
Weiter kein Sieg: Dramatisches 3:3 gegen Köln
Der 1. FC Kaiserslautern hat am Montagabend seinen zweiten Saisonsieg verpasst. Die Roten Teufel drehten im Heimspiel gegen Fortuna Köln zunächst einen 0:2-Rückstand - kassierten aber in der Nachspielzeit das 3:3.
Michael Frontzeck tauschte nach dem 1:1 in Zwickau einen Akteur in seiner Startelf aus: Mads Albaek ersetzte Theo Bergmann. Die Gäste aus Köln gingen mit ihrer ersten Chance durch Robin Scheu in Führung (9.). In der 31. Minute erhöhte Moritz Hartmann für die Fortuna, doch nur vier Zeigerumdrehungen später markierte Timmy Thiele das Anschlusstor (35.). Es kam aus Lautrer Sicht sogar noch besser: Kurz vor der Pause gelang Julius Biada (44.) der Ausgleich.
Bergmanns Joker-Tor reicht nicht
Nach dem Seitenwechsel sahen die 17.588 Zuschauer ein Spiel auf Augenhöhe, in dem die Gäste zunächst die besseren Möglichkeiten hatten. Erst scheiterte Hartmann frei vor Jan Ole Sievers, Minuten später schoss er einen Elfmeter, den Lukas Gottwalt verschuldet hatte, über das Tor. Auf der Gegenseite köpfte Gottwalt nach einer Ecke genau auf den Torhüter und ließ damit das 3:2 liegen. Die Schlussphase versprach Spannung - und dieser avancierte der eingewechselte Bergmann zum vermeintlichen Matchwinner. Der Mittelfeldmann zirkelte einen Freistoß aus rund 25 Metern genau in den Winkel zum 3:2. Doch in der Nachspielzeit schlugen die Domstädter noch einmal zurück: Bone Uaferro erzielte in der Nachspielzeit das 3:3.
Der FCK, der damit seit sieben Pflichtspielen auf einen Sieg wartet, bleibt damit in der Abstiegszone auf Rang 17 stecken. Am kommenden Samstag (14:00 Uhr) spielen die Roten Teufel beim FC Carl Zeiss Jena.
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Quelle: Der Betze brennt
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Ergänzung, 22:25 Uhr:

Lautrer Frust: "Es tut wahnsinnig weh"
Wieder kein Sieg: Der 1. FC Kaiserslautern hat im Heimspiel gegen Fortuna Köln 3:3 gespielt. Thema nach dem Schlusspfiff waren vor allem die Fehler von Torhüter Jan Ole Sievers.
Er wolle keinen Spieler ans Kreuz nageln, sagte Michael Frontzeck nach dem bitteren Remis, dem mittlerweile siebten Pflichtspiel in Folge ohne Sieg. Dennoch musste der Cheftrainer natürlich eingestehen, dass individuelle Fehler des Schlussmanns entscheidenden Anteil am verpassten Heimsieg der Lautrer hatten. Sievers hatte bei allen drei Gegentoren nicht gut ausgesehen, als besonders ärgerlich erwies sich sein Fehlgriff in der Nachspielzeit, als ihm der Ball entglitt und Kölns Bone Uaffero den Ausgleich markierte.
"Es tut wahnsinnig weh"
"Er ist untröstlich", beschrieb Florian Dick die Stimmungslage beim unglücklichen Keeper in der Kabine. "Aber niemand ist frei von Fehlern. Wir machen ihm keinen Vorwurf. Er hat vorher im Eins-gegen-eins und in den letzten Spielen super gehalten. Fehler gehören zum Fußball." Dennoch wirkte der Schock über die ungekrönte Aufholjagd nach dem schnellen 0:2-Rückstand in der ersten Hälfte nach. "Es tut wahnsinnig weh. Aber wir brauchen den Kopf nicht in den Sand zu stecken", sagte Timmy Thiele mit Blick auf den enormen Kraftaufwand, den die Roten Teufel betrieben hatten.
"Ein Spiel so zu drehen ist von den Gefühlen her mit das Beste, was es gibt. Dann bekommst du wie in Zwickau so ein Ei hinten rein. Das tut brutal weh", ärgerte sich Theo Bergmann, der nach seiner Einwechslung wenige Minuten vor Schluss das 3:2 mit einem sehenswerten Freistoßtor erzielt hatte. "Wir hätten den Sieg einen Tick mehr verdient gehabt", schloss sich Frontzeck der Analyse von Fortuna-Trainer Uwe Koschinat an.
Florian Dick war derweil darum bemüht, das Positive hervorzuheben. "In unserer Phase nach 0:2 zurückzukommen, das zeugt von Charakter und Moral innerhalb der Truppe", sagte der Kapitän. "So gehen wir auch mit dem 3:3 um, das wir als Mannschaft wegstecken müssen und werden."
Biada und Kraus angeschlagen ausgewechselt
“Ich hoffe, die Fans sehen, dass wir Gas gegeben haben. Aber wir müssen jetzt einfach mal die drei Punkte holen. Egal wie”, sagte Kevin Kraus, der wie Julius Biada angeschlagen ausgewechselt werden musste. Beide Spieler hatten laut Frontzeck mit muskulären Problemen zu kämpfen.
Quelle: Der Betze brennt
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