SEAN hat geschrieben:
Das dürfte auch einigen die Antwort darauf geben, warum man so lange brauchte, bis es in der Liga einigermaßen zusammengepasst hat.
Mit 3-4 Spielern aus der letzten Saison, die auch alle nicht mal Stammspieler waren, hat man eben kein Fundament, auf das man aufbauen kann. Ist der Stamm vom Baum/Mannschaft gesund und kräftig, kann man schlechtere Äste rausschneiden und junge nachwachsen lassen. Schneidet man aber immer die Wurzeln ab gibt das nix, oder braucht wie in unserem Fall deutlich länger.
Schöne Metapher. Und dein Beitrag spiegelt auch meine Meinung wider. Die 3-4 Spieler aus letzter Saison sind das eine, wie du schreibst. Bei unseren Zukäufen, die den Großteil der heutigen Mannschaft (die z.B. in der Liga aufläuft) ausmachen, waren viele nicht nur nicht Stammspieler, sondern teilweise dauerverletzt oder nicht mal im Kader bei ihren jeweiligen vorherigen Vereinen. Spielpraxis null. Hier steht/stand die Meinung dagegen, dass eine diesmal lange Vorbereitung und eine frühzeitig geklärte Kaderplanung diese mangelnde Praxis eher hätte auffangen müssen. Dass die Mannschaft nun in den letzten 5 Spielen 4 Siege erspielt hat, unterstützt aber eher die These, dass dieses Zusammenfügen aller Teile diese von dir angesprochene Zeit und den Anlauf brauchte.
Im Grunde passiert gerade das, was man sich eigentlich doch des öfteren gewünscht hat. Ein unaufgeregtes Ernstnehmen und Erledigen der gestellten Aufgaben in diesem Verbandspokal. Vergleichbar vielleicht mit ersten Pokalrunden, als man früher noch wirklich Favorit war. Es wird rotiert, aber nicht mit Risiko. Spieler, die in der Liga sich gerade nicht so anbieten für die Stammelf (Pick) bekommen ihre Chance und haben sie offensichtlich gestern genutzt.
Bisschen kommt mir das so vor, als ob der FCK diesen Gang in doppelter Hinsicht gehen muss (musste). Um die ganze Nummer, sich, wieder zu erden, sowie diese Glaubwürdigkeit in den Regionen auch wieder zu erlangen. So oder so und so bitter auch der Gang in die 3.Liga war, tut uns das ganz gut - mal abgesehen von der katastrophalen finanziellen Situation.