern eine extrem unglückliche Aussage. Aber das glaube ich ehrlich gesagt 0,0.
Für Frontzeck ging es in den Wochen nach dem (auch: Coaching-)Desaster in Halle um den Job, vielleicht sogar die Karriere überhaupt. Insofern gestehe ich ihm absolut zu, da jetzt angesichts der sich andeutenden Trendwende ein bisschen Genugtuung zu verspüren und auch zu zeigen. Ob er sich mit dieser Spalterei gegenüber kritischen Fans und Journalisten einen Gefallen tut ist eine andere Frage, der Druck auf uns alle bleibt angesichts der nur langsam zu verändernden Tabellensituation hoch.
Aber was soll's, für den Moment läuft es auf dem Platz, wir haben mal wieder eine Phase wo wir ganz zufrieden sein können - da kann Frontzeck von mir aus auch sagen der Himmel ist grün.